Wohnsituation ALG 1, brauche Hilfe (1 Betrachter)

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_Sandra_

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Ich benötige Hilfe zur folgenden Situation:

Meine Freundin 23 Jahre wird jetzt nach ihrer Ausbildung arbeitslos und rutscht somit in ALG1. Arbeitslosengeld würde sie dann ca. 260 € bekommen, was ja nicht gerade viel ist und von dem man nicht wirklich leben kann, vor allem, weil da ja keine Mietkosten inbegriffen sind.

Was macht man in diesem Fall? Kann man trotz Bezuges von ALG1 vielleicht Wohngeld oder sonst irgendwelche Zulagen beantragen? Die Agentur zahlt ja nix für Miete sowie bei der ARGE oder bin ich hier falsch informiert??

Außerdem noch die Frage:
Meine Freundin hat vor ihrer Ausbildung in einem anderen Bundesland gewohnt und ist dann später zum Ausbildungsort umgezogen. Kann die Agentur verlangen, dass sie wieder zu ihrer Mutter ziehen muss, da sie unter 25 Jahre alt ist? Möglich wäre dies überhaupt nicht, da die Mutter gar keinen Platz bzw. auch kein Zimmer für sie hätte. Ihre Mutter hat auch keine finanziellen Mittel sie zu unterstützen, da sie selbst keine Arbeit hat. Wie würde die Situation hier aussehen?

Ich wäre über Antworten sehr dankbar! :redface:
 

Arania

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Nein sie muss nicht zurückziehen, sie kann Wohngeld beantragen ODER ergänzendes ALG II

Wenn es mit dem Wohngeld immer noch nicht reicht- was ich vermute, wird sie leider ALG II beantragen müssen
 
E

ExitUser

Gast
Nein sie muss nicht zurückziehen, sie kann Wohngeld beantragen ODER ergänzendes ALG II

Wenn es mit dem Wohngeld immer noch nicht reicht- was ich vermute, wird sie leider ALG II beantragen müssen
Wohngeldanspruch hat sie keinen, da sie ihren Bedarf allein mit ALG I nicht decken kann...


es bleibt nur ALG II Antrag - oder ALG I + Nebenjob + Wohngeld...aber dann genau erkundigen, wieviel sie nebenbei verdienen darf - vielm ist dasn nicht.
 

_Sandra_

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Danke für eure Antworten! :smile:

Versteh ich das richtig, dass sie dann einen kompletten ALG2-Antrag stellen muss, so als wäre sie in Hartz IV?

Und ist sie dann auch bei der ARGE gemeldet anstatt der Agentur für Arbeit. Ich meine jetzt auch was alles andere betrifft wie Stellenvermittlung etc.?
 
F

FrankyBoy

Gast
Also zurück zu ihrer Mutter muss sie zunächst einmal nicht ziehen; dass ergibt sich aus dem § 22 SGB II SGB 2 - Einzelnorm
Notfalls den Abs. 2a bemühen.

Die rechtliche Würdigung der übrigen Fragen ist jedoch wesentlich komplizierter; meiner Auffassung nach muss hier ergänzendes ALG II gezahlt werden, auch wenn es vorrangig Wohngeld etc. geben würde; nur erreicht die Höhe des ALG I ja nicht einmal den Regelsatz - bin mir daher sehr sicher, das der § 9 SGB II SGB 2 - Einzelnorm
greifen wird.

Notfalls ab zum Sozialamt und Leistungen nach dem SGB XII stellen - die werden der ARGE schon klar machen, dass die vorrangig leisten müssen - mehr dazu: SGB XII Sozialhilfe

Ja genau Hartz IV - wilkommen im Club.
 

Mario Nette

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Ich vermute, mit 260 € Alg I wird sie keinen Anspruch auf Wohngeld haben - das Geld deckt ja noch nicht mal das Existenzminimum. Daher muss sie bei der ARGE (meist im Jobcenter) aufstockendes Alg II beantragen.

Wer Leistungen der ARGE bezieht, wird von der ARGE in Arbeit vermittelt. Auch dann, wenn er noch Alg I bezieht. So ist das leider.

Zu den Worten: Zwischen "Hartz IV", "Alg II" und "Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach SGB II" gibt es im Großen und Ganzen in der Umgangssprache keinen Unterschied.

Versteh ich das richtig, dass sie dann einen kompletten ALG2-Antrag stellen muss, so als wäre sie in Hartz IV?
Nicht "so als wäre", sie IST schon mit Alg I "in Hartz IV" - lies dir mal auf Wikipedia durch, was "Hartz IV" wirklich bedeutet (Stichwort: Hartz-Reformen). Sie muss dann einen kompletten Antrag stellen, ja leider.

Mario Nette
 
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