Wohnnebenkosten Heizung

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Ich wohne in Niedersachsen.

Mit meinem JobCenter stehe ich im Moment im Clinch wegen meiner Heizkosten. Monatlich überweisen sie mir 77.-- €, weil das den Heizkosten für 47 m² entsprechen soll. Tatsächlich zahle ich aber 123.-- €, muß also monatlich 46 € von meiner Grundsicherung selber leisten. Da sie zusätzlich noch die Ratenzahlung für meine Mietkaution abziehen, ich 70 € für Strom an Drittanbieter aufbringen muß und noch diverse Abschlagzahlungen hinzu kommen, bleiben mir und meinen beiden Katzen 120 € zum Leben.

Unser Wohnblock hat keine Wärmedämmung und schlecht schließende Fenster. 1962 in Leichtbauweise gebaut, will die neue Wohnbaugesellschaft jetzt alle Häuser abreißen und neu bauen. Das belegt ja schon, daß eine nachträgliche Wärmedämmung zu kostenaufwändig und umfangreich wäre.

Wie kann ich das JC davon überzeugen, daß ich trotz größter Einsparungen meine Heizkosten nicht verringern kann? Habe ich das Recht, eine Anpassung und Rückerstattung an die tatsächlichen Kosten zu fordern?
 

Hartzeola

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Wie kann ich das JC davon überzeugen, daß ich trotz größter Einsparungen meine Heizkosten nicht verringern kann? Habe ich das Recht, eine Anpassung und Rückerstattung an die tatsächlichen Kosten zu fordern?
JC kann nicht so einfach nur anteilige Kosten zahlen. Du musst zunächst eine Kostensenkunsaufforderung erhalten haben mit 6 Monate Frist,, erst danach kann JC nur "angemessene" Kosten zahlen. So läuft das i.d.R mit den gesamten Kosten.

Hast in der Vergangenheit eine Belehrung oder Verpflichtung unterschrieben, Heizkosten zu senken? Das praktizieren JC oft, wenn es um lediglich Heizkosten geht.
 

Entfernung100

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Danke für deine Links, EMRK!

Nach eingehendem Studieren, sofern ich es begreifen kann, ist eine nicht vorhandene Isolierung des Hauses kein Grund für das JC, die tatsächliche Höhe der Heizkosten zu übernehmen? :icon_evil:

Das ist ja der Hammer! Daran habe ich doch keine Schuld!

Mir wurde schon mal (nach einer 6monatigen Frist) wegen meines Widerspruchs und meiner Krankheit die volle Summe bezahlt. Wann sie das wieder rückgängig gemacht haben, weiß ich allerdings nicht.

Ich kann anscheinend *froh* sein, alt zu sein und eine chronische Erkrankung zu haben!

Ich habe erst mal keinen offiziellen Widerspruch eingereicht, sondern lediglich eine Aufforderung, die Heizkosten an die tatsächliche Höhe anzupassen und mir die zu Unrecht einbehaltenen 46 € monatlich rückwirkend zu zahlen.

Wie lange kann ich rückwirkend eine Zahlung bekommen? 6 Monate?
 

viona14

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Wenn dir die Heizkosten gekürzt wurden,weil du deine Wohnung angeblich unwirtschaftlich beheizt,muss du zuvor schriftlich darüber belehrt worden sein wie du deine Heizkosten senken kannst.Ist das der Fall ?Hast du so ein Schreiben erhalten?

Du kannst auch einen Überprüfungsantrag stellen(§44SGBX) und die einbehaltenen Beträge zurückverlangen.Bin mir nicht ganz sicher aber ich glaube das Rechtswidrige Bescheide nur bis zu 1 Jahr rückwirkend aufzuheben sind.
 

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Wenn dir die Heizkosten gekürzt wurden,weil du deine Wohnung angeblich unwirtschaftlich beheizt,muss du zuvor schriftlich darüber belehrt worden sein wie du deine Heizkosten senken kannst.Ist das der Fall ?Hast du so ein Schreiben erhalten?

Du kannst auch einen Überprüfungsantrag stellen(§44SGBX) und die einbehaltenen Beträge zurückverlangen.Bin mir nicht ganz sicher aber ich glaube das Rechtswidrige Bescheide nur bis zu 1 Jahr rückwirkend aufzuheben sind.

Nein, so ein Schreiben habe ich nicht bekommen.
Das mit dem Überprüfungsantrag werde ich noch in den Brief schreiben, ehe ich ihn morgen persönlich im JC abgebe. Danke!
 

spin

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Es kommt noch hinzu, dass vermutlich die Wärmeverbräuche der anderen Wohnungen in die Kosten einfließen und man für das Verbrauchsverhalten Dritter faktisch bestraft wird.

Wie hoch ist der Wärmeverbrauch in kWh? Bei 47m² und 200 kWh/m²/a (Kennzahl) wäre ein Verbrauch von 9.400 kWh/a noch ok. Außerdem war der letzte Winter extrem kalt. Das käme hinzu.
 

edelweiß

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kurze Antwort:
Heizkosten sind in der tatsächlich anfallenden Höhe zu übernehmen,insofern keine Unwirtschaftlichkeit vorliegt oder nachgewiesen wird.
Dabei sind die (insbesondere) baulichen Gegebenheiten zu berücksichtigen.

kleiner Tipp: ich hatte den "Aussendienst" bestellt um die baulichen Gegebenheiten meiner Wohnung vom JC zu dokumentieren.
Einfachverglasung und Null-Dämmung führen nunmal zu einem erhöhten Verbrauch ,welcher nicht von Dir verursacht wird ;noch von Dir behoben werden kann
- die Kürzung/Unterzahlung ist Rechtswidrig.
 

gizmo

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Ich wohne in Niedersachsen.

Mit meinem JobCenter stehe ich im Moment im Clinch wegen meiner Heizkosten. Monatlich überweisen sie mir 77.-- €, weil das den Heizkosten für 47 m² entsprechen soll. Tatsächlich zahle ich aber 123.-- €, muß also monatlich 46 € von meiner Grundsicherung selber leisten. Da sie zusätzlich noch die Ratenzahlung für meine Mietkaution abziehen, ich 70 € für Strom an Drittanbieter aufbringen muß und noch diverse Abschlagzahlungen hinzu kommen, bleiben mir und meinen beiden Katzen 120 € zum Leben.

Unser Wohnblock hat keine Wärmedämmung und schlecht schließende Fenster. 1962 in Leichtbauweise gebaut, will die neue Wohnbaugesellschaft jetzt alle Häuser abreißen und neu bauen. Das belegt ja schon, daß eine nachträgliche Wärmedämmung zu kostenaufwändig und umfangreich wäre.


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Wie kann ich das JC davon überzeugen, daß ich trotz größter Einsparungen meine Heizkosten nicht verringern kann? Habe ich das Recht, eine Anpassung und Rückerstattung an die tatsächlichen Kosten zu fordern?

Hallo Entfernung,
zur Info bin jetzt zum 2 mal mit einer Kostensenkungsaufforderung durch.

2009 vorm SG damals wegen 55€ HK die das JC zahlen wollte, zugesprochen dann 75€ vom SG und dann alsbeidige anpassung der HK auf 95€.

März 2013 erneute Kostensenkungsaufforderung, JC wollte 6 Monate später nur noch 60€ zahlen. WBA würde gestellt mit Schreiben das JC doch das unangemessene Heizverhalten nachweisst, das muss das JC. Neuer Bescheid ab 10.2013 ist gekommen mit alten HK 95€ auf 6 Monate.

Jetzt zu deinen Fragen:

Wie kann ich das JC davon überzeugen, daß ich trotz größter Einsparungen meine Heizkosten nicht verringern kann?

Ersteinmal der Post 9 ist da Gold richtig

1. deine Warmmiete zerpflücken, in KM, NK & HK.
2. Ein Schreiben von deinem Vermieter versuchen zu bekommen, wo dieser Bezug auf deine Wohnungsgrösse nimmt und dann die HK nennt, die im allgemeinen für diese Grösse des Wohnraums gezahlt werden. Hier kann auch die Isolierung des Wohnraums mit einfliesen.
3. Versuchen die HK anderer in etwa gleich grosser Wohnräume heranzukommen.
4. Soweit wie möglich noch einen Widerspruch schreiben.
5. Informationen sammeln die den Post 9 Bestand gibt.

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Habe ich das Recht, eine Anpassung und Rückerstattung an die tatsächlichen Kosten zu fordern? Ja.

1. Den Vermieter anschreiben das dieser die HK nach dem letzten Gesammtstand(HK und Nachforderung 2012) erhebt, oder nach dem von dir unter Punkt 2 Schreiben angleicht.
2. Hier jetzt einen Ü-Antrag stellen(noch dieses Jahr).

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Jetzt mal das was ich hier sehe wo ich noch Fragen hätte und für mich noch Unklarheiten sind.

Bei 77€ Monatlich HK das auf 47m² ergibt eine stolze Summe von 1,64€/m², finde ich schon hoch. Du schreibst du zahlst aber 123€, das ergibt 2,61€/m².

Womit heizt du, GAS, Kohle, Strom, Fernwärme etc.?
Wie hoch ist die KM?
Wie hoch sind die NK(kalten NK)?
Kann es sein das die NK für dein Wohnraum eher gering sind gegenüber anderem gleichgrossen Wohnraum?

Du zahlst Kaution, warum bzw. weshalb bis du Umgezogen?
Warst du damals schon SGBII er?
Warst du damals schon SGBXII er?

Hast du körperliche Einschränkungen?

mehr dann.

Du solltest den Weg zum SG nicht scheuen, denn was du da erstritten hast, hast du in der Tasche([KM &NK] & HK).
 

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Danke erst mal für eure fundierten Antworten.

Ich habe heute den Brief bei dem JC abgegeben und stempeln lassen. Bei Bedarf stelle ich gerne den Wortlaut ein!

Gizmo und edelweiß, danke speziell für eure Antworten, auf die ich gleich eingehe:

Alle 6 Häuser sind mit Sandstein gebaut und nicht isoliert. Die riesigen Fenster sind doppelt verglast, aber kein Thermoglas. Kein Fenster, keine Tür schließt, überall pfeifft die Kälte rein. Wahrscheinlich sind sie verzogen.

Die Wohneinheiten sind alle gleich und haben durchgehend diese hohen Heizkosten! Wir werden mit Fernwärme geheizt. Dazu kommt, daß unter und neben mir seit 2 Jahren die Wohnungen frei sind und nicht geheizt werden. (Der gesamte Komplex soll ja abgerissen werden.)

Da es eine Stiftung war, sind die Mieten niedrig:

205.-- € Kaltmiete
97.40 € Betriebskosten
123.30€ Heizkosten Vorauszahlung

Das JC bezahlt:

205.-- € Miete
97.40 € Betriebskosten
77.-- € Heizung
MB WW wg. max. HK 8.79 €
Das heißt wohl Mehrbelastung WarmWasser wegen maximaler Heizkosten, oder?

Das warme Wasser kann hier mangels eigener Zähler nicht ermittelt werden!

Ich bin vor 3 Jahren in diese Stadt gezogen und habe auch damals schon in HartzIV bezogen. Die Wohnung wurde zwar wegen der geringen Miete genehmigt, aber da ich die Stadt gewechselt habe, sind keinerlei Umzugskosten gewährt worden. Allerdings haben sie die Kaution übernommen, die ich noch abzahle.

In meinem letzten Widerspruch habe ich den Außendienst bestellt, der aber meines Wissens nach nicht hier war; jedenfalls nicht bei mir geklingelt hat. Damals wurden die HK auch in tatsächlicher Höhe übernommen. Danach habe ich nur noch eine Festsetzung auf die momentan 77 € bekommen.

Ja, ich bin gesundheitlich eingeschränkt, habe chronische Gicht.

Ich hoffe, daß ich keine der Fragen unbeantwortet gelassen habe! Ihr seid großartig!
 

gizmo

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Hallo Antworte mal im Text.

Danke erst mal für eure fundierten Antworten.

Ich habe heute den Brief bei dem JC abgegeben und stempeln lassen. Bei Bedarf stelle ich gerne den Wortlaut ein!

Mache das mal bitte, schwärzen bitte nicht vergessen.

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Gizmo und edelweiß, danke speziell für eure Antworten, auf die ich gleich eingehe:

Alle 6 Häuser sind mit Sandstein gebaut und nicht isoliert. Die riesigen Fenster sind doppelt verglast, aber kein Thermoglas. Kein Fenster, keine Tür schließt, überall pfeifft die Kälte rein. Wahrscheinlich sind sie verzogen.

Schätze Nachweisbar?, bitte dokumemtieren, Foto mit Datum.

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Die Wohneinheiten sind alle gleich und haben durchgehend diese hohen Heizkosten! Wir werden mit Fernwärme geheizt. Dazu kommt, daß unter und neben mir seit 2 Jahren die Wohnungen frei sind und nicht geheizt werden. (Der gesamte Komplex soll ja abgerissen werden.)

Bitte Vermieter anschreiben
"2. Ein Schreiben von deinem Vermieter versuchen zu bekommen, wo dieser Bezug auf deine Wohnungsgrösse nimmt und dann die HK nennt, die im allgemeinen für diese Grösse des Wohnraums gezahlt werden. Hier kann auch die Isolierung des Wohnraums mit einfliesen.

Denke Vermieter wird das Schreiben aufsetzen, da er ja alles Abreissen will.

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Da es eine Stiftung war, sind die Mieten niedrig:

205.-- € Kaltmiete
97.40 € Betriebskosten
123.30€ Heizkosten Vorauszahlung

Das JC bezahlt:

205.-- € Miete
97.40 € Betriebskosten
77.-- € Heizung
MB WW wg. max. HK 8.79 €
Das heißt wohl Mehrbelastung WarmWasser wegen maximaler Heizkosten, oder?--- kann schon sein ???????

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Das warme Wasser kann hier mangels eigener Zähler nicht ermittelt werden! ---- Nicht deine Schuld.

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Ich bin vor 3 Jahren in diese Stadt gezogen und habe auch damals schon in HartzIV bezogen. Die Wohnung wurde zwar wegen der geringen Miete genehmigt, aber da ich die Stadt gewechselt habe, sind keinerlei Umzugskosten gewährt worden. Allerdings haben sie die Kaution übernommen, die ich noch abzahle. --------- Zahlst etwa schon seit ca. 36 Monaten deine Kaution ab? Hierzu mal das----siehe Anlage.

Weis allerdings nicht ob noch aktuell, kann vielleicht zum Thema ein anderer ELO was zu sagen.

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In meinem letzten Widerspruch habe ich den Außendienst bestellt, der aber meines Wissens nach nicht hier war; jedenfalls nicht bei mir geklingelt hat. Damals wurden die HK auch in tatsächlicher Höhe übernommen. Danach habe ich nur noch eine Festsetzung auf die momentan 77 € bekommen.

Wie Widerspruch, wurde der nicht beantwortet, wie lange her?

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Ja, ich bin gesundheitlich eingeschränkt, habe chronische Gicht.

Läst sich doch bestimmt ein Mehrbedarf an HK rausholen, kann das dein behandelnder Arzt in einem Atest bestätigen das du eine konstante Wärme brauchst?

Kannst du vollumfänglich 8Std Arbeiten?

Hast du schon mal was vom dem SGBIX gehört?

Hast du ein GdB?

Ich hoffe, daß ich keine der Fragen unbeantwortet gelassen habe! Ihr seid großartig!
Was möchtest du erreichen, hier wohnen bleiben oder wärst du bereit Umzuziehen?

Ach so, wenn die dir die HK gekürzt haben solltes; muß du sowas als schriftliche Ankündigung haben, hast du ihrgend ein Schreiben woraus das hervor geht?

Sorry wegen der Abklopferei:icon_smile:
 

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Purzelina

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123.30€ Heizkosten Vorauszahlung
Aus welchen Beträgen setzen sich deine Heizkosten laut Betriebskostenabrechnung zusammen?

- Gesamtanteil des Hauses

- dein verbrauchsabhängiger Anteil
 

spin

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Wenn die unbewohnte Wohnung darunter und die nebenan nicht geheizt wird, steigt naturgemäß der Wärmeverbrauch an. Nochmals: wieviel kWh wurden pro Jahr verbraucht?
 

Entfernung100

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Args, so viele Fragen!
Durch den Sturm waren wir fast den ganzen Tag off und ich kam nicht ins Forum. Und dann hatten wir auch noch Gäste...:icon_frown:

Deshalb schnell mal nur den Brief in Anlage.

Die anderen Fragen beantworte ich morgen!

Heizkosten JobCenter_g.jpg
 

Entfernung100

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So, heute gehe ich auf die Fragen und Vorschläge ein.

Den Brief habe ich ja schon gestern zur Diskussion gestellt. Vielleicht habe ich ihn zu allgemein gehalten?

Ich werde Fotos von der Leichtbauweise und von den Fenstern machen. Ebenso werde ich den neuen Vermieter bitten, mir ein Schreiben aufzusetzen, aus dem hervor geht, daß hier die Heizkosten (wegen der Leichtbauweise) allgemein so hoch und höher ausfallen.

Der Widerspruch, dem nur teilweise statt gegeben wurde, ist vom 02.09.12. Damals waren die Heizkosten noch geringer. Zu diesem Termin wurde ein Höchstbetrag von 1,47 € pro m² mit Fernwärme zu Grunde gelegt.

Am 04.12.12 habe ich dann gegen diesen Bescheid erneut Widerspruch eingelegt, der mir am 18.12.12 abgelehnt wurde. BEGRÜNDUNG:
... wurden sie auf die Unangemessenheit ihrer Heizkosten und die sich daraus möglicherweise ergebenen finanziellen Folgen hingewiesen
Der Widerspruch ist unzuässig.
Danach kam keine neue Aufforderung sondern sofort die Reduzierung. Auch die erneute Erhöhung von 97€ auf 123€ vom 01.06.13 wurde nicht berücksichtigt. Im Januar 2012 wurde die unter mir liegende Wohnung geräumt, die andere Nachbarin lebt seit 10 Jahren bei ihrem Freund.

Wir haben hier Verdampfer an den Heizkörpern, die 1X jährlich abgelesen werden. Die pro Haus verbrauchte Heizungsmenge wird dann wohl prozentual zu den Einheiten von kalorimeter hochgerechnet. Wie viele KWH das pro Jahr sind, konnte ich nirgends aufgelistet finden.

Nun zu meiner Gesundheit.
Ich bitte zu bedenken, daß ich schon 63 J. bin. Meine Gicht und die Fibromyalgie werde ich mir aber von meinem Hausarzt unter dem Aspekt von Wärme bestätigen lassen. Zu einer prozentualen *Behinderung* führen Schmerzen leider nicht. Allerdings bekomme ich schon seit einiger Zeit keine Jobvorschläge mehr, muß mich auch nicht zwingend bewerben. Einige Maßnahmen für Menschen über 50 (Top 50) haben bei mir nicht wie gewünscht eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt bewirkt.

Tja, was will ich erreichen? Erst mal möchte ich wieder monatlich finanziell über die Runden kommen!

Ich möchte gern in den Neubauten wohnen bleiben. Sie werden hoffentlich in Anlehnung an die vom Sozialamt gemachten Vorgaben (max. 50m², geeignete Höchstmiete) entstehen. Da die modernste Wärmedämmung berücksichtigt werden soll, sinken wohl die Heizungskosten; dafür wird die Grundmiete teurer. Momentan bezahle ich nur 4.35€.

Aber sowohl die Wohnlage als auch den Stadtteil habe ich mir nicht umsonst vor 3 Jahren als den Platz auserkoren, an dem ich friedlich meinen Lebensabend verbringen möchte! Die neuen Besitzer haben uns allen auch die Übernahme der Umzugskosten zugesichert.

Jetzt warte ich erst mal die Antwort auf meinen Brief ab.

Habt ihr noch Fragen?
 

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So, nun habe ich die Antwort bekommen, einen ärztlichen Nachweis über das erhöhte Wärmebedürfnis bei meiner Krankheit einzureichen. Blöderweise ist mein Arzt in Urlaub und ich habe erst für den 26.11. einen Gesprächstermin.

Irgendwie begreifen die nicht, daß ich keinen erhöhten Wärmebedarf geltend machen will, sondern nur die normale Wärme von 20 - 21° im Winter erreichen will! Und dieses Bedürfnis erfüllt sich eben nur, indem ich so heize wie bisher. Und dadurch entstehen nun mal höhere Kosten.

Der Vermieter reduziert ab 22 Uhr die Heizleistung automatisch und fährt die Heizleistung erst morgens wieder hoch; überheizen kann ich sowieso nicht! Da es aber in der Wohnung gewaltig zieht und von unten (ohne Mieter) und oben (Flachdach) und rechts (Mieterin wohnt bei ihrem Freund) keine Wärme kommt, ist die Heizleistung im Winter halt nicht ausreichend. Ich sitze im Mantel bei 15-17° und friere, wenn ich nur halbe Leistung aufdrehe.

Wie kann ich das nur in Worte fassen bzw. wie soll mein Arzt diese Bescheinigung formulieren? Immerhin kostet mich dieses Attest ja auch mal lockere 25€!
 

spin

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20-21°C sind üblich. Dafür braucht man keine ärztliche Bescheinigung.

Zum Widerspruchsbescheid, Zitat: Der Widerspruch ist nicht zulässig.

Die spinnen ja total. Bei einem Bescheid ist in Deutschland ein Widerspruch immer zulässig (es gibt Ausnahmen, dann musss man gleich klagen). Es muss im Amtsjargon heißen: wurde abgeholfen (Stattgabe) oder nicht oder teilweise abgeholfen o. Ä.. Das sind echte Verwaltungsfachleute. :icon_biggrin:
 
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