Wohnkosten: Untermietvertrag mit Eltern bei U25 (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

heutejob

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 Mai 2018
Beiträge
6
Bewertungen
0
Hallo,

Ich bekomm derzeit AGL II und mach demnächst eine Maßnahme zum LKW-Fahrer. Die dauert 3-4 Monate. Danach bin ich aus der Hilfe raus. Ein Arbeitgeber habe ich auch schon.

Das Problem, ich habe keine eigene Wohnung. Ich hatte aber schon mit 18 Jahren meine eigene Wohnung, für fast 5 Jahre.
Jetzt benötige ich aber für die Maßnahme wieder eine Wohnung.

Ich bekomme aber so schnell und auf den freien Wohnungsmarkt aber keine.

Meine Mutter würde Ihre 1 Zimmer Wohnung für die 3-4 Monate wir Kostenpflichtig zu verfügen stellen. Da meine Mutter vorkurzen zu Ihren Lebensgefährten gezogen ist. Sie hätte die Wohnung sonst gekündigt.

Daher die Frage kann ich die Kosten der Wohnung per Untermietvertrag 1:1 beim Jobcenter Eltern machen?

Eine Bedarfsgemeinschaft liegt ja nicht vor, da meine Mutter beim Ihren Lebensgefährten wohnt, und dort auch auf 450 Basis arbeitet.

Aber ich bin unter 25 Jahren. Könnte daher das Jobcenter verlangen, das meine Mutter mir die Wohnung Kostenlos zu Verfügung stellen muss? Wegen Unterhaltspflicht?

Meine Mutter bekommt aber Erwerbsminderungsrente etwa 1.100€ Monat.

Der § 22 Abs. 2a kommt ja eigentlich nicht zu Geltung. Da ich ja schon vor über 4 Jahren ausgezogen war…
 

Makale

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Januar 2013
Beiträge
3.349
Bewertungen
3.466
Da du U25 bist ist das eine schwierig zu bewertende Konstellation und ich vermute die werden durchaus an deine Mutter ran wollen, es sei denn du hast bereits eine Ausbildung abgeschlossen. Näheres siehe fachliche Weisung der BA zu § 9 SGB II.
Nach meinem Rechtsverständnis besteht keine Pflicht deiner Mutter dir kostenlos ihre Wohnung unterzuvermieten. Zudem läge weder eine BG noch HG vor.

Um das sauber über die Bühne zu bekommen müsstest du mit deiner Mutter eine wichtige "Hausaufgabe" erledigen.

Um eine BG zu vermeiden sollte schon im Untermietvertrag explizit drin stehen, dass die komplette Wohnung dir zur alleinigen Nutzung während der Untermietzeit überlassen wird und die Hauptmieterin (deine Mutter) die Wohnung nicht mit benutzt. Schon ist das "Wirtschaften aus einem Topf" und damit faktisch eine BG vom Tisch. Falls Nachfragen kommen, dann nur mitteilen, dass die Mutter im Haushalt ihres Lebensgefährten wohnt (sie sollte dort auch gemeldet sein). Zustimmung zur Untervermietung hat das Jobcenter nicht zu interessieren und deswegen interessiert mich das auch nicht (ich empfehle aber nur mit Zustimmung des Eigentümers unterzuvermieten). Allein ein wirksamer Untermietvertrag spielt für die Geltungsmachung von KDU eine Rolle.

Die Untermiete könnt ihr auch als Inklusivmiete vereinbaren, wo alle Kosten in einem Betrag enthalten sind. So kannst du Internet- und Stromkosten komfortabel zu KDU machen. Es sollten natürlich im Untermietvertrag keine aufgeschlüsselten Kostenpositionen genannt werden, sonst klappt das nicht. :wink:

Stell dich jedoch auf Widerstand seitens des Jobcenters ein. Im Idealfall bekommst das im Widerspruchsverfahren durch. Die Leistungssachbearbeitung wird es erfahrungsgemäß mangels näherer Rechtskenntnisse nicht akzeptieren und vermutlich den Regelsatz um die Strompauschale (ca. 35 €) oder die KDU entsprechend kürzen.

Versuch macht klug. Wenn irgendwelcher Widerstand kommt, dann meldest dich noch mal.
 

Nena

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
10 Oktober 2015
Beiträge
2.536
Bewertungen
3.927
Die Untermiete könnt ihr auch als Inklusivmiete vereinbaren, wo alle Kosten in einem Betrag enthalten sind. So kannst du Internet- und Stromkosten komfortabel zu KDU machen. Es sollten natürlich im Untermietvertrag keine aufgeschlüsselten Kostenpositionen genannt werden, sonst klappt das nicht.
Wenn Ihr das tut, müsst Ihr Euch bewusst sein, dass das JC auch die jährliche Nebenkostenabrechnung nicht interessiert. Ja, momentan ist es nur für wenige Wochen geplant. Solltet Ihr aber im Hinterkopf behalten.
 

Salzwasser

Elo-User*in
Mitglied seit
27 Mai 2018
Beiträge
172
Bewertungen
237
Die Untermiete könnt ihr auch als Inklusivmiete vereinbaren, wo alle Kosten in einem Betrag enthalten sind. So kannst du Internet- und Stromkosten komfortabel zu KDU machen.
Wenn die Wohnung nach Einpreisung dieser Posten immer noch angemessen ist, mag das theoretisch gehen.

Wenn man aber möchte, dass das JC keinen Ärger macht und man mit viel Schriftverkehr um die KDU kämpfen muss, vielleicht keine so gute Idee.

Könnte dann fälschlicherweise als Masche und nicht etwa als Notlösung angenommen werden.
 
E

ExitUser

Gast
Ich würde davon Abstand nehmen die gesamte Whg unter zu vermieten.
Denn dann braucht sie keine Genehmigung des VM, da dies dann Aufnahme eines nahen Familienagehörigen ist und keine Überlassung an Dritte, die immer einer Zustimmung des VM bedarf.

Da die Mutter anscheinend eh kündigen wollte und @heutejob sie nur für 3-4 Monate benötigt, kann sie ja so kündigen, dass die Frist so ausläuft, wenn er sowieso wieder auszieht.

Sie könnte also jetzt schon für in 4 Monaten (statt 3) die Wohnung kündigen. Dann dem JC die Kündigung und Erklärung beifügen, dass Umzug zu Partner geplant war/bereits erfolgt ist und die Wohnung so lange an Sohn übergeben wird, wobei er die kompletten Mietkosten übernimmt.

Dann kann das JC auch keine HG stricken und muss die Kosten übernehmen, ohne dass man einen UMV schließen, oder Erlaubnis des VM einholen müsste.
Dem VM teilt man allerdings mit, dass der Sohn bis zum Ende des MV einzieht.
 
Oben Unten