Wohngemischaft oder Haushaltsgemeinschaft Ü25 bei Eltern wohnend *Hilfe*

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Phise

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Hallo liebe Mitmenschen!

Ich habe folgende Situation und bin etwas überfordert:

Derzeit beziehe ich ALG I. Dieses läuft Ende des Monats aus und ich will jetzt den Antrag auf ALG II stellen. Alter: 28. Problematisch dabei ist meine derzeitige Wohnsituation. Ich lebe zusammen mit meiner Mutter in einer Mietwohnung. Sie ist eingetragene Mietpartei. Ich bin im Mietvertrag nicht aufgeführt, bewohne ein Zimmer in der gleichen Wohnung und nutze Bad, Küche und Flur anteilig. Ich bezahle monatlich per DA 250,- "Kostgeld" (in den neuen Bundesländern wurde darunter Kosten für Unterkunft und/oder Verpflegung verstanden). Kosten der Verpflegung sind dort zwar tatsächlich mit inbegriffen, dies möchte ich gegenüber der Jobbörse aber nicht erwähnen. Offiziele Stelungnahme gegenüber der Jobbörse soll so so aussehen: Ich trage selbst die Kosten für Verpflegung, Kleidung, usw. aus meinem derzeitigen Einkommen. Es gibt KEIN gemeinsames "wirtschaften aus einem Kühlschrank". Die 250,-€ sind Kosten für Unterkunft, Nebenkosten, Strom und Telefon.

Soweit so gut.

Nun meine Frage wie ich dies im Antrag angebe:

1. Antrag

Frage 2f: Sind wir nun eine HG Ja oder Nein?

2. Anlage HG:

Punkt 1:

Die 1. Frage verstehe ich überhaupt nicht... weitere Personen der BG, auf die sich die Angaben in dieser Anlage beziehen?! Hä? Welche weiteren Personen den? Ich bin die einzige Person der BG. Muss dort mein Name hin? Und dann die Frage: "Erhält der LB Leistungen von Verwandten der HG?" Hier kommt doch wohl eindeutig Nein hin. Denn für Unterkunft usw. zahle ich an den Mieter und Verpflegung zahle ich selbst. Dann erschließt sich mir der Satz danach aber nicht. Wenn nein, sind weitere Angaben entbehrlich?! Hä? Eben nicht, oder?

Punkt 3:

Geld: NEIN
Unterkunft: unentgeltlich: NEIN; Höhe der mtl. Zahlung 250,-

Punkt 4:

weitere Leistungen: NEIN

Punkt 3 und 4 soweit korrekt?

Allgemein: Die Frage ist wenn ich hier Angaben zu Kosten der Unterkunft mache wird dann nicht doch unterstellt das eine HG besteht? (Weil ich eben nicht im Mietvertrag stehe?)

3. Anlage KDU:

Punkt 1: Größe, Wohnfläche, Räume usw.: Nur der von mir genutzte Teil oder gesamt?

Punkt 2: Kosten der Unterkunft: anteilig oder gesamt?

Allgemein: Da ich nicht Mietpartei bin ist diese Anlage für mich überhaupt von Belang?

Wo kommen also die 250,- € hin? Anlage KDU, HG oder beides oder gar nicht?

Empfiehlt es sich das meine Mutter ein formloses Schreiben aufsetzt indem sie bestätigt das eine getrennte Haushaltsführung vorliegt und die 250,- € Kosten der Unterkunft sind?

Ich hoffe ich konnte mein Problem einigermaßen verständlich darlegen und habe alle relevanten Informationen aufgeführt. Ich danke ich schon mal vielmals für Eure Hilfe.

Lieben Gruß

P.S.
 

gelibeh

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Anlage HG nicht ausfüllen, da Du die einzige Person in der BG bist und natürlich seid Ihr keine HG. Zum Rest kommen bestimmt noch Antworten.
 

AEMR

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Vorab: mit dem JC nichts Mündliches, alles nur noch schriftlich.
"wirtschaften aus einem Kühlschrank"
STOP! Nein, bitte das bloß nicht schreiben.

Es gibt eine sehr ähnliche Formulierung, die von Richtern verwendet worden ist (das sogenannte "Wirtschaften aus einem Topf"), die du nicht vewenden solltest und die den Kochtopf auch gar nicht meint, sondern das gemeinsame Konto, die gemeinsame Kasse! Hast du aber gar nicht.

Hast du jetzt ein eigenes Girokonto, von dem du monatlich deine Miete überweist und hast du die Nachweise (Kontoauszüge) dieser Mietzahlung? Hast du einen gültigen Mietvertrag - so, als ob du bei Fremden in zwei Kilometern Entfernung ein Zimmer gemietet hättest?
Anlage HG nicht ausfüllen
Super von der stets zuverlässigen gelibeh. Genau so ist das richtig.
da Du die einzige Person in der BG bist und natürlich seid Ihr keine HG.

Richtig. Du bildest ganz alleine deinen eigenen Haushalt (stets wirtschaftlich zu verstehen, es gibt also für dich keine Haushaltsgemeinschaft). In deiner Bedarfsgemeinschaft (BG) lebt nur ein Mensch.

Bitte bringe das Wort Kühlschrank (ebenso das Wort Waschmaschine, tägliches Einkaufen, Kochtopf, gemeinsam am Tisch essen) nicht zu Papier und sprich es auch nicht aus. Das begründet kein gemeinsames Wirtschaften
 

AEMR

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weitere Personen der BG, auf die sich die Angaben in dieser Anlage beziehen
Seh gut gesehen, Phise,

das ist die Falle, du hast den listigen Trick gleich erkannt. Die wollen dir ein Geständnis des gemeinsamen Haushaltens, mindestens aber des auf Dauer angelegten Zusammenlebens (usw.) entlocken oder, wenn das noch nicht gleich funktioniert, in jedem Fall an die Daten Dritter herankommen.

Nicht über Dritte reden. Du vertrittst nur deine Interessen.
Punkt 1: Größe, Wohnfläche, Räume usw.: Nur der von mir genutzte Teil oder gesamt?
Kein Wort zu Küche und Bad verschriftlichen, nicht über das Wohnzimmer oder eventuell gemeinsam genutzte Arbeitszimmer sprechen. Stelle dir vor, du würdest auf der anderen Straßenseite bei den Müllers oder Meiers zur Miete wohnen - dein angemieteter Wohnraum sind 20 Quadratmeter oder 30 Quadratmeter (Zimmer jetzt genau durchmessen bitte).

Den eventuell dir schon bald aufgedrängten Fragebogen nicht ausfüllen und allen in diesen Fragebögen gestellten "Ermittlungen" von nun an ausweichen! Das Jobcenter braucht diese Informationen ("Unterlagen") nicht zu Erfüllung seiner Aufgaben. Von nun an Datenarmut kultivieren, Datengeiz. Wie gesagt, nichts mehr mündlich.

https://www.elo-forum.org/alg-ii/11...ragebogen-pruefung-bedarfsgemeinschaften.html

Selbstverständlich sollte dir Folgendes sein: den
Hausbesuch nicht zulassen

Jobcenter will ins Haus! Nun schon der dritte Drohbrief | Schwarze Katze
 

Phise

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Erstmal vielen Dank für eure Hilfe bisher. Ein sehr nettes Forum mit sehr netten Leuten :smile:

Ein getrennte Kontoführung liegt selbstverständlich vor.

Ich zahle wie gesagt 250,- monatlich per Dauerauftrag mit dem Verwendungszweck "Kostgeld". Das sind aber "nur" Aufwendungen für Miete, Nebenkosten, Strom, Telefon.

Allerdings liegt KEIN Untermietvertrag vor. Leider, wie ich vermute.

Frage 2f. Also Nein keine HG.

Anlage HG komplett ignorieren ?! oder die 250,- € bei Unterkunft angeben?

Was kommt nun in Anlage KDU? Bzw. wie schaffe ich es dem Jobcenter klarzumachen das die 250,- e KdU sind es aber keine HG und (noch) keinen Untermietvertrag gibt.
 

AEMR

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Punkt 2: Kosten der Unterkunft: anteilig oder gesamt?
Herausgabe der Daten Dritter vermeiden. Nur über dich schreiben.
Da ich nicht Mietpartei bin
Das ist das Problem: ich würde Untermietvertrag aufsetzen: Zimmergröße in Quadratmeter und Preis in Euro monatlich.
meine Mutter ein formloses Schreiben aufsetzt
Klingt nett. Ist aber Indiz für gemeinsames Wirtschaften. Du musst mit deiner Mutter doch gar nicht reden. Stell dir vor, ihr hättet Knatsch (Krach, Ärger, Stress). Wie du es mit deiner Vermieterin in der Nachbarstraße hättest. Die Vermieterin würde jetzt auch kein Schreiben für dich aufsetzen und irgendwas beschwören, das auch gaaanz gewiss nicht vorliegt.

Bau dir diese Formulierung für den Ernstfall schon mal um, aber verwende sie noch nicht. Es geht dort zwar argumentativ um ein unterstelltes eheähnliches Zusammenleben, aber auch das ist ein unterstelltes gemeinsames Wirtschaften und läuft gerne auf den Versuch hinaus, weitere Personen in deine BG (Bedarfsgemeinsachaft) hineinzuzwängen, um sie zu veranlagen = um an ihr Geld heranzukommen und als JC weniger zu zahlen.

Anlage VE nicht ausfüllen, auf unterstellte Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft so reagieren | Schwarze Katze

Der Staat ist pleite. Und grundsätzlich ist es ja richtig und demokratisch überzeugend: Wer Geld-ohne-Ende hat, soll keine Sozialleistungen bekommen. Er ist dann ja nicht bedürftig, hat also keinen Bedarf (daher das Wort Bedarfsgemeinschaft, BG).

Ab wann willst bzw. musst du Leistungen beziehen sprich bist du arbeitslos?
 

Phise

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Das mit dem "Kühlschrank" würde ich selbstverständlich so nicht formulieren. :smile:

"Keine Geld oder Geldwerten Leistungen oder sonstige finazielle oder sachwertige Unterstützung von meiner Mutter."
 

AEMR

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"Keine Geld oder Geldwerten Leistungen oder sonstige finanzielle oder sachwertige Unterstützung von meiner Mutter."
Gut gedacht Phise, bravo, aber vielleicht noch nicht ganz gut gemacht. Lass dir besser noch ein paar Tage Zeit mit dem Einreichen.

Nicht über Dritte reden bitte. Deine Mutter ist Dritte.

Sozialdaten sind sehr schützenswert.

Bereits der Name deiner Mutter gehört zu den schützenswerten Sozialdaten, die eine mit Listen und Fallenstellereien arbeitende Organisation wie das deutsche Jobcenter nicht benötigt.

Das Papier sozusagen an dieser Stelle leer lassen. Ganz bewusst.

Keinen Buchstaben zu Papier bringen, der nicht absolut notwendig ist.
 

AEMR

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soll ich morgen abgeben
Danke für die Info.

Eigentlich ist der Zeit-Punkt "morgen" für dich jetzt schlecht. Akzeptiere diese dir angebotene (aufgedrängte) "Hochgeschwindigkeit" nicht.

Eher nur als Beispiel: Hast du das schriftlich, mit dem "morgen"? Wahrscheinlich nicht. Du betrittst aber das JC nicht, um mündlich etwas zu verabreden. Alles nur noch schriftlich.

Nicht morgen abgeben. Montag abgeben. Bis dahin Untermietvertrag haben und banktechnisch funktionierende Mietzahlung an den Vermieter = an deine Mutter. Vertragsbeginn (Mietobjekt, angemietetes Zimmer) ab ersten August.

Rechne mit ein bisschen Krieg mit dem JC (angeblich fehende Unterlagen, "ohne Hausbesuch kein Geld", angeblich fehlende Mitwirkung, "Wir können Ihren Antrag nicht bearbeiten, solange ...").

Ich würde sogar den Miet-Beginn auf den ersten Juli 2013 setzen und den Vertrag um vier Wochen rückdatieren sowie sofort die erste Miete (die Julimiete) zahlen, aber das ist etwas grob. Nimm den ersten August. Dann geht beides los: deine (hoffentlich kurze) Phase des ALG-II-Bezugs und dein Mietverhältnis.

Hoffentlich hast du nicht gesagt, dass kein Mietvertrag (Untermietvertrag) besteht .. die notieren sich nämlich alles und verwenden es genüsslich gegen dich. Entscheidender ist aber das Schriftliche. Mündliches ist heiße Luft. Trotzdem das Schweigen lernen. Die listigen JC fürchten es, etwas (dann für dich Nachweisbares) zu Papier bringen zu müssen ... wie der Teufel das Weihwasser.

Das nur als Tipp für später: Du musst immer etwas Dokumentierbares in der Hand haben, um dich erfolgreich wehren zu können.

Lies mal, was dein Schicksalsgenosse erlebt hat und immer noch erlebt, Andi04, der ebenfalls im elterlichen Wohnhaus in seinen angestammten vier Wänden leben will und dem JC gegenüber den den eigenen Haushalt, die nur von ihm selbst gebildete Bedarfsgemeinschaft (BG) durchsetzen musste bzw. muss.

https://www.elo-forum.org/kosten-unterkunft/untermietvertrag-eltern-108230/index3.html

https://www.elo-forum.org/kosten-unterkunft/untermietvertrag-eltern-108230/index5.html

Viel Erfolg
AEMR
 

AEMR

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"Keine Geld oder Geldwerten Leistungen oder sonstige finanzielle oder sachwertige Unterstützung von meiner Mutter."
Ok, so ungefähr würde ich das notfalls auch schreiben - bis auf die letzten drei Worte, das "von meiner Mutter", denn du könntest die selbe gewaltige Geldsumme ja schließlich von Erbtante Sowieso bekommen oder von Onkel Carl-Gustav, dem Millionär.

Natürlich ist deine Mutter die Verdächtigte, aber ich würde immer nur von mir selbst reden (schon um es dem JC schwerer zu machen, die Herausgabe weiterer Daten zu erzwingen). Gar nicht erst von Frau xyz = deiner Mutter sprechen, sondern sinngemäß sagen "mit niemandem lebe ich in einem Haushalt: ich wirtschafte alllein."

Denn die Neugier wird keine Grenzen kennen:

Hat Ihre Mutter denn nicht vielleicht die auch von Ihnen verwendete Kaffeemaschine zur Hälfte finanziert? Und den Herd? Und die Bratpfanne sogar ganz alleine, Sie nehmen also Geldgeschenke an? Wer hat die Hausratsversicherung bezahlt, aha, Ihre Mutter also? Benutzen Sie denn nicht gemeinsam den Flur und das Bad und das Arbeitszimmer, soundsoviel Quadratmeter, da wollen wir doch gleich mal die Gesamtstromabrechnung haben? Kaufen sie denn nicht mit ihrer Mutter nahezu täglich Brot beim benachbarten Bäcker ein? Standhaft bleiben, das JC benötigt alle diese Daten nicht.

Mit keinem Menschen habe ich heute
• ein gemeinsames Konto oder
• eine gemeinsame Lebensversicherung oder sonstige Versicherung oder
• eine Vollmacht, auf (m)ein Konto zuzugreifen oder eine
• wechselseitige Berücksichtigung in einer Versicherung

Noch ein letzter kleiner Hinweis von mir an dich: Grundsätzlich muss, falls deine Mutter selber zu Miete wohnt, der Vermieter zustimmen, dass ein Untermietvertrag abgeschlossen werden darf.
 
E

ExitUser

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Erstmal vielen Dank für eure Hilfe bisher. Ein sehr nettes Forum mit sehr netten Leuten :smile:

Ein getrennte Kontoführung liegt selbstverständlich vor.

Ich zahle wie gesagt 250,- monatlich per Dauerauftrag mit dem Verwendungszweck "Kostgeld". Das sind aber "nur" Aufwendungen für Miete, Nebenkosten, Strom, Telefon.

Allerdings liegt KEIN Untermietvertrag vor. Leider, wie ich vermute.

Frage 2f. Also Nein keine HG.

Anlage HG komplett ignorieren ?! oder die 250,- € bei Unterkunft angeben?

Was kommt nun in Anlage KDU? Bzw. wie schaffe ich es dem Jobcenter klarzumachen das die 250,- e KdU sind es aber keine HG und (noch) keinen Untermietvertrag gibt.

Ein Vertrag setzt grundsätzlich keine Schriftform voraus. So wie Du es beschreibst exisitiert sehr wohl ein Untermietvertrag bzw. eine Kostenbeteiligungsvereinbarung. Diese wurde lediglich nicht schriftlich fixiert. Das kannst Du jetzt nachholen oder einfach mitteilen, dass der Vertrag nur mündlich geschlossen wurde. Anlage HG nicht ausfüllen und nicht abgeben und die 250€/Monat in die Anlage KdU eintragen mit dem Hinweis, welche Kosten mit "Kostgeld" gemeint sind. Als Nachweis gilt der Kontoauszug, den Du ja sowieso vorlegst.
 

Phise

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So....

Habe eben mit der Wohnungsverwaltung telefoniert und mit dem Untermietvertrag wird es schwierig, weil damals ein Wohnberechtigungsschein zum Bezug notwendig war. Einen solchen habe ich aber nicht. So die erste Auskunft.

Dann zum Abgabetermin. Es gibt einen Termin zur Abgabe aber keine Einladung oder Aufforderung wie z.B. beim Termin mit dem Sachbearbeiter bei der Afa wo ja eine Rechtsfolgebelehrung angefügt ist. Kann ich morgen einfach fernbleiben und später einen neuen Termin vereinbaren oder sollte ich mich krankschreiben lassen?

Bei Abgabe werde ich dann lediglich den Antrag sowie die Anlagen VM und EK einreichen. Sollte sich das mit dem Untermietvertrag doch noch regeln gibts noch Anlage KdU dazu wobei sich alle Angaben nur auf den von mir genutzten Wohnraum beziehen. HG gab es und gibt es nicht :) Wenn das mit der Untermiete nichts wird werde ich wohl oder übel ausziehen müssen. Ich versteh nur nicht was das soll? Die Kosten sind dann noch höher für die ARGE. Umzugskosten, Ersteinrichtung, Miete, Nebenkosten.... Einfach nur Stulle.

( Eigentlich wollte ich meine Mum als seelischen und moralischen Beistand zur Abgabe mitnehmen. Mittlerweile halte ich das für keine gute Idee mehr. )
 

Phise

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Ein Vertrag setzt grundsätzlich keine Schriftform voraus. So wie Du es beschreibst exisitiert sehr wohl ein Untermietvertrag bzw. eine Kostenbeteiligungsvereinbarung. Diese wurde lediglich nicht schriftlich fixiert. Das kannst Du jetzt nachholen oder einfach mitteilen, dass der Vertrag nur mündlich geschlossen wurde. Anlage HG nicht ausfüllen und nicht abgeben und die 250€/Monat in die Anlage KdU eintragen mit dem Hinweis, welche Kosten mit "Kostgeld" gemeint sind. Als Nachweis gilt der Kontoauszug, den Du ja sowieso vorlegst.

Sehr guter Hinweis. So werd ichs vorläufig bzgl. der KdU machen. Vielen Dank.
 

AEMR

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Der stets gut informierte und gut informierende xavier123 sieht das richtig, dein Wohnverhältnis benötigt nicht zwingend einen (Unter)mietvertrag.
Kostenbeteiligungsvereinbarung
Gut. Dabei möglichst vermeiden, die Gesamtkosten jemals herausgeben zu müssen, das ist allzu leicht Einfallstor für immer noch mehr abgepresste Information. Also besser gar nicht erst verbrauchsabhängige / strompreisabhängige Kosten, sondern feste Kosten, etwa die Monatspauschale von 40 €, die sämtliche Beiträge zu Strom / Heizung / Wasser enthält, Kaltmiete wäre dann 210 €, andere Kosten (Fahrradkeller, Küchenmitbenutzung) werden nicht in Rechnung gestellt.

Der Vermieter macht den Preis und muss ihn gar nicht begründen.

Die 250 € finde ich sehr plausibel und sie dürften eigentlich (bis auf den Lahn-Dill-Kreis) funktionieren und durch jedes JC akzeptiert werden. Nach etwas rituellem Kampf möglicherweise, die zieren sich da ja so gerne ein bisschen.
Ein sehr nettes Forum mit sehr netten Leuten
Es gibt Ausnahmen.
 

AEMR

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Kann ich morgen einfach fernbleiben und später einen neuen Termin vereinbaren
Sich nicht krankschreiben lassen morgen.

Hast du dazu einen persönlichen Ansprechpartner, ich nehme an ja? Ihr oder ihm den dir genehmen neuen Termin genau eine Woche später schriftlich vorschlagen, ich würde das heute bei denen in den Hausbriefkasten werfen oder morgen beim Vorbeigehen an der Zentrale sagen (und zusehen, dass die nie eine Telefonnummer von mir haben). Oder wie oben von mir empfohlen den Termin schon auf Montag festlegen.
 

AEMR

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Hallo hartaber4,

danke für die konstruktiven und wichtigen Hinweise und deinen Fleiß.

Moment, beim zweiten Begriff werde ich stutzig:
Bedarfs-, Einsatz-, Haushaltsgemeinschaft
Ich darf vermuten, dass gemeint ist:
Bedarfs-, Einstands-, Haushaltsgemeinschaft

ggf. musste man das also bitte reparieren.

Die brauchbare Literatur sagt zwar schon mal Einstandsgemeinschaft (das füreinander Einstehen der diversen SG-Urteile), aber ich empfehle, sich die Zeit zu nehmen und Einstehens- und Verantwortungsgemeinschaft zu schreiben, abgekürzt VE.

SG Karlsruhe, Urteil vom 2. April 2012 - Az. S 4 AS 165/11

Bedarfsgemeinschaft
 

hartaber4

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Moment, beim zweiten Begriff werde ich stutzig:
Ich darf vermuten, dass gemeint ist:
Bedarfs-, Einstands-, Haushaltsgemeinschaft

ggf. musste man das also bitte reparieren.

Muttu du Bearbeiter fragen... wird dort so verwendet...


Ich fand den Link so sinnvoll, dass ich mir den ausgedruckt habe und zu den üblichen Kommentaren gelegt habe.... vom Kauf des doch recht aktuellen Gesamtwerkes habe ich erstmal abgesehen.... Regale sind schon voller SGB Mist......
 

hartaber4

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Das mit dem "Kühlschrank" würde ich selbstverständlich so nicht formulieren. :smile:

"Keine Geld oder Geldwerten Leistungen oder sonstige finazielle oder sachwertige Unterstützung von meiner Mutter."

mal sachlich betrachtet.... z.B. welche 6er WG hat 6 Kühlschränke oder 6 Waschmaschinen oder 6 Staubsauger ?!? Eher sehr selten.... es sei denn man hat eine Küche, Waschraum oder Abstellkammer mit feudalen Abmessungen......
 

Phise

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Gut gut, je weniger das JC weiß desto besser... Ist mir klar. Auf einen Kampf ggf. mit Rechtsbeistand habe ich mich auch schon eingestellt.

Keine HG ist mir jetzt auch klar. Meine Mutter wird auch vorerst nirgends erwähnt werden. Es wird keinen vorläufigen Widerspruch gegen eine ja sowieso nicht existierende HG geben und Datenarmut wird zum Mantra :smile:

Kein Untermietvertrag und "nur" eine (vorerst) mündliche (aber durch den Kontoauszug belegbare) Kostenbeteiligungsvereinbarung die besagt 210,- Kaltmiete und 40,- Nebenkostenpauschale. Eine Aufschlüsselung wer hier wieviel Quadratmeter anteilig von welchem Raum benutzt kann wohl m.E. nicht gefordert werden.

Die KdU sieht dann wie aus?

Muss ich Angaben zur Wohnung machen? Gesamtgröße der Wohnung (nur mein Zimmer, die gesamte Wohnung oder gar nichts?)
Anzahl der Küche/Bad: "0" oder einfach "anteilig"?
Höhe der Grundmiete: 210,-€?!
Höhe der Nebenkosten: 40,-€?!

Und die Frage C / 1a: Wie viele Personen in der Wohnung insgesamt leben ignorieren? Laut Ausfüllhinweis müssen WG-Mitglieder ja nicht mit aufgeführt werden?

Der Plan für morgen ist hingehen und sagen ich habe eine Anlage leider mit Kaffee begleckert und brauche ne neue und mehr Zeit. Außerdem hat mein Beistand (ich habe mich entschieden jemanden vom Arbeitslosenhilfeverein mitzunehmen) kurzeitig absagen müssen.

Alles soweit ok?

Nochmal :danke: euch allen.

Noch was anderes: Ich habe ein Sparbuch mit über 5000,- € und dieses auch angegeben. Das Geld ist aber zur Rückzahlung des Bafög. Rückzahlung steht auch demnächst an. Bekomme ich dafür eine Art Härtefall/Sonderantrag (ist das diese BEBE Anlage welche mir nicht ausgehändigt wurde?)damit mir dieses Geld nicht angerechnet wird. Immerhin sind das ja zukünftige Verbindlichkeiten?
 

ela1953

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und ändere umgehend den Betreff der Überweisung. Denn wenn du die Kontoauszüge vorlegen musst und der SB liest KOSTGELD, dann klingelt es bei ihm. Denn Kostgeld beinhaltet Verpflegung und ist keine KdU

ich hatte mit meinem Sohn keinen Mietvertrag abgeschlossen

Allerdings bekam ich ALGII und mein Sohn hatte Einkommen.

BG -Mitglieder: 1, nämlich ich

Wohnen mit ihnen Personen, die nicht zur BG gehören, aber zur HG: hab ich mit nein beantwortet

Wieviel Personen bewohnen die Wohnung: hab ich 2 geschrieben

Und die Kosten der Unterkunft wurden geteilt - Hälfte ich, Hälfte mein Sohn

und wer was wann wo kauft geht niemanden was an
 

Phise

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Noch ein Nachtrag zum Thema Termin der Antragsabgabe:

Der Antrag wurde mir ausgehändigt am 09.07. zusammen mit einem Zettel "Termin Antragsabgabe: 18.07." Darin steht:

"Auf die entsprechenden Mitwirkungspflichten gem. §§ 60 - 62; 65 SGB I wird verwiesen."

"Die Belehrung zur Mitwirkungspflicht wurde zur Kenntnis genommen..."

Dummerweise habe ich dieses unterschrieben. Bin ich nun doch verpflichtet den Antrag morgen abzugeben und muss aus wichtigem Grund verschieben oder kann ich sagen ich habe den Antrag noch nicht nach bestem Wissen und Gewissen ausfüllen können oder mein Beistand hat keine Zeit oder was auch immer? Immerhin bin ich bis Ende des Monats noch ALG I Bezieher. Ich habe Angst vor dem was morgen passieren wird wenn ich sage ich kann den Antrag noch nicht abgeben :icon_sad:
 

Phise

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und ändere umgehend den Betreff der Überweisung. Denn wenn du die Kontoauszüge vorlegen musst und der SB liest KOSTGELD, dann klingelt es bei ihm. Denn Kostgeld beinhaltet Verpflegung und ist keine KdU

Hihi. Deswegen meine Erläuterung zur guten alten DDR. Dort war Kostgeld sehr wohl KdU. Ich werds auf jedenfall unverzüglich ändern. Werde es aber auf Nachfrage so begründen.
 

ela1953

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Hihi. Deswegen meine Erläuterung zur guten alten DDR. Dort war Kostgeld sehr wohl KdU. Ich werds auf jedenfall unverzüglich ändern. Werde es aber auf Nachfrage so begründen.

Den Begriff Kostgeld kenne ich hier im Westen auch. Musste ich damals meinen Eltern auch zahlen.
Das beinhaltete alles, Wohnen,Essen, Wäsche usw.

Aber bei ALGII ist der Anteil an Verpflegung und Waschmitteln im Regelsatz erhalten.

Wohnen = KdU ist separat und wird, wie ich hier lesen konnte, bei den ehemaligen Argen von einer anderen Stelle gezahlt?
 
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