Wohngeld: Zählt Verpflegungsmehraufwand zu Einnahmen?

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G

Gelöschtes Mitglied 56035

Gast
Ich bekomme von meinem neuen AG Verpflegungsmehraufwand bei einer Abwesenheitszeit von mehr als 8 Stunden und natürlich auch bei Übernachtungen. Nun weiß ich nicht, ob ich das beim Wohngeld angeben muß, und wenn dann wo. Natürlich ist es auch unmöglich vorherzusehen, wieviel ich davon bekommen werde.
 

OldieButGoldie

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Anscheinend ja, wenn sie über den Pauschalen liegen :( Wobei man künftig versuchen könnte Quittungen zu sammeln und die tatsächlichen Ausgaben nachzuweisen, damit die evt. in Abzug gebracht werden. Ob das funktioniert, weiß ich nicht.
§ 14 WoGG - Jahreseinkommen
14.107 Nichtselbstständige Arbeit

(1) Zu den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit (§ 19 Abs. 1 EStG) gehören insbesondere
Bei einer Beschäftigung außerhalb des öffentlichen Dienstes gehören dazu insbesondere Vergütungen zur Erstattung von Reisekosten, Umzugskosten oder Mehraufwendungen bei doppelter Haushaltsführung, soweit sie folgende Aufwendungen oder Pauschbeträge übersteigen (vgl. § 3 Nr. 16 EStG):

a) die beruflich veranlassten Mehraufwendungen,
b) bei Verpflegungsmehraufwendungen die Pauschbeträge nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5 EStG,
c) bei Familienheimfahrten mit dem eigenen oder außerhalb des Dienstverhältnisses überlassenen Kraftfahrzeug die Pauschbeträge nach § 9 Abs. 2 EStG und
d) bei Vergütungen zur Erstattung von Mehraufwendungen bei doppelter Haushaltsführung die nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 und Abs. 5 sowie § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5 EStG abziehbaren Aufwendungen.

Zu Ersatz für Übernachtung habe ich nicht geschaut.
 
G

Gelöschtes Mitglied 56035

Gast
Also wir bekommen 12,-€ für jeden Tag, an dem wir mehr als 8 Stunden unterwegs sind. So wie ich das verstehe, zählen die dann nicht zum Einkommen, weil 12,-€ der Pauschbetrag ist.

Einkommensteuergesetz (EStG)
§ 9 Werbungskosten



(4a) 1Mehraufwendungen des Arbeitnehmers für die Verpflegung sind nur nach Maßgabe der folgenden Sätze als Werbungskosten abziehbar. 2Wird der Arbeitnehmer außerhalb seiner Wohnung und ersten Tätigkeitsstätte beruflich tätig (auswärtige berufliche Tätigkeit), ist zur Abgeltung der ihm tatsächlich entstandenen, beruflich veranlassten Mehraufwendungen eine Verpflegungspauschale anzusetzen. 3Diese beträgt 1.
24 Euro für jeden Kalendertag, an dem der Arbeitnehmer 24 Stunden von seiner Wohnung und ersten Tätigkeitsstätte abwesend ist,
2.
jeweils 12 Euro für den An- und Abreisetag, wenn der Arbeitnehmer an diesem, einem anschließenden oder vorhergehenden Tag außerhalb seiner Wohnung übernachtet,
 
G

Gelöschtes Mitglied 56035

Gast
Die Dame beim Wohngeldamt verrät mir nichts. Die sagt immer nur, ich soll halt einen Antrag stellen, dann rechnet sie aus, ob und wieviel ich bekomme. So ein Antrag macht aber viel Arbeit mit den ganzen Beweisstücken, die die erwartet. Ich rechne damit, daß ich gut 100,-€ Verpflegungsmehraufwand im Monat bekommen werde. Sollte das als Einkommen gewertet werden, hätte sich das mit dem Wohngeld erledigt. Ich hätte dann keinen Anspruch mehr und könnte mir die Arbeit sparen. Schade, daß niemand so genau Bescheid weiß.
 
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