Wohngeld und nicht gezahlter Kindesunterhalt, kann das Wohngeldamt auffordern Unterhalt einzuklagen?

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Troi

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hallo,
ich muss demnächst wohngeld beantragen. lebe mit meinem kind zusammen und bekomme vom vater keinen unterhalt. das hat gründe (und das möchte ich hier nicht diskutieren).
bei meinen einkünften tauchen also, trotz minderjährigem kind, keine unterhaltszahlungen auf.
kann/wird das wohngeldamt mich vor einer bewilligung von wohngeld dazu auffordern eine kindsunterhaltszahlung zu erstreiten? oder ist die angabe, dass ich keinen unterhalt bekomme, ausreichend und ich erhalte ein wohngeld, auch ohne dieses, mir eigentlich zustehende einkommen?
das ist eine spezielle frage, aber vielleicht kennt sich ja jemand damit aus.
vielen dank schonmal.:cheer2:
 

Gaestin

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Unterhalt ist, soviel ich weiß, vorrangig. Der Vater
des Kindes muss nachweisen, dass er unfähig ist,
den Unterhalt zu leisten. Die hier nicht genannten
Gründe sind wichtig. Das Amt wird fragen.
 

Birgit63

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Unterhalt ist immer eine vorrangige Leistung vor Sozialleistungen. Wohngeld ist auch eine Sozialleistung. Von daher muss der Vater Unterhalt zahlen (sofern er unterhaltsfähig ist). Wie alt ist denn das Kind? Wenn es unter 3 Jahren ist, muss er sogar dir den sogenannten Betreuungsunterhalt zahlen.
 

Else Kling

Elo-User*in
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Eine unterlassene Einkommenserhöhung wegen nicht geltend gemachter Unterhaltsansprüche fällt im Wohngeldgesetz unter § 21 Nr. 3 (Missbrauch). Gemäß der neu veröffentlichten Verwaltungsvorschrift zum Wohngeldgesetz (Nr. 21.35 Abs. 2) ist der Wohngeldantrag abzulehnen, soweit ein zu berücksichtigendes Haushaltsmitglied Unterhaltsansprüche nicht geltend macht, obwohl ihm die Durchsetzung zumutbar ist.

Da müssen dann schon sehr gute Gründe nachgewiesen werden.
 
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