Wohngeld statt ALG2?

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Shahziya

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Ich habe hier auch nochmal eine Frage und hoffe, dass mir auch hier weitergeholfen werden kann.

Aktuell leben mein Sohn und ich von Elterngeld, Kindergeld und Wohngeld. Ab Januar läuft das Elterngeld aus, ab 8.1. bin ich bereits arbeitslos gemeldet und beziehe ALG1.

Ich hatte erst ALG2 beantragt, worüber noch nicht entschieden wurde. Bei Antragstellung hatte ich noch keine feste Betreuungsmöglichkeit für mein Kind, die ist aber nun gesichert.

Ich habe dann ca. 1050€ (ALG1+UH+KG) zur Verfügung. Soviel habe ich jetzt aktuell auch knapp und beziehe kein ALG2, sondern zuzüglich Wohngeld.

Liege ich damit unter dem Existenzminimum?! Und MUSS ich ALG2 beziehen oder kann ich auch anstatt ALG2 Wohngeld beziehen?

Für wen das alles jetzt etwas verworren klingt, hier hab ich die "Story" bereits erzählt, weshalb ich letztendlich lieber auf den ALG2-Bezug verzichten möchte.
 

Shahziya

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366,76€ Miete, davon 55€ Heizkosten. Zumindest bis Januar. Ab Februar dann 433,53€ Miete, Heizkosten kann ich nur ca. sagen, 65€.
 

Seepferdchen 2010

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Ich gehe von Feb. 13 aus du würdest ca. 170€ Wohngeld bekommen ohne Heizung

1050 - 65€ Heizung - 263,33 Miete dein Anteil = 721,67

Frage noch wie alt ist dein Kind, weil es können noch Betreuungskosten berücksichtigt werden, wie Kindergarte, usw. ?

Du mußt 374€ für dich und für dein Kind bis 6 Jahre 219€ und bis 13 Jahre 251€, bis 18 Jahre 287€

da mußt du drüber liegen sonst fällst du bei der Pausibilitätsprüfung beim
Wohngeldamt "durch" das heisst unter den "Einkommen"

:icon_pause:
 

Shahziya

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In den 1050€ ist Kindergeld sowie Unterhalt bereits inbegriffen. Bei manchen Rechnern ist das Kindergeld aussen vor. Bei deiner Berechnung auch?

Ich verstehe nicht, wie du auf den Mietanteil kommst. Gehen wir von der neuen Wohnung und ab Februar aus: 325,53 kalt, dazu 108€ Betriebskosten + Heizung + Strom (letztere beiden kann ich nur vermuten).

Zu den Regelsätzen, die sind ab 2013 ja höher, hinzu kommt der Mehrbedarf (Alleinerziehend). Und somit läge ich schon bei grob 738€ an Regelsdätzen+Miete=1171€

(382 ich + 219 Kind + 137 Mehrbedarf + 433 Miete (Kalt+Betriebskosten))

Und dann hiesse das doch, ich hätte garkeinen Anspruch auf Wohngeld?! Oder hab ich da nen Rechen- und Denkfehler?
 

Seepferdchen 2010

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Diesen Wert hatte ich nicht, daher nur eine Summe xx für die Betriebskosten von mir angenommen. Strom völlig aussen vor!

Ja das sind 738€ also dein Einkommen,aus der Sicht vom Wohngeldamt, die Miete bei ALG II wird hier nicht mitberechnet.

Du wirst ALG II beantragen müssen weil die Heizkosten/Strom werden nicht übernommen,
bei Wohngeld.

Von den 738€ mußt du noch deinen Eigenanteil der Miete und Heizkosten abrechenen und somit liegst du unter dem Minimum.
 

Shahziya

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Aktuell haben wir doch auch nur 991€ Einkommen und bekommen Wohngeld. Abzüglich Kindergeld sind das dann 807€.

Mit ALG1 hätten wir ca. 1024€, abzüglich Kindergeld = 840€. Also mehr als aktuell. Ich verstehe somit nicht, wieso wir jetzt Wohngeld bekommen, später aber nicht mehr. Kommt das durch die neue Wohnung dann?

Oder hätte ich jetzt die ganze Zeit ALG2 beantragen können udn habs bisher nur nicht gemacht?
 

Erolena

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Verrat mal wieviel Unterhalt das Kind hat.

Ein eventueller Kinderzuschlag hängt davon ab, wieviel Einkommen das Kind selber hat, deshalb die Frage.
 

Erolena

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Für 2013 komme ich beim ALG 2 auf 222,05 Euro.

Wohngeld wäre nur 136 Euro.
Dazu käme vielleicht noch ein geringer Kinderzuschlag. Je weniger Unterhalt das Kind hat, desto höher die Chance auf Kinderzuschlag.
 

Erolena

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Dein Wohngeld für 2012 ist mir ein Rätsel. Ich komme für die alte Wohnung nur auf einen Wohngeldanspruch von 95 Euro.
Vielleicht hattet ihr bei der Antragstellung weniger Einkommen? Sonst fällt mir dazu nichts mehr ein.
Kennst du vielleicht eine unabhängige Person, die sich mit Wohngeld auskennt und deinen WG-Bescheid mal prüfen könnte? Damit klar wird, wie die Abweichung zu stande kommt. Nicht, dass am Ende das Wohngeldamt einen Fehler gemacht hat. Dann kannst du vermutlich auch klarer sehen, was dich wohngeldmäßig für die Zukunft erwartet.
___

Hier noch die ALG2-Berechnungen
  • 2012 fiktiver Anspruch in der alten Wohnung
727,64 zum Leben (374 Mutter + 219 Kind + 134,64 MB, sind 727,64)
+ 366,76 Warmmiete (311,76 Kalt/Betriebskosten +55 Heizkosten sind 366,76)
=1.094,40 Bedarf

- 990 anrechenbares Einkommen [1020 (Elterngeld+UH+KG) –30 Versicherungspauschale sind 990]
= 104,40 wäre dein theoretischer ALG2-Anspruch 2012


  • 2013 in der neuen Wohnung
743,52 zum Leben (382 Mutter + 224 Kind + 137,52 Mehrbedarf sind 743,52)
+ 498,53 Warmiete (433,53 Kalt/BK + 65 Heizung sind 498,53)
=1.242,05 Bedarf

- 1.020 anrechenbares Einkommen [1050 (ALG1+UH+KG) –30 Versicherungspauschale sind 1020]
= 222,05 ALG2-Anspruch in neuer Wohnung 2013, vorausgesetzt, die Miete wird in voller Höhe anerkannt.
 

Shahziya

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Das Kind bekommt 140€ Unterhalt.

Schliessen sich Unterhalt und Kinderzuschlag nicht aus?!

Das JC würde die neue Wohnung nicht übernehmen, somit stünde ich mit der neuen Wohnung mit Wohngeld besser da.

Aber ich bin etwas erschrocken darüber, dass ich tatsächlich das ganze Jahr unter dem Existenzminimum lebe... :D

Im ganzen Jahr hat sich nur eines geändert: die Höhe des Wohngeldes. Vorher bekam ich 173€, für die letzten 2 Jahresmonate 202€. Und mit dieser Summe in etwa rechne ich eigentlich auch. Mir wäre nicht ganz klar, wieso ich dann plätzlich deutlich weniger Wohngeld bekäme. Es seie denn, das Elterngeld hat andere Freigrenzen.
 

biddy

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Schliessen sich Unterhalt und Kinderzuschlag nicht aus?!
Wie Erolena schon schrieb: Es kommt auf die Höhe des Kindeseinkommens an - dieses wird dann vom errechneten Kinderzuschlag abzogen/angerechnet.
Da es aber maximal 140 € Kinderzuschlag/Kind geben kann und Dein Kind bereits 140 € Unterhalt als eigenes Einkommen hat, würde es eh keinen geben.
 

Erolena

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Aber ich bin etwas erschrocken darüber, dass ich tatsächlich das ganze Jahr unter dem Existenzminimum lebe... :D
Du lebst nicht unter dem Existenzminimum, denke ich.
Um aufs Existenzmininim zu kommen stünden dir derzeit 104,40 Euro ALG 2 zu.
Dein Wohngeld ist aber deutlich höher, also hast du mehr als das Existenzminimum zur Verfügung.

Allerdings verstehe ich nicht, warum du soviel Wohngeld bekommst. Vielleicht versteht das jemand anders?
 

Erolena

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Ich hab ja shcon mehrmals angesprochen, ob es vielleicht beim Elterngeld andere Freibeträge gibt.
Ja, du hast absolut recht. Beim Wohngeld werden vom Elterngeld die Beträge bis 300 Euro nicht angerechnet. Dagegen das ALG 1 wird komplett angerechnet.

Nicht anrechenbares Einkommen
Nicht relevant für das Wohngeld und damit auch nicht bei der Einkommensermittlung von Interesse sind folgende Leistungen:

  • aufgenommene Darlehen und Tilgung aus gewährten Darlehen
  • bestimmte Leistungen Dritter im Zusammenhang mit Versicherungen
  • Steuerrückzahlungen
  • Kindergeld
  • Elterngeld bis zu einer Höhe von 300,- Euro;
Quelle: wohngeldantrag.de

Im Einkommenskatalog fürs Wohngeld steht es ebenso
Einkommensart: Elterngeld nach dem Bundeseltern- und Elternzeitgesetz (BEEG)

Anrechenbarkeit beim Wohngeld: ja, sofern es 300 € monatlich übersteigt (bei Verdoppelung des Bezugszeitraumes nach § 6 BEEG: soweit es 150 € monatlich übersteigt)
</title> <title>wohngeldantrag.de (Buchstabe E)

Dagegen das normale Arbeitslosengeld (ALG 1) wird komplett angerechnet. Aufs ALG 1 gibt es keine Freibeträge.
Einkommen: Arbeitslosengeld I nach § 117 ff. SGB III

Anrechenbarkeit beim Wohngeld:
ja
</title> <title>wohngeldantrag.de (Buchstabe A)

Das ist ein Fehler in Turskis Wohngeldrechner. Darauf werde ich den Betreiber hinweisen.
 

Shahziya

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Ja, so hab ich mir das gedacht. Und dann wird es auch nur ein geringer Betrag an Wohngeld bei mir werden. Und das hätte dann wieder zur Folge, dass ich wohl ergänzend ALG2 bekomme -.- Und daaaamit ist mein Wohnungsproblem auch nicht gelöst -.-
 

Purzelina

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Und das hätte dann wieder zur Folge, dass ich wohl ergänzend ALG2 bekomme -.- Und daaaamit ist mein Wohnungsproblem auch nicht gelöst -.-

Du könntest nach der Anmietung und nach dem Umzug von Wohngeld auf ALG2 wechseln, dann müßte das JC die Miete vollständig übernehmen. Solange man keine Leistungen vom JC bekommt kann man ohne Zustimmung umziehen.
 

Shahziya

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Aber das machen die doch niemals...

Erst so ein Theater mit Anwalt und so, dann lehne icvh den Anspruch ab, um 2 Monate später doch wieder ALG2 zu beziehen? Haben die da nicht irgendwelche "Sperrfristen"?
 

Erolena

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Sperrfristen gibt es keine beim ALG2.

Aber ich würde das Problem mit der Anwältin besprechen. Und vermutlich würde ich an deiner Stelle lieber bei der Strategie bleiben, den berechtigten Umzug durchzusetzen.

Ich geh davon aus, dass du bei Gericht (mit einstweiliger Anordnung) zIemlich schnell recht bekommst. Aber dräng die Anwältin, dass sie tatsächlich einen Antrag auf einstweilige Anordnung stellt. Denn auf ein normales Klageverfahren kannst du absolut nicht warten, dann entscheidet das Gericht erst in zwei Jahren.
 

Purzelina

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Aber das machen die doch niemals...

Erst so ein Theater mit Anwalt und so, dann lehne icvh den Anspruch ab, um 2 Monate später doch wieder ALG2 zu beziehen? Haben die da nicht irgendwelche "Sperrfristen"?

Du kannst doch alles erklären, erst nach der Absicherung der Kinderbetreuung konntest Du einen Antrag auf ALG1 und Wohngeld stellen, dabei bist Du natürlich von einem Wohngeld in jetziger Höhe ausgegangen (dies mit den verschiedenen Freibeträgen muss man als Laie nicht wissen). Das könntest Du mit einem Widerspruch gegen den Wohngeldbescheid unterstreichen. Und nach Ablehnung des Widerspruches wirst Du dann doch wohl oder übel ALG2 beantragen müssen, obwohl Du dies gar nicht wolltest.
 
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