Wohngeld, Elterngeld, Geburt und andere Probleme…

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Homegirlie

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Hallo,

Wir sind eine derzeitig eine noch 6 Köpfige Familie und haben ein Riesen Problem.

Meine Frau ist Schwanger und der Entbindungstermin ist voraussichtlich der 30.05.2019.

Seit Mai 2017 bekommen wir Wohngeld und Kinderzuschlag, dementsprechend mussten wir jetzt einen neuen Antrag stellen.
Ich arbeite als Zusteller (Festanstellung) und verdiene ca. 1250 Netto. Meine Frau arbeitet geringfügig als Zusteller (Springer) und hat die letzten 3 Monate 450€ bekommen.
Als Springer hat hat Sie nicht jeden Monat ein Einkommen. Der Durchschnitt der letzten 12 Monate beträgt bei ihr knapp 200€ monatlich.
Da Sie noch Fit ist und der kleine noch keine Anzeichen macht rauszukommen, hat Sie bis zuletzt noch freiwillig weitergearbeitet, was vor der Geburt ja auch erlaubt ist.

Sie ist familienversichert und hat somit keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld der Krankenkasse. Wohl aber beim Bundesversicherungsamt. Da gibt es einmalig 210€ und der Antrag ist auch schon gestellt.
Erstmal möchte unsere Bearbeiterin es aber Extra noch mal Schriftlich von der Krankenkasse das Sie kein Mutterschaftsgeld bekommt… Der Ausdruck von der Krankenkassenseite reicht ihr nicht, das es bei Familienversicherung nichts gibt.

Ebenso vom Arbeitgeber, da Sie aber nur als Springer arbeitet, bekommt Sie nur Geld wenn Sie ein Gebiet zugewiesen bekommt. Daher gibts es da also auch kein Mutterschaftsgeld.
Der Arbeitsvertrag reicht ihr da auch nicht, Sie will es Explizit schriftlich vom Arbeitgeber haben…

Wenn es ja nur das wäre, nun will Sie den Antrag aber nicht bearbeiten bevor Sie auch den Elterngeld und Mutterschaftsgeldbescheid hat. Das es 210€ einmalig gibt habe ich ihr gesagt, aber Sie will das Schriftlich vom Bundesversicherungsamt…. Den Elterngeldantrag kann ich ja auch erst stellen sobald das Kind auf der Welt ist und ich die Geburtsurkunde habe. Auch dauert die Bearbeitung ja auch mehrere Wochen.
Elterngeld und Mutterschaftsgeld wäre ja Einkommen und Sie weiss ja nicht mal ob wir überhaupt noch Wohngeld bekommen oder wir zurück zum Jobcenter müssen??????
Ist Elterngeld nicht bis 300€ anrechnungsfrei? Somit wäre ja nur das Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt Einkommen.

1250€ Verdienst wäre ja auch zu wenig für 7 Leute. Beim letzten Wohngeldantrag habe ich sogar nur 1000€ Verdienst und meine Frau durchschnittlich 150€ und das war bei 6 Personen komischerweise in Ordnung???? Nun habe ich alleine 1250€ und es reicht nicht? Auch wird meine Frau nach den 8 Woche Mutterschutz wieder als Springer weiterarbeiten, der Arbeitsvertrag läuft weiter und wurde auch nicht gekündigt.

Im Juli gibts ja auch noch die Kindergeld und Kinderzuschlagerhöhung. Das Elterngeld würde beim Jobcenter ja auch als Einkommen angerechnet werden.

Das ganze habe ich natürlich auch schon durch den Rechner gejagt. Selbst vor der Erhöhung und ohne Einkommen bei meiner Frau hätte wir mit Wohngeld + Kinderzuschlag mehr. Anspruch auf ALG 2 ca. 1025€ (Wohngeld+Kinderzuschlag ca. 1300€)

Wir bekommen dann jetzt 1-2 Monate kein Wohlgeld, Natürlich dann auch kein Kinderzuschlag… Der muss ja auch neu Beantragt werden… Woher soll ich bitte mal eben 1400€ pro Monat nehmen?? Laut Ihr hätten andere ja auch das Problem und könnten das „Überbrücken“.

Wie kann das sein das man so mit einer Familie umgeht. Die Vorschriften wären ja so, Sie könnte da ja nichts machen… Ist es wirklich so das man Warten muss bis die Bescheide eintreffen? Jemand einen Rat für mich, bin derzeit ein bisschen verzweifelt... ??

Mit freundlichen Grüßen
 

Helga40

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Das ist ne große Baustelle. Zuerst stößt mir dieses "Sie ist nur Springer" sauer auf. Ich gehe davon aus, dass das Arbeit auf Abruf ist und so einfach mal "Diesen Monat ist nix." dürfte rechtswidrig sein.

Elterngeld ist in dem Umfang frei, in dem es auf Arbeit beruht. Wenn sie z. B. durchschnittlich 200 Euro/Monat in den Monaten vor Geburt hatte, dann sind nur 200 Euro frei.

Ob die Kindergeldkassen Einkommen auch schätzen und vorläufige Bescheide erlassen können, weiß ich nicht, dazu habe ich mich zu wenig mit KiZ beschäftigt. Vielleicht wäre das eine Option, dass du das der SB vorschlägst.

Angesichts des Freibetrages für Erwerbstätigkeit und wenn das Elterngeld deiner Frau zum Großteil anrechnungsfrei bleibt, kann es jedoch tatsächlich so sein, dass ihr wieder ALG2 beantragen müsst.
 

Homegirlie

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Das ist ne große Baustelle. Zuerst stößt mir dieses "Sie ist nur Springer" sauer auf. Ich gehe davon aus, dass das Arbeit auf Abruf ist und so einfach mal "Diesen Monat ist nix." dürfte rechtswidrig sein.

Elterngeld ist in dem Umfang frei, in dem es auf Arbeit beruht. Wenn sie z. B. durchschnittlich 200 Euro/Monat in den Monaten vor Geburt hatte, dann sind nur 200 Euro frei.

Ob die Kindergeldkassen Einkommen auch schätzen und vorläufige Bescheide erlassen können, weiß ich nicht, dazu habe ich mich zu wenig mit KiZ beschäftigt. Vielleicht wäre das eine Option, dass du das der SB vorschlägst.

Angesichts des Freibetrages für Erwerbstätigkeit und wenn das Elterngeld deiner Frau zum Großteil anrechnungsfrei bleibt, kann es jedoch tatsächlich so sein, dass ihr wieder ALG2 beantragen müsst.
Sie macht halt Krankheit und Urlaubsvertretung. Wenn nichts ist, dann ist auch nichts. Aber warum ALG 2? Ich hab das ganze doch schon mit 0 € bei meiner Frau durch die Rechner gejagt und trotzdem wäre Wohngeld+Kinderzuschlag mehr.
 
E

ExUser 2606

Gast
benso vom Arbeitgeber, da Sie aber nur als Springer arbeitet, bekommt Sie nur Geld wenn Sie ein Gebiet zugewiesen bekommt. Daher gibts es da also auch kein Mutterschaftsgeld.
Ich kann Gila da nur zustimmen. Schau mal ins Teilzeit-und Befristungsgesetz. Deine Frau hat Anspruch auf Bezahlung, egal ob Arbeit da ist oder nicht.

Und von wegen kein Geld während des Mutterschutzes: Dafür zahlt der Arbeitgeber deiner Frau eine Umlage und daraus bekommt er den grössten Teil der Lohnfortzahlung zurück, ich meine 80 %, also sie hat da ganz klar auch Anspruch auf Lohnfortzahlung.
 

Homegirlie

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Ich habe jetzt Stunden gesucht und weiss nun immer noch nicht wie das Mindesteinkommen berechnet wird, eigentlich kann es ja dann nur daran liegen... Denn mit dem Rechner

Hab nun mehrere Sachen gelesen:

(Regelsatz + Warmmiete) davon 80%
((Regelsatz + Warmmiete) davon 80%) + Fiktives Wohngeld

Dann hab ich noch das hier gelesen:

Zur Erreichung des Mindesteinkommens können alle finanziellen Mittel herangezogen werden, die der Antragsteller monatlich zur Verfügung hat, unabhängig davon, ob es als Einkommen im Sinne des Wohngeldgesetzes gewertet wird.

Dann müsste das Elterngeld doch auch angerechnet werden beim Mindesteinkommen? Oder lese ich das da falsch raus?

Was stimmt von oben denn nun? Ich blick da nicht durch :/
Und der Regelsatz von wem? Von ganzen Haushalt inkl. Kinder? Oder nur meine Frau und ich?

Ich mkann Gila da nur zustimmen. Schau mal ins Teilzeit-und Befristungsgesetz. Deine Frau hat Anspruch auf Bezahlung, egal ob Arbeit da ist oder nicht.

Und von wegen kein Geld während des Mutterschitzes: Dafür zahlt der Arbeitgeber Deiner Frau eine Umlage und daraus bekommt er den grössten Teil der Lohnfortzahlung zurück, ic meine 80 %, also se hat da ganz klar auch Anspruch auf Lohnfortzahlung.
Für den Arbeitgeberzuschuss muss doch aber der Verdienst über 390€ gewesen ein. Das war er aber NUR die letzten 3 Monate, davor nur zwischen 0 und 200€ Monatlich. Und wie gesagt von der Krankenkasse gibt es gar nichts, da Sie bei mir Familienversichert ist.
 
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Homegirlie

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Ahso. OK. Die SB hat nur von Mutterschaftsgeld geredet.
Mein Gott für das ganze muss man echt studieren.. Da blickt doch keiner mehr durch.
 

Homegirlie

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Ich hab das ganze mal ausgerechnet. Dabei hab ich den Lohn von meiner Frau Komplett weggelassen und nur meinen aktuellen 1301 Brutto / 1206€ Netto gerechnet. Bei allen Berechnungen überschreite ich den ALG 2 Satz.

 

Helga40

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Dann muss euer Mietanteil aber echt niedrig sein.

Egal wie: die Geburt ist diesen Monat, die Grundlagen für eine richtige Berechnung fehlen, das dürfte die klar sein. Frag, ob vorläufig mit Schätzung bewilligt werden kann oder nicht.
 

Homegirlie

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Das ist ja das ganze Problem, die SB will ja unbedingt auf die Bescheide warten und weigert sich es Vorläufig zu berechnen. Auch wenn die Daten ja eigentlich schon ziemlich genau feststehen.

Das Durchschnittseinkommen der letzten 12 Monate meiner Frau ist 197,84€. Also sind knapp 198€ der 300€ frei und 102€ wären anrechenbar. Beim Mutterschaftsgeld der Bundesversicherung sieht es ja genauso aus. Da gibt es einmalig 210€. Nur WANN, das kann ja keiner beantworten.

Die Einzigste Unbekannte ist die Lohnfortzahlung, da blick ich nicht durch.

Vor allem muss Sie ja erstmal im Mutterschutz sein. Bis jetzt Arbeitet Sie ja freiwillig vor der Geburt noch weiter. Wir haben nämlich auch keine Lust wieder in ALG 2 zu rutschen. Das ist dabei eigentlich auch die größte Sorge/Angst.

Was aber von den Ausrechnungen her gar nicht sein kann, denn wir hätten ja mit ALG2 weniger als mit Wohngeld+Kinderzuschlag. Bei meinen Berechnungen oben fehlt ja auch noch das Elterngeld, davon ist ja auch noch ein Teil anrechenbar, dann wäre ALG 2 auch noch weniger und nach den 8 Wochen Mutterschutz nach Geburt wird Sie ja auch wieder teilweise Arbeiten gehen.

Das Wohngeld könnte ich ja sogar noch einen Monat überbrücken. Aber nicht auch noch den Kompletten Kinderzuschlag. Und schon gar nicht länger als nen Monat.
 
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