Wohngeld bei ALG1 - Abzugsbetrag 30% oder Freibetrag? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Elsa61

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 März 2019
Beiträge
15
Bewertungen
1
Hallo,
ich bekomme seit 3 Wochen ALG1 und möchte einen Wohngeldantrag stellen. In den Hinweisen zum Antrag steht:

"Bei der Ermittlung des Jahreseinkommens sind jeweils zehn Prozent abzuziehen, wenn im Bewilligungszeitraum folgende Steuern und Pflichtbeiträge zu leisten sind:
- Steuern vom Einkommen
- Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung
- Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.
Werden also alle drei aufgeführten Zahlungen geleistet, so beträgt der Abzugsbetrag 30 Prozent."

Gilt das auch bei dem Bezug von ALG1? Auf meinem Bescheid, den ich heute erhalten habe, steht, dass von meinem Bemessungsentgelt Sozialversicherung, Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag abgezogen wird. Oder kommt vielleicht ein Freibetrag in Betracht?
Wenn das alles nicht der Fall ist, ist mein ALG1-Einkommen zu hoch für Wohngeld.
Weiß hier jemand Bescheid?
Freundliche Grüße
Elsa61
 

Elsa61

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 März 2019
Beiträge
15
Bewertungen
1
Hallo grün_fink,
ja, laut Wohngeldrechner ist mein ALG1 ohne Abzugsbeträge oder einem anderen Freibetrag zu hoch und ich erhalte kein Wohngeld.
Wenn ich die 30% von meinem ALG1 abziehe, erhalte ich Wohngeld.
Nun weiß ich aber nicht, ob ich die Soz.Vers. und LSt. bei ALG1 als Abzugsgbeträge anrechnen kann? Oder ob ein anderer Freibetrag abgezogen werden kann, z. B. private Rentenversicherung oder was anderes???
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
18.950
Bewertungen
17.708
Das ALGI, dass du ausgezahlt bekommst, ist doch schon um die Sozialversicherungsbeitrtraege reduziert, die kannst du doch nicht nochmal abziehen.
 

Elsa61

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 März 2019
Beiträge
15
Bewertungen
1
Auch der Wohngeldrechner24 konnte mir keine Informationen geben.
Ich hab jetzt einfach mal den Antrag auf Wohngeld gestellt. Da man auch als ALG1-Empfänger Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung und Steuern bezahlt, hab ich das auf dem Antrag angekreuzt. Außerdem hab ich die private (Riester-) Rentenversicherung angegeben, die ich monatlich zahle. Mal sehen, was dabei rauskommt...
Danke euch Allen für eure Kommentare!
 

Elsa61

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 März 2019
Beiträge
15
Bewertungen
1
So, nun habe ich einen Bescheid bekommen.
Der Antrag auf Wohngeld ist abgelehnt worden. In dem Bescheid ist eine ausführliche Berechnung aufgelistet, aber warum er abgelehnt worden ist, geht daraus leider nicht hervor. Es ist keine Begründung genannt.
Damit Wohngeldanträge schneller bearbeitet werden können ist die Wohngeldstelle zur Zeit leider nicht telefonisch erreichbar.
Tja...damit habe ich einen Bescheid, bin aber genauso schlau wie vorher...
 

saurbier

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
4.277
Bewertungen
5.302
Hallo Elsa61,

also wenn dein Wohngeldantrag abgelehnt wurde, dann müßte man mal davon ausgehen das du zuviel Einkommen hast.

Bei Wohngeld werden vom Brutto-Einkommen die Sozialabgaben/Steuer abgezogen, dann noch eine Werbungspauschale und falls vorhanden ein SchwerB-/Pflegefreibetrag. Riester-Rente etc. sind Privatvergnügen.

Eigentlich ist der von mir hier verlinkte Wohngeldrechner sehr zuverläßig und auch mehr als einfach zu bedienen.

Im ersten Schritt werden deas Bundesland in dem man wohnt als auch die Personen im Haushalt abgefragt.

Im zweiten Schritt dann in welcher Stadt man wohnt, wie hoch die Kaltmiete ist und wie hoch die Nebenkosten ohne Heizkosten sind.

Im dritten Schritt dann ob man Arbeitnehmer/Rentner/selbständiger etc. ist, wie hoch das montliche Brutto-Einkommen ist als auch die jährlichen Werbungskosten sowie welche Abzüge man vom Einkommen hat.
In deinem Fall wäre da dann das Brutto-ALG-I einzutragen, was im Berechnungsbogen angeben wird und als Abzüge dann Rentenversicherung/KV-/Pflegebeitrag als auch Steuern. Werbungskosten braucht man hier keine einzutragen, da das Programm sie automatisch berücksichtigt.

Im vierten Schritt dann ob man einen GdB 100 SchwerB hat bzw. Pflegegrad 2.

Alle Fragen werden sogar noch über das "i" ausführlich erklärt.

Grüße saurbier
 

Elsa61

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 März 2019
Beiträge
15
Bewertungen
1
Hallo saurbier,

also wenn dein Wohngeldantrag abgelehnt wurde, dann müßte man mal davon ausgehen das du zuviel Einkommen hast.
ja, könnte man vermuten...
Es wäre aber schön, wenn man die Entscheidung nachvollziehen könnte!
Grüße zurück
Elsa61
 

saurbier

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
4.277
Bewertungen
5.302
Hallo Elsa61,

sorry aber was bitte heißt da jetzt - wenn man es nachvollziehen könnte -.

Anhand der Berechnung kannst du es doch nachvollziehen, was bitte willst du denn mehr. Wenn dein Einkommen zu hoch ist, dann ist es nun mal so. Im Endeffekt prüft die Wohngeldstelle doch nicht mehr oder weniger.


Grüße saurbier
 

Else Kling

Elo-User*in
Mitglied seit
27 Mai 2011
Beiträge
64
Bewertungen
48
Hallo,
ich bekomme seit 3 Wochen ALG1 und möchte einen Wohngeldantrag stellen. In den Hinweisen zum Antrag steht:

"Bei der Ermittlung des Jahreseinkommens sind jeweils zehn Prozent abzuziehen, wenn im Bewilligungszeitraum folgende Steuern und Pflichtbeiträge zu leisten sind:
- Steuern vom Einkommen
- Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung
- Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.
Werden also alle drei aufgeführten Zahlungen geleistet, so beträgt der Abzugsbetrag 30 Prozent."

Gilt das auch bei dem Bezug von ALG1? Auf meinem Bescheid, den ich heute erhalten habe, steht, dass von meinem Bemessungsentgelt Sozialversicherung, Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag abgezogen wird. Oder kommt vielleicht ein Freibetrag in Betracht?
Wenn das alles nicht der Fall ist, ist mein ALG1-Einkommen zu hoch für Wohngeld.
Weiß hier jemand Bescheid?
Freundliche Grüße
Elsa61
Da bei der Wohngeldberechnung das Netto-Arbeitslosengeld und nicht das Bemessungsentgelt zu Grunde gelegt wird, können die Abzugsbeträge für Steuern, Kranken- und Rentenversicherung nicht abgezogen werden. Du zahlst von deinem (Netto-) Arbeitslosengeld weder Steuern noch Beiträge zur Kranken- oder Rentenversicherung.
 
Oben Unten