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Wohngeld beantragen bei 400 € Einkommen (ohne Job)

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

mbc

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#1
Hi Leuts,

ich wollte mal nach einer cleveren Methode fragen wie man die Möglichkeiten am Besten ausschöpft.

Ich mache bald eine unentgeltliche Schulung (kein Einkommen). Anspruch auf BaFög gibt es dafür nicht.

ALG II kann ich nicht beantragen, da ich nicht frei verfügbar / vermittelbar bin und Anspruch auf ergänzendes ALG II dürfte ich auch nicht haben.

Ich hätte monatliche Schenkungen von variabler Höhe (0 - 600 €) zur Verfügung.

Meine Frage nun: Wie "spart" man am Meisten?

Die Schenkung wird beim Wohngeld ja als Einkommen gezählt, wichtig wäre dann noch ob man davon die Krankenversicherung begleicht, oder nicht. Problem: Bei zu geringem Einkommen ist man auch wieder nicht anspruchberechtigt.

Deshalb meine Frage: Wie macht mans am Besten ?

Meine Recherche als beste Möglichkeit ergab lediglich das Wohngeld zu beantragen mit folgenden Konditionen:

Sie wohnen in München im Bundesland Bayern (Mietenstufe 6)
monatliche Einkünfte als sonstiges Einkommen: 400,00€
abzgl. Pauschale 6,0% (weder Steuern noch Sozialvers.): −24,00€

Einkommen als sonstiges Einkommen: 376,00€
monatliche Miete mit Betriebskosten: 350,00€ zzgl.
Heizkostenpauschale (eine Person): 24,00€
zu berücksichtigende Miete: 374,00€
monatliches Wohngeld: 245,00€
Die Miete wäre pauschal 350 € der Rechner hier zählt jedoch noch die Heizung dazu.

Hat da jemand Erfahrung oder kennt sich da jemand aus ? Gibt es noch bessere Möglichkeiten ? Ist das "Einkommen" hier zu gering ?

Mein Budget ist verdammt knapp, von daher benötige ich jeden Cent der ohne Gerichtsklagereien möglich ist.

MFG
 

catwoman666666

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#2
In deinem Beispiel gibt es ein Einkommen von 376 €, die Miete beträgt 374 €, bleibt zum Leben 2 €, Wohngeld wird abgelehnt werden
 

mbc

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#3
Joahh auch gerade gefunden. Es gibt sehr widersprüchliche Infos bzgl Mindesteinkommen. Frage mich langsam wofür es Wohngeld überhaupt gibt. Für die 25 Euro pro Monat lohnt sich die Bürokratie ja kaum, das ist echt lächerlich ... Wenn ich meinen Lebensunterhalt schon verdienen muß um Wohngeld zu erhalten, dann brauch ichs ja auch nicht mehr wirklich ...
 
E

ExitUser

Gast
#4
Hallo mbc,

der Einschätzung von catwoman muss ich beipflichten.

Das Wohngeld ist ausschließlich zur Zuschuß zur Miete oder Belastung gedacht und nicht als Zuschuß zum Lebensunterhalt.
Schau mal hier rein. :icon_smile:
 

Erolena

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#5
wahrscheinlich würde weiterhelfen, wenn Du mal schreibst, welche Art von Weiterbildung? (Für die es kein Bafög gibt - inwiefern keins gibt- für Dich nicht förderbar / oder nur null Euro Bafög berechnet - oder generell für die Art Weiterbildung).
Davon hängt die Art der sonstigen Ansprüche ab.

Wenn es ca. 254 Euro Wohngeld gäbe,
dann bleibt ja mehr für den Lebensunterhalt von Deinem (geschenkten?) Geld. Nicht nur 2 Euro.
Jedenfalls, bei den förderbaren Ausbildungen gilt, wer darin in Ausbildung ist, aber generell keinen Anspruch auf Bafög hat, der hat Anspruch auf Wohngeld. Da greifen die üblichen Einkommensgrenzen nicht.
Z.B. Wer Ingenieur wird, aber wg. eines zu späten Studienabbruchs des Erststudiums nun im Ingenieurstudium (Zweitstudium) generell keinen Bafög-Anspruch mehr hat. Der bekäme zum Studentenjob von 300 Euro dann ergänzend Wohngeld bewilligt (ist dagegen aber ausgeschlossen von ALG 2).
 

mbc

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#6
Das sind "private" Weiterbildungskurse bei der Handwerkskammer. Die können teilweise über das Arbeitsamt gefördert werden, ich machs aber als Selbstzahler.
Gibt leider auch keiner Meister-Bafög dafür weil es keine "aufsteigende" Fortbildungen sind, sondern "nur" in bestimmten Bereichen spezialisieren.

- BaFög scheidet meines Wissens nach somit komplett aus
- Wohngeld lohnt sich nicht wenn man eh schon den ALG2-Satz "verdienen" muß
- ALG2 dürfte auch ergänzend nicht bewilligt werden, da ich ja kein Erwerbseinkommen habe.

Somit bliebe wohl nur "auf die Strasse setzen" und als Arbeitsloser den Rest des Lebens da verbringen.
 

catwoman666666

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#7
Das sind "private" Weiterbildungskurse bei der Handwerkskammer. Die können teilweise über das Arbeitsamt gefördert werden, ich machs aber als Selbstzahler.
Warum ncht über das Arbeitsamt, wenn es diese Möglichkeit schon gibt?
Gibt leider auch keiner Meister-Bafög dafür weil es keine "aufsteigende" Fortbildungen sind, sondern "nur" in bestimmten Bereichen spezialisieren.

- BaFög scheidet meines Wissens nach somit komplett aus
- Wohngeld lohnt sich nicht wenn man eh schon den ALG2-Satz "verdienen" muß
- ALG2 dürfte auch ergänzend nicht bewilligt werden, da ich ja kein Erwerbseinkommen habe.
ALG 2 scheidet aus, weil du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen mußt. Das hast du richtig erkannt. Grundsätzlich aber kannst du aufstockendes ALG 2 beantragen, wenn dein Einkommen nicht zum Leben reicht, das muß nicht Erwerbseinkommen sein.


Somit bliebe wohl nur "auf die Strasse setzen" und als Arbeitsloser den Rest des Lebens da verbringen.
...oder die Förderung über das Arbeitsamt.
 

mbc

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#8
Grundsätzlich aber kannst du aufstockendes ALG 2 beantragen, wenn dein Einkommen nicht zum Leben reicht, das muß nicht Erwerbseinkommen sein.
Auch wenn ich nicht vermittelbar bin ?

Ich meine, ich bezahl die sehr teuren Kurse selber ... da kann ich es mir nicht leisten 20 mal pro Woche zum Amt zu rennen, dafür sind die Kurse zu teuer ...

Aufstockendes ALG2 ist komplett Neuland für mich, gibt es da eine umfangreichere Infoseite drüber?

Die Pflichten sind ja soweit ich weis genau die gleichen wie beim normalen ALG2, aber ich steht nicht frei zur Verfügung und Seminare sausen lasse ich wegen dem Amt nicht ... ich befürchte da direkt im Vorfeld schon Sanktionen ...

Wie kann ich dem Amt plausibel machen das ich nicht vermittelbar bin in dieser Zeit (also keine EGV, keine Bewerbungen möglich) ? Nebenbei geht das nicht auch noch zusätzlich ...
Die Kurse fangen morgens um 8 an und sind Abends um 6 zuende. Dazu kommt dann noch tägliche fahrzeit und eine provisorische Unterkunft.
Am WE fällt dann hausarbeit an und geübt muß auch noch werden, schliesslich will ich ja die Prüfungen bestehen. Und ein bißchen entspannung hätte ich gern auch mal.

Gibts es da spezielle Regelungen ?
Es bleibt ja weiterhin so, das ich definitiv in dieser Zeit nicht vermittelbar bin.


Förderung übers Amt ?
Nee, nicht nochmal .. außerdem werde ich wohl eh keine mehr kriegen und wenn dann dauerts wieder zwei Jahre bis die durch ist ... das dauert zu lange ...
Zudem bin ich im Moment garnicht im Bezug und die Kurse sind nicht hier vor Ort möglich ... alles sehr kompliziert, dafür ist es aber rein kurstechnisch die beste Möglichkeit (aber auch eben sehr teuer).

EDIT:

Müßte dann sagen das ich eine "Ausbildung mache" und dafür eine monatliche "Schenkung" erhalte (quasi Gehalt) ... ich persönlich habe aber argste Bedenken das das so klappt, denn kooperativ habe ich noch keine einzige ARGE kennengelernt.
 

Erolena

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#9
Wohngeldstelle könntest Du fragen, ob Du bei dieser Konstellation WG bekommst.

Oder eben aufstockendes AGL 2 bei der ARGE:
Du musst für ALG 2 Bezug nicht arbeitslos in dem Sinne wie beim Arbeitsamt (Bundesagentur für Arbeit) sein. Sondern bei der ARGE (SGB II) ist die Voraussetzung, dass du theoretisch 3 Std. arbeitsfähig bist und zwischen 15 und 65 Jahre alt.
Es gibt ja ALG 2 für Schüler ALG 2, auch die können nicht arbeiten gehen, sondern besuchen die Schule.

Nur mal so als Frage an die anderen: könnte es hier ALG 2 geben und eine EGV wo eben die Teilnahme an den Kursen bei der IHK drin steht?

Falls du einen ALG 2 als Aufstocker stellen solltest, dann könnte eine Lösung sein,
dass der "Schenker" das Geld für die IHK-Kurse nicht an dich auszahlt, sondern das Geld für die Kurse direkt an die IHK überweist.
(Sonst gibt es Probleme wg. Einkommensanrechnung. Du müsstest Dich sonst mit der ARGE herumstreiten, dass Du das Geld nicht komplett für deinen Lebensunterhalt ausgeben kannst.)
 

mbc

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#10
Genau das ist das Problem, das ALG2 ist ja nicht für die Eingliederung in Arbeit gedacht.

Die Kurse werden nicht über mich bezahlt, mein Konto ist eh leer.
Das wäre nicht das Problem.

Ich sehe eher das Problem diese Konstellation bei der Arge durchzukriegen ... vor allem ohne ordentlich Unterstützung im Rücken.

Ich hab schon viel zuviel wegen den Argen durchmachen müßen. Die werden sich garantiert weigern diese Konstellation zu akzeptieren, auch wenn man denen schon entgegen kommt und die Kurse "selber" bezahlt. Ich habe das irgendwie ganz dick im Gefühl.
 

catwoman666666

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#11
Also, ist irgendwie komisch, die ganze Konstellation

du hast einen Gönner, der dir teure Kurse der IHK und darüberhinaus 400 € zum Lebensunterhalt überweist.
Wie wäre es mit einem Nebenjob, auch Studenten oder Berufstätige müssen einen solchen annehmen, wenn die Kohle nicht reicht.
 
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