Wohngeld als Student (in Mainz, kein Bafög-Anspruch, Wohnung mit Freundin)

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Eilema2000

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Hallo. Ich hoffe dieses Forum passt für mein Anliegen.
Ich bin Student und habe (auch Im Grunde nicht) kein Anspruch auf Bafög mehr, weil die geforderten Leistungsnachweise nach § 48 Abs. 1 BAföG nicht oder nicht rechtzeitig erbracht wurden.
Ich habe eine 2-Zimmerwohnung mit meiner Freundin bezogen, sie steht als Hauptmieterin im Mietvertrag, ich nicht. Es wäre möglich, einen Untermietvertrag anzulegen.
Die Miete teilen wir uns (400€ Pro Kopf), dazu kommen noch Strom, Internet und Essen.
Ich werde bald einen 450€-Aushilfs-Job neben dem Studium anfangen. Ich bekomme ca. 200€ von meinen Eltern. Meine Freundin bekommt kein Bafög, ihre Eltern verdienen zu viel (also ist sie nicht Wohngeldberechtigt). Studium, Wohnung und andere Kosten bekommt sie von ihren Eltern. Sie arbeitet nicht und hat kein anderes Einkommen als das Geld, dass sie von ihren Eltern bekommt.

Nun meine Fragen:
Bin ich an sich Wohngeldberechtigt? Habe ich mit 450€ den Mindestbetrag, den ich brauche?
Macht es eher Sinn, uns als Wirtschaftsgemeinschaft darzustellen - da wir, solange das Geld ihrer Eltern nicht als Einkommen betrachtet wird, unter der Einkommensgrenze von 1170€ sind? Oder eher, dass wir eine Bedarfsgemeinschaft sind, ich als Untermieter nur ein Zimmer der Wohnung miete, und ich einzeln als Haushalt betrachtet werden soll?
Ich bin wirklich verzweifelt, weil ich die Wohnung im Wissen angemietet habe, Bafög zu bekommen - jetzt reicht das Geld nicht fast nicht.
Danke schonmal.
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
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Hallo Eilema2000 und :welcome:

Ich bin Student und habe (auch Im Grunde nicht) kein Anspruch auf Bafög mehr, weil die geforderten Leistungsnachweise nach § 48 Abs. 1 BAföG nicht oder nicht rechtzeitig erbracht wurden.

Zu deinem Satz bitte mal eine Verständnisfrage, warum konntest du die Unterlagen nicht erbringen?
Du hast den § 48 Abs. 1 BAföG angeführt/geschrieben.

Bin ich an sich Wohngeldberechtigt? Habe ich mit 450€ den Mindestbetrag, den ich brauche?

Bei Wohngeld muß ein Mindesteinkommen vorhanden sein, dazu gibt es eine Faustformel:

Der Regelsatz beläuft sich nach § 20 SGB II auf 424 € (bei Alleinstehenden). Der Mehrbedarf nach § 21 SGB II kommt beispielsweise bei Schwangerschaften, Krankheit oder auch Alleinerziehenden zum Tragen. Hinzukommen können noch monatliche Belastungen wie Versicherungsbeiträge etc.

Beim Wohngeldantrag reicht es aus, wenn der Antragsteller als Mindesteinkommen 80%der oben genannten Beträge erreicht.

Zur Erreichung des Mindesteinkommens können alle finanziellen Mittel herangezogen werden, die der Antragsteller monatlich zur Verfügung hat, unabhängig davon, ob es als Einkommen im Sinne des Wohngeldgesetzes gewertet wird.

Quelle: http://wohngeldantrag.de/geld/mindest.htm

Nachweis der Einnahmen, Plausibilitätsprüfung 15.01 WoGVwV

Hier mal ein Beispiel 424€ Regelsatz plus 400€ Miete gleich 824€ ist das Mindesteinkommen:

424+400 = 824 € /100 *80)=659,20 €
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Wobei der Unterhalt der Eltern natürlich auch als Einkommen zählt.
Das würde mit einem vollen 450€-Job also nur sehr knapp hinhauen.

Mit der Freundin gemeinsam Wohngeld beantragen wäre kein guter Plan, da ihr zu zweit bei Mietstufe 6 nur maximal 600€ Miete anerkannt bekommt. Das Wohngeld würde also wesentlich geringer ausfallen.

Hätten die Eltern die Möglichkeit, mehr Unterhalt zu zahlen?

Ansonsten wäre ein Studienkredit eine Option. Der hat in Verbindung mit Wohngeld den "Vorteil", dass die monatliche Auszahlung zwar bei der Plausibilitätsprüfung berücksichtigt wird, aber für die Wohngeldberechnung nicht als Einkommen berücksichtigt wird. Mehr Wohngeld also. ;)

Beim Bafög sind alle Möglichkeiten ausgeschöpft?
 
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