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Wohngeld, 5 Personen, Bafög, ALG2 und Kindergeld

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E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Hallo,

ich habe unseren Fall schon in diesem Forum geschildert. Meine Tante meinte, wir sollen doch Wohngeld beantragen.

So also, ich lebe in einer 80 m² Wohnung mit meinen drei Kinder und meinem Freund, das jüngste Kind ist unser gemeinsames.
Ich bekomme ALG2, der Bedraf meiner Kinder ist soweit ich weiss durch Kindergeld 498 Euro und einmal 199 Euro gedeckt.

Mein Freund bekommt Studentenafög und hat einen Nebenjob in dem er durchschnittlich 230 Euro verdient.

Ich habe mir auch die Ausfüllhilfen zum Wohngeldantragdurchgelesen, sowie die Merkblätter, trotzdem weiss ich nicht ob wir überhaupt berechtigt wären diese Leistungen anstatt von ALG2 zu bekommen.
Laut Gesetz bin ich ja verpflichtet alle nur erdenklichen Leistungen zu beantragen, da sie vorrangig vor Hartz 4 sind. Entstehen mir da irgendwelche Nachteile, weil ich bis jetzt noch kein Wohngeld beantragt habe?

2. Frage: In dem Wohngeldantrag steht ich soll alle Personen aufführen, die zu meinem Haushalt gehören und mit denen ich GEMEINSAM wirtschafte. Mein Freund und ich wirtschaften aber keineswegs zusammen. Getrennte Konten, Versicherungen, jeder zahlt seine Rechnungen, ich komme vollkomen alleine für meine Kinder auf, auch was die Erziehung angeht. Auch wenn das für einige hier unglaubwürdig klingt, aber ich bin keinesfalls bereit für meinen Freund oder seine Tochter aus erster Ehe finanziell aufzukommen, genausowenig wie er bereit ist für mich oder meine zwei Kinder aus einer früheren Beziehung finanziell aufzukommen.
Wir werdn als Einstehensgemeinschaft angesehen, da wir seit 3 Jahren in zusammen wohnen und ein gemeinsames Kind haben. Wir haben auch keinerlei Hochzeitsabsichten oä. Ich möchte nach wie vor finanziell selbst für mich und meine Kinder aufkommen und mich nicht von einem Mann abhängig machen. Meine Kinder haben ihren Vater und dieser erzieht sie gemeinsam mit mir, auch vor dem Gesetz (Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht ist geteilt), also warum wird mein Freund von der Arge in diese "Vaterrolle" gepresst, wenn er diese doch gar nciht annehmen will. Er hat also laut Arge alle Pflichten, aber vor dem esetz nur RECHTE wenn er die Kinder adoptiert? Verstehe ich das richtig?

Wie verhält es sich dann umgekehrt? Er hat ja eine achtjährige Tochter aus erster Ehe, muss ich dann genauso für die kleine aufkommen wenn die Kindesmutter von Hartz4 lebt? Mein Freund wurde jetzt vom zuständigen Jugendamt aufgefordert nachzuweisen wovon er lebt, damit der Unterhalt neu berechnet werden kann. Sie wollte auch von mir etliche Nachweise wie Hartz4 Bescheide, Mietvertrag, Kontoauszüge, Nachweise über Einkommen, Kindergeld und erhaltenen Unterhalt (Kindesunterhalt) haben... ich habe dieses erstmal verweigert, denn warum sollte ich an sein Kind irgendwelche Zahlungen leisten? Ist das überhaupt rechtens? Dürfen die solche Nachweise von mir fordern oder sich Auskünfte über mich und meine finanzielle Situation einholen? Gibt es da irgendwelche Gesetze oder Urteile die mich zur Auskunft verpflichten? Ich möchte ja auch nicht das meinem Freund durch meine Auskunftsverweigerung irgendwelche Nachteile entstehen.

Es tut mir wirklich leid, der Text ist doch viel länger geworden als ich wollte, aber irgendwie hab ich so viele Fragen und ich bin so froh das ich dieses Forum gefunden habe.
 

Erolena

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#2
Die Einstehensgemeinschaft ist der höchste Grad des gegenseitigen Mitteleinsatzes aus der Sicht des SGB II. Dabei sind beide Parteien bereit, ihr Einkommen für einander einzusetzen.

Daher werden sie als Bedarfsgemeinschaft behandelt
Insofern verteilt schon die ARGE Geld zwischen Euch um.
(siehe zur Umverteilung auch im ALG2-Bescheid bei jeder Person die Differenz zwischen ungedecktem Bedarf der Person und Zahlbetrag für diese Person.
Aber vielleicht fällt das bei kleinen Kindern noch nicht so auf im Bescheid.)
Also die ARGE sieht das ganz anders als Du.

In dem Link gibt es einen Hinweis auf eine grobe Auskunftspflicht auch der Lebenspartnerin gegenüber einem (allerdings volljährigen) Kind.
Familienunterhalt b. Kindesunterhalt,kumalative Betrachtung Familienrecht frag-einen-anwalt.de
Wenn ich das richtig verstehen:
Es geht nicht darum, dass du selber dem "fremden" Kind Unterhalt zahlen könntest. Sondern wieviel Geld dem Vater für den Kindesunterhalt zur Verfügung steht.
(Aber hier müßte man noch prüfen, ob das bei euch wirklich eine Rolle spielt, weil ihr nicht verheiratet seid).
Zwar müsst ihr Euch nach dem SGB 2 gegenseitig unterhalten
(Einstandsgemeinschaft) aber nicht nach dem BGB.
Ist meine Meinung - aber warte mal, was die Betroffenen hier schreiben.

Titulierte Unterhaltsverpflichtungen werden bei der ALG 2-Berechnung berücksichtigt.

Ist der Vater nicht in der Lage vollen Unterhalt zu zahlen = "Mangelfall".
Die Berechnung hier:
http://www.treffpunkteltern.de/unterhalt/unterhalt_minderjaeriger_kinder.php
Mangelfallberechnung beim Unterhalt

Wenn dich keiner aufgefordert hat, WG zu beantragen, dann dürfte gar nichts passieren.
Wohngeld wird bei der Unterhaltsberechnung als Einkommen gewertet.
 
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