Wohnen in Wohnung auf dem Anwesen der Eltern?

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Hugo483

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Hallo,

vielleicht schildere ich mal kurz meine Situation um dann eure Ratschläge zu hören.

Momentan wohne ich als Hartz IV Empfänger in meiner eigenen Wohnung in der Großstadt, ich bin 51 Jahre und habe mit der Berufstätigkeit mehr oder weniger abgeschlossen - will meinen, dass ich wohl keinen vernünftigen Job mehr bekomme, ich aber auch nicht so sonderlich darüber traurig bin, weil ich mit Hartz IV aus komme und mich damit arrangiert habe.

Nun leben noch meine hochbetagten Eltern, die zwar nicht reich, aber doch vermögend sind, in ihrem eigenen Anwesen auf dem Lande. Auf dem Anwesen meiner Eltern sind verschiedene Gebäudlichkeiten, die zum Teil vermietet sind, bzw ein der Wohungen wird bereits von meinen Eltern seit Jahren frei gehalten, in der Hoffnung, dass einer ihrer Söhne dort einziehen möge, um die Pflege zu übernehmen.

Nun ist es leider so, dass das Verhältnis zu meinen Eltern, vor allem zu meiner Mutter denkbar schlecht, um nicht zu sagen gestört ist, obwohl regelmäßig von dort die Aufforderung kommt, doch in diese Wohnung einzuziehen und die Betreuung zu übernehmen.

Für mich würde das die komplette Umkrempelung meines Lebens bedeuten, und bevor ich das tue, möchte ich schon gerne in Erfahrung bringen, auf was ich mich einlasse, vor allem was der Einzug in die Wohnung auf dem Anwesen meiner Eltern in Bezug auf Hartz IV bedeutet.

Die für mich schlimmste Vorstellung wäre, wenn ich dann mit meinen Eltern zusammen als "Bedarfsgemeinschaft" gelten würde, oder gar auf Unterhalt durch meine Eltern angewiesen wäre.

Ideal wäre es natürlich, wenn ich mit meinen Eltern einen Mietvertrag zustande bekäm, und das zuständige JobCenter mir die Miete und mein ALG2 wie bisher zahlen würde.

In jedem Fall würde ich vorerst zur Sicherheit meine Wohnung in der Großstadt behalten wollen, da nicht gesichert ist, ob das Verhältnis zu meinen Eltern so ist, dass ich es dort dauerhaft aushalte - schließlich bin ich - und ebenfalls mein Bruder einstmals von dort weggezogen, weil wir es dort nicht ausgehalten hatten. Psychologisch hat sich seit dieser Zeit nicht viel verändert, und schon gar nicht, wenn hier wieder eine Art finanzieller Abhängigkeit von meinen Eltern stattfinden sollte.

Bedanke mich für eine Beratung, wie das von der Hartz IV-Seite aussieht, ob hier also ein Mietvertrag mit meinen Eltern vom Jobcenter anerkannt und die Miete und Heizkosten sowie mein normaler Regelbedarf übernommen werden, als auch für Erfahrungsberichte von Leuten in ähnlicher Situation.

mfG Hugo
 

ZynHH

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An Deiner Stelle würde ich es erst mal 3-4 wochen ausprobieren, also einziehen und 3-4 Wochen dort wohnen und sehen was denn so passiert.

Später macht ihr dann einen Mietvertrag.

Mußt ja nicht gleich sagen, das du zu Mutti und Papi zurück gehst und die Haus und Hof haben.
Nein ihr werdet keine BG , müsst halt getrennt wirtschaften.

Bitte prüfen in wie weit hier die Pflegesituation und Zuschüsse durch Pflegestufen zum tragen kommen können wenn ein Angehöriger diese durchführt..... Es kommen noch mehr Hinweise.
 

Holger01

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Klar, wenn schon, dann erstmal zur Probe.
Glaube aber kaum, dass die bisherigen Umstände und Eigenarten, die zu Spannungen und Streiteren führten, dann einfach aufhören.

Glaube eher, dass es schlimmer wird, nicht nur, weil eine der Parteien altert, sondern beide Generationen "anstrengender" werden.


ein der Wohungen wird bereits von meinen Eltern seit Jahren frei gehalten, in der Hoffnung, dass einer ihrer Söhne dort einziehen möge, um die Pflege zu übernehmen.

Aber für den Fall eines späteren Zerwürfnisses solltest du schon vorbeugen. Da deine Eltern wohlhabend sind, und da du damit deine weiteren Chancen auf bezahlte und möglicherweise wohlstandschaffende (wer kann es ausschließen?) Erwerbstätigkeit aufgibst, halte ich eine Vereinbarung für angebracht, die dir einen angemessenen Lebensstandard und auch deine spätere Alters-Lebensgrundlage sichert.

Testamente sind änderbar...

Das behalte dabei zumindest im Hinterkopf!
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Hugo483,

ich würde nicht nur den finanziellen Aspekt im Auge behalten, sondern auch ob du das psychisch schaffst. Pflege und Betreuung ist alles andere als einfach und wenn dann noch der ein zerrüttetes Verhältnis dazukommt, erst recht nicht. ich spreche da aus Erfahrung.
und so wie es sich liest, ist es alles andere als einfach und ob sich in Bezug auf deine Eltern sich da etwas ändert, ist fraglich.
und auch ist Arbeitslosigkeit und ALG II belastend, auch wenn du schreibst, du hast dich damit soweit arrangiert.
also pass auch ein wenig auf dich auf. deine Eltern könnten, wenn eine Pflegestufe vorhanden ist, auch einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch nehmen.

viele Grüße

Marion
 

Hanngen50

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An Deiner Stelle würde ich es erst mal 3-4 wochen ausprobieren, also einziehen und 3-4 Wochen dort wohnen und sehen was denn so passiert.
...

Ich würde mir das vorher gut überlegen, was man mit einem Einzug erreichen möchte. Ohne das es ein vertragliches Ziel gibt mit den Eltern, würde ich es nicht machen.
Man muss auch an das Jobcenter denken, oder was wollen die Eltern genau von einem, etc.
Will man diese Verantwortung überhaupt tragen, ist die Leistungsfähigkeit vorhanden?
Das sind nur meine Gedanken dazu.
 
S

silka

Gast
Hallo, Hanngen
was stellst du dir als vertraglich vereinbartes Ziel mit deinen Eltern denn vor?
Die halten dir eine Wohnung frei, in der Hoffnung, daß du irgendwann dort einziehst und sie betreust.
Da ist doch das Ziel, ganz klar!
Du mußt jetzt nur noch wissen, ob DU das generell überhaupt willst.
Ob DU also deine Eltern über ein längere und nicht bekannte Dauer betreuen, verorgen oder gar pflegen kannst und willst.

Zum Jobcenter:
Du kannst max. 21 Tage pro Kalenderjahr ortsabwesend sein. Länger? Dann gibts keine Leistungen mehr.
Also probeweise für ein paar Wochen bringt da nicht viel. Die *Probezeit* wäre ein längerer Besuch und kann gut sein und hinterher kommt evtl. das große Drama. Weiß mans?

Wenn du dort hinziehst in den elterlichen Ort, wird ein anderes JC zuständig und man wird von dir wissen wollen, ob deine Eltern dich finanziell unterstützen.
Ob ihr in einer Haushaltsgemeinschaft wirtschaftet.
Ich meine, wenn du in einer separaten Wohnung auf dem Hof wohnst, ist es keine Bedarfsgemeinschaft. Denn ihr lebt ja nicht in einem Haushalt.
Man wird dir evtl. nicht abnehmen, daß du zwar Miete bezahlst und deine Eltern betreust, aber sonst in keiner Weise von ihnen unterstützt wirst.
Das wäre nachzuweisen (oft schwierig), denn das JC versucht natürlich, dein Alg2 nicht mehr zu zahlen.

Schwierige Situation. Wahrscheinlich nur rechtlich zu klären, das dauert sehr lange. Wenn das Jobcenter erstmal die Leistungen einstellt, bist du angemeiert und zwangsläufig auf deine elterliche finanzielle Unterstützung angewiesen. Das, was du ja gerade NICHT willst!

Ich würde vorher abwägen:
-Könnte mein Verhältnis zu Mutter und Vater wieder besser werden, wenn ich dort hinziehe?
-Kann ich mir überhaupt vorstellen, meine hochbetagten Eltern demnächst zu versorgen und zu pflegen?
-Belastet diese Aussicht mein jetzt schon schlechtes Verhältnis vielleicht noch viel mehr?
-Wäre ein externer Pflegedienst nicht sehr viel hilfreicher? Vor allem für die Eltern?
-Kann ich so etwas wie Pflege Älterer und enger Verwandter überhaupt?
usw.

Eine lange Liste von Überlegungen.
Hast du mit deinem Bruder darüber gesprochen? Was denkt der darüber?

Ich kenne deine Umstände nicht.
Ich kenne so ähnliches von einer Bekannten und deren Mutter. Das dauerte etwa 5 schlimme Jahre für beide. Die Mutter starb dann letztlich doch im Pflegeheim, aber erst nach dieser schrecklichen Zeit.
Meine Bekannte hat die schlimmste Erfahrung und Zeit ihres Lebens gehabt und ist schon um die 60, hat also einiges vorher schon erfahren.
 
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