Wohnen auf dem Dorf ohne Vekehrsanbindung - Auto vom Arbeitsamt?

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qwertz123

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Hallo, ich frage hier für einen Freund.

Er ist seit April Alg1, weil er seine alte Arbeit gesundheitlich kündigen musste, darf laut Amtsarzt nicht mehr wie 5-10 kg heben und keine Arbeit in Zwangshaltungen verrichten. Das war auch ein Knochenjob auf dem Bau.
Er wohnt auf dem Dorf 25 km von der nächsten größeren Stadt entfernt mit absolut keinen Verkehrsanbindungen, die nächste Haltestelle ist 7 km entfernt und da fährt auch eher unregelmäßig ein Bus.
Bei seiner alten Arbeitsstelle, wo er jahrelang arbeite gab es mehrere Fahrgemeinschaften, er brauchte also nie ein Auto.
Jetzt hat er auf eine Faust eine Arbeitsstelle als Altenpfleger gefunden. Diese Stelle ist 25 km entfernt, also absolut keine Chance ohne Auto dahinzukommen.
Ich war heute als Beistand dabei und die SB stellt sich quer und beruft sich auf das Attest vom Amtsarzt und dass nicht gewährleistet ist, dass er es auch dauerhaft machen kann (ist natürlich absoluter Blödsinn)
Sie müsste schauen wo sie ihn vermitteln darf, eventuell eine Umschulung, Reha etc... blabla. Was natürlich absoluter Blödsinn ist da er daran erstens kein Interesse hat, zweitens schon einen sicheren, unbefristeten Job in Aussicht und drittens, da ja auch nicht hinkommt zu was auch immer sie ihn vermitteln. Umziehen ist auch keine Option da er mit seiner Freundin zusammen wohnt und keiner verlangen kann das aufs Spiel zu setzen.

Gibt es in so einen Extremfall wo es keinerlei Verkehrsanbindungen gibt, das Recht auf ein Auto?
Was kann man da machen? Die SB übergehen und sofort zum Chef gehen? oder gleich Rechtsschutz einsetzen?
 

qwertz123

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Bei der alten Stelle war es eine dauerhafte Belastung, die hat er ja als Pfleger nicht, er hat selbst einen Pflegefall zuhause, wo er alles ohne Probleme macht. Ein Knochenjob auf dem Bau wo man permanent zupackt oder eine Stelle wo man gelegentlich etwas hebt ist ja schon ein Meilenweiter Unterschied.
Beim Amt lassen die leider absolut nicht mit sich reden.
Wollen ihn wohl dauerhaft als Kunden.
 

Lucky Luke

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Hallo,

ob es in D tatsächlich "Dörfer" ohne jegliche Anbindung an öffentlichen Verkehrsmittel gibt kann ich nicht beurteilen....
Aber nur 5 bis 10 kg heben/tragen und keine Zwangshaltungen?! Sorry, aber da ist Altenpflege wohl die falsche Wahl. Und "unbefristeter AV" - da hat der AG aber auch noch ein Wörtchen mitzureden und kann das dann ganz schnell beenden. Kann's mir ehrlich gesagt auch nicht wirklich vorstellen, dass ein Altenheim einen ehem. Bauarbeiter als Pfleger einstellt. Ist da der Wunsch evtl. der Vater des Gedankens? Gelegentliche Pflege ist eine andere Hausnummer als das beruflich zu machen...

Wenn das mein Freund wäre würde ich ihm da ganz dringend davon abraten.

LG Lucky Luke
 

qwertz123

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Er hat selbst schon in der Altenpflege gearbeitet fest vor 10 - 15 Jahren aber dann aufgehört wegen familiären Umzug und dann wollte er was neues probieren. Er kennt diesen Beruf. Außerdem kann er ohne Auto in seinem Fall ja absolut nichts machen, nichtmal eine Maßnahme. 7 km ist die Haltestelle weg, dazu fährt der Bus auch nur ein paar mal am Tag und dann mit Umwegen jedes Kaff an, sodass er in die nächste Stadt gut 45 bis 60 Minuten unterwegs ist, dass wissen die vom Amt ja.
Umziehen kann er nicht, wegen Freundin, die ist an das Dorf gebunden (wegen dem Pflegefall) und seine langjährige Beziehung setzt er zu Recht nicht aufs Spiel.

Er braucht um jeden Preis ein Auto.
Da muss es doch Ausnahmeregelungen geben. Sonst ist auch für jeden Mist Geld da.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Er braucht um jeden Preis ein Auto.
Da muss es doch Ausnahmeregelungen geben.
Bei einer Arbeitsaufnahme geht da sicherlich was, notfalls mit ER.

Aber mit dieser Einschränkung
darf laut Amtsarzt nicht mehr wie 5-10 kg heben
hat er in der Pflege keine Zukunft.

Gelegentliche Pflege ist eine andere Hausnummer als das beruflich zu machen...

Wenn das mein Freund wäre würde ich ihm da ganz dringend davon abraten.
Dito.
 

Nena

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Wenn er den unbefristeten Arbeitsvertrag schon sicher hat, warum gibt ihm dann die AG keinen Kredit für ein Auto? Sie weiß doch am besten, dass er in Zukunft regelmäßiges Einkommen haben wird.
Dass das JC nicht an eine langfristige Beschäftigung "glaubt", finde ich plausibel.
 

erwerbsuchend

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Er wohnt auf dem Dorf 25 km von der nächsten größeren Stadt entfernt mit absolut keinen Verkehrsanbindungen, die nächste Haltestelle ist 7 km entfernt und da fährt auch eher unregelmäßig ein Bus.

Um welche Gegend in Deutschland soll es sich dabei handeln? Wie ist die Versorgung mit Dingen des täglichen Lebens gesichert, welche Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel gibt es dort?

Wie nimmt dieser Freund die Termine im JC wahr? Läuft er dann diese 7 km bis zu dieser Bushaltestelle, was gut 2 h dauern kann, oder nutzt er dafür ein Fahrrad?

Umziehen ist auch keine Option da er mit seiner Freundin zusammen wohnt und keiner verlangen kann das aufs Spiel zu setzen.

Warum möchte seine Freundin nicht mitumziehen?

Für mich hört sich das bisher leider nur als Ausrede an.

Wenn er den unbefristeten Arbeitsvertrag schon sicher hat, warum gibt ihm dann die AG keinen Kredit für ein Auto?

Ein AG-Darlehen ist aber auch nicht ohne. Dies gilt besonders für den Fall, dass das AV vor der Rückzahlung des Darlehens beendet wird.

Zudem würde mich interessieren, was der Freund von TE im VG auf die Frage geantwortet hat, wie dieser den Arbeitsort zu jeden Arbeitszeiten erreichen kann. Der AG dürfte im Normalfall die Gegebenheiten des ÖPNV in seiner Gegend kennen. Daher dürfte der AG auch wissen, dass es ggfs. unmöglich ist, ohne Kfz den Arbeitsort zu erreichen. Sollte der Freund von TE hier gegenüber dem AG Aussagen getätigt haben, die nicht der Wahrheit entsprechen, dürfte er ein Problem haben. Schließlich kann es dem AG egal sein, wie der AN den Arbeitsort erreicht. Dies ist eine vertragliche Pflicht des AN.
 

Zermürbt38

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Arbeitsstelle als Altenpfleger gefunden
Sorry aber das widerspricht sich. Gerade in diesem Beruf muss man körperlich sehr belastbar sein und schwer heben können. Das kann er also vergessen. Im übigen ist das ein Ausbildungsberuf!

wertz123 meinte:


Bei der alten Stelle war es eine dauerhafte Belastung, die hat er ja als Pfleger nicht
Natürlich hat er als Pfleger eine Dauerbelastung. Ich darf das auch nicht machen, da ich nur bis 10kg heben darf.

dazu fährt der Bus auch nur ein paar mal am Tag und dann mit Umwegen jedes Kaff an, sodass er in die nächste Stadt gut 45 bis 60 Minuten unterwegs ist, dass wissen die vom Amt ja.

Ja und das ist kein Grund ein Auto bezahlt zu bekommen. Diese Minuten und noch mehr legen Millionen Menschen jeden Tag mit Bus und Bahn für die Arbeit zurück. Ich selber brauche auch 45 min. ja und? Meine nächste Stadt ist auch 25km entfernt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Katzenstube

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Warum wohl ist so oft bei Menschen, die im Pflegebereich beschäftigt sind, Kreuz und Knie kaputt. Was meinst du, vieviel Kraft da oftmals für Kleinigkeiten benötigt wird. Allein um einer mittelschweren Person Halt zu bieten beim waschen, aufstehen etc. Alleine das Stützstrümpfe anziehen bedeutet für den Rücken eine Freude .... es geht da nicht unbedingt um 5 oder 10 kg sondern darum aus dem Stand in der unmöglichsten Haltung reagieren zu müssen.

Aber gut, er meint zu wissen was auf ihn zukommt .... dabei ist in ba-wü das Klientel noch Heimbewohnern komplett anders ist als vor 10 Jahren. Damals waren diese nämlich ein Vielfaches besser gesundheitlich drauf.

VIEL Glück wünscht Katzenstube
 

qwertz123

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Nochmal zusammenfassend.

Haltestelle ist 7 km entfernt er wohnt in dem letzten Bauernkaff. Bus braucht 45 -60 min für 7 km laufen braucht er sagen wir mal 40 min. Und dann muss er von der Bushaltestelle in der Stadt ja auch zu was auch immer laufen.
Es ist einfach ALLES unzumutbar.
Er wohnt mit seiner Freundin im Haus ihrer Mutter die behindert ist und ein lebenslanges Wohnrecht hat. Das heißt die Freundin kann auch nicht wegziehen noch dazu hat sie eine Arbeit (und ein Auto dass sie braucht) die dann noch weiter weg wäre als eh schon.
Zu den Arbeitsamt Terminen (nicht jobcenter) fährt sie ihn und es ist mit dem Amt abgesprochen, eben weil er nicht mobil ist, dass die Termine immer am Tag mit den längeren Öffnungszeiten sind. Abundzu hat er auch einen Fahrer aber unregelmäßig darauf kann er sich auch nicht verlassen.
Bei der alten Arbeitsstelle, die er gesundheitlich kündigen musste hatte er immer eine Fahrgemeinschaft.
Amt stellt sich quer ein Auto zu finanzieren für seine Pflegestelle, eben wegen seiner Gesundheit.
Aber auch unabhängig davon ist es in seiner Situstion unmöglich irgendwas zu finden ohne Auto. Weder eine Fortbildung, Umschulung, Reha, Maßnahme etc.... es geht nichts ohne Auto. Er braucht so und so eines aber hat kein Geld.
Soll er es vom Alg 1 zusammensparen? Das funktioniert nicht.
Wenn das Amt nicht zahlt, hängt er da fest und rutscht ins Hartz und wird ein Dauerkunde.
So ich denke jetzt habe ich es nochmal auf den Punkt gebracht.
 

Katzenstube

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Hallo Qwertz123,
Auch wenn alles logisch ist was Du schreibst, so muss ich Dir sagen, um ein Auto und Führerschein zu finanzieren müssen sich viele Menschen strecken. Ich konnte mir lange kein Auto leisten, habe einige Jahre gespart.

Bis das Ersparte fürs Auto reichte musste ich jeweils in Miniwohnungen in Arbeitsplatznähe ziehen.

Gruss von Katzenstube
 
E

ExUser 1309

Gast
Auch wenn alles logisch ist was Du schreibst, so muss ich Dir sagen, um ein Auto und Führerschein zu finanzieren müssen sich viele Menschen strecken. Ich konnte mir lange kein Auto leisten, habe einige Jahre gespart.

Bis das Ersparte fürs Auto reichte musste ich jeweils in Miniwohnungen in Arbeitsplatznähe ziehen.
Andere, wie ich, kauften "Alteisen" als vorübergehendes Kfz. Da angefangen mit nem Motorroller 50ccm, damit kann man auch - wenns muss - erstmal fahren, bis sich andere Möglichkeiten auftun. Wenn man Geld verdient, kann man etwas zurücklegen., z.b. die Differenz vom ALG2 zum Lohn abzüglich Fahrtkosten. Da bekommt man schon was zusammen, mit der Zeit. Wenn ein Job, den er bekommen könnte, lt. seinem Gutachten auch Möglich wäre, könnte er auch Einstiegsgeld beantragen, dann bekommt man rel. schnell was zusammen.
 

Zermürbt38

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Also bedeudet Hartz4 für dich Dauerkunde zu sein, aha! Er wird keines finanziert bekommen. Ich und andere haben auch alles alleine zusammengespart. Ich hatte während meiner Erstausbildung im Einzelhandel auch erhebliche Probleme, nicht nur gesundheitlich sondern auch finanziell und das ich nicht mobil war. Ich musste länger pendeln. Muss er halt mal früher aufstehen und ein Bus früher nehmen.

Bei uns im abgelegendsten Kaff fahren sogar Busse. Aber Bequemlichkeit lässt grüßen!
 

qwertz123

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Wo habe ich geschrieben dass Hartz 4 zu bekommen für mich automatisch bedeuted Dauerkunde zu sein, das hast du falsch verstanden und das war nicht zusammenhängend gemeint.
Mit dem Bus fahren ist extrem absurd da er wie gesagt ca. 2-2,5 Std einfach unterwegs wäre und der Bus auch nicht dauernd fährt, das heißt auch noch lange Wartezeiten auf den Bus bei der Heimfahrt, wenn er denn überhaupt fährt. Er wäre genausolang unterwegs wie er arbeitet, völlig unrealistisch, dass hat nichts mehr mit Bequemlichkeit zu tun, er wohnt ja wirklich im letzten Kuhkaff. Das mit dem Umziehen habe ich ja erklärt dass es nicht geht.

Ich selbst habe damals auch alles selbst zusammengesparrt und kein Mensch hat mir bei irgendwas geholfen, von irgendwelchen Hilfen wusste ich nichtmal was, ich fuhr teilweise bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad zur Arbeit und erst viel später erfuhr ich davon dass ich theoretisch Zuschüsse etc... beantragen hätte können. Wenn man aber bedenkt wie man vom Amt behandelt wird und für welchen Mist die sonst so ihr Geld rausschleudern, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken (Kurse) etc... finde ich das nur das gute Recht von jedermann zu gucken was man da noch rausschlagen kann, entweder es klappt oder es klappt nicht, aber versuchen kann man es ja, solange es im rechtlichen Rahmen bleibt. Außerdem muss das ja nicht sein, das ist wieder diese typisch deutsche "Arbeit Arbeit über Alles, alles Opfern für die Arbeit, erst Arbeit dann alles andere" Einstellung, die aus den deutschen Köpfen muss und zwar um jeden Preis, wir reden hier schließlich nur von Peanuts von lächerlichen 1500 Euro, (eine Schwachsinnsmaßnahme kostet schon mehr) die auch noch gut angelegt wären, da er dann vom Amt weg wäre für längere Zeit.

Allerdings finde ich die Idee mit dem Motorroller recht gut, da gibts schon günstige für wenige 100 Euro und bis der Winter losgeht müsste er sich normalerweise ein Auto leisten können.
Trotzdem muss man da doch irgendwas machen können, in seinem speziellen, komplizierten Fall muss das doch gesetzlich möglich sein dagegen vorzugehen. Dann sollen sie eben den Roller zahlen. Sollen froh sein dass er weg ist, das spart sie wesentlich mehr Geld und darum geht es ja schließlich ausschließlich immer. Ansonsten zieht sich die Arbeitslosigkeit eben wie Kaugummi. Vom Arbeitslosengeld lässt sich kaum was sparen und wenn dann nur sehr langfristig.
 
E

ExUser 1309

Gast
Bei dem Risiko eines Arbeitsplatzverlustes kann es passieren, das ein JC ein Kfz stellen muss, siehe hier. Das sind allenfalls aber Einzelfallentscheidungen, unter Berücksichtigung der besonderen Situation. Um einen Job auszuüben, den man aus ärztlicher Sicht nicht machen kann, wird - meine Meinung - niemand zu verpflichtet werden. Das wäre auch Mumpitz und würde außer Kosten keinen Nutzen bringen, bzw. nicht erwarten lassen, das der Job lange gemacht werden kann. Hier findest du z.b. Handlungshinweise für ein JC, Oberberg. Die Studie von Punkt 9 wäre angebracht, u.a., auszugsweise:
Übernahme der Kosten zur Beschaffung / Reparatur eines Fahrzeuges...
....Für alle Führerschein oder Fahrzeug-Förderungen bedarf es der Mitzeichnung der Teamleitung!
....Die Kosten zur Anschaffung oder Reparatur eines Pkw oder motorisierten Zweirades werden als Zuschuss erbracht, sofern diese zu Erreichung des Arbeitsplatzes zwingend erforderlich sind. Der Kunde/die Kundin muss glaubhaft darlegen, dass er/sie den Arbeitsplatz nur mit einem/dem eigenen Fahrzeug erreichen kann und die Zahlung nachweislich nicht aus eigenen Mitteln aufbringen kann. Des Weiteren darf die Ausbildungs- oder Arbeitsstelle zu den jeweiligen Arbeitszeiten nicht mit dem ÖPNV bzw. nur mit einem unverhältnismäßig hohem Zeitaufwand erreichbar sein, sonst wäre die Nutzung des ÖPNV zumutbar.
.....Die Höchstgrenze des Zuschusses liegt bei 2000 € (Kfz) bzw. 1000 € (motorisiertes Zweirad)  Der Zuschuss wird bei Erwerb eines Kfz oder motorisierten Zweirades zur Berücksichtigung des privaten Nutzens um 10% verringert und beträgt damit maximal 1.800 € bzw. maximal 900 €.

Vorlage einer Einstellungszusage:
Der/die Antragsteller/-in ist verpflichtet, eine schriftliche Einstellungszusage oder einen Arbeitsvertrag für eine sozialversichungspflichtige Arbeits- oder Ausbildungsstelle vorzuweisen. Sozialversicherungsfreie Arbeits- oder Ausbildungsstellen werden nicht gefördert. Ausnahmsweise kann im Einzelfall auf die Vorlage einer schriftlichen Einstellungszusage verzichtet werden, wenn sehr gute Vermittlungsmöglichkeiten, ein arbeitsmarktnahes Bewerberprofil und eine überdurchschnittliche persönliche Bereitschaft zu täglichem Pendeln kurzfristig eine Integration in Arbeit erwarten lassen und die Initiative für eine solche Förderung von der IFK ausgeht. Die Gründe für eine frühzeitige Fahrzeugförderung im Vorfeld einer Einstellungszusage/eines Arbeitsvertrages müssen sich schlüssig aus der Datenlage und der Dokumentation in VerBIS erschließen (Mobilität ist einziger Handlungsbedarf).
 

Zermürbt38

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Wir müssen über dieses Thema eigentlich nicht diskutieren. Wenn er maximal bis 10 Kg belastbar ist, darf er diese Arbeit nicht annehmen, zumindest müsste er das dem Arbeitgeber mitteilen. Und dann hat sich das Thema auch erledigt.
Eben und darum geht es. Er ist für diese Arbeit nicht geeignet. In einem Viertel Jahr spätestens, wäre er wieder beim JC. Das ist nicht machbar. In diesem Fall kann ich das JC auch sehr gut verstehen, was durchaus selten vorkommt, dass es sich querstellt. Es wäre in dem Fall rausgeschmissenes Geld. Denn wenn er als Altenpfleger arbeiten, Bewohner waschen, umbetten und transportieren kann wäre er auch weiterhin in der Lage auf dem Bau zu arbeiten.
 

Birgit63

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Es kommt auf den Arbeitsplatz an. Mein Mann arbeitet in einem Pflegeheim der Diakonie. Die haben dort alle erdenklichen Hilfsmittel. Sogenannte Deckenlifta, die die Bewohner aus den Betten in die Rollstühle heben. Das Umdrehen der Bewohner wird grundsätzlich zu zweit gemacht. Mein Mann hat keine körperlich schwere Arbeit. Aber ich habe im Bekanntenkreis viele, die in der Altenpflege arbeiten. Mein Mann ist der einzige, der so einen tollen Arbeitgeber hat. Bei den anderen sieht es anders aus. Die müssen Schwerstarbeit leisten.
 
G

Gelöschtes Mitglied 56035

Gast
Da ich auch schon sowohl auf einer Baustelle als auch in der Pflege gearbeitet habe, kann ich das gut verstehen, wenn jemand sagt: Baustelle nein, Pflege ja. Und wenn jemand einen Wohnort hat, von dem aus er nicht ohne Auto zur Arbeit kommen kann, braucht er natürlich ein Auto. Wenn nicht für diesen Job, dann für den nächsten. Was sagt denn die SB, wie er zur Arbeit kommen soll? Warten, bis er wieder einen Job mit Fahrgemeinschaft findet?
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
für 7 km laufen braucht er sagen wir mal 40 min.

7 km in 40 Minuten wären 10,5 Stundenkilometer
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
v= s/t

7 km / 40Minuten x 60 Minuten/h

Da sich Minuten wegkürzen, sprechen wir hier von 10,5 km/h
Kilometer pro Stunde.

However, das ist auf jeden Fall im Bereich 🏃‍♂️ joggen
 
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