Wohne wieder bei den Eltern. Bekomme ich jetzt noch ALG2?

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E

Exiter_17077

Gast
Hallo an alle!

Ich habe eine Frage zu meinem Fall:

Ich war arbeitslos, wohnte allein in meiner Wohnung und habe ALG2 bezogen (Grundsicherung + Mietkosten).

Seit 4 Monaten arbeite ich wieder in Vollzeit und bin in diese Zeit umgezogen... zu meiner Mutter in die Wohnung. Meine Mutter ist 66 Jahre alt, ist Renterin und verdient zusätzlich noch was zu Ihrer Rente hinzu.

Es sieht so aus das ich wohl leider in einiger Zeit wieder zum JobCenter gehen muß da ich wohl wieder arbeitslos werde :icon_cry:

Ich kenne mich leider überhaupt nicht aus welche Änderungen sich nun bei mir ergeben beim ALG2 Bezug, da ich ja nun mit jemanden zusammen wohne und nicht mehr wie vorher allein.

Wird das Einkommen meiner Mutter nun bei mir irgendwie mitberücksichtig?
Bekomme ich nachher überhaupt kein Geld vom JobCenter da meine Mutter dann etwa mit für mich sorgen muß?
Oder bekomme ich die Grundsicherung immer, nur diesmal natürlich ohne die Miete da ich ja kostenlos bei meiner Mutter wohne?

Wäre ganz lieb wenn meine Fragen beantwortet werden würden oder ein Link wo so ein Fall schon mal beschrieben wurde hier im Forum.
Mit der Suchfunktion hab ich leider nichts passendes gefunden.

gruß
Tini
 
E

Exiter_17077

Gast
AW:

Hmm, da ist die Frage aber nicht das was ich meine.

Wie alt bist du und hast du schon eine abgeschlossene Ausbildung?
Also ich bin 35 Jahre alt.


Nunja, bei mir sieht es nun so aus das ich zum 1.8 dann wieder beim Amt sitzen muß. Wohne zur Zeit immer noch bei meiner Mutter was sich schlimmer anhört als es ist, denn ich habe in der Wohnung meinen vollkommen eigenen Bereich... wir sehen uns manche Tage gar nicht :)

Durch diese ganzen komplizierten Berechnungen bei "Bedarfsgemeinschaften" ist es wohl das klügste mir fix vor dem 1.8. noch eine eigene kleine Wohnung zu nehmen.
Ich habe auch schon eine in Aussicht, die ich bekommen kann.
Mietbeginn wäre lt. Vertrag dann der 1.8.09.
Ich würde dann dort allein einziehen in eine Einzimmer-Wohnung mit einer Miete so um die 240 Euro warm.

Nun meine neue Frage zu dem Thema:
Gibt es sowas wie eine Mindesthaltezeit einer Wohnung, damit das Jobcenter ganz normal die Miete übernimmt?
Also muß man eine eigene Wohnung z.b. bereits 3 Monate bewohnen, damit die Miete übernommen wird?
Es gibt ja soo viele komische Regelungen bzw Gesetze zu dieser Thematik ALGII, da würde mich sowas auch nicht mehr wundern... wäre aber in meinem Fall dann fatal.

Vielen Dank schon mal für das Interesse die Frage gelesen zu haben und eine kluge bzw richtige Antwort wäre dann noch perfekt :)

lg
 
E

Exiter_17077

Gast
AW:

Und wie ist das mit der u.g. Frage wenn ich nun doch eine Wohnung nehme. Gibt es da sowas wie eine "Mindesmietzeit"?
Gibt es sowas wie eine Mindesthaltezeit einer Wohnung, damit das Jobcenter ganz normal die Miete übernimmt?
Also muß man eine eigene Wohnung z.b. bereits 3 Monate bewohnen, damit die Miete übernommen wird?

lg
 

franzi

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Du solltest halt gleich gucken, ob die Wohnung angemessen ist (Größe, Preis), damit es hinterher mit der ARGE keinen Ärger gibt.
 

ela1953

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Wenn du eine eigene Wohnung haben willst, dann kannst du die anmieten.

Diese Wohnung darf 45 m² groß sein ( in manchen Städten auch 50). Die Mietehöhe ist unterschiedlich , da müsstest du dich erkundigen.

Wenn du aber bei deiner Mutter wohnen bleiben willst gibt es verschiedene Möglichkeiten:

ich habe in der Wohnung meinen vollkommen eigenen Bereich... wir sehen uns manche Tage gar nicht :)

Ist das eine eigene Wohnung mit Bad und Küche? oder eher eine WG mit gemeinsamer Nutzung von Bad und Küche? Eventuell kann deine Mutter mit dir einen Mietvertrag abschließen
Darüber habe ich hier schon öfter gelesen.

Da du über 25 bist, werdet ihr keine BG, höchstens eine Haushaltsgemeinschaft.

Als KdU steht dir dann die Hälfte der Miete zu. Deine Mutter hat dann einen Freibetrag von 2 x 358 Euro und die Hälfte der Miete. Wenn ihr Einkommen dann noch höher ist, darf die Arge davon die Hälfte verlangen.

Das funktioniert aber nur, wenn deine Mutter damit einverstanden ist. Wenn sie dich nicht unterstützen will, kann sie das schriftlich der Arge mitteilen.

Damit dir aber auch ein Teil der Miete bezahlt wird von der Arge, darfst du nie erwähnen, dass dich deine Mutter kostenlos wohnen lässt. Dazu ist deine Mutter nämlich nicht verpflichtet, sie braucht dir auch keinen Unterhalt zu zahlen.
 

catwoman666666

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AW:

Und wie ist das mit der u.g. Frage wenn ich nun doch eine Wohnung nehme. Gibt es da sowas wie eine "Mindesmietzeit"?


lg


Nein, es gibt keine Mindestmietzeit. Wenn du die Wohnung ab 01.08. anmietest und du stellst an diesem Tag einen Antrag auf ALG 2, dann muß die ARGE die Kosten übernehmen, soweit diese angemessen sind.

Aber auch eine Haushaltsgemeinschaft mit deiner Mutter wäre möglich. Deine Mum ist dir gegenüber nicht mehr unterhaltspflichtig. Wie ela schon geschrieben hat, übernimmt das Amt die halbe Miete, die du dann deiner Mutter aufs Konto überweist, damit sie die Miete bezahlen kann. Dazu kommt noch der Regelsatz.

Bei und war es für kurze Zeit auch so. Mein Sohn hat mir die halbe Miete + Zuschlag für Strom und Telefon bezahlt. Es hat zwar ein bischen gedauert, unsere ARGE wollte mir unbedingt eine Unterhaltspflicht nachweisen, aber wir haben uns dann doch letztendlich durchgesetzt. Es gab einfach keine Rechtsgrundlage für die Phantasien vom SB.

catwoman
 
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