Wohne momentan zur Miete möchte aber gerne in eine WG ziehe. (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Benown

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Hallo liebe Community,

Ich beziehe jetzt nach einem haben Jahr Arbeit leider wieder ALG 2 (Aus betrieblichen Gründen gekündigt).

Momentan Wohne ich in einer 1 Zimmer Wohnung (etwa 46qm) zur Miete, die kalt Miete beträgt 245 €.

Nun da ich in einer freiwlligen Feuerwehr aktiv bin hatte ich mir mit einem Kameraden überlegt ob wir nicht eine Wohngemeinschaft gründen sollen, dieser Kamerad ist wohl Berufstätig. (Zwecks näher an der Wache)

Nun meine frage würde das Jobcenter allgemein gesehen eine WG tollerieren? Wenn ja welche Bedingungen muss ich beachten?. Ich nehme mal an dass mein Anteil der Miete auf jeden fall nicht die aktuelle Kaltmiete übertreffen darf oder?

Und stimmt es das in einer WG die QM anzahl von 45QM pro Person nicht übertreffen darf? Übrigens komme ich aus Nrw

lg
 

hellucifer

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Bei Tacheles gefunden:

Im Fall einer Wohngemeinschaft (nicht Bedarfsgemeinschaft)
zwischen einem erwerbsfähigen Hilfeempfänger und einer anderen
Person ergibt sich der Wohnraumbedarf aus dem Merkmal „allein
stehend“. Das heißt, für eine allein stehende Person ist die für sie in
Betracht kommende Wohnungsgröße als angemessen anzusehen,
ohne dass es darauf ankommt, ob sie tatsächlich mit einer weiteren
Person in einer Wohnung zusammenlebt (BSG, Urt. v. 18.6.2008 – B
14/11b AS 61/06 R –). Den Unterschied zu einem Zusammenleben
mehrerer Personen in einer Wohngemeinschaft gegenüber dem
Zusammenleben in einer Bedarfsgemeinschaft arbeitet das BSG
dahingehend heraus, dass bei einer Wohngemeinschaft
typischerweise jeweils einem Bewohner ein Recht zur alleinigen
Nutzung eines Teils des Wohnraums eingeräumt wird und folglich
nur ein Teil der Wohnung (zumeist Flur, Küche und Bad)
gemeinschaftlich genutzt wird (BSG, Urt. v. 18.6.2008 – B 14/11b AS
61/06 R – Rn. 22). Aus diesem Grund ist für jede
Bedarfsgemeinschaft innerhalb einer Wohngemeinschaft das gleiche
Grundmietprodukt anzusetzen wie bei Personen, die eine
Wohnung alleine bewohnen.

https://www.harald-thome.de/media/files/kdu,-ae,-but-rilis/KdU-Hagen---17.01.2013.pdf

Das Jobcenter darf dir keine Vorschriften machen, welche Wohnform du wählst.

Sollte die WG aber teurer sein als deine jetzige Mietwohnung, so wird das Jobcenter nur die bisherigen Kosten der Unterkunft tragen.

Es sollte auf jeden Fall ein Mietvertrag bzw. Untermietvertrag abgeschlossen werden.

Ein Tipp:

Schließe mit deinem Mitbewohner einen Inklusivmietvertrag ab. Bei einem Inklusivmietvertrag sind mit der Mietzahlung alle Kosten abgegolten, und die pauschalierte Miete darf auch die Stromkosten enthalten. Dies hat den Vorteil, dass das Jobcenter die gesamte Miete zahlen muss, es aber nicht berechtigt ist, den Stromanteil aus der Miete herauszurechnen oder vom Regelsatz abzuziehen. Wichtig ist hierbei, dass die Stromkosten im Mietvertrag nicht explizit ausgewiesen werden. Diese mietvertragliche Vereinbarung würde es dir ersparen, die Stromkosten selbst bezahlen zu müssen.

Zur Orientierung würde ich den durchschnittlichen Stromverbrauch eines einköpfigen Privathaushaltes heranziehen und den Kilowattstundenpreis und Grundpreis des Grundversorgers.
 
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