Wohnberechtigungsschein WBS wie hoch wird er vom Staat gefördert ?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Melanie287

Accountproblem bitte Admin informieren.
Startbeitrag
Mitglied seit
4 Februar 2013
Beiträge
371
Bewertungen
31
Hallo

Mich würde mal Interessieren was z.b. bei einer 50 qm Wohnung der Staat monatlich oder jährlich an Zuschuss an den Eigentümer bezahlt .

lg
 

Wutbuerger

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
21 August 2012
Beiträge
4.803
Bewertungen
2.356
Soweit ich das weiß ist das kein Zuschußsystem .Du kannst bei Bau oder Umbau öffentl Mitten beantragen , ich denke das sind vergünstigte Kredite oder tilgungsfrei Jahre , im Gegenzug verpflichtet sich der Vermieter die Wohnung eine Zeitspanne nur an WBS Inhaber zu festgesetzten Mieten zu vermieten .Jedenfalls hat der Nachbar sowas und das sind schon mindestens 20 Jahre Sozialwohnungen .Wobei ich mir eine 50 qm Sozialwohnung angesehen habe die auch über 5 Euro/ qm lag und damit nicht weit weg vom " allgemeinen Wohnungsmarkt " .
Natürlich verweisen JC gerne auf solch günstigen Wohnraum , in meinem Fall konnte man mir aber nicht sagen wo ich sowas bekommen könnte .Zudem waren die Tabellen nach §12 WoGG haarsträubend falsch .Mal sehen wie sie ihr " schlüssiges Konzept " darlegen können . ..
 

Melanie287

Accountproblem bitte Admin informieren.
Startbeitrag
Mitglied seit
4 Februar 2013
Beiträge
371
Bewertungen
31
Hallo

Habe den Beitrag von NRW gelesen.
Da steht : Die Höchstmieten richten sich nach dem örtlichen Mietniveau. Sie reichen von 4,25 Euro pro Quadratmeter (netto kalt) bis 7,15 Euro in Städten mit engem Wohnungsmarkt wie Köln, Düsseldorf, Bonn und Münster.

Beispiel Köln 7,15 € und die KDU von Köln ist 8,25 €. Könnte man doch grob sagen das der qm 1,10 € weniger kostet wie nicht geförderte Wohnungen !

Ich würde auf den WBS verzichten und die 1,10 pro qm übernehmen ;-)

LG
 

Wutbuerger

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
21 August 2012
Beiträge
4.803
Bewertungen
2.356
Scheinbar ist die Förderung da vielfältig .. im Zeitungsartikel ist ja zb die Rede von ermäßigten Grundstückpreisen beim Kauf .Denke mal das ändert sich je nach dem welcher Fördertopf da gerade hingestellt wird .Nicht nur das Bundesland , auch je nach Region wird sich das unterscheiden .Wenn in der Stadt Wohnungsnot ist und auf dem Land Überangebot werden wohl keine Fördermittel dahin vergeben .Wobei die Suche nach bezahlbaren und vom JC abgenickten Wohnungen schon auf dem Land schwierig ist .In Unistädten hattest du schon immer schlechtere Karten .Ich hätte jedenfalls keine Lust mit 50 anderen eine Besichtigung zu machen .
 

bastian82

Elo-User*in
Mitglied seit
4 März 2013
Beiträge
151
Bewertungen
15
Das macht im Monat mal eben 55 Euro weniger Geld im Sack ... bei den Regelsätzen ne Menge Geld ...
In der Stadt mag es lohnen , auf dem Land eher nicht ...

Die Frage ist doch die, ob man im ALG II Satz den WBS erhält. Das ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Hier in Berlin:

Wohnberechtigungsschein (WBS)

Einen einkommensabhängigen WBS kann grundsätzlich jeder volljährige Bürger für sich und seine Familie/Lebensgemeinschaft beantragen.

Die für den WBS-Antrag notwendigen Vordrucke sind hier abrufbar und bei den bezirklichen Bürgerämtern erhältlich. Die ausgefüllten Formulare können beim bezirklichen Bürgeramt direkt abgegeben, in den Briefkasten des Amtes eingeworfen oder Ihrem Bezirksamt mit der Post zugesandt werden. Dort wird eine schriftliche Entscheidung zu Ihrem WBS-Antrag getroffen. Sofern Sie zum Kreis der Berechtigten gehören, wird Ihnen der für ein Jahr und für die gesamte Stadt Berlin gültige WBS zugeschickt.


Wie hoch darf das Einkommen sein?
Voraussetzung für einen Anspruch auf Erteilung des WBS ist jedoch grundsätzlich, dass die maßgeblichen Einkommensgrenzen eingehalten werden.

Ob Sie Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben, können Sie selbst überschlagen: Der Berechnung ist das jährliche Bruttoeinkommen (auch z.B. Lohnersatzleistungen, Krankengeld) zu Grunde zu legen, das in den 12 Monaten ab Antragstellung zu erwarten ist, ggf. kann vom Einkommen der letzten 12 Monate vor Antragstellung ausgegangen werden. Zum Einkommen zählt nicht das gesetzliche Kindergeld.

Je nach Einkommensart können nun die unterschiedlichen Pauschalbeträge für Werbungskosten oder ggf. darüber hinausgehende Werbungskosten abgesetzt werden. Ein Arbeitnehmer kann z.B. den Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000 € jährlich absetzen. Von der so ermittelten Zwischensumme können jeweils bis zu 10% abgezogen werden, wenn
Steuern vom Einkommen,
Pflichtbeiträge zur Krankenkasse,
Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung gezahlt werden,
also maximal 30%.

Nach den Abzügen sind ggf. noch folgende Freibeträge abzusetzen:
600 € für jedes Kind unter 12 Jahren bei Alleinerziehenden, die einer Erwerbstätigkeit oder Ausbildung (nicht nur kurzzeitig am Tag) nachgehen,
bis zu 600 €, wenn ein zum Haushalt zählendes Kind eigenes Einkommen hat und das 16., aber noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet hat,
4.500 € für Schwerbehinderte bei einem Grad der Behinderung von 100% oder von wenigstens 80%, wenn häusliche Pflegebedürftigkeit im Sinne des § 14 Sozialgesetzbuch XI vorliegt,
2.100 € für im Sinne des § 14 SGB XI häuslich pflegebedürftige Schwerbehinderte bei einem Grad der Behinderung unter 80%,
4.000 € bei jungen Ehepaaren innerhalb von 5 Kalenderjahren nach dem Jahr der Eheschließung, wobei keiner von beiden das 40. Lebensjahr vollendet haben darf,
Aufwendungen zur Erfüllung gesetzlicher Unterhaltsverpflichtungen (es gibt ggf. Höchstgrenzen).
Wenn das so ermittelte anrechenbare Gesamteinkommen die nachfolgenden Berliner Einkommensgrenzen nicht überschreitet, besteht ein Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein.

Beachten Sie: Die Einkommensgrenze für Berlin ist die um 40% erhöhte Bundes-Einkommensgrenze.

Einkommensgrenzen, jährlich
Bundes-
Einkommensgrenze
(§ 9 Abs. 2 WoFG) Berliner Einkommens-
grenze
Einpersonenhaushalt 12.000 € 16.800 €
Zweipersonenhaushalt 18.000 € 25.200 €
zuzüglich für jede weitere zum Haushalt rechnende Person 4.100 € 5.740 €
Zuschlag für jedes zum
Haushalt gehörende Kind 500 € 700 €

Mieter einer Sozialwohnung, die eine andere Sozialwohnung beziehen wollen, können einen WBS auch bei Überschreitung der Einkommensgrenze erhalten. Voraussetzung ist, dass die bisherige Wohnung - bezogen auf m² Wohnfläche - billiger oder größer als die neue Wohnung ist und die Aufgabe der bisherigen Wohnung aus wohnungswirtschaftlicher Sicht für erforderlich gehalten wird.

Beachten Sie: Die Ermittlung des anrechenbaren Einkommens wurde vereinfacht dargestellt. Die genaue Einkommensermittlung nimmt Ihr Bezirksamt nach Antragstellung vor.

Seitenanfang

Wie groß darf eine Sozialwohnung sein?
Ist ein WBS-Antrag geprüft und gehören Sie zum Kreis der Berechtigten, wird der (ein Jahr lang) gültige Wohnberechtigungsschein zugeschickt. Darauf ist u.a. die angemessene Wohnungsgröße vermerkt.

Grundsätzlich gilt Folgendes: Je ein Wohnraum für den Wohnberechtigten und jeden seiner mit einziehenden Angehörigen. Also: Ein Alleinstehender hätte Anspruch auf eine Einzimmerwohnung, einem Ehepaar mit drei Kindern stünden maximal fünf Wohnräume zu.

Im Einzelfall kann wegen besonderer persönlicher oder beruflicher Bedürfnisse eines Haushaltsangehörigen oder zur Vermeidung besonderer Härten zusätzlicher Wohnraum anerkannt werden.

Hier sind einige Beispiele genannt:
Ein Haushaltsangehöriger ist behindert oder schwer erkrankt, so dass ein gesondertes Zimmer unbedingt erforderlich ist (z. B. bei blinden Personen oder jenen, die beständig auf einen Rollstuhl angewiesenen sind oder bei Erkrankten, die dauerhaft mit einer Betreuungsperson im selben Haushalt leben, um so z. B. die Aufnahme in ein Pflegeheim vermeiden zu können).

Auch alleinstehende ältere Personen ab 65 Jahre, die mindestens eine 3-Zimmerwohnung in Berlin freimachen, können als Einzelperson einen WBS für eine 2-Zimmerwohnung erhalten.

Berufsbedingt können Haushaltsangehörige, die zur Erhaltung der Lebensgrundlage ihren Hauptberuf (z. B. Schriftsteller, bildende Künstler) nur zu Hause ausüben können, ein separates Arbeitszimmer beanspruchen. Da jedoch in Berlin dringend benötigter öffentlich geförderter Wohnraum, der für berufliche Zwecke Verwendung finden soll, dann nicht mehr zum Wohnen zur Verfügung stehen kann, wird ein zusätzliches Zimmer nur im Ausnahmefall gebilligt, zumal der WBS kein Instrument zur Arbeitsbeschaffung oder Arbeitsförderung ist, durch die das Marktgeschehen beeinflusst und einzelne Personen aufgrund der Inanspruchnahme subventionierten Wohnraums für berufliche Zwecke privilegiert werden sollen.

Wann wird ein "besonderer Wohnbedarf" anerkannt?
Es gibt Sozialwohnungen, die für einen bestimmten Personenkreis reserviert wurden und die von Wohnungssuchenden nur bezogen werden dürfen, wenn sie im Besitz eines "WBS mit besonderem Wohnbedarf" sind:

1. Haushalte mit Kind/ Kindern
in räumlich unzureichenden Wohnverhältnissen oder
ohne eigene Wohnung oder
bei erheblichen Mietsteigerungen der bisherigen Wohnung.
Als Kind gilt auch, wenn durch Vorlage des Mutterpasses oder einer gleichwertigen ärztlichen Bescheinigung eine Schwangerschaft von der 14. Woche ab nachgewiesen ist.

Unzureichende Wohnverhältnisse liegen - unbeschadet weitergehender Regelungen in Gesetzen und Verordnungen - vor, wenn in der Regel nicht mindestens zur Verfügung stehen:

für zwei Personen ein Wohnraum
für drei Personen zwei Wohnräume
für vier und fünf Personen drei Wohnräume
für sechs Personen und mehr vier Wohnräume

Eine erhebliche Mietsteigerung liegt vor, wenn sich die tatsächlich verlangte Nettokaltmiete um mehr als 15 Prozent erhöht und mindestens 5,50 €/m² Wohnfläche monatlich nettokalt beträgt.

2. Ältere Personen (die das 65. Lebensjahr überschritten haben)
bei Aufgabe einer unterbelegten Mietwohnung (Wohnraumzahl > Personenzahl) oder
ohne eigene Wohnung oder
bei erheblichen Mietsteigerungen der bisherigen Wohnung.
Der Personenkreis ältere Personen umfasst Alleinstehende, Eheleute und Lebensgemeinschaften.

Eine Zuordnung zur Berechtigungsgruppe kann nicht erfolgen, sofern unterbelegte Eigentumswohnungen oder Häuser aufgegeben werden.

Eine erhebliche Mietsteigerung liegt vor, wenn sich die tatsächlich verlangte Nettokaltmiete um mehr als 15 Prozent erhöht und mindestens 5,50 €/m² Wohnfläche nettokalt beträgt.

3. Personen mit behördlich anerkannter und nachgewiesener Schwerbehinderung (50 v.H. und mehr), wenn die derzeitigen Wohnverhältnisse wegen der anerkannten Leiden für sie objektiv ungeeignet sind und sie deshalb
einer anderen Wohnung bedürfen oder
einer eigenen Wohnung bedürfen.
Bestehen bei der Zuordnung zur Berechtigungsgruppe Zweifel am Wohnungsbedarf, so hat die für die Zuordnung zuständige Stelle eine gutachterliche Stellungnahme bei der behördlich zuständigen Stelle für die Anerkennung der Behinderung einzuholen.

4. Alleinstehende psychisch Kranke ohne eigene Wohnung, die aufgrund ihres Krankheitsbildes nicht in der Lage sind, sich nach der Klinikentlassung mit eigenem Wohnraum zu versorgen.

5. Umzusetzende, die nach einer Bescheinigung der zuständigen Stelle während der Geltungsdauer ihres Wohnberechtigungsscheines zur Freimachung verpflichtet sind aufgrund
anerkannter Maßnahmen der Gewerbe- und Industrieansiedlung oder
öffentlicher Hoch- und Tiefbau- sowie Garten- und Landschaftsbaumaßnahmen oder
anerkannter Stadterneuerungs- oder Modernisierungsmaßnahmen.

6. Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung ohne eigene Wohnung in Berlin.

7. Folgende Personen ohne eigene Wohnung in Berlin
Anspruchsberechtigte nach dem Häftlingshilfegesetz,
aus Freiheitsentziehung Entlassene,
Flüchtlinge mit anerkanntem (mindestens noch für ein Jahr) Aufenthaltsrecht sowie
Personen, die in Einrichtungen der sozialen Wohnhilfe oder sonstigen Behelfsunterkünften oder vergleichbaren Unterkünften des Jugend-, Frauen- und Sozialwesens (z. B. Frauenhäuser, Zufluchtswohnungen für geschlagene Frauen oder Mädchenhaus) - mit Ausnahme von Einrichtungen für Aus- und Übersiedler - leben.

8. Räumungspflichtige Wohnungsinhaber
in der Regel nach Vorlage eines gerichtlichen Räumungstitels oder
aufgrund eines bau- oder wohnungsaufsichtlichen Benutzungsverbotes oder
deren Mietverhältnis wegen Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses endet, sofern dieses mindestens ein Jahr bestanden hat oder
mit Hauswart-Dienstvertrag, sofern dieser wegen Erreichens der Altersgrenze oder aus gesundheitlichen Gründen gekündigt worden ist oder
die als Hinterbliebene von Dienst- oder Werkwohnungsinhabern zur Aufgabe der Wohnung verpflichtet sind oder
getrennt lebende Ehepaare mit Kindern, sofern nach der Stellungnahme des Jugendamtes ein Verbleiben des Wohnungssuchenden mit den im Wohnberechtigungsschein zu berücksichtigenden Kindern in der ehelichen Wohnung unzumutbar ist oder es sich um eine Wohnung handelt, die aufgrund ihrer Zweckbestimmung dem anderen Ehegatten zusteht (Dienst-, Werkwohnung).

9. Empfänger von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II sowie Empfänger von Leistungen der Sozialhilfe nach dem SBG XII, sofern eine konkrete Aufforderung zum Umzug in eine "angemessene Wohnung" durch die zuständige Stelle vorliegt.

Beachten Sie: Zur Anerkennung des besonderen Wohnbedarfs müssen Sie mindestens ein Jahr mit Hauptwohnsitz in Berlin gemeldet sein.

Mit dem WBS auf Wohnungssuche
Mit dem Wohnberechtigungsschein in Händen kann man sich um eine Wohnung bewerben. Wo in unserer Stadt Sozialwohnungen frei sind, ist u.a. aus dem Anzeigenteil der Tageszeitungen (vor allem in der Samstagsausgabe), oder im Internet zu erfahren.

Viele Berliner Wohnungsunternehmen bieten im Internet einen Abfrageservice mit vermietbaren Wohnungen an. In den Angeboten der Wohnungsunternehmen ist grundsätzlich auch vermerkt, ob Sie z.B. einen WBS benötigen. Wird die Wohnung nur an WBS-Inhaber überlassen, müssen Sie selbstverständlich im Besitz eines gültigen und passenden WBS sein.

Wohnungsversorgung für Notfälle
Für die Versorgung von Wohnungsnotfällen wurde ein sogenanntes "Geschütztes Marktsegment" eingerichtet. Wohnungslosen oder unmittelbar von Wohnungslosigkeit bedrohten Haushalten kann aus diesem besonderen Kontingent eine Wohnung vermittelt werden. Erkundigen Sie sich dazu bei Ihrem Bezirksamt (Sozialamt).
Wie hoch darf das Einkommen sein?

Wie groß darf eine Sozialwohnung sein?

Wann wird ein "besonderer Wohnbedarf" anerkannt?

Mit dem WBS auf Wohnungssuche

Wohnungsversorgung für Notfälle
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten