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Wohn/Stützzuschuss der Eltern bei eigener Wohnung?

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Nicht offen für weitere Antworten.

Tubbsen

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#1
Hallo,

Ich habe grade folgendes Problem.
Ich werde jetzt nächsten Sonntag 22, habe eine feste Arbeitsstelle (ausgelernt) als IT-Systemelektroniker und wohne derzeit noch bei den Eltern.

Mein Einkommen beträgt 1400 Euro Brutto was summarum 1,100 Netto macht.
An meinen Vater bezahl ich momentan 175 Euro Miete (ohne Mietvertrag), Essen is teilweise nicht mal wirklich mehr dabei da kaum hier gekocht wird.
Mein Vater hatte bis zuletzt auch das Kindergeld eingestrichen (gesehn hatte ich davon nix), da ich jetzt erst im Januar ausgelernt habe. Das wird er wohl denke ich nicht mehr bekommen, aber trotzdem.

Da zu Hause immer mehr Stress ist und mein Vater jetzt 200 Euro haben will, inklusive 300 Euro Nachzahlung von Nebenkosten, habe ich auf das ganze getue hier keinen Nerv mehr und will mir meine eigene Wohnung zulegen, das Geld will ich ihm auch nicht zahlen.

Das Problem ist die Realisierung.
Bei 1,100 Euro Netto lässt sich nicht viel machen. Klar es gibt viele, die weniger haben. Allerdings habe ich auch gewisse Ausgaben, wie finanziert werden müssen. Zum Beispiel ein finanziertes Auto (180 Euro) inklusive Sprit (ca. 200 Euro) und Versicherung (40 Euro). Zusätzlich kommen noch andere Umlagen wie Handy, Fitness-Studio usw.

Da sich die Wohnungspreise zwischen 200-350 Euro und aufwärts für 1 Zimmer- Wohnungen bewegen, macht das allein ohne Essen schon einen stattlichen Preis aus. Auch WG- Zimmer bewegen sich in diesem Preisraum.

Die Frage ist nun: Gibt es eine entsprechende Gesetzregelung, dass ab einem gewissen Einkommenssatz/Ausgabensatz von mir der Vater/Mutter etwas dazu zahlen muss, also etwas Stütz- oder Wohngeld?
Beim Sozial/Arbeitsamt habe ich diesbezüglich noch nicht nachgefragt, allerdings habe ich von der U25-Regelung gehört und auch etwas nachgelesen, allerdings blicke ich da nicht genau durch.

Danke im Voraus für die Antworten..
 

gelibeh

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#2
Du hast eine abgeschlossene Ausbildung. Damit sind Deine Eltern Dir nicht mehr zum Unterhalt verpflichtet.
 

Nucule

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#3
Hallo,

Ich habe grade folgendes Problem.
Ich werde jetzt nächsten Sonntag 22, habe eine feste Arbeitsstelle (ausgelernt) als IT-Systemelektroniker und wohne derzeit noch bei den Eltern.

Mein Einkommen beträgt 1400 Euro Brutto was summarum 1,100 Netto macht.
An meinen Vater bezahl ich momentan 175 Euro Miete (ohne Mietvertrag), Essen is teilweise nicht mal wirklich mehr dabei da kaum hier gekocht wird.
Mein Vater hatte bis zuletzt auch das Kindergeld eingestrichen (gesehn hatte ich davon nix), da ich jetzt erst im Januar ausgelernt habe. Das wird er wohl denke ich nicht mehr bekommen, aber trotzdem.

Da zu Hause immer mehr Stress ist und mein Vater jetzt 200 Euro haben will, inklusive 300 Euro Nachzahlung von Nebenkosten, habe ich auf das ganze getue hier keinen Nerv mehr und will mir meine eigene Wohnung zulegen, das Geld will ich ihm auch nicht zahlen.

Das Problem ist die Realisierung.
Bei 1,100 Euro Netto lässt sich nicht viel machen. Klar es gibt viele, die weniger haben. Allerdings habe ich auch gewisse Ausgaben, wie finanziert werden müssen. Zum Beispiel ein finanziertes Auto (180 Euro) inklusive Sprit (ca. 200 Euro) und Versicherung (40 Euro). Zusätzlich kommen noch andere Umlagen wie Handy, Fitness-Studio usw.

Da sich die Wohnungspreise zwischen 200-350 Euro und aufwärts für 1 Zimmer- Wohnungen bewegen, macht das allein ohne Essen schon einen stattlichen Preis aus. Auch WG- Zimmer bewegen sich in diesem Preisraum.

Die Frage ist nun: Gibt es eine entsprechende Gesetzregelung, dass ab einem gewissen Einkommenssatz/Ausgabensatz von mir der Vater/Mutter etwas dazu zahlen muss, also etwas Stütz- oder Wohngeld?
Beim Sozial/Arbeitsamt habe ich diesbezüglich noch nicht nachgefragt, allerdings habe ich von der U25-Regelung gehört und auch etwas nachgelesen, allerdings blicke ich da nicht genau durch.

Danke im Voraus für die Antworten..

Eltern müssen nix mehr zahlen und auch von Arge o.ä. wirst du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nichts bekommen!

Mal ehrlich: Wir sind ne 3 (in 2 Wochen 4)-köpfige Familie, Miete 500€ und haben auch nicht mehr als 1300€ im Monat... da musst Du wohl Prioritäten setzen und sehen, wo Du Dich einschränken kannst.

Gruß, nucule
 

Erolena

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#4
Die 175 Euro sind sicher grad die Hälfte Eurer Miete (350 Euro). Da ist kein Strom, keine GEZ, keine Telefongebühren oder Versicherungen dabei, kein Zeitungsabo, Kabelfernsehen usw. Wie du siehst kannst Du für das Geld nicht mal ein WG-Zimmer bekommen. Also keine überzogene Forderung, sich in Höhe der 200 Euro an den Kosten zu beteiligen.
 

Tubbsen

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#5
Danke für die Antworten, dass es nichts mehr gibt hat mir schon gelangt.
Allerdings wie ich schon sagte, bezahl ich ja alles an Versicherungen etc. schon selbst (eigene Haftpflicht, KFZ, ne Riesterrente..usw.)

Die 175 Euro sind diesbezüglich (habe ich vergessen zu erwähnen) auch kalt.
Gegen 100 Euro mehr gibt es auch schon 1-Zimmerwohnungen für Warm in der Gegend.

Ich werd mir aber Prioritäten setzen und ich möchte noch erwähnen, dass ich denjenigen sehr großen Respekt zolle, die mit Familie & Haustiere und dem gleichen Gehalt zurecht kommen. Allerdings muss man dazu auch sagen, dass ich mir Einschränkungen in dieser Weise (da ich auch öfter mal gerne weg gehe und mir was gönne) nicht unbedingt leisten will.

Es ist halt schwer enttäuschend, sein Abitur, Ausbildung & co gemacht zu haben und bei so einem niedrigen Gehalt sein dasein zu fristen. Ihr lebt doch alle nur noch um zu Arbeiten in diesem Sinne. Das wird bald bei mir nicht anders sein und das tut mir leid für uns alle..

Trotzdem danke!
 

Linchen0307

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#6
Du könntest ja auch Wohngeld beantragen, wenn du dann eine eigene Wohnung hast.
 

Rounddancer

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#7
Mein Vater hatte bis zuletzt auch das Kindergeld eingestrichen (gesehn hatte ich davon nix), da ich jetzt erst im Januar ausgelernt habe.
das Kindergeld stand ja auch ihm zu, der er den Unterhalt für Dich gewährte.
Kindergeld ist nicht fürs Kind, sondern ein teilweiser Ausgleich für die durch die Unterhaltspflichtigen (Eltern) zu erbringenden Leistungen (egal, ob Sach-, oder Barleistungen).

Da zu Hause immer mehr Stress ist und mein Vater jetzt 200 Euro haben will, inklusive 300 Euro Nachzahlung von Nebenkosten, habe ich auf das ganze getue hier keinen Nerv mehr und will mir meine eigene Wohnung zulegen, das Geld will ich ihm auch nicht zahlen.
Nun, dann ist es Zeit für Dich, Deinen eigenen Weg zu gehen.

Schon im Buch der Bücher steht ja solches geschrieben.

[quote}
Das Problem ist die Realisierung.
Bei 1,100 Euro Netto lässt sich nicht viel machen. Klar es gibt viele, die weniger haben. Allerdings habe ich auch gewisse Ausgaben, wie finanziert werden müssen. Zum Beispiel ein finanziertes Auto (180 Euro) inklusive Sprit (ca. 200 Euro) und Versicherung (40 Euro). Zusätzlich kommen noch andere Umlagen wie Handy, Fitness-Studio usw.
[/quote]
Viele von uns müssen von Alg II oder Sozialhilfe leben, das sind beim Alleinstehenden 359 Euro, incl. der Stromkosten, dazu die Miete und die Heizung, abzüglich Warmwasser, macht zusammen bei mir z.B. 690 EUR.

Da sich die Wohnungspreise zwischen 200-350 Euro und aufwärts für 1 Zimmer- Wohnungen bewegen, macht das allein ohne Essen schon einen stattlichen Preis aus. Auch WG- Zimmer bewegen sich in diesem Preisraum.
Tja, da hast noch Glück, woanders isses viel teurer.

Die Frage ist nun: Gibt es eine entsprechende Gesetzregelung, dass ab einem gewissen Einkommenssatz/Ausgabensatz von mir der Vater/Mutter etwas dazu zahlen muss, also etwas Stütz- oder Wohngeld?
nun, Du könntest jetzt nach Deiner Lehre ein dazu passendes Studium beginnen, - bei IT dürfte das wohl Wirtschaftsinformatik o.ä. sein, das wäre Weiterführung der Ausbildung in gerader Linie,- also nicht z.B. Philosophie, oder so. Dann könnten Deine Eltern wieder im Unterhaltsboot sitzen. Allerdings nur so, wie das auch während Deiner Lehre war.
Evtl. kriegst Du auch Bafög vom Staat.

Ansonsten: Such Dir nen Zusatzjob, auf 400 Euro-Basis, das gibt dann bis zu 400 Euro im Monat netto zusätzlich. Zusatzjob könnte sein: Helfe älteren Menschen, mit ihrem Computer klarzukommen, oder helfe aus in nem Lokal als Kellner, Zapfer, oder DJ, gib Schülern Nachhilfe, fülle in Läden Regale auf, überführe Autos, etc.


Beim Sozial/Arbeitsamt habe ich diesbezüglich noch nicht nachgefragt, allerdings habe ich von der U25-Regelung gehört und auch etwas nachgelesen, allerdings blicke ich da nicht genau durch.
nun, Du hast ja Arbeit, also nix ist mit Arbeitsamt. Sozialamt geht nicht, weil Du fähig bist, täglich drei oder mehr Stunden zu arbeiten. Bleibt das JobCenter,- aber die rechnen 80 Prozent von 359 Euro plus "angemessener" Miete (=Miete für die Du auf dem freien Markt, wenn überhaupt, nur ein schlimmliges , unrenoviertes Dreckloch kriegst, in dem zuvor ein Kettenraucher vegetierte) und Heizung,- und davon ziehen sie Dir die 1100 Euro ab, die Du über Dein Gehalt kriegst,- und dann sagen sie Dir, daß Dir z.B. monatlich 550 Euro zustünden,- Du aber das Doppelte verdienst, also gibts nix vom Jobcenter. Und bei den Eltern ausziehen ist dann auch erst, wenn Du über 25 bist.

Von der Wohngeldstelle wirst auch kein Wohngeld kriegen, denn der Richtsatz beim Wohngeld ist, daß eine Kaltmiete plus Nebenkosten bis zur Höhe von einem Drittel des Nettogehalts jedem zugemutet werden kann.

Also, wenn Dein Einkommen Dir nicht zum Auskommen reicht, dann:

1. Ausgaben runterbremsen, statt Fitneßstudio dreimal wöchentlich Waldlauf machen, oder Jogging um den Block rum. Kostet nix, etc. Jeden Cent dreimal rumdrehen,- und möglichst wieder einstecken.

2. Ertragreicheren Job suchen.

3. Zusatzjob auf 400 Euro-Basis suchen.
Alternativ:

4. Nebenberuflich selbstständig machen und z.B. irgendwelche Arbeiten, die z.B. bei my-hammer.de ausgelobt werden, übernehmen.

etc.

Viel Erfolg.
 
E

ExitUser

Gast
#8
Tubbsen nabelt sich gerade ab und dafür braucht/möchte er Tipps/Hilfe. Nicht mehr und nicht weniger.:cool:
 
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