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woher geld???

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E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
hallo,
ich bin neu hier und bin mir auch nicht sicher ob ich hier richtig bin oder ob es mein thema schon gibt...
mein problem:
ich bin vor 4 wochen nach hamburg gezogen um eine ausbildung zu machen die kostenpflichtig ist.
ich habe natürlich gleich bafög beantragt und alles abgeggeben. nur die schulbescheinigung musste ich später abgeben, weil die schule diese erst ab schulbeginn ausfüllen darf.
naja, wurde dann auch gemacht und ich habs dann zum bafög-amt geschickt.
heute hab ich dann mal beim bafög-amt angrufen, weil nix kam, denn es hieß sobald die schulbescheinigung da ist, kann alles sofort bearbeitet werden.
heute hab ich aber zu hören bekommen das der antrag erst ende november weiterbearbeitet werden kann, weil die schulbescheinung angeblich zu spät da wär. was ja gar net sein kann.
ich muss hier meine miete zahlen und brauch so noch etwas geld zum leben und das kindergeld allein reicht nicht.
kann ich denn noch irgendwo anders her geld beziehen? war schon beim arbeitsamt, aber die wollten mit kaum infos geben und haben mich ziemlich stehen lassen. von meinen eltern kann ich keine unterstützung erwarten.
bin ziemlich ratlos und würde ungern die ausbildung abbrechen....
lg und schon mla danke
 

biddy

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#2
war schon beim arbeitsamt, aber die wollten mit kaum infos geben und haben mich ziemlich stehen lassen.

Es gibt eine sog. Härtefallregelung in Deinem Fall:

6.4 Auszubildende, Schüler und Studenten

...

Darlehensgewährung bei besonderen Härtefällen (Randziffer 7.86)

(12) Trotz eines Anspruchs auf BAföG bzw. BAB können Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts in Form eines Darlehens erbracht werden, soweit besondere Umstände die Nichtgewährung des Alg II als außergewöhnlich hart und deshalb unzumutbar erscheinen lassen. Der Träger hat folglich im Einzelfall unter pflichtgemäßer Ausübung des ihm insoweit eingeräumten Ermessens (§ 39 SGB I) zu entscheiden, ob ein solcher Tatbestand gegeben ist. In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass z. B. die bloße Unterschreitung des Lebensniveaus eines Beziehers von Leistungen nach dem SGB II/SGB XII für den Auszubildenden noch keine besondere Härte in diesem Sinne darstellt.
Nach Auffassung des BVerwG ist es vor allem Auszubildenden an Hochschulen grundsätzlich zumutbar, durch gelegentliche Nebentätigkeiten einen Verdienst zu erzielen, der ausreicht, den sozialhilfe-rechtlichen Lebensunterhalt mit abzudecken. Die Rechtsprechung des BVerwG geht vom Regelfall eines „jungen belastbaren Menschen ohne einengende persönliche Verpflichtungen“ aus.


BAföG unter Vorbehalt der Rückforderung (Randziffer 7.86a)

(12a) Soweit Leistungen der Ausbildungsförderung nach § 51 Abs. 2 BAföG unter dem Vorbehalt der Rückforderung (noch) nicht geleistet werden können, weil die dortigen gesetzlichen Voraussetzungen (Fristen) noch nicht gegeben sind, kann in Einzelfällen das Vorliegen eines besonderen Härtefalles anerkannt werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn durch die entstehende kurze Bedarfslücke die Ausbildung insgesamt gefährdet ist. Dabei ist zu berücksichtigen, dass beispielsweise ein Studium an einer Hochschule so rechtzeitig geplant werden kann, dass es nicht zu einer Verzögerung in der Bewilligung der Ausbildungsförderung kommt.

Das Darlehen sollte maximal in Höhe der zu erwartenden Ausbildungsförderung gewährt werden. Die Rückzahlung der geleisteten Beträge sollte entweder durch Abtretung des Anspruches auf Ausbildungsförderung oder durch eine Vereinbarung zur sofortigen Rückzahlung bei (rückwirkender) Zahlung der Ausbildungsförderung gesichert werden.
Quelle: http://www.arbeitsagentur.de/zentra...ion/pdf/Gesetzestext-7-SGB-II-Berechtigte.pdf

Meiner Meinung nach liegt bei Dir solch ein Fall vor (wenn ich alles richtig verstanden habe...), weil die Bearbeitung des Antrags auf Bafög sich hinauszögert - Du wirst ja das Dir zustehende Bafög noch bekommen und kannst es dann an die ARGE zurückzahlen, wenn diese darlehensweise die Bedarfslücke, die bei Dir anfällt, schließt.
 
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