Woher bezieht das JC eigentlich seine Stellenangebote (VVs?)

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten. Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln, auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.
Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Dagegen72

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
11 Oktober 2010
Beiträge
6.469
Bewertungen
1.023
Bezieht das JC seine VVs ausschließlich aus der Jobbörse der BA oder googlen die Sachbearbeiter auch in anderern Jobbörsen, wüsste das hier vielleicht jemand oder vermutet was?

lg, danke im voraus
 


bla47

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Mai 2014
Beiträge
1.609
Bewertungen
324
Es gibt auch einen Arbeitgeberservice beim JC wie bei der AfA. Dort können sich direkt Arbeitgeber melden und Leute nachfragen.
 

elo237

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
13 Mai 2011
Beiträge
4.160
Bewertungen
996
die bösen AG (Niedriglohn) können dort einfach ein Angebot aufgeben

und die SB schicken dann ihren lieben Elos eine VV :icon_hihi:
 

n2ame22

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
31 August 2013
Beiträge
554
Bewertungen
238
Stimmt es, dass sie auch Stellenanzeigen aus Zeitungen etc abtippen?
 
E

ExitUser

Gast
die bösen AG (Niedriglohn) können dort einfach ein Angebot aufgeben

und die SB schicken dann ihren lieben Elos eine VV :icon_hihi:
Manchmal. Oft erledigt selbst das der Computer. Der guckt nach, ob irgendwo in den Datenbanken Stichworte übereinstimmen. Und schickt dann einem 60jährigen Berliner, der mal Leiter einer Finanzabteilung war, die Halbtagsstelle für eine Sekretärin in München, die auch Buchhaltungskenntnisse haben soll (um ein Beispiel mit durchschnittlicher Treffgenauigkeit zu umreißen). Bislang durfte der Rechenknecht da aber noch keine RFB drunter setzen.

Moin.. was bedeutet denn "VV"?? :icon_redface:
Gute Frage. Mancher sollte vielleicht doch lieber die Hand unten lassen, wenn perfekte Deutschkenntnisse gefordert werden.
 

n2ame22

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
31 August 2013
Beiträge
554
Bewertungen
238
Immerhin geht der Computer auf die Qualifikation ein, was die SBs oft nicht tun und nur Helfer Stellen ausdrucken :icon_mrgreen:
 
E

ExitUser

Gast
Immerhin geht der Computer auf die Qualifikation ein, ...
Klar, ein Computer liest das Stellenangebot und das Profil vollständig durch und überlegt, was der Terminus "Buchhaltungskenntnisse" im Zusammenhang mit der Berufsbezeichnung "Sekretärin" wohl bedeuten könnte.

was die SBs oft nicht tun und nur Helfer Stellen ausdrucken :icon_mrgreen:
Beide suchen auf diesebe Weise in denselben Datenbanken. Denn die SB gibt auch nur ein Stichwort ein, welches Buchstabe für Buchstabe mit dem in den Texten vorkommenden Wörtern verglichen wird, damit der Server ihr eine Liste von vermeintlichen Treffern ausspuckt. Und die sieht sie sich eben genausowenig an, wie der Rechenknecht, bevor sie den Haken bei "RFB ja" setzt.

Was in der Datenbank nicht drin ist, wird von niemandem ausgedruckt.
 

quinto

Elo-User*in
Mitglied seit
2 Juli 2012
Beiträge
127
Bewertungen
85
Bezieht das JC seine VVs ausschließlich aus der Jobbörse der BA
Nein, die Jobbörse kooperiert mit anderen Portalen.


klick mich.



oder googlen die Sachbearbeiter auch in anderern Jobbörsen, wüsste das hier vielleicht jemand oder vermutet was?
Die SB können direkt aus der Jobbörse heraus aus dem Kooperationspool Stellen ausdrucken. Auf dem Ausdruck erscheint dann der Hinweis, dass das Stellenangebot ungeprüft ist. Gefühlt ist es in der Jobbörse nicht anders, was die Prüfung einiger angebotener Stellen betrifft.

Meines Erachtens ist dieser Hinweis, dass das Stellenangebot ungeprüft ist obligatorisch und müsste als Stelleninformation gekennzeichnet sein.
 

ela1953

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 März 2008
Beiträge
6.797
Bewertungen
2.190
Ich musste wahrend einer 50+ Maßnahme die Jobbörse dieser Gesellschaft nutzen.

Dafür musste der erlernte Beruf (Bürokaufmann)eingegeben werden, Die Branchen (u.a.Bergbau; Öffentlicher Dienst, Pflegedienst im Büro). Dann Fähigkeiten wie Buchhaltung (keine Kenntnisse), Fremdsprachen (Schulkenntnisse) und welcher Führerschein (3).
Dann noch Tätigkeiten, die man ausführen möchte( Fahrer für Pkw)

Es kamen Angebote: Elektriker, Schlosser unter Tage (weiblich hab ich auch angegeben)
Oberarzt, Ärzte versch. Fachrichtung, Krankenschwester usw
Buchhalter, Fremdsprachensekretärin
Kraftfahrer Kl.2, Busfahrer

Diese Computer sind wohl so programmiert, Dass nur ein Wort zutrrffrn muss um ein Angebot auszuwerfen
 

0zymandias

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Juli 2012
Beiträge
7.460
Bewertungen
16.126
Dazu eine Randbemerkung als Hintergrundinfo:
Zitat von franzi
Ich habe den Eindruck, die Sache mit den VV könnte ein riesengroßes "Fake" sein. Eine Art Pseudo-Vermittlungs-Struktur, damit man sagen kann: wir haben ja Stellen angeboten.


Dass das so ist, steht völlig außer Frage. Das ist mit Sicherheit so und ist seit langem bekannt. Es wurde auch bereits im BRH-Prüfbericht über die Steuerung der Zielerreichung der BA (ab S. 20 ff.) wie auch zuvor im internen BA-Diskussionspapier "Perspektive Qualität" (S. 3) des Hauptpersonalrates kritisiert. Zitat daraus:

"Im Zeitvergleich der vergangenen 5 Jahre (2007 - 2011) lässt sich demnach feststellen: Vermittlungsvorschläge sind mehr Masse statt Klasse. Die Gesamtzahl der Vermittlungsvorschläge ist mit knapp 19 Mio. auf das zweieinhalbfache gestiegen. Die Zahl der Vermittlungsvorschläge je Stellenzugang hat sich mehr als verdoppelt (9,1 je Stellenzugang). Der Anteil der erfolgreichen Vermittlungsvorschläge bewegt sich konstant auf niedrigem Niveau mit fallender Tendenz seit Jahren (2011:2,1%)"

Man lese in diesem Kontext auch diese Arbeitsmarktberichterstattung (S. 9), woraus hervorgeht, dass allein in Berlin im Jahr 2012 nur 0,94% aller VVs zum "Erfolg" geführt haben. Dabei ist das, was hier erfolgreiche Vermittlung genannt wird, insofern höchst fragwürdig, als selbst von diesen 0,94% der Gesamt-VVs 61% auf das Konto der Vermittlung an Zeitarbeitsfirmen geht. Im Klartext: Von gut 1,3 Millionen VVs in Berlin führen nur etwa 12.500 zu einem "Integrationserfolg", wobei es sich bei gut 7600 (61%) dieser Vermittlungen um Vermittlungen an ZAF handelt!

Dies ist schlichtweg dramatisch vor dem Hintergrund, dass insgesamt unter 3% aller sv-pflichtig Beschäftigten in Deutschland in der Zeitarbeit tätig sind, wie sich diesem Dokument (S. 9) entnehmen lässt. Heißt im Klartext: Zeitarbeit ist in Deutschland zum Glück noch kein Massenphänomen, sie ist leider aber sehr wohl ein Massenphänomen im Jobcenter. Das Jobcenter versucht mit allen Mitteln, primär an ZAF zu vermitteln. Unter Berücksichtigung dessen, dass ZAF-Jobs 1) oftmals so schlecht bezahlt sind, dass sie kaum ohne Aufstockung zum Leben reichen, und dass 2) das mit der ZAF geschlossene Arbeitsverhältnis in über 50% aller Fälle keine 3 Monate anhält, ist von einer nachhaltigen Integrationsstrategie im Jobcenter nicht mal ansatzweise zu sprechen.
[...]
2,1 %. Tja. :biggrin:
 

quinto

Elo-User*in
Mitglied seit
2 Juli 2012
Beiträge
127
Bewertungen
85
Auch erwähnenswert:
Über die HR-BA-XML-Schnittstelle können ZAF massenhaft ihre Stellen in die Jobbörse spammen.
 

n2ame22

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
31 August 2013
Beiträge
554
Bewertungen
238
Du siehst es viel zu negativ: Damit ist jeder 48ste Vermittlungsvorschlag erfolgreich. Bei 5 VVs pro Monat bist du nach 10 Monaten glücklicher Zeitarbeiter und/oder Niedriglöhner :icon_hihi:

Ist man jung und gesund, dann sieht es noch besser aus :icon_mrgreen:
 

0zymandias

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Juli 2012
Beiträge
7.460
Bewertungen
16.126
Wenn die Chance wirklich gleich verteilt ist, hast Du nach 50 VVs eine Wahrscheinlichkeit von 34,6% nicht genommen zu werden.

Deswegen kann ich auch die 2,1% nicht ganz glauben.
 
E

ExitUser

Gast
Eine Vermittlung ist dann erfolgreich gelaufen, wenn die ZAF Dich nicht zum Freitag der ersten Arbeitswoche, sondern erst zum Montag der Folgewoche rausschmeißt.

Gehen wir mal unzulässigerweise von jeweils zwei vollen Wochen Vertragsdauer aus, dann brauchst Du bei 2,1% Trefferquote exakt 1.238,10 Vermittlungsvorschläge, um ein ganzes Jahr über in Arbeit zu bleiben ... Die Bewerbungskostenerstattung hierfür dürfte das Dir zugestandene Budget marginal überschreiten :icon_hihi:
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten. Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln, auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.
Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten