Wofür genau ist ein Gleichstellungsbeauftragter bei der Agentur für Arbeit da? (1 Betrachter)

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E

ExitUser

Gast
Ab einem GdB von 30 kann man eine Gleichstellung beim Arbeitsamt beantragen.
Dazu einfach beim Empfang der AfA melden und sagen, man möchte eine Gleichstellung beantragen.
Dann schicken die Dich zum entsprechenden Sachbearbeiter.

Du musst dazu Deinen Bescheid vom Versorgungsamt mitnehmen.
Ich würde auch mal eine Kopie davon machen, in der die Diagnosen unsichtbar sind, denn eigentlich gehen die Diagnosen den SB und die AfA nichts an. Allerdings weiß ich nicht, ob SB nicht doch den Originalbescheid sehen will.
Evtl. kannst Du ja die Diagnosen mit Post-Its abkleben.

Grüße
Arbeitssuchend
 

ladydi12

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Hallo ihr beiden,

ich frage mal weiter:cool:

Welche Vor- oder/und Nachteile hat es, wenn unsereiner einen Gleichstellungsantrag bei der ARGE stellt? Ich bin nämlich in der gleichen Situation und überlege mir, einen solchen Antrag zu stellen:icon_kinn:

meint ladydi12
 
E

ExitUser

Gast
Hallo,

bei der AfA wirst Du dem REHA-Team zugewiesen (anderer Sachbearbeiter).

Im Erwerbsleben müssen z.B. öffentliche Arbeitgeber Behinderte bzw. Behinderten Gleichgestellte bevorzugt einstellen.
Wenn Du Dich auf eine Stelle bewirbst und aufgrund Deiner Qualifikation für die Stelle geeignet bist, muss der AG Dich einladen.
Tut er dies nicht, kannst Du ihn wegen Verstoß gegen das AGG auf Schadenersatz verklagen.
Wenn derselbe Arbeitgeber von Dir öfter verklagt wird (z.B. eine große Behörde), kann per richterlichem Beschluss angeordnet werden, dass dieser Arbeitgeber Dich einstellen muss.

Außerdem genießt Du als Schwerbehinderter bzw. Gleichgestellter einen erweiterten Kündigungsschutz.
Wenn Du länger als 6 Monate bei demselben Arbeitgeber bist, darf der nicht einfach so kündigen, sondern muss vorher die Zustimmung des Integrationsamtes einholen. Versäumt er es, die Zustimmung einzuholen, kannst Du auf Weiterbeschäftigung klagen.

Eine Behinderung muss im Bewerbungsgespräch nur angegeben werden, wenn der AG danach fragt.
Bei privaten Arbeitgebern sage ich deshalb meistens nichts von der Behinderung, während ich sie bei öffentlichen Arbeitgebern in meinem Anschreiben erwähne und auch eine Kopie des Schwerbehindertenausweises hinten in die Bewerbungsmappe lege.
Als Gleichgestellter könntest Du eine Kopie des Bewilligungsbescheides beifügen (Diagnosen natürlich geschwärzt, die gehen den AG nichts an - Hauptsache, Du kannst auch mit der Behinderung die geforderten Tätigkeiten problemlos ausführen).

Grüße
Arbeitssuchend
 
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