Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müßten (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

:icon_dampf:
Danke sumse und Paolo Pinkel -

Weil Gewerkschaften, inzwischen, ein Teil der Krake des Systems sind und gar kein Interesse mehr haben dürfen diese eigenen Pfründe anzutasten...
So jährt sich ab morgen zum zehnten Mal das Versagen der Gewrkschaften diesem menschenverachtenden System die Stirn zu bitten und seit dem labern sie vom heissen Herbst...

Wenn der Widerstand ein ArbeitsWiderstand ist wird sich nichts ändern - Inchis 1995
:icon_dampf:

Ich bin selber für die Gewerkschaft ehrenamtlich tätig , ich werde das jetzt aber einstellen. Mir sind die Augen aufgegangen die DGB Gewerkschaften sind nichts weiter als Machterhaltungsinstrumente der Mächtigen.
Die Leiharbeit wird durch dumping Tarifverträge ertragreich gemacht , es
gibt reihenweise Gewerkschaftsfunktionäre die verächtlich auf H4 Bezieher schauen, das es davon so viele gibt haben sie selbst mitzuverantworten ,
aufgrund ihrer Arbeit in der Hartz Kommission damals.
Sie verarschen uns. In allen Ländern um uns herum gibt es kämpfende Gewerkschaften soetwas gab es bei uns noch nie so richtig.
Die großen Gewerkschaften haben hierzulande schon sehr früh vor über 100 Jahren beschlossen sich aus der Politik herauszuhalten ,höchstens einmal in staatstragender Funktion zu agieren.:icon_neutral:
 

roterhusar

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

labournet.de newsletter


"… Durch gewerkschaftliche Tätigkeit, insbesondere für die
Arbeitnehmer/innen in der Leiharbeitsbranche, hatte ich ein T-Shirt bei
der IG Metall gewonnen. Versandt wurde dieses T-Shirt von Arvato Services
in Ennigerloh, ein Unternehmen, das bis heute – insbesondere in der
Weihnachts- und Osterzeit – massenhaft Leiharbeiter beschäftigt.
Bei Arvato gibt es keinen Tarifvertrag, bisherige Verhandlungen z.B. in
Erfurt mit Ver.di sind gescheitert. Arvato sieht keine Notwendigkeit für
einen Tarifvertrag. Ein Betriebsrat gibt es auch nicht. Ein ehemaliger
Mitarbeiter im Versand berrichtete mir, daß er für einen Stundenlohn von
7,89 Euro gearbeitet hat (heute die Entgeltgruppe 8,19 Euro bei der
Zeitarbeit im Westen). Von einer 15-Minuten-Pause nach vier Stunden Arbeit
gehen allein fünf Minuten für den Weg zum Pausenraum drauf. Weihnachts-
oder Urlaubsgeld gibt es natürlich auch nicht.
Ich hatte ebenfalls die Möglichkeit dort anzufangen. Vor Weihnachten
wurden 48-Stunden-Wochen im Dreischicht-System gefahren, inklusive
Sonntagsarbeit. Kurzum: Arbeiten bis zum Umfallen. Überstunden am Samstag
und Sonntag sind gang und gäbe, ebenso wie an Feiertagen wie Heiligabend,
und natürlich Silvesterbereitschaft. (…) Gleichzeitig fährt die IGM aber
die Kampagne “Gleiche Arbeit – Gleiches Geld”. Mein T-Shirt mit der
Aufschrift “Gleiche Arbeit – Gleiches Geld” wurde u.U. also von einem
Leiharbeiter kommissioniert, weil die Gewerkschaft IGM
Geschäftsbeziehungen mit dem Bertelsmann-Konzern pflegt…"

Im übrigen hat der ADGB sich 1932 derart angebiedert, was ihm jedoch nichts genutzt hat. Weil die Diskussion also schon 80 Jahre alt ist, bleibt die Frage, wieso taucht sie immer wieder auf und gerade jetzt. Die Gewerkschaften sind unsere natürlichen Bündnispartner, eure vielleicht nicht, da ihr nur an Sozialrechtsfragen interressiert seid.
 

Roter Bock

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Der Gewerkschafter den ich meine - der erste Vorsitzende der IGM Celle/Lüneburg, sitzt beim JobCenter mit am Tisch. Entsprechend ist seine Einstellung.

Der Organisationsgrad dort ist grottenschlecht. Um die 10.000 Mitglieder ist plenty of nothing, verglichen mit anderen Standorten.

Im wesentlichen stinkt der Fisch vom Kopf - sowas wie Berthold Huber ist für mich in dem Kontext eine Unperson.

Während in der Metallzeitung die Leiharbeit einen festen "negativen Platz" hat, werden Tarifverträge mit diesen Untergrottenläden abgeschlossen. Das ist unlogisch und für mich nicht mehr als Inhalt transportierbar.

Sommer läuft als Vorzeige-Gewerkschafter des DGB rum und schätzt die Merkel. Unglaublich! Der "aufrechte Gang" reicht grade noch um unter eine geschlossene Tür durchzukriechen.

Gewerkschaftssekretäre sollten von dem Mitgliedern "abwählbar" sein - leider ist es nicht so.

Roter Bock

Mitglied der IGM seit 1997
 
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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Gewerkschaftssekretäre sollten von dem Mitgliedern "abwählbar" sein - leider ist es nicht so.

Roter Bock

Mitglied der IGM seit 1997[/QUOTE]

:icon_klatsch:

Wenn ich in der Gewerkschaft äußere man solle sich doch mehr politisch engagieren höre ich immer Politik gehöre nicht hierher.
Mit der Einführung von H4 haben diese Gewerkschaften jedoch selbst Politik betrieben......

Unsere Gewerkschaften funktionieren nicht (mehr?) weil sie eine Art von Solidarpartnerschaft vorgaukeln die es nicht mehr gibt , wenn es sie je gegeben hat.

Es ist leicht in Zeiten enormen Wachstums kleine Krumen einzuheimsen
die Bewehrungsprobe kommt erst dann wenn die Zeiten härter werden.

Jetzt zur Bundestagswahl gehen sie wieder mit den Spezialdemokraten,
oh Gott!

Aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt vielleicht wird es ja auch bei uns einmal echte kämpferische Gewerkschaften geben.

Es müßte eine Gewerkschaft geben für all die Leiharbeiter , Minijobber ,
für all die gedumpten und verarschten.


echt machtlos:icon_dampf::icon_dampf:
 

Der Ratlose

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Könnte es auch daran liegen das ihr deutsche seit und das system in Deutschland noch nicht begriffen habt.

Normalerweise gründen die Bürger eine Partei, und diese vertritt dann (wenn sie gewählt wurde) die Interessen ihrer Wähler im Parlament.

In Deutschland gab es nach dem Krieg erst die Parteien, ein Grundgesetz, dann ein Rechtskunstrukt das sich BRD nannte und dann durften die Leute wählen.

Ihr betrachtet Gewerkschaften immer als von Gott gegebene Institution die die Interessen der Arbeitnehmer vertreten muß.
Also typisch deutsch immer von oben nach unten.

Ihr müßt jetzt ganz tapfer sein, aber wenn ihr eine Gewerkschaft
bzw. Interessenvertretung haben möchtet die eure Interessen vertritt dann müst ihr die selbst gründen und betreiben.

aber da sind sie wieder die bösen Worte:
"selber machen" und "etwas betreiben" , na schon beim lesen dieser Worte ohnmächtig geworden?
 
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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Das hat nichts damit zutun das wir Deutsche sind , das ist überall so.
In Holland anfang der 80er lief auch schon dieselbe verarsche seitens der Gewerkschaften
( ganze Brachen haben dort die Gewerkschaften fast geschlossen zu Randatadt rübergereicht).
 
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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Es müßte eine Gewerkschaft geben für all die Leiharbeiter , Minijobber ,
für all die gedumpten und verarschten.
Tja Der Ratlose hat es ja schon geschrieben:
Selber machen und etwas betreiben...
@Der Ratlose
Aber das ist ja auch einfacher gesagt als getan, denn du wärst am Anfang eine Niemand-Gewerkschaft, welche belächelt und wenn du Pech hast sofort wieder platt gemacht wird.

Tja evtl. kannst du ja mit viel Gottvertrauen der IGM, verdi, DGB dein vertrauen schenken.
Aber für die wärest du nur ein Zahler ohne jegliche Rechte.
Die Kämpfen vielmehr für die "richtigen" Belegschaften in den jeweiligen Branchen, da hast du als "heute Müller - morgen Bäcker" Sklave nix von, außer das du von deinem eh schon minimalen Lohn, noch etwas weniger hast.
 
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ExitUser

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Was fürchten die meisten Menschen denn am meisten? Einen neuen Schritt, einen neuen Gedanken fürchten sie mehr als alles andere ... aber ich schwatze zu viel, deshalb handle ich nicht - ich schwatze zu viel. Oder auch so: ich schwatze so viel, um nicht handeln zu müssen.

Raskolnikoff in Schuld und Sühne von F. M. Dostojewski, 1866

Könnte es auch daran liegen das ihr deutsche seit und das system in Deutschland noch nicht begriffen habt.

Normalerweise gründen die Bürger eine Partei, und diese vertritt dann (wenn sie gewählt wurde) die Interessen ihrer Wähler im Parlament.
In Deutschland gab es nach dem Krieg erst die Parteien, ein Grundgesetz, dann ein Rechtskunstrukt das sich BRD nannte und dann durften die Leute wählen.
Ihr betrachtet Gewerkschaften immer als von Gott gegebene Institution die die Interessen der Arbeitnehmer vertreten muß.
Also typisch deutsch immer von oben nach unten.
Ihr müßt jetzt ganz tapfer sein, aber wenn ihr eine Gewerkschaft
bzw. Interessenvertretung haben möchtet die eure Interessen vertritt dann müst ihr die selbst gründen und betreiben.

aber da sind sie wieder die bösen Worte:
"selber machen" und "etwas betreiben" , na schon beim lesen dieser Worte ohnmächtig geworden?
 

solidaritätskrise

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

...
Sommer läuft als Vorzeige-Gewerkschafter des DGB rum und schätzt die Merkel. Unglaublich! Der "aufrechte Gang" reicht grade noch um unter eine geschlossene Tür durchzukriechen.

Gewerkschaftssekretäre sollten von dem Mitgliedern "abwählbar" sein - leider ist es nicht so.

Roter Bock

Mitglied der IGM seit 1997
Eine Gewerkschaft in einem Land wie Deutschland... Das passt nicht zusammen.

Die Pseudos saßen mit am runden Tisch als das System der Sklaverei eingeführt wurde.
Auch der Justizapparat tut nichts gegen das verfassungswidrige Hartz Ungesetz -> keine Gewaltenteilung -> keine Gewerkschaft -> keine echte Volksvertretung -> ein passives Volk -> keine echte Opposition -> interessengebundene Medien -> keine Volksabstimmungen -> das ist sowas wie Diktatur.
 

Realo

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Das wird so kommuniziert. Bei Pleiten, Betriebschließungen geht es um einen, ges. vorgeschriebenen, Interessenausgleich/Sozialplan.

Das Problem ist, so wie Bsp. Schlecker, dass die BRs, ergo die Gewerkschaften, erst informiert werden, wenn das Kind bereits mit dem Bade ausgeschüttet worden ist.

Das ist dann aber nicht Schuld, oder Mitschuld der Interessenvertretung, sondern allein des Geschäftsinhabers.
Aber er Gewerkschaften und Betriesrat sind in aller Regel nicht vom Informationsfluss ausgeschlossen und sind ja auch teilweise in den Aufsichtsräten mitvertreten. Also sollten sie ja vorab schon gegensteuern können, was aber unbequem ist ...

Ich persönlich war nie in einer Gewerkschaft und werde es auch nicht tun.....
 

hartaber4

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Auch der Justizapparat tut nichts gegen das verfassungswidrige Hartz Ungesetz
Was hast du denn zu bieten neben deiner Polemik?

Was unternimmst du gegen das "verfassungswidrige Hartz Ungesetz"?

Bist du schon auf dem Weg zur Individualbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht?

Wenn du so große Schritte unternimmst, wie du dein Maul aufreisst.....dann muss es ja bald so sein!
 

hartaber4

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Ich persönlich war nie in einer Gewerkschaft und werde es auch nicht tun.....
Es gibt soziale Lebenssituationen in denen man das sicher nicht muss.... aber aus Solidarität dann doch ....

Sicher bist du so hochqualifiziert, dass du bei jedem Vorgesetzten reinmaschieren kannst mit dem Satz:


"Hey Boss..... ich bin so ein toller Arbeitnehmer.... ich brauch die Summe x mehr......bis dahin steht und liegt hier alles - ohne wenn und aber.

Eine Streikphase kann ich locker aus meinem Sparschwein überbrücken."
 

hartaber4

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Was fürchten die meisten Menschen denn am meisten? Einen neuen Schritt, einen neuen Gedanken fürchten sie mehr als alles andere ... aber ich schwatze zu viel, deshalb handle ich nicht - ich schwatze zu viel. Oder auch so: ich schwatze so viel, um nicht handeln zu müssen.

Raskolnikoff in Schuld und Sühne von F. M. Dostojewski, 1866

Kopfnick!

Von der großen Literatur zum Sprichwort:

Wasch mir den Pelz, aber mache mich nicht nass!
 

ethos07

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Nur mal kurz daziwschen geworfen: Es gibt sowohl bei der IG Metall wie auch bei ver.di - und vermutlich auch bei weiteren DGB-Gewerkschaften - eine relativ starke Strömung der Gewerkschafts-Linken innerhalb der Gewerkschaften. Sie positioniert sich durchaus kritisch gegen die Mainstreampolitik der Gewerkschaftsspitze und den riesigen bürokratischen Apparat des DGB .

Aber wie halt überall im Leben und im Parlament: Opposition ist innerhalb wie ausserhalb von Institutionen immer nur so stark wie ihre Mitglieder sich gegen den vorherrschenden stärkeren Machtklüngel mit ihren Positionen durchsetzen können.
Ohne Reibung im praktischen Tun kommt nüscht voran...:biggrin:

Und wer sich anarchistischen Positionen nahe sieht, kann sich auch mal zur FAU informieren.
 

hartaber4

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Bis der zahnlose Tiger Gewerkschaft in D wieder an Beißkraft gewinnt, dürfte noch ordentlich Zeit vergehen.

Was sich seit Zeiten der starken Gewerkschaften geändert hat ist ja bekannt (Wegfall Schutzzölle/EU-Erweiterung/usw.).... es wird schwerfallen angesichts des weltweiten Wettbewerbs einen höheren Lohn ohne höheren Output schön zu sprechen.... dazu kommt ja noch das Huckepackpaket der Lohnnebenkosten für ein großenteils ineffizientes Sozialsystem.... sowie der Luxus des Berufsbeamtentums in der BRD (man frage sich warum es keine "Minijobs" bei Beamten gibt....lalala).

Abgerundet wird das ganze mit einer miserablen Bildungspolitik, die nicht ausreichend qualifizierten Nachwuchs hervorbringt.

Wer einigermaßen gebildet aus dem hervorgeht landet kaum in einem "normalen" Beschäftigungsverhältnis.... sondern kann sich absichern über z.B. Versorgungswerke, die die Risiken des Pöbels nicht mittragen müssen - oder wandert schlichtweg aus.

Und solange sich Arbeitnehmer nicht ausreichend organisieren und sich lieber den Gewerkschaftsbeitrag sparen..... wird sich auch hier nicht viel tun (bis auf Ausnahmen wie Öffentlicher Dienst... die können zumindest noch zwackend zu beißen).

Wenn man dann aufstocken "darf" ist es in der Regel zu spät......
 
R

Rounddancer

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Richtig, der zahnlose Tiger Gewerkschaft ist nur deswegen zahnlos, weil seine Zähne die Arbeitnehmer, Rentner und Erwerbslosen sind, die es aber vorziehen, nicht (mehr) Mitglied des Tigers (Gewerkschaft) zu sein.

Die von Solidarität nichts halten, und dann über die scheinbare gewerkschaftliche Unfähigkeit maulen, wenn sie selbst was bräuchten, und nicht kriegen, weil der Tiger nicht (mehr) kraftvoll zubeißen kann.

Darum war ich, als ich Lehrling und Angestellter war, Gewerkschaftsmitglied,- bei der DAG. Und ich bin, seit ich erwerbslos bin, wieder Gewerkschaftsmitglied,- nu halt bei ver.di.
 
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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Nur mal kurz daziwschen geworfen: Es gibt sowohl bei der IG Metall wie auch bei ver.di - und vermutlich auch bei weiteren DGB-Gewerkschaften - eine relativ starke Strömung der Gewerkschafts-Linken innerhalb der Gewerkschaften. Sie positioniert sich durchaus kritisch gegen die Mainstreampolitik der Gewerkschaftsspitze und den riesigen bürokratischen Apparat des DGB .

Aber wie halt überall im Leben und im Parlament: Opposition ist innerhalb wie ausserhalb von Institutionen immer nur so stark wie ihre Mitglieder sich gegen den vorherrschenden stärkeren Machtklüngel mit ihren Positionen durchsetzen können.
Ohne Reibung im praktischen Tun kommt nüscht voran...:biggrin:

Und wer sich anarchistischen Positionen nahe sieht, kann sich auch mal zur FAU informieren.
Die FAu das sind 340 Leute : zu wenig , nur die Masse machts ist halt so.
Und was Ig Metall und VER_ DI anlangt gerade diese Gewerkschaften saßen leider bei der
Hartz Komission mit am runden Tisch . Problem ist das die meisten Leute die in einer Gewerkschaft sind den Laden n u r als reinen Berufsverband sehen.
In anderen Ländern ist zumindest das teilweise anders .
Mensch der DGB hat ne eigene L e i h f i r m a : Weitblick Personalpartner die haben sogar unter Tarif gezahlt.
Da soll mal einer sagen das dass ganze keine Verarsche wäre.:icon_eek:
 

hartaber4

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Beitrag 12 aus

https://www.elo-forum.org/news-diskussionen-tagespresse/105101-vorschlag-kapituliert-stellenabbau-grosser-plan-billigjobs.html

Nehmen wir das mal als Beispiel wie Ergebnisse vernünftiger Gewerkschaftsarbeit aussehen können:

Jahreslohn 475.000 dkr einer Zugbegleiterin entsprechen bei dem Wechselkurs ca. € 63.670,00 brutto....

Wenn man von der schlimmsten Besteuerung ausgehen muss...so muss die Zugbegleiterin eine Steuervorauszahlung um und bei 60% leisten (bin jetzt gerade nicht auf der Höhe für Details der dänischen direkten Steuererhebung).... positiv hinzukommen entsprechende Freibeträge die man angeben kann (sog. steuermindernde Tatbestände)

Gehen wir mal vom worst-case aus:

63700 durch 100 mal 40 = sind 25.480 Jahresnetto...durch 12= 2.123,00


Ich bestreite, dass das in Deutschland eine Zugbegleiterin netto nach Hause trägt.

Aber ohne gewerkschaftliche Arbeit fällt so etwas nicht vom Himmel.....

Allerdings muss man einräumen:

Fast alle erwerbstätigen Dänen sind in der jeweiligen Gewerkschaft...weil man sich über diese freiwillig auch gegen Arbeitslosigkeit versichert (alles andere wird über die Steuer finanziert). Wird man in DK arbeitslos, so muss man mit 90% vom letzten Netto klarkommen......(sofern man versichert war!).... wobei das zeitlich gedeckelt ist auf maximal 4 Jahre.
 
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