Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müßten

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Paolo_Pinkel

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

@ Paolo

Sonst differenzierst Du doch sehr genau. Warum also nicht hier?
Was gibt es denn hier noch zu differenzieren? Die Gewerkschaften haben sich doch eindeutig positioniert. Entweder durch Ihre Untätigkeit oder ihre vermeidlichen Taten. Warum spalten sich denn die ursprünglichen großen Gewerkschaften in kleinere, berufsspezifische Gewerkschaften auf? Weil die großen etwa so tolle Arbeit leisten?

Der Fall @edler Ritter, hat jetzt nur am Rande mit dem Thema zu tun, nech! Deshalb gehe ich darauf auch nicht ein.
Warum nicht? Du wirfst mir vor nicht zu differenzieren und willst hier nicht auf einen eindeutigen Fall eingehen, wo ein Gewerkschaftsanwalt keinen Plan hat, Kohle kassiert und der Elo wahrscheinlich mehr erreicht hätte, wenn er es selber in die Hand genommen hätte? Gerade DAS ist ein Paradebeispiel dafür, wie sehr man sich für Beitragszahler am unteren Ende der Einkommensskala interessiert.

Der Fall des Useres @ edeler Ritter ist nur exemplarisch. Es haben sich dahingehend weitere Probleme bei anderen Usern mit Anwälten von Gewerkschaften ergeben. Es ist also nicht der viel zitierte "Einzelfall".

Dass der Gewerkschaft die Erwerbslosen exkremntegal sind, kann ich auch nicht nachvollziehen.
Stimmt, die Errungenschaften am Arbeitsmarkt insb. der prekären Beschäftigungsverhältnisse, waren nur zum Wohle der Werktätigen:icon_neutral:. Ist es nicht eher so, dass die großen Gewerkschaften einem "Stillhalteabkommen" der Regierung zugestimmt hatten, als es um ALG-II, Zeitarbeit, Ein-Euro-Job, Mini- und Teilzeitjobs ging? Für Gewerkschaften reicht es einfach (nicht) mehr aus, sich auf Veranstaltungen blicken zu lassen, leere Kampfesreden zu schwingen und danach wieder im butterweichen Ledersessel im Büro zu versinken. Mag sein, dass das dem Gros der Beitragszahler reicht. Mir würde diese Leistung aber nicht reichen. Ganz im Gegenteil. Das kotzt mich an! Die Gewerkschaften versuchen mit alten Parolen den Realitäten der Neuzeit zu begegnen und wundern sich, warum es nicht klappt. Das funktioniert, wie man sieht, 7 Jahre nach Hartz-IV, nicht!
Es gibt, gerade in Gewerkschaften, sehr gute Arbeitsgemeinschaften und Verbindungen, die effektiv gegen die Behördenwillkür zur Wehr setzen. Nur wollen und kommen müssen die Kollegen schon selbst.
Verstehe ich nicht. Wenn es die doch gibt und man bereits Erfolge verbuchen konnte, dann müsste man die a) doch konkret benennen können und b) dürften die nicht an Personalmangel leiden. Es sei denn, die Gewerkschaften versuchen das selbe Vorgehen durchzuziehen, wie viele Arbeitgeber, nämlich Fachkräfte für 0 Euro arbeiten zu lassen. Klar, dass sich da da keiner findet. Würde ich auch nicht, solange die Gewerkschaftsbosse in den S-Klassen durch die Republik reisen und sich mit fremden Lorbeeren schmücken wollen.

M.W. wurde z.B. das Pfandbons-Urteil (Emily) nicht durch eine der großen Gewerkschaften erreicht, sondern von einer unabhängige Gewerkschaft (FAU). Hier hätte eine der großen Gewerkschaften doch das schreiende Unrecht, was man in den Talkshows anprangert, doch aktiv bekämpfen können. Hat man aber nicht. Warum? Noch Fragen?
 

Der Brian

Elo-User*in
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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Moin,


Gewerkschaften sind, wie ich schon öfter geschrieben habe, nichts anderes als verkappte Arbeitgeberverbände.

Der Abgesang bzw der wahre Zweck solcher Vereinigungen hat sich schon vor fast einhundert Jahren gegen Ende des 1. Weltkriegs gezeigt, als solche flächendeckend aus dem Boden schossen als Stimmenfangapparat für Sozialdemokraten: Arbeitskräfte wurden damals zu Tausenden an die Front geschickt und der daraus folgende Arbeitskräftemangel wurde politisch (!) genutzt, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn durchzusetzen. Doch schon damals zeigten Leute wie Duisberg, WER die Politik in der Hand hat - und dieses Spielchen zieht sich bis heute hin, allles schonmal da gewesen....

Apropos: recht aktuelles Beispiel einer dieser "Großgewerkschaften" zeigte, dass man nicht immer nur mehr Geld für seine Schützlinge fordern kann, sondern sogar bereitwillig zustimmt, wenn es um niedrigere Einstiegsgehälter geht = verkappter Arbeitgeberverband. Besonders lustig ist das für Leute, die mittels Kettenarbeitsverträgen ihre Penunzen verdienen - so "profitiert" man von jedem (!) gewerkschaftlich abgenickten ScheiXX.
Und wer denkt, dass er als Gewerkschaftsmitglied bei arbeitsrechtsstreitlichen Angelegenheiten von deren Anwälten gut vertreten ist, der möge mal in eine etwas komplexere Situation schliddern - er wird den Tag verfluchen, an dem er sich nicht gleich nen richtigen Fachanwalt genommen hat...


MfG
 

Kleeblatt

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Moin,
......
Und wer denkt, dass er als Gewerkschaftsmitglied bei arbeitsrechtsstreitlichen Angelegenheiten von deren Anwälten gut vertreten ist, der möge mal in eine etwas komplexere Situation schliddern - er wird den Tag verfluchen, an dem er sich nicht gleich nen richtigen Fachanwalt genommen hat...


MfG
DAS ist so etwas von wahr !!!

Habe gelegentlich bei Verwandten und Bekannten genau DIESE Erfahrungen gemacht.
- Anwälte nicht über die neueste Rechtsprechung informiert
- Anwälte die sich nicht einmal ansatzweise die "Mühe" machen den Sachverhalt zu begreifen und entsprechend völlig falsch agieren
- selbst wenn diese Anwälte o.g. beide Anforderungen erfüllen, - Faulheit sich entsprechend dem Fall zu widmen = es werden Schriftsätze nicht gefertigt, auf Schriftsätze der Gegenseite wird nicht reagiert bzw. nicht ausreichend reagiert

ect. pp.

In 2 Fällen mußte ich, obgleich ich in diesen Fachgebieten absolut nicht zuhause bin, mir den gesamten Kram anlesen und dann die Schriftsätze fertig machen, - die Anwälte haben diese dann 1 : 1 übernommen und nur noch ihren Briefkopf und ihren Namen gesetzt.

Nun ja, - die Anwälte scheinen dieselbe Einstellung zu den AN zu haben wie die Gewerkschaft, - = "wie lästig" !
 
E

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Gast
AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

da liegts du aber ganz falsch
durch den verrat von den gewerkschaften mit der zustimmung zu einführen von H4 sind mindes 60% der mitglieder verloren gegangen mit der zeit
das ist der haubt grund und nicht das viele zum RA rennen statt zur gewerkschaft

und durch den arbeitnehmer verrat der heut noch andauert wie tarifabschlüsse mit der ZA gewerbe
auch so eine sache
und wenn man sich die begründungen anschaut das eine gewerk dann sagt

wir sind froh das wir überhaubt fuss fassen können in der leih und zeitarbeit
dann könnt ich nur kotzen

ich frag mich ganz erlich wem die eigentlich vertretten ?
den arbeitnehmer oder eher den unternehmer
so wie das zurzeit aussieht eher den unternehmer
dann darf man sich auch nicht wundern das die mitglieder verlieren

Und genauso sehe ich das auch. Für mich sind es nicht nur die Gewerkschaften sondern auch die Parteien. :icon_kotz:
 
E

ExitUser

Gast
AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

@ Paolo

Die Gewerkschaften, oder einige derer, arbeiten mit der DGB-Rechtsschutz GmbH zusammen-

Das sind gewerkschaftliche Sozietäten in unterschiedlicher Besetzung. Hauptrechtsfachgebiet liegt auf dem Arbeitsrecht. Ein Arbeitsrechtler muß kein Sozialrechtler sein + umgekehrt.

Je nach Besetzung dieser Vertretungen gibt es dort Kollegen, die ausschl. Sozialrecht machen. Hauptsächlich Rentenrecht. Es gibt auch Sozietäten, die keinen Kollegen für Sozialrecht beschäftigen.

Aber alles über einen Kamm zu scheren, dass geht ja nun mal gar nicht.

Dieses Verfahren wurde bspw. durch den DGB-R. geführt.
Fragen & Antworten: Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Hartz-IV-Sätzen


Das Bundesverfassungsgericht erklärte am 9. Februar 2010 in einem von der DGB Rechtsschutz GmbH geführten Verfahren die Hartz-IV-Regelleistungen für Kinder für verfassungswidrig. Außerdem muss der Gesetzgeber bis zum 31.12.2010 ein neues Berechnungsverfahren für sämtliche Hartz-IV-Sätze ausarbeiten. Und Hilfeempfänger können zukünftig in seltenen Härtefällen zusätzliche Unterstützung geltend machen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts.

Erhalten Bezieher von ALG II mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ab sofort mehr Hartz-IV-Geld?

Quelle: DGB Rechtsschutz: FAQ zum BVerG-Urteil Hartz-IV


Das ist nur ein Bsp. von vielen.

Ob du nun der Meinung bist, Dich nur auf Dich selbst verlassen zu können, bleibt Dir unbenommen- andere können das eben nicht.
Deswegen muß man doch nicht alles gellrich verteufeln!
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

@ Paolo

[...]

Das ist nur ein Bsp. von vielen.

Ob du nun der Meinung bist, Dich nur auf Dich selbst verlassen zu können, bleibt Dir unbenommen- andere können das eben nicht.
Wieso sollen das andere nicht können? Das was ich kann, können andere auch. Du erlebst es ja täglich hier.
==> Information - Erfolgreiche Gegenwehr im Erwerbslosen Forum Deutschland
Deswegen muß man doch nicht alles gellrich verteufeln!
Hier wird nichts verteufelt. Wir tauschen Meinungen aus. Das ich und viele andere nicht deiner Meinung sind (ggf. aus eigener Erfahrung) ist halt Fakt. Du hast jetzt Beispiele zum Thema Rechtsschutz gebracht. Die anderen vorgetragenen Argumente jedoch außer Acht gelassen. Wenn ich die Wahl hätte, zwischen einem von einer Gewerkschaft "zugewiesenen" Anwalt und einem Fachanwalt für Sozialrecht, der mich vielleicht als Nichtmitglied in einer Gewerkschaft nur 10 Euro Selbstbeteiligung kostet wg. BHS, dürfe klar sein, auf wen die Wahl fällt. Ich kann den Gewerkschaften nichts mehr positives abgewinnen und zu dieser Entwicklung haben die Gewerkschaften selbst beigetragen.
 
E

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Gast
AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Wieso sollen das andere nicht können? Das was ich kann, können andere auch. Du erlebst es ja täglich hier.
==> Information - Erfolgreiche Gegenwehr im Erwerbslosen Forum Deutschland
Weil es Menschen gibt, die die Zusammenhänge und Unterschiede nicht verstehen. Mir ging das anfags ähnlich. Ich mußte mich erst einarbeiten und heute gibt es immer noch Zusammenhänge, die ich nicht auf Anhieb verstehe, diese muß ich mir erst von einem Juristen erklären lassen. GsD habe ich so jemanden im Bekanntenkreis - dazu erklärt er noch gut!


Hier wird nichts verteufelt. Wir tauschen Meinungen aus. Das ich und viele andere nicht deiner Meinung sind (ggf. aus eigener Erfahrung) ist halt Fakt. Du hast jetzt Beispiele zum Thema Rechtsschutz gebracht. Die anderen vorgetragenen Argumente jedoch außer Acht gelassen. Wenn ich die Wahl hätte, zwischen einem von einer Gewerkschaft "zugewiesenen" Anwalt und einem Fachanwalt für Sozialrecht, der mich vielleicht als Nichtmitglied in einer Gewerkschaft nur 10 Euro Selbstbeteiligung kostet wg. BHS, dürfe klar sein, auf wen die Wahl fällt. Ich kann den Gewerkschaften nichts mehr positives abgewinnen und zu dieser Entwicklung haben die Gewerkschaften selbst beigetragen.
Das ist für mich kein Garant des obsiegens. Wie viele Fachanwälte stehen auf der anderen Seite, oder machen ihre Arbeit = der Bezahlung. Hierfür gibt es auch viele Bsp. in diesem Forum.

Oder aber man bekommt keinen Fachanwalt, weil es eben in der Region keinen gibt.

Ich hatte jetzt den Fall, dass ein Fachanwalt gar nicht klagen wollte, weil er der Meinung war, dass es sich dabei um Peanuts handele. Für den HE ging es aber dabei ums Prinzip!

Der wahre Grund ist doch der, dass für den sog. Fachanwalt keine entspr. Kohle + kein Ruhm dabei herumkommen.

Bei den Rechtssekretären des Rechtsschutzes entscheidet das die Gewerkschaft und nicht der jeweilige Bearbeiter.
 

nightangel

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

So ähnlich sehe ich das auch. Auch hier durfte man schon oft lesen das selbst Fachanwälte die Leute hängen gelassen haben, untätig waren oder gravierende Fehler gemacht haben.
Egal ob man sich nun anwaltliche oder gewerkschaftliche Hilfe sucht, es kommt immer auf den Menschen an der einem zur Seite steht. Es gibt bei Anwälten und Gewerkschaften solche und solche.
 
R

Rounddancer

Gast
AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Genau,- die Rechtsanwälte müssen ja von ihrer Kammer aus ein gewisses Kontingent an Beratungshilfeklienten übernehmen,-
so, wie Strafrechtsanwälte auch ein gewisses Kontingent an Pflichtverteidigungen übernehmen müssen.

Nicht selten werden mit dem Pflichtmandat Jung-Rechtsanwälte einer Anwaltsgemeinschaft betraut. Und manche Anwälte sagen sich, für das minimale Honorar über die Beratungshilfe, bzw. Prozeßkostenhilfe mache ich nur das Allernotwendigste.

Die Rechtsvertreter der Gewerkschaft, da sind auch Unterschiede in Wissen, Erfahrung und Engagement. Pauschal sie zu verurteilen, ist falsch.
 

Wausch

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Wenn ich die Wahl hätte, zwischen einem von einer Gewerkschaft "zugewiesenen" Anwalt und einem Fachanwalt für Sozialrecht, der mich vielleicht als Nichtmitglied in einer Gewerkschaft nur 10 Euro Selbstbeteiligung kostet wg. BHS, dürfe klar sein, auf wen die Wahl fällt.
Klaro. Weil der Fachanwalt sich auch tierisch ins Zeug legt für das bisschen Kohle, die er über den Beratungshilfeschein generieren kann. Und am 6. Dezember kommt der Nikolaus! Ehrlich!
 
N

Nustel

Gast
AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Genau,- die Rechtsanwälte müssen ja von ihrer Kammer aus ein gewisses Kontingent an Beratungshilfeklienten übernehmen,-
so, wie Strafrechtsanwälte auch ein gewisses Kontingent an Pflichtverteidigungen übernehmen müssen.

Nicht selten werden mit dem Pflichtmandat Jung-Rechtsanwälte einer Anwaltsgemeinschaft betraut. Und manche Anwälte sagen sich, für das minimale Honorar über die Beratungshilfe, bzw. Prozeßkostenhilfe mache ich nur das Allernotwendigste.

Die Rechtsvertreter der Gewerkschaft, da sind auch Unterschiede in Wissen, Erfahrung und Engagement. Pauschal sie zu verurteilen, ist falsch.
Da wäre doch das amerik. Prinzip besser!
Verlier ich den Prozess gibts keine Kohle
Gewinn ich gibst Kohel von der Gegenseite?

Ach Sorry, die Pfründe der Eliten müssen ja genährt werden.:icon_evil:
zumindest in der Eudssr, sorry noch BRD!
 

FerAlNo

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Danke sumse und Paolo Pinkel -

Weil Gewerkschaften, inzwischen, ein Teil der Krake des Systems sind und gar kein Interesse mehr haben dürfen diese eigenen Pfründe anzutasten...
So jährt sich ab morgen zum zehnten Mal das Versagen der Gewrkschaften diesem menschenverachtenden System die Stirn zu bitten und seit dem labern sie vom heissen Herbst...

Wenn der Wiederstand ein Arbeitswiederstand ist wird sich nichts ändern - Inchis 1995
 
E

ExitUser

Gast
AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

als ein Bsp. der Aktivitäten, für viele, stelle ich diesen Link ein: www.erwerbslos.de

Wer mehr Informationen möchte, der möge sich im net informieren, es gibt so viele gewerkschaftl. Inis, dass das hier den Rahmen sprengen würde.
 
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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Die bittere Wahrheit ist das die DGB Gewerkschaften nur so tun als würden sie hinter ihren Mitgliedern stehen. Sie haben jede Schweinerei mit Hartz 4 etc. mitgetragen , das war früher anders aber wir haben eine Zeitenwende hinter uns!
 

zalino

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Seit Zwickel, Mannesmann & Co., wissen wir, was wir von den Gewerkschaften halten dürfen. Im Zweifel verkaufen die ihre Mitglieder genauso, wie die Sozialdemokraten die Sozialdemokratie verkaufen.

Gewerkschaften..., geht´s noch lächerlicher?

Gruß,
Zalino
 
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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

:icon_dampf:
Danke sumse und Paolo Pinkel -

Weil Gewerkschaften, inzwischen, ein Teil der Krake des Systems sind und gar kein Interesse mehr haben dürfen diese eigenen Pfründe anzutasten...
So jährt sich ab morgen zum zehnten Mal das Versagen der Gewrkschaften diesem menschenverachtenden System die Stirn zu bitten und seit dem labern sie vom heissen Herbst...

Wenn der Widerstand ein ArbeitsWiderstand ist wird sich nichts ändern - Inchis 1995
:icon_dampf:

Ich bin selber für die Gewerkschaft ehrenamtlich tätig , ich werde das jetzt aber einstellen. Mir sind die Augen aufgegangen die DGB Gewerkschaften sind nichts weiter als Machterhaltungsinstrumente der Mächtigen.
Die Leiharbeit wird durch dumping Tarifverträge ertragreich gemacht , es
gibt reihenweise Gewerkschaftsfunktionäre die verächtlich auf H4 Bezieher schauen, das es davon so viele gibt haben sie selbst mitzuverantworten ,
aufgrund ihrer Arbeit in der Hartz Kommission damals.
Sie verarschen uns. In allen Ländern um uns herum gibt es kämpfende Gewerkschaften soetwas gab es bei uns noch nie so richtig.
Die großen Gewerkschaften haben hierzulande schon sehr früh vor über 100 Jahren beschlossen sich aus der Politik herauszuhalten ,höchstens einmal in staatstragender Funktion zu agieren.:icon_neutral:
 

roterhusar

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

labournet.de newsletter


"… Durch gewerkschaftliche Tätigkeit, insbesondere für die
Arbeitnehmer/innen in der Leiharbeitsbranche, hatte ich ein T-Shirt bei
der IG Metall gewonnen. Versandt wurde dieses T-Shirt von Arvato Services
in Ennigerloh, ein Unternehmen, das bis heute – insbesondere in der
Weihnachts- und Osterzeit – massenhaft Leiharbeiter beschäftigt.
Bei Arvato gibt es keinen Tarifvertrag, bisherige Verhandlungen z.B. in
Erfurt mit Ver.di sind gescheitert. Arvato sieht keine Notwendigkeit für
einen Tarifvertrag. Ein Betriebsrat gibt es auch nicht. Ein ehemaliger
Mitarbeiter im Versand berrichtete mir, daß er für einen Stundenlohn von
7,89 Euro gearbeitet hat (heute die Entgeltgruppe 8,19 Euro bei der
Zeitarbeit im Westen). Von einer 15-Minuten-Pause nach vier Stunden Arbeit
gehen allein fünf Minuten für den Weg zum Pausenraum drauf. Weihnachts-
oder Urlaubsgeld gibt es natürlich auch nicht.
Ich hatte ebenfalls die Möglichkeit dort anzufangen. Vor Weihnachten
wurden 48-Stunden-Wochen im Dreischicht-System gefahren, inklusive
Sonntagsarbeit. Kurzum: Arbeiten bis zum Umfallen. Überstunden am Samstag
und Sonntag sind gang und gäbe, ebenso wie an Feiertagen wie Heiligabend,
und natürlich Silvesterbereitschaft. (…) Gleichzeitig fährt die IGM aber
die Kampagne “Gleiche Arbeit – Gleiches Geld”. Mein T-Shirt mit der
Aufschrift “Gleiche Arbeit – Gleiches Geld” wurde u.U. also von einem
Leiharbeiter kommissioniert, weil die Gewerkschaft IGM
Geschäftsbeziehungen mit dem Bertelsmann-Konzern pflegt…"

Im übrigen hat der ADGB sich 1932 derart angebiedert, was ihm jedoch nichts genutzt hat. Weil die Diskussion also schon 80 Jahre alt ist, bleibt die Frage, wieso taucht sie immer wieder auf und gerade jetzt. Die Gewerkschaften sind unsere natürlichen Bündnispartner, eure vielleicht nicht, da ihr nur an Sozialrechtsfragen interressiert seid.
 

Roter Bock

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Der Gewerkschafter den ich meine - der erste Vorsitzende der IGM Celle/Lüneburg, sitzt beim JobCenter mit am Tisch. Entsprechend ist seine Einstellung.

Der Organisationsgrad dort ist grottenschlecht. Um die 10.000 Mitglieder ist plenty of nothing, verglichen mit anderen Standorten.

Im wesentlichen stinkt der Fisch vom Kopf - sowas wie Berthold Huber ist für mich in dem Kontext eine Unperson.

Während in der Metallzeitung die Leiharbeit einen festen "negativen Platz" hat, werden Tarifverträge mit diesen Untergrottenläden abgeschlossen. Das ist unlogisch und für mich nicht mehr als Inhalt transportierbar.

Sommer läuft als Vorzeige-Gewerkschafter des DGB rum und schätzt die Merkel. Unglaublich! Der "aufrechte Gang" reicht grade noch um unter eine geschlossene Tür durchzukriechen.

Gewerkschaftssekretäre sollten von dem Mitgliedern "abwählbar" sein - leider ist es nicht so.

Roter Bock

Mitglied der IGM seit 1997
 
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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Gewerkschaftssekretäre sollten von dem Mitgliedern "abwählbar" sein - leider ist es nicht so.

Roter Bock

Mitglied der IGM seit 1997[/QUOTE]

:icon_klatsch:

Wenn ich in der Gewerkschaft äußere man solle sich doch mehr politisch engagieren höre ich immer Politik gehöre nicht hierher.
Mit der Einführung von H4 haben diese Gewerkschaften jedoch selbst Politik betrieben......

Unsere Gewerkschaften funktionieren nicht (mehr?) weil sie eine Art von Solidarpartnerschaft vorgaukeln die es nicht mehr gibt , wenn es sie je gegeben hat.

Es ist leicht in Zeiten enormen Wachstums kleine Krumen einzuheimsen
die Bewehrungsprobe kommt erst dann wenn die Zeiten härter werden.

Jetzt zur Bundestagswahl gehen sie wieder mit den Spezialdemokraten,
oh Gott!

Aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt vielleicht wird es ja auch bei uns einmal echte kämpferische Gewerkschaften geben.

Es müßte eine Gewerkschaft geben für all die Leiharbeiter , Minijobber ,
für all die gedumpten und verarschten.


echt machtlos:icon_dampf::icon_dampf:
 

Der Ratlose

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Könnte es auch daran liegen das ihr deutsche seit und das system in Deutschland noch nicht begriffen habt.

Normalerweise gründen die Bürger eine Partei, und diese vertritt dann (wenn sie gewählt wurde) die Interessen ihrer Wähler im Parlament.

In Deutschland gab es nach dem Krieg erst die Parteien, ein Grundgesetz, dann ein Rechtskunstrukt das sich BRD nannte und dann durften die Leute wählen.

Ihr betrachtet Gewerkschaften immer als von Gott gegebene Institution die die Interessen der Arbeitnehmer vertreten muß.
Also typisch deutsch immer von oben nach unten.

Ihr müßt jetzt ganz tapfer sein, aber wenn ihr eine Gewerkschaft
bzw. Interessenvertretung haben möchtet die eure Interessen vertritt dann müst ihr die selbst gründen und betreiben.

aber da sind sie wieder die bösen Worte:
"selber machen" und "etwas betreiben" , na schon beim lesen dieser Worte ohnmächtig geworden?
 
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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Das hat nichts damit zutun das wir Deutsche sind , das ist überall so.
In Holland anfang der 80er lief auch schon dieselbe verarsche seitens der Gewerkschaften
( ganze Brachen haben dort die Gewerkschaften fast geschlossen zu Randatadt rübergereicht).
 
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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Es müßte eine Gewerkschaft geben für all die Leiharbeiter , Minijobber ,
für all die gedumpten und verarschten.
Tja Der Ratlose hat es ja schon geschrieben:
Selber machen und etwas betreiben...
@Der Ratlose
Aber das ist ja auch einfacher gesagt als getan, denn du wärst am Anfang eine Niemand-Gewerkschaft, welche belächelt und wenn du Pech hast sofort wieder platt gemacht wird.

Tja evtl. kannst du ja mit viel Gottvertrauen der IGM, verdi, DGB dein vertrauen schenken.
Aber für die wärest du nur ein Zahler ohne jegliche Rechte.
Die Kämpfen vielmehr für die "richtigen" Belegschaften in den jeweiligen Branchen, da hast du als "heute Müller - morgen Bäcker" Sklave nix von, außer das du von deinem eh schon minimalen Lohn, noch etwas weniger hast.
 
E

ExitUser

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AW: Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? - Schweigend wo sie Schreien müß

Was fürchten die meisten Menschen denn am meisten? Einen neuen Schritt, einen neuen Gedanken fürchten sie mehr als alles andere ... aber ich schwatze zu viel, deshalb handle ich nicht - ich schwatze zu viel. Oder auch so: ich schwatze so viel, um nicht handeln zu müssen.

Raskolnikoff in Schuld und Sühne von F. M. Dostojewski, 1866

Könnte es auch daran liegen das ihr deutsche seit und das system in Deutschland noch nicht begriffen habt.

Normalerweise gründen die Bürger eine Partei, und diese vertritt dann (wenn sie gewählt wurde) die Interessen ihrer Wähler im Parlament.
In Deutschland gab es nach dem Krieg erst die Parteien, ein Grundgesetz, dann ein Rechtskunstrukt das sich BRD nannte und dann durften die Leute wählen.
Ihr betrachtet Gewerkschaften immer als von Gott gegebene Institution die die Interessen der Arbeitnehmer vertreten muß.
Also typisch deutsch immer von oben nach unten.
Ihr müßt jetzt ganz tapfer sein, aber wenn ihr eine Gewerkschaft
bzw. Interessenvertretung haben möchtet die eure Interessen vertritt dann müst ihr die selbst gründen und betreiben.

aber da sind sie wieder die bösen Worte:
"selber machen" und "etwas betreiben" , na schon beim lesen dieser Worte ohnmächtig geworden?
 
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