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Wo landen letztlich die Gelder aus den Bankenbailouts, EFSM ESM und co.?

zebulon

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#1
Mir hat sich in den letzten Monaten verstärkt ein Bild über die Zusammenhänge dieser unglücklichen Eurowährung verdichtet, was ich einfach mal zur Disposition stellen wollte. These: Möglicherweise landen die ganzen Gelder die nun zur Rettung des Euro und der PIIGS-Staaten von uns überwiesen werden, in den USA. Man erinnere sich auch an das Argument: Es würden ja gar keine Gelder gezahlt, sondern 'nur' Bürgschaften geleistet. Wer jemals als Bürge in Haftung genommen worden ist, der weiß was dann gebacken ist.

Ein paar Beobachtungen die ich gemacht habe:

Wer die Entwicklung griechischer Staatsanleihen über die letzten beiden Jahre verfolgt hat, der weiß das am Schluss die Zinsen (oder von der Warte des Gläubigers: die Rendite) für einjährige Staatsanleihen fast auf 600% gestiegen sind. Irgendwann ab Frühjahr diesen Jahres wurden diese Papiere nicht nicht mehr gehandelt, nur noch 10 Jährige Anleihen, die aber auch schon auf 25% stehen.
Quellen:
pigbonds.info - Bond yields of pigs, piigs and euro bonds
Streit in der EZB eskaliert: Weidmann stellt sich gegen Bond-Umtausch | DEUTSCHE MITTELSTANDS NACHRICHTEN
vom 17.02.2012:
Tatsächlich erreichten griechische Staatsanleihen kürzlich ein neues Rekordhoch. Zwischenzeitlich stiegen die Zinsen für einjährige Anleihen auf über 600 Prozent. Die Zuwächse bei den Renditen waren selbst in diesem hohen Bereich äußerst hoch.
GOLDMAN-SACHS hat sowohl Griechenland geholfen für den EU-Beitritt die Bilanzen zu frisieren als auch ab 2002 Kredite für GR eingefädelt. Außerdem hat ein Beraterstab von GOLDMAN-SACHS die griechische Regierung zu riskanten Spekulationen überredet. Diese Spekulationen bescherten GR dann heftige Verluste. Ironischerweise spekulierte man im Hause GOLDMAN-SACHS genau entgegengesetzt und fuhr entsprechende Gewinne ein. Das lässt logischerweise den Schluss das mit dieser Aktion Griechenland bewusst in die Verschuldung getrieben wurde. In diesem Zusammenhang gibt es einen Prozess gegen den, als derzeitigen Chef der EZB wohl allen bekannten Mario Draghi, am europäischen Gerichtshof in Luxemburg. Man wirft ihm vor in diese Vorgänge eingeweiht gewesen zu sein oder sogar geplant zu haben, da er zu der dieser Zeit Managing Director bei GOLDMAN-SACHS International war.

Der Vorgang ist hier beschrieben (unbedingt lesen):
Bloomberg klagt gegen die EZB: Was hat Mario Draghi zu verbergen? | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

In einer Sendung QUARKS & CO, weiß nicht mehr welche es war, wurde dem Zuschauer erklärt, das der Handel mit Staatsanleihen ein Vorrecht oder gar Monopol sogenannter 'Primary Dealer' ist. Das ist eine ausgewählte Gruppe von globalen Groß- und Investmentbanken unter anderem DEUTSCHE BANK, GOLDMAN-SACHS, MORGAN-STANLEY usw. ( Liste hier in der englischen Ausgabe von Wikipedia ) Diese handeln mit den lukrativen hochverzinsten Staatsanleihen, sie verteilen die Risiken und Gewinne auf die verschiedenen Anleger. Zusätzlich betreiben diese Banken auch Eigengeschäfte. Durch diese Interessenkonflikte in einer Hand können diese Banken steuern, wer die Verluste trägt und wer die Gewinne einsackt.
Nach dem Skandal der Libormanipulation durch ausgewählte Großbanken, der in den letzten Wochen ans Tageslicht kam, drängt sich der Verdacht auf, das die aufgehobene Trennung von Geschäfts- und Investmentbanking auch durch Eigengeschäfte im Bereich der Staatsanleihen, gigantische Betrugsmanöver ermöglichen.

Normalerweise gälte ein (PIIGS-) Staat ab einem bestimmte Höhe des Zinssatzes zu dem er sich über Staatsanleihen refinanzieren muss, als bankrott. Dadurch das man einen offenen Bankrott aber nicht zulässt und immer wieder über Rettungsmechanismen Geld zugeführt wird, können die Zinsen für Staatsanleihen in solch irrwitzige Höhen steigen. Über diesen Geldtransfer wird Europa (mit uns als letzter Haftung ) dann regelrecht ausgesaugt, denn die gigantischen Kosten der Bailouts landen letztlich als offen oder verdeckte Steuerforderungen, Sozialstaatsabbau oder in Form anderer Kosten, bei jedem einzelnen von uns.

Man müsste diesen Vorgang, wie die Staatsanleiherenditen verteilt werden mal genauer untersuchen. Da landen wahrscheinlich die Filetstücke der Hochzinsschuldnerstaaten wie GR zunächst im Eigenhandel der Banken. Man kassiert gigantische Zinsen. Wenn abzusehen ist das die Sache kollabiert, also der Handel für diese Bonds eingestellt wird (durch Insiderinformationen weiß man das rechtzeitig oder durch politischen Einfluss kann man den Zeitpunkt vielleicht sogar selber steuern), verkauft man die Staatsanleihen vorher noch schnell an private Investoren oder an Rentenfonds. Wenn es dann alsbald kollabiert, müssen die dann die Verluste tragen, so meine Vermutung. Das wird auf jeden Fall in Bälde die Renten stark belasten oder sogar das Rentensystem vernichten. Das ist wahrer Parasitismus. Die Vokabel 'Sozialschmarotzer' ist dagegen geradezu noch eine Auszeichnung. Also ihr Rentner, fühlt euch mal nicht so sicher. Nachdem sie ELOs verwurstet haben, seid ihr nächste dran. Ich ahne schon wie dann in den 'Medien' die Nutzlosigkeit von euch alten Säcken in solchen Sendungen wie 'Achtung-Kontrolle', 'Raus aus den Schulden', Wir helfen den Messies ( ...schnell ins Grab)' hervorgehoben und immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt wird. Aber das nur am Rande.

GR ist jetzt tot, obwohl die ja auch immer noch saftige Zinsen für ihre 10jährige Anleihen blechen, aber es gibt ja noch Spanien, Italien usw. Dadurch dass man diese Länder im Euro hält, müssen die sich in einer Währung refinanzieren, die sie sich eigentlich nicht leisten können. Deutschland bürgt, aber der Ausfall der Schuldnerländer ist nur eine Frage der Zeit. Bis dahin steigen die Zinsen und über unsere Bürgschaften und 'Rettungspakete' wandern immer größere Summen zu den großen Investmentbanken die diese Staatsanleihen halten oder damit handeln. Bei der Bevölkerung der verschuldeten Staaten landet von den Geldern sowieso gar nichts (außer vielleicht Schmiergelder an betimmte, einflussreiche Persönlichkeiten).

Aktuell ist die Belastung für Deutschland wohl so groß geworden, dass man in der Regierung vermutlich neuerlich an einen Austritt Deutschlands aus der Währungsunion nachdenkt. Der merkwürdige Besuch Gleithners bei Schäuble auf Sylt dieser Tage, soll wohl die Bundesregierung wieder auf Linie bringen. Mit einem Austritt Deutschlands aus dem Euro würde der Geldstrom in die USA vermutlich empfindlich geschwächt, um es mal gelinde auszudrücken. Die USA sind auf eine Netto-Kapitalzufuhr von 1,5 Milliarden /Tag angwiesen um zahlungsfähig zu bleiben, Bankrott sind sie sowieso. Das muss also UNBEDINGT verhindert werden.

Hier eine Zahl aus dem Sommer 2010=> 50 Milliarden monatlich = 1,66 Milliarden US-Handelsbilanzdefizit täglich. Das kriegen die USA täglich quasi leistungslos vom Rest der Welt geschenkt und TROTZDEM grassiert auch da eine zunehmende Armut.

Das US-Handelsdefizit ist ein Albtraum
Im Juni stiegen die Importe auf rund USD 200 Milliarden an, während die Exporte auf rund USD 150 Milliarden fielen. Können wir es uns leisten, jeden Monat USD 50 Milliarden zu verlieren?
Das Problem ist, das der Dollar als Weltleitwährung von immer mehr Staaten umgangen oder offen boykottiert wird. Das und die ausufernden militärischen Ausgaben schwächen die USA. Aber man kann eben die Finger auch nicht von dem kostspieligen globalen Machtanspruch lassen. In der Form wie der Euro jetzt konstruiert ist bzw. zukünftig konstruiert sein soll, eignet er sich hervorragend als Vehikel zur Bereicherung für die Finanzindustrie auf der anderen Seite des großen Teichs. Viele Linke befürworten eine Einführung von Eurobonds, das ist ja auch beispielsweise die Haltung der SPD im Allgemeinen und der von Gabriel im Besonderen. Das schreibt diesen unheilvollen Mechanismus dann fest. Wenn man das nicht durchschaut, dann lässt man sich, ohne es zu wissen, vor einen üblen Karren spannen. Die Intension eines zusammenwachsenden multikulturellen Europas mag ja lobens- oder erstrebenswert sein, aber das hatten wir auch vorher schon, ohne diese zerstörerischen finanziellen Verstrickungen, nur etwas gemächlicher. Die Konstruktion des Euro dient überhaupt nicht diesem Ziel wie es immer von Regierungs- oder EU-Ratsmitgliedern beschworen wird, sondern erfüllt einen ganz anderen Zweck, nämlich das wir, unsere Kinder und Kindeskinder für Hungerlöhne arbeiten und die Früchte ganz wo anders abgeerntet werden.

Willkommen in der Diktatur
 

zuteuer

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#2
In einer Sendung QUARKS & CO, weiß nicht mehr welche es war, wurde dem Zuschauer erklärt, das der Handel mit Staatsanleihen ein Vorrecht oder gar Monopol sogenannter 'Primary Dealer' ist. Das ist eine ausgewählte Gruppe von globalen Groß- und Investmentbanken unter anderem DEUTSCHE BANK, GOLDMAN-SACHS, MORGAN-STANLEY usw. ( Liste hier in der englischen Ausgabe von Wikipedia ) Diese handeln mit den lukrativen hochverzinsten Staatsanleihen, sie verteilen die Risiken und Gewinne auf die verschiedenen Anleger. Zusätzlich betreiben diese Banken auch Eigengeschäfte. Durch diese Interessenkonflikte in einer Hand können diese Banken steuern, wer die Verluste trägt und wer die Gewinne einsackt.
Nach dem Skandal der Libormanipulation durch ausgewählte Großbanken, der in den letzten Wochen ans Tageslicht kam, drängt sich der Verdacht auf, das die aufgehobene Trennung von Geschäfts- und Investmentbanking auch durch Eigengeschäfte im Bereich der Staatsanleihen, gigantische Betrugsmanöver ermöglichen.
Das ist so und das wird auch keiner je untersuchen.

Man müsste diesen Vorgang, wie die Staatsanleiherenditen verteilt werden mal genauer untersuchen. Da landen wahrscheinlich die Filetstücke der Hochzinsschuldnerstaaten wie GR zunächst im Eigenhandel der Banken. Man kassiert gigantische Zinsen. Wenn abzusehen ist das die Sache kollabiert, also der Handel für diese Bonds eingestellt wird (durch Insiderinformationen weiß man das rechtzeitig oder durch politischen Einfluss kann man den Zeitpunkt vielleicht sogar selber steuern), verkauft man die Staatsanleihen vorher noch schnell an private Investoren oder an Rentenfonds. Wenn es dann alsbald kollabiert, müssen die dann die Verluste tragen, so meine Vermutung. Das wird auf jeden Fall in Bälde die Renten stark belasten oder sogar das Rentensystem vernichten. Das ist wahrer Parasitismus. Die Vokabel 'Sozialschmarotzer' ist dagegen geradezu noch eine Auszeichnung.
Was meinst du, warum Goldmann Sachs den Griechen geholfen hat, in die EU zu kommen. Mittlerweile ist GR tot, ausgeblutet, und die Profiteure haben sich längst aus dem Land zurück gezogen. Da gibt es nichts mehr zu holen. Die Geier kreisen nun über Spanien, Italien und auch schon anderswo.
GR ist aber klein. Richtig Probleme gibt es, wenn große Länder wie Spanien, Italien bankrott gehen.
Wer trägt die Verluste? Na teilweise diejenigen, die noch Geld haben (also auch deutsche Rentenfonds, zb.). Teilweise ist das Geld halt weg.

Das Problem ist, das der Dollar als Weltleitwährung von immer mehr Staaten umgangen oder offen boykottiert wird. Das und die ausufernden militärischen Ausgaben schwächen die USA. Aber man kann eben die Finger auch nicht von dem kostspieligen globalen Machtanspruch lassen. In der Form wie der Euro jetzt konstruiert ist bzw. zukünftig konstruiert sein soll, eignet er sich hervorragend als Vehikel zur Bereicherung für die Finanzindustrie auf der anderen Seite des großen Teichs. Viele Linke befürworten eine Einführung von Eurobonds, das ist ja auch beispielsweise die Haltung der SPD im Allgemeinen und der von Gabriel im Besonderen. Das schreibt diesen unheilvollen Mechanismus dann fest. Wenn man das nicht durchschaut, dann lässt man sich, ohne es zu wissen, vor einen üblen Karren spannen. Die Intension eines zusammenwachsenden multikulturellen Europas mag ja lobens- oder erstrebenswert sein, aber das hatten wir auch vorher schon, ohne diese zerstörerischen finanziellen Verstrickungen, nur etwas gemächlicher. Die Konstruktion des Euro dient überhaupt nicht diesem Ziel wie es immer von Regierungs- oder EU-Ratsmitgliedern beschworen wird, sondern erfüllt einen ganz anderen Zweck, nämlich das wir, unsere Kinder und Kindeskinder für Hungerlöhne arbeiten und die Früchte ganz wo anders abgeerntet werden.

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:icon_daumen:
du sprichst an, was für mich die LINKEN nicht wählbar macht.
Über die USA muss man nichts mehr sagen. Notfalls muss halt ein Krieg her, damit die Bilanz wieder - einigermaßen - stimmt. Ich rechne mit allem. - Viele Länder verstehen langsam die wirtschaftliche Versklavung durch den Dollar und beginnen, ihn zu boykottieren. Kleinere Länder wie Libyen haben natürlich dabei keine Chance. Ghaddafi musste genau aus dem Grund weg. Dasselbe gilt für den Iran. Diese Länder müssen deshalb aus Sicht der USA weg. Noch dazu kommt bei denen die geostrategische Lage hinzu. Aber primäres Ziel der USA war, den Dollar weltweit als Einheitswährung durchzusetzen. Man kann sagen, dass dieses Ziel zum Glück gescheitert ist. Bis jetzt. Übrigens sitzen die Mächtigsten nicht in den USA, sondern in England, City of London.
 

Ein Hartzianer

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#3
Was da an Geld herumkursiert, besteht bei Lichte
betrachtet nur aus Zahlen auf Papier.
Ohne auch nur einen Fatzen Gegenwert.
*Wenn* also GR oder jemand anders pleite geht, können die Spekulanten ihr
Buntpapier in den Wind schreiben. Und dem pleite gegangenen Land steht die Chance offen,
in Eigenregie wieder auf die Beine zu kommen.
Genau dieses soll verhindert werden. Oder meint ihr, den Bankstern ist
nicht längst aufgegangen, daß die nur mit heißer Luft spielen ? :icon_kinn:

Zugeben werden die es auf den keinsten Fall. :biggrin:
 

zuteuer

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#4
Wie ich bereits schrieb, sind die Spekulanten längst weg aus GR, da gibt es nichts mehr zu holen. Sie betätigen sich nun in Spanien und Italien (siehe Bsp.Kolosseum wird verkauft), dort kaufen sie alles an Land auf, was wertvoll ist. Natürlich sitzen die nicht auf wertlosen Geld-Scheinen.

Bankkontos pflegt man in diesen Kreisen offshore zu haben, d.h.beispielsweise auf den Cayman-Inseln. Offshore heißt in dem Fall auch: Steuerfrei, jedem Zugriff von Staaten und Finanzämtern entzogen. Diese Kreise bewegen sich ausserhalb von Recht und Gesetz.
Aber das zu begreifen, scheint für viele hier einfach nicht möglich.
 
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#5
Banken arbeiten für die, die bei ihnen Geld anlegen und dafür Zinsen bekommen
und
für die Aktionäre, die Gewinnausschüttungen bekommen.

Das Geld geht also an die Anleger und an die Aktionäre.

Ein Staat, der es sich in seiner Verfassugn verbieten würde, Schulden aufzunehmen, wäre immun dagegen.:cool:

Da steht zwar auch nicht, wo es hin geht, aber da steht, wieviel dadurch abfließt:
bund.offenerhaushalt.de/32.html

MfG

P.S.:
Viele Linke befürworten eine Einführung von Eurobonds, das ist ja auch beispielsweise die Haltung der SPD ...
SPD und links, der war gut:biggrin:
 

zuteuer

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#6
Hauptsächliche Bankengeschäfte:

Handel mit finanziellen Massenvernichtungswaffen.


Beispiel 1:

New York Times / 12 Dec 2010:



„Am dritten Mittwoch eines jeden Monats treffen sich neun Mitglieder einer elitären Wall Street Gesellschaft im Zentrum Manhattans. Die Männer eint ein gemeinsames Ziel; die Interessen der großen Banken im riesigen Derivatemarkt zu schützen, einer der profitabelsten – und kontroversesten – Bereiche der Finanzwirtschaft. Sie eint auch ein gemeinsames Geheimnis; die Details ihrer Treffen, ja sogar ihre Identitäten sind einer strengen Geheimhaltung unterworfen.“


nachzulesen hier:



A Secretive Banking Elite Rules Trading in Derivatives - CNBC


Bsp.2:
Die größe der Derivaten-Blase ?
Der heutige weltweite Derivatemarkt entspricht ungefähr der 20-fachen Größe der gesamten Weltwirtschaft.


Niedrige Schätzungen veranlagen den Wert auf rund USD 600 Billionen und hohe Schätzungen reichen bis zu USD 1,5 Billiarden.


„Eines der Hauptprobleme bei Derivaten ist, dass die institutionellen Investoren bei dem Versuch die Kosten zu reduzieren oder Verluste zu vermeiden, typischerweise komplexe Risiken eingingen, die wenig verstandene Verbindlichkeiten mit sich brachten, welche in einem riesigen Missverhältnis zu irgendwelchen möglichen Einsparungen stehen, die der Derivatevertrag ursprünglich bereithielt.
Die Hedge-Fonds- und Derivatemärkte sind derart hochkomplex und technisch, dass selbst viele der Spitzenökonomen und Experten aus dem Bereich des Investmentbankings sie nicht vollständig nachvollziehen können.
Des Weiteren unterliegen die Hedge-Fonds-Märkte und Derivatemärkte nahezu keinerlei Auflagen durch die US-Regierung oder durch irgendeine Regierung auf der Welt.“


Next bubble: $600 trillion?


Nachzulesen hier:

Next bubble: $600 trillion?

Derivatebombe:

JPMorgans $2-Milliarden-Verlust wohl erst die Spitze des Eisbergs
Mai 14, 2012
Unter der folgenden externen Linksammlung finden Sie äußerst interessante und wissenswerte Informationen rund um das Thema “Toxic Waste Giftmüll”.
Warren Buffett and Bill Gross warn: $516 trillion bubble is a disaster waiting to happen… “We try to be alert to any sort of mega-catastrophe risk, and that posture may make us unduly appreciative about the burgeoning quantities of long-term derivatives contracts and the massive amount of uncollateralized receivables that are growing alongside. In our view, however, derivatives are financial weapons of mass destruction, carrying dangers that, while now latent, are potentially lethal.”


nachzulesen u.a. hier:

Hintergrundinformationen zur Kreditverbriefung | Wirtschaftsfacts


Legt den Verbrechern endlich das Handwerk!
 

FrankyBoy

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#8
solange ich mir mit dem Euro was zu Essen kaufen kann ,sind mir die Banken völlig Latte:biggrin:
Dass du, ausschließlich aufgrund des Bankensystems etwa 40% mehr für deine Brötchen zahlen musst, als wäre es nicht da, interessiert dich also nicht?

Alter Schwede bist du hohl!

Im Kapitalismus würden zwar die großen Geldvermögen kontinuierlich anwachsen, so die Vortragenden, dies gelte allerdings für die Schulden im gleichen Maße. Die von Unternehmen zu zahlenden Zinsen und Zinseszinsen werden in alle Güter eingerechnet und machen heute etwa einen Zinsanteil von 40% pro Gut aus – der von den Konsumenten aufgebracht werden muss. Durch die ständigen Zinsaufschläge, so die Referenten, spitze sich die Situation irgendwann so zu, dass die Konsumenten keine Geldmittel mehr hätten um die immer weiter steigenden Preise zu bezahlen. Konsequenz daraus: Der Konsum geht zurück. Dem Unternehmer ergeht es ähnlich, durch die hohen Zinsen und den ausfallenden Konsum können Kredite nicht mehr bedient werden, wodurch die Bonität sinkt und noch höhere Zinsen die Folge sind. Schließlich brechen Wirtschafts- und Bankensystem zusammen.
Piraten im Bergischen Land » Gastvortrag: “Befreiung der Marktwirtschaft vom Kapitalismus”
Stammt zwar von der Piratenpartei aber da wo sie recht haben haben sie Recht!
 
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#9
Scheissegal was das Brötchen kostet, wichtig ist es doch es bezahlen zu können.
Ein Brötchen kostete mal 100000 Reichsmark!

Ich glaube ihr begreift nicht was da abläuft. Alle schreien nach mehr Geld , dann schreit man weiter........schreit lieber nach Brötchen und zwar bezahlbare:biggrin:
 

hemmi

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#10
Ob es die Deutsche Bank, JP Morgan oder Goldman Sachs interessiert was ein Brötchen kostst weiß ich nicht, vermutlich aber recht wenig. Das perverse an diesem System ist aber daß sich Banken bei der EZB Geld für unter 1% leihen und dann mit kräftigem Aufschlag z.B. griechische Staatsanleihen kaufen, für die der Steuerzahler haftet nun ist das Geld der EZB aber schon Steuergeld.:icon_neutral::icon_neutral::icon_neutral:
 

zuteuer

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#11
Mir ist nicht egal, dass von allem, was ich kaufe, mind. 40 % an den "Staat" und dann weitergehend, an die internationale Hochfinanz gehen. Oder sollte ich besser schreiben: Finanzmafia?
 
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Gast
#12
Stammt zwar von der Piratenpartei aber da wo sie recht haben haben sie Recht!
Nur der Titel “Befreiung der Marktwirtschaft vom Kapitalismus” ist wie "Befreiung der Wasserwirtschaft von H²O".:icon_neutral:

Der Begriff Kapitalismus bezeichnet eine Wirtschafts- und Gesellschaftsform, die auf Kapital, und zwar Privatkapital, beruht.
Nicht mehr und nicht weniger.
Dabei sind aber auch ein Schraubstock, ein Akkuschrauber und eine Hobelbank Kapital, Privatkapital, wenn auch kein sonderlich produktives.
Der Acker eines Bauern ist Kapital, Privatkapital.
Der Ofen eines Bäckers ist Kapital, Privatkapital.

Ich glaube nicht, dass die Piraten mit dem Text meinen, dass sie den Tischler von seiner Hobelbank, den Bauern von seinem Acker und den Bäcker von seinem Ofen befreien wollen.:biggrin:

Inhaltlich haben sie mit dem Text wahrscheinlich Recht.
Genau kann man das wegen der schwammigen Begrifflichkeiten nicht wissen.
Davon, dass sie die - kapitalistische - Wirtschaftsform der Realwirtschaft ändern wollen würden, steht nix im Text. Und warum auch, die hat sich weitgehend bewährt.
Was sie im Grunde wohl meinen, ist eher eine Befreieung der Realwirtschaft von der Finanzwirtschaft oder eine Befreiung der Realwirtschaft vom Finanzkapital.

Aber ob man das "von oben" anordnen kann und das dann auch so funktioniert - oder ob die Akteure der Realwirtschaft sich selber vom Finanzkapital befreien müssen ...

Jedenfalls ist eine durch und durch kapitalistische Realwirtschaft ohne Bankenkredite nicht nur ohne weiteres möglich, sondern ist höchstwahrscheinlich auch betriebswirtschaftlich wie volkswirtschaftlich stabiler.
Konkret bedeutet das im Kleinen GbRs oder GmbHs und im Großen Genossenschaften, bei denen alle Gesellschafter bzw. Genossenschafter gleiche Anteile besitzen, gleich viel arbeiten und gleich viel Lohn/Gewinn bekommen.
Auch das ist purer Kapitalismus, nur dass das Kapital anteilig Privatkapital ist, jeder Gesellschafter oder Genossenschafter Anteile am Privatkapital besitzt bzw. seine Anteile sein Privatkapital sind.

Wenn mehrere Leute anteilig relativ wenig Kapital zusammenlegen, können sie auch ohne Bankkredit ein Unternehmen gründen, Kleinvieh macht auch Mist.
Und wenn das Unternehmen Gewinn erwirtschaftet, kann ein Teil davon auch akkumuliert werden - ganz klassisch kapitalistisch Kapital akkumuliert werden - und das Unternehmen kann bei Bedarf investieren, ohne Kredit aufnehmen zu müssen.
Eine "bankfreie" Möglichkeit, wo und wie man das zwischenparkt, müsste noch gefunden werden, in Industriemetall anlegen oder so.
Notwendige Konten für Zahlungsein und -ausgänge können bei einer Sparkasse geführt werden.
Das wäre alles durch und durch kapitalistisch mit Privatkapital und trotzdem - oder gerade deshalb? - unabhängig von verzinsten Krediten.

Solche Unternehmen sind (noch?) nicht die Masse, aber es gibt sie.
:icon_pause:

MfG
 

zuteuer

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#13
Jedenfalls ist eine durch und durch kapitalistische Realwirtschaft ohne Bankenkredite nicht nur ohne weiteres möglich, sondern ist höchstwahrscheinlich auch betriebswirtschaftlich wie volkswirtschaftlich stabiler.
Konkret bedeutet das im Kleinen GbRs oder GmbHs und im Großen Genossenschaften, bei denen alle Gesellschafter bzw. Genossenschafter gleiche Anteile besitzen, gleich viel arbeiten und gleich viel Lohn/Gewinn bekommen.
Auch das ist purer Kapitalismus, nur dass das Kapital anteilig Privatkapital ist, jeder Gesellschafter oder Genossenschafter Anteile am Privatkapital besitzt bzw. seine Anteile sein Privatkapital sind.

Wenn mehrere Leute anteilig relativ wenig Kapital zusammenlegen, können sie auch ohne Bankkredit ein Unternehmen gründen, Kleinvieh macht auch Mist.
Und wenn das Unternehmen Gewinn erwirtschaftet, kann ein Teil davon auch akkumuliert werden - ganz klassisch kapitalistisch Kapital akkumuliert werden - und das Unternehmen kann bei Bedarf investieren, ohne Kredit aufnehmen zu müssen.
Eine "bankfreie" Möglichkeit, wo und wie man das zwischenparkt, müsste noch gefunden werden, in Industriemetall anlegen oder so.
Notwendige Konten für Zahlungsein und -ausgänge können bei einer Sparkasse geführt werden.
Das wäre alles durch und durch kapitalistisch mit Privatkapital und trotzdem - oder gerade deshalb? - unabhängig von verzinsten Krediten.
Klingt gut.

Banken und Kredite an solvente Kunden sind m. Erachtens auch o.k., aber das Zinssystem muss weg. Eine einmalige Bearbeitungsgebühr reicht für die Bank, mehr muss die nicht kriegen.
Alle anderen windigen Geschäfte wie Verleih von Geld, was die Bank gar nicht hat, müssen ebenfalls verboten werden.
 
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