Wo ist unsere Gesellschaft in 5, 10, 15...Jahren?

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[HartzFear]

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Guten Abend,

diese Frage stelle ich mir seit geraumer Zeit. Die Mieten explodieren. Die Zahl der Leiharbeiter steigt von Jahr zu Jahr. De Zahl der Armut steigt ebenfalls. Die zahl psychischer Erkrankungen nehmen zu. Gleichzeitig üben Repressionsapparate wie das JC und auch die BA Druck auf die Bevölkerung aus.

Ich sehe hier gesellschaftlichen wie brisanten Sprengstoff heranwachsen. Ich versuche mir die Gesellschaft in naher Zukunft vorzustellen und würde mich über eure Sichtweisen freuen, wo das alles hinführen oder enden soll.
 

atasteofbunny

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Den meisten Menschen in Deutschland geht es allerdings, zumindest finanziell, ganz gut. Das Durchschnittseinkommen für Arbeitnehmer pro Monat liegt bei ca. 1.890 Euro. Die Menschen, die sichere und ganz gut bezahlte Arbeitsplätze haben, bekommen von der Misere der ALG-II-Empfänger (und anderer armer Menschen), nicht viel mit.

Anders wird es aussehen, wenn die "intelligenten" Roboter kommen und flächendeckend eingeführt werden. Ich meine, hier im Forum gelesen zu haben, dass wir dann ca. 18 Millionen (!) Arbeitslose hätten.

Die Automatisierung und deren Auswirkungen sind ja jetzt schon echt krass. Wo noch vor vielleicht 20 Jahren Arbeitsplätze waren, sind heute nur noch Maschinen. Hier in Hamburg in den öffentlichen Bibliotheken werden die ausgeliehenen Medien über einen Scanner gezogen und zum Abgeben auf ein Fließband gelegt :eek: - da sitzt keiner mehr, der die Medien entgegennimmt etc. Und in den Büros, viele Dokumente werden vollautomatisch erstellt ... eigentlich kein Wunder, dass ich keinen Job mehr finde *seufz*.

Langfristig wird es sich hierzulande wohl spalten in sehr arm und sehr reich!

So meine Gedanken dazu.
 

Nena

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Ich glaube eher, dass wir viel zu wenige Arbeitsplätze besetzen werden können.
https://www.welt.de/wirtschaft/arti...-aus-dem-Ausland-sind-so-wichtig-wie-nie.html (beispielhaft, auch wenn es Springer ist)
Die gut Ausgebildeten (unabhängig vom Pass) finden woanders bessere Jobs zu besseren Konditionen, freundlichere Atmosphäre.
Weniger gut Ausgebildete können halt nicht viel (wertfrei). Logisch: Firmen wandern ab (las gerade einen Bericht über einen Metzgerei-Betrieb, der sich selbst vietnamesische Arbeitskräfte/Azubis aquiriert, um überleben zu können, taz, mag grad nicht suchen...). Was sollen sie auch sonst tun?

Gerade Dienstleistungen werden viel gebraucht. Aber auch jetzt schon werden z.B. Putzkräfte händeringend gesucht. Es gibt keine Zuverlässigen. Sagen Personaler (nicht repräsentativ, aber schon oft (!) gehört).
 

[HartzFear]

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Was man auch noch bedenken sollte ist die Lawine an Menschen, die trotz Erwerbsleben in Altersarmut landen werden und das jetzt noch garnicht begreifen, weil sie dem Irrglauben unterliegen, dass sie davon nicht betroffen sind, weil sie ja in Arbeit sind.

Der verlinkte Beitrag ist schon etwas älter, jedoch trifft er den Nagel auf den Kopf. Ich kenne niemanden, der von Ausbildungsende bis Renteneintritt OHNE UNTERBRECHUNG mind. 2.500 EUR brutto monatlich verdient hat.

Das Armutsrisiko künftiger Rentner ist einem Zeitungsbericht zufolge deutlich höher als bekannt. Ab 2030 bekommen Arbeitnehmer, die 2500 Euro brutto im Monat verdienen und 35 Jahre Vollzeit gearbeitet haben, nur eine Rente in Höhe des Grundsicherungsbetrags von 688 Euro. In einem Brief an die Junge Gruppe der Unionsfraktion schlägt Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Alarm.
https://rp-online.de/politik/deutsc...11?token=AC51gl_zaO5LHSco4cxdgQdLFn2Dh63JMw==
 

Nena

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Es ist ja aber völlig illusorisch, zu glauben/planen, dass ich 20 Jahre versorgt werde, 50 Jahre 20-30% meines Gehalts Rente zahle, dann noch 30 Jahre finanziert werde.

Das hinkt doch ohne Ende.

Weil ich ja sowohl als Kind als auch als Rentnerin mehr zur Verfügung (gestellt) haben will als 30% meines Durchschnittslohns...
 

Linuxfan

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Ich sehe hier gesellschaftlichen wie brisanten Sprengstoff heranwachsen.
Ist alles richtig was Du schreibst. Allerdings gibt es durchaus Leute, die von diesem System profitieren und es wird versucht, uns mit anderen Aspekten zu vertrösten.

Parteien aus der rechten Ecke versuchen es beispielsweise nach dem Schema: "Du hast zwar materiell gesehen überhaupt nichts mehr aber Du bist schließlich immer noch Deutscher". Der Druck wird dann auf Migranten oder Flüchtlinge quasi durchgereicht.

Ebenso gibt es seitens mancher Parteien die Versuche, einen gewissen Mittelschichtsmythos zu erklären. Also, dass so Themen wie gesellschaftliche Klassen überholt wären und wir quasi in Deutschland eine große Mittelschicht bilden. Dem fühle ich mich persönlich nicht mehr so zugehörig.

Die ganzen Thematiken werden dann dem Volke über Fernsehsendungen im Abendprogramm präsentiert damit die sagen können: "Diese faulen Hartz IV Empfänger… Ich habe es doch schon immer gewusst, dass die nicht arbeiten wollen."

Persönlich bereue ich es, die ganze Thematik mit Hartz IV nicht schon früher auf dem Schirm gehabt zu haben als es noch die Montagsdemos gegen die Agenda 2010 gab. Mittlerweile gehe ich aber zumindest am 1. Mai zu Kundgebungen. Demonstrationen in die Richtung der "Gelbwesten" in Frankreich sehe ich in Deutschland aber trotzdem nicht kommen. Dazu wird in Deutschland viel zu viel unternommen, das Volk gegeneinander aufzuhetzen und zu spalten.
 
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