Wo ist der Unterschied zwischen der EM-Rente und einer Rente wegen Schwerbehinderung?

Leser in diesem Thema...

berkno

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
22 Januar 2015
Beiträge
21
Bewertungen
1
Hallo,

wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen einer Erwerbsminderungsrente und einer Rente wegen Schwehrbehinderung?
Ich soll jetzt einen REHA Antrag stellen welcher,wie man mir sagt ,automatisch in einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente umgewandelt werden kann.
Ich bin 61 und 5 Monate und habe einen Schwehrbehinderung von 90%.
Gruß Bernd
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
AW: Wo ist der Unterschied zwischen der EM-Rente einer Rente wegen Schwerbehinderung?

Mit einem GDB von 90 kann man mit 62 Jahren bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen eine Rente für Schwerbehinderte beziehen. Abzug 10,8%.

Eine Erwerbsminderungsrente bekommt man, wenn man erwerbsgemindert ist, es gibt volle und halbe Erwerbsminderungsrente.

Die Höhe der Erwerbsminderungsrente richtet sich nach dem bisherigen Versicherungsverlauf und wird mit dem dann bis zum 62. Lebensjahr hochgerechnet.
Der Wert steht auch in Deiner Renteninformation.

Da Du eh bald 62 bist, ist die Frage, ob da noch Sinnhaftigkeit besteht.

Erwerbsminderung und Schwerbehinderung sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge.

Ein Schwerbehinderter kann sehr wohl berufstätig sein.

Ein Erwerbsminderungsrenter muss nicht unbedingt eine Schwerbehinderung haben.
 

alarm

Elo-User*in
Mitglied seit
4 März 2015
Beiträge
46
Bewertungen
15
AW: Wo ist der Unterschied zwischen der EM-Rente und einer Rente wegen Schwerbehinderung

Hallo Bernd,

wichtige Informationen wurden Dir bereits mitgeteilt. Mit 63 und x monate könntest Du ohne Abschläge in Rente gehen. Mit 60 Jahren und x monate in die AR mit Abschläge. Steht alles genau in Deiner Rentenauskunft drin. Wer hat Dich denn zur Reha aufgefordert? Letzten Endes kommt es auf Dich darauf an, was Du möchtest.

Beste Grüße, viel Glück und bestmögliche Gesundheit.

Mfg
 
E

ExUser 2606

Gast
AW: Wo ist der Unterschied zwischen der EM-Rente einer Rente wegen Schwerbehinderung?

Ein Erwerbsminderungsrenter muss nicht unbedingt eine Schwerbehinderung haben.

Stimt zwar im Prinzip, weil die Kriterien halt andere sind, aber ich frage mich da immer, wie das geht, dass man einerseits so weit beinträchtigt ist, dass man nicht mehr arbeiten kann und andererseits soll es dann im Alltagsleben keine Beinträchtigung geben. Irgendwie seltsam.
 

alarm

Elo-User*in
Mitglied seit
4 März 2015
Beiträge
46
Bewertungen
15
AW: Wo ist der Unterschied zwischen der EM-Rente einer Rente wegen Schwerbehinderung?

Stimt zwar im Prinzip, weil die Kriterien halt andere sind, aber ich frage mich da immer, wie das geht, dass man einerseits so weit beinträchtigt ist, dass man nicht mehr arbeiten kann und andererseits soll es dann im Alltagsleben keine Beinträchtigung geben. Irgendwie seltsam.
Hallo Gast,

da kann ich Dir nur zustimmen. Auch wenn man immer wieder liest, daß eine Schwerbehinderung (GDB 50 bis 100) mit der Erwerbsminderungsrente nichts zu tun haben sollte, ist es dennoch eine Beeinträchtigung im Arbeitsleben sowie auch im täglichen Leben und die Leistungsfähigkeit wird dadurch erheblich eingeschränkt.

Grüße
alarm
 

berkno

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
22 Januar 2015
Beiträge
21
Bewertungen
1
AW: Wo ist der Unterschied zwischen der EM-Rente und einer Rente wegen Schwerbehinderung

Die Aufforderung habe ich von meiner Krankenkasse bekommen.
Soviel ich weiß kann ich bei 50 GdB mit 60+9 Monate in Rente Abzug 10,8%.
Jeder Monat danach werden 0,3 % abgezogen.
Ich weiß nicht was die jetzt bezwecken wollen.
Im September habe ich meine 78 Wochen Krank rum dann muß ich sehen was für mich die finanziell beste Lösung ist.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
AW: Wo ist der Unterschied zwischen der EM-Rente und einer Rente wegen Schwerbehinderung

Ja Baujahr 55 SBH mit 60/9 und abschlagsfrei mit SBH 63/9 bzw. 63/6 bei 45 Jahre Beiträge.

Das finanziell beste ist wahrscheinlich das Ausnutzen der Nahtlosigkeitsregel, da Alg1 in der Regel höher sein wird als Rente.
Bringt nur nichts, wenn dann die Rente bewilligt wird.

Was die bezwecken wollen? Ist doch klar, die wollen Dich zur EM-Rente abschieben, damit die nicht mehr zahlen müssen.
Und während der Reha müssen die auf jeden Fall nicht zahlen.

Dein Dispositionsrecht ist bestimmt auch eingeschränkt worden.

Du kannst aber die 10 Wochen ausnutzen! Die wollen immer gerne, dass man denen schnell den Rehantrag sendet, damit die den als Eilantrag weiterleiten.

Das lässt Du schön bleiben und stellst am Ende der 10- Wochenfrist rechtsnachweissicher selber den Rehaantrag und nicht an die Krankenkasse senden.
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.428
Bewertungen
15.161
AW: Wo ist der Unterschied zwischen der EM-Rente und einer Rente wegen Schwerbehinderung

Hallo berkno,

Die Aufforderung habe ich von meiner Krankenkasse bekommen.

Das wurde dir schriftlich gegeben, dass du Rente wegen Schwerbehinderung beantragen sollst, würde ich gerne mal die §§ zu lesen / sehen, denn dazu ist die KK gar nicht berechtigt dich dazu aufzufordern. :icon_evil:

Neuerdings sind sie aber wohl auch berechtigt, dich aufzufordern eine EM-Rente zu beantragen und zwar genau seit einer Änderung ab dem 29.03.2017 steht das mit in § 51 SGB V.

eine Frist von zehn Wochen setzen, innerhalb der sie entweder einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben bei einem Leistungsträger mit Sitz im Inland oder einen Antrag auf Rente wegen voller Erwerbsminderung bei einem Träger der gesetzlichen Rentenversicherung mit Sitz im Inland zu stellen haben.

Hervorhebung von Doppeloma

Quelle

§ 51 SGB V Wegfall des Krankengeldes, Antrag auf Leistungen zur Teilhabe

Das war bisher nicht möglich, die KK durfte NUR zur Reha / LTA auffordern, in der Hoffnung, dass die DRV dann diesen Antrag in EM-Rente "umdeutet".
So hat man also wieder klammheimlich eine Tür geöffnet Menschen in "Zwangsrente" zu schicken, es zumindest zu versuchen, denn die DRV wird sich dagegen bestimmt wie gewohnt hartnäckig wehren (wollen) ...

Was der MDK so zur eingeschränkten Erwerbsfähigkeit feststellt, um der KK diese Aufforderungen zu ermöglichen wird nämlich bei der DRV genau so wenig ernst genommen, wie die gleichen "Gutachten" der AfA -ÄD nach der Aussteuerung.

Ich soll jetzt einen REHA Antrag stellen welcher,wie man mir sagt ,automatisch in einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente umgewandelt werden kann.

Es ist völlig egal was die KK dir dazu so "sagt", diese Hoffnungen kann die KK meist ganz schnell begraben, denn die DRV denkt in der Regel überhaupt NICHT daran eine Reha in EM-Rente "umzuwandeln" ...

Was glaubst du wohl warum diese "KK -Zwangs-Rehas" (in den DRV -Kliniken) meist damit enden, dass die Leute dort als "Putzmunter und Vollzeit Erwerbsfähig" entlassen werden. :sorry:

Dass eine Reha (bei von der DRV erkannter Notwendigkeit) in eine EM-Rente umgedeutet werden KANN steht auf JEDEM Reha-Antragsformular drauf, auch auf denen von der DRV .

Diesen DRV -Reha-Antrag wirst du wohl (noch) stellen müssen, wenn du nicht VORHER schon ausgesteuert wirst, das heißt ja noch nicht, dass dir überhaupt eine Reha bewillgt wird, es gibt auch viele andere Gründe für die DRV das abzulehnen, die müssen nicht zwangsläufig in EM-Rente führen. :icon_evil:

Man kann dich für "zu gesund" halten, dann ist eine Reha überflüssig (eine EM-Rente natürlich auch), man kann dich auch "für zu krank" halten, dann bist du ein Behandlungsfall aber KEIN Reha-Fall und noch lange KEIN EM-Rentenfall.

Es kommt auch ganz selten mal vor, dass man meint die Erwerbsfähigkeit mit einer Reha auch nicht mehr bessern zu können und dann tatsächlich anbietet eine EM-Rente zu bewilligen ...

Den Unterschied zur Rente für Schwerbehinderte solltest du schon in deiner Renteninformation finden können, denn da steht immer der Betrag drin (zu dem Zeitpunkt wo die erstellt wurde) den du als EM-Rente ca. zu erwarten hast aus den bisherigen Versicherungszeiten, der Abschlag ist darin schon enthalten.

Eine EM-Rente kann auch schon in jungen Jahren nötig werden, dann wird (aktuell) hochgerechnet bis zum 62. Lebensjahr, als hätte man das bisherige Durchschnitts-Einkommen weiter bezogen, ist man bei Bewilligung einer EM-Rente bereits 62 oder älter gibt es keine "Zurechnungszeiten" mehr. :icon_evil:

Die EM-Rente gibt es generell NUR wenn die DRV anerkennt, dass man Teilweise oder Voll Erwerbsgemindert ist, was KK oder AfA dazu geschrieben haben ist denen aber nicht wichtig dafür.
Die nutzen vorhandene Reha-Berichte und/ oder schicken dich zu eigenen Gutachtern, die das prüfen werden, ob du wirklich EM-Rente bekommen musst.

Bei entsprechenden DRV -Versicherungszeiten kann (theoretisch) JEDER eine solche EM-Rente bewilligt bekommen, der sie gesundheitlich benötigt, ein bestimmtes Lebensalter (oder ein GdB ) ist dafür nicht erforderlich. :icon_evil:

Dafür genügen bereits 36 Pflichtmonate an die Rentenkasse in den letzten 5 Jahren vor Eintritt einer Erwerbsminderung, wann genau die (EM = Leistungsfall für EM-Rente) eingetreten sein soll, werden wieder die Gutachter der DRV bestimmen.

Ich weiß nicht was die jetzt bezwecken wollen.
Im September habe ich meine 78 Wochen Krank rum dann muß ich sehen was für mich die finanziell beste Lösung ist.

Das wirst du bei Antrag auf Reha noch vor der Aussteuerung aber nicht mehr alleine zu entscheiden haben, was dir finanziell besser gefallen würde.

Stellst du den Antrag (nach schriftlicher Aufforderung durch die KK nach § 51 SGB V) NICHT nachweislich vor Ablauf der 10-Wochen-Frist (verbindlich ist das Datum / Empfang der Aufforderung an dich), dann ist die KK berechtigt das Krankengeld einzustellen.

Auch die AfA verlangt einen Antrag an die DRV wenn du wegen der
Aussteuerung dort ALGI haben möchtest und die wollen auch NICHT unbedingtfür 2 Jahre zahlen müssen, wenn es sich vermeiden lässt.

Einen Reha-Bericht werden sie dann gerne für ihre eigenen Überlegungen zu deiner Leistungsfähigkeit am Arbeitsmarkt nutzen, oder man wartet gerne noch mit dir zusammen auf die Entscheidungen der DRV dazu ... sofern du noch keinen Bescheid dazu hast im September.

Soviel ich weiß kann ich bei 50 GdB mit 60+9 Monate in Rente Abzug 10,8%.
Jeder Monat danach werden 0,3 % abgezogen.

In deiner Renten-Information sollte ebenfalls drin stehen, ab wann du (genaues Datum) eine Rente wegen Schwerbehinderung frühestens und mit wie vielen Abschlägen (höchstens 10,8 %, das entspricht anfangs dem gleichen Wert wie bei der EM-Rente) in Anspruch nehmen könntest.

Es sollte auch (genaues Datum) drin stehen wann die Rente für Schwerbehinderte abschlagfrei wäre ... wenn du keine aktuelle Renten-Information hast, solltest du die umgehend mal anfordern bei der DRV , dafür brauchst du nur deine Rentenversicherungsnummer angeben.

Für diese Renten-Art ist zwingend ein Schwerbehinderten-Ausweis ab GdB 50 erforderlich UND eine "Wartezeit" (entspricht den anerkannten Pflichtversicherungszeiten bei der DRV ) von 35 Jahren muss zusätzlich erfüllt sein, ein höherer GdB ändert daran nichts mehr.

In Anspruch nehmen KANN man diese Rente frühestens ab 60 + X Jahren, das geht vorher überhaupt NICHT, leider weiß ja heute kaum noch Einer ohne Renten-Information, wann er mal irgendein persönliches Rentenalter erreicht haben wird oder vorzeitig in (normale) Altersrente gehen könnte. :doh:

Es "verschiebt" sich ja ständig alles immer weiter nach hinten, je nach konkretem Lebensalter und Jahrgang ... du bist jetzt also 61 + 5 Monate, da solltest du dir das wirklich mal genauer ausrechnen lassen, kannst du auch zu einer DRV -Beratungsstelle gehen, dafür sind die schließlich da.

Mein Männe ist auch BJ 55 und hätte mit 60 + 9 Monaten in die Rente für Schwerbehinderte gehen können, allerdings hat er nun die EM-Rente und ohnehin 10,8 % Abschläge für den Rest seines Lebens (ich aber auch uns fehlen also schon zusammen ÜBER 20 % an der regulären Altersrente), es bringt ihm nichts mehr nun zu wechseln ... vor der regulären Altersrente mit 65 + 9 Monaten.

Die Rente wegen Schwerbehinderung gibt es also zu festen Terminen (je nach Geburtsjahrgang) und zu Bedingungen, die auch vom (längeren) persönlichen Arbeitsleben zusätzlich abhängig sind, darauf hat man dann aber einen Rechtsanspruch ...

Der Antrag zum richtigen Zeitpunkt gestellt, darf also nicht mehr abgelehnt werden, wenn ALLE Versicherungsbedingungen erfüllt sind hat die DRV dann auch zu bewilligen und zu zahlen.
Bei einer EM-Rente kann man nie sicher sein, ob die auch bewilligt wird oder wie lange man darum vielleicht kämpfen muss weil man die DRV nicht "überzeugen" konnte, zu krank zum Arbeiten zu sein ...

Bei uns hat das zusammen fast 7 Jahre gedauert, meine (reguläre) Altersrente werde ich nun zum Ende des Jahres beantragen, damit ich bei Ablauf der EM-Rente (nächsten Sommer) nicht plötzlich ohne Geld dastehe.

Denn mit dem Rechtsanspruch auf die reguläre Altersrente endet der Anspruch auf Rente wegen Erwerbsminderung (bei mir mit 65 + 5) ... waren das noch Zeiten, als ALLE mit glatt 65 in den verdienten Ruhestand gehen konnten ... :first:

MfG Doppeloma
 

miku

E-Mail-Adresse in Prüfung...
Mitglied seit
26 Oktober 2015
Beiträge
26
Bewertungen
3
AW: Wo ist der Unterschied zwischen der EM-Rente und einer Rente wegen Schwerbehinderung

In deiner Renten-Information sollte ebenfalls drin stehen, ab wann du (genaues Datum) eine Rente wegen Schwerbehinderung frühestens und mit wie vielen Abschlägen (höchstens 10,8 %, das entspricht anfangs dem gleichen Wert wie bei der EM-Rente) in Anspruch nehmen könntest.

Es sollte auch (genaues Datum) drin stehen wann die Rente für Schwerbehinderte abschlagfrei wäre ... wenn du keine aktuelle Renten-Information hast, solltest du die umgehend mal anfordern bei der DRV, dafür brauchst du nur deine Rentenversicherungsnummer angeben.
MfG Doppeloma

Hallo Doppeloma,
diese Informationen habe ich noch nie in meinem Rentenbescheid gefunden.
Nur die Angaben zur EMR. Sollte das da drinstehen?
Die bei der DRV wissen doch gar nicht ob man Schwerbehindert ist, oder?
LG miku
 

JacKy

Elo-User*in
Mitglied seit
1 Februar 2014
Beiträge
68
Bewertungen
41
AW: Wo ist der Unterschied zwischen der EM-Rente und einer Rente wegen Schwerbehinderung

Soweit ich weiß, findet man diese Informationen in der Rentenauskunft. Die gibt es in der Regel ab 55 und alle 3 Jahre. Da steht dann auch genau drin, ob du die Wartezeiten für bestimmte Rentenarten erreicht hast.
In der jährlichen Renteninformation stehen nur die Angaben zur Erwerbsminderungs- und zu erwartenden Altersrente.
 

miku

E-Mail-Adresse in Prüfung...
Mitglied seit
26 Oktober 2015
Beiträge
26
Bewertungen
3
AW: Wo ist der Unterschied zwischen der EM-Rente und einer Rente wegen Schwerbehinderung

Ahh, Danke für die Info JacKy.
Ich bin ja noch "blutjung" :cheer2:.
LG miku
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.428
Bewertungen
15.161
AW: Wo ist der Unterschied zwischen der EM-Rente und einer Rente wegen Schwerbehinderung

Hallo miku,

diese Informationen habe ich noch nie in meinem Rentenbescheid gefunden.

Bitte nicht von einem "Renten-Bescheid" schreiben, das ist nur eine (unverbindliche) Information / Übersicht zu den bisherigen Meldungen in deinem Renten-Konto bei der DRV .

Ein Bescheid ist eine verbindliche amtliche Zusage ab Tag "X" auch eine Rente zu zahlen, mit dem genauen (dann berechneten) Betrag ...

Nur die Angaben zur EMR. Sollte das da drinstehen?

Das steht (ab erworbenem Anspruch = Mindestversicherungszeiten dafür) auch bei Jüngeren schon drin, meiner Kenntnis nach werden diese Renten-Informationen inzwischen ab Mitte 30 regelmäßig rausgeschickt.

Schon damit man auch selber überprüfen kann, ob wirklich ALLE Zeiten darin korrekt erfasst sind, die mal für die Renten-Berechnung gebraucht werden könnten.

Das ist ja deutlich mehr als nur die Meldungen von AG, das betrifft auch Arbeitslosen-Zeiten (von AfA und JC gemeldet) und ebenso nachgewiesene AU -Zeiten, die bei der KK hinterlegt sind (auch wenn man KEIN Krankengeld bekommt deswegen) ...

Die bei der DRV wissen doch gar nicht ob man Schwerbehindert ist, oder?

Das ist richtig, es wird aber in jedem Antrag auf Reha oder Rente danach gefragt und wenn es noch nicht mal 35 Jahre erfüllte "Wartezeiten" gibt, ist es auch überflüssig darauf hinzuweisen, dass man dann eine Rente wegen Schwerbehinderung früher beantragen könnte, als die normale Altersrente. :bigsmile:

OHNE Antrag wird generell KEINE Rente bewilligt, die DRV ist nicht mal verpflichtet dich daran zu "erinnern", solltest du mal "vergessen" Altersrente zu beantragen ...
Bei verschiedenen Möglichkeiten ist die DRV allerdings (nach Antragstellung) verpflichtet eine sogenannte "Günstiger-Prüfung" vorzunehmen und dann die finanziell "bessere" Rente zu bewilligen.

Ich denke also, dass dem TE dann auch mitgeteilt wird, ob es nicht günstiger für ihn wäre statt der EM-Rente, die Rente für Schwerbehinderte zu nehmen ... ist halt eine spannende Rechen-Aufgabe, die man selbst kaum durchführen kann.

Eine Altersrente ganz ohne Abschläge kann man NICHT mehr beziehen wenn man schon eine mit Abschlägen (direkt) davor bekommen hatte, also nur noch in die reguläre Altersrente gewechselt wird.
Trotzdem muss die EM-Rente und die berechnete Altersrente noch verglichen werden, darum sollte man der DRV auch die nötige Zeit dafür geben, um den Übergang auch ohne Zahlungslücke abzusichern.

MfG Doppeloma
 

berkno

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
22 Januar 2015
Beiträge
21
Bewertungen
1
AW: Wo ist der Unterschied zwischen der EM-Rente und einer Rente wegen Schwerbehinderung

Wenn ich die Rente wegen Schwehrbehinderung beantrage und das sich nach hinten zieht zählt auch das jeden Monat 0,3 Prozent von den 10.8 Prozent abgezogen werden?
 

berkno

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
22 Januar 2015
Beiträge
21
Bewertungen
1
AW: Wo ist der Unterschied zwischen der EM-Rente und einer Rente wegen Schwerbehinderung

Genehmigte Übernahme einer PN von Doppeloma

Hallo berkno,

ich muß noch eines Fragen.

Warum machst du das nicht im Forum, die Antwort könnte ja auch noch andere User interessieren ???

Wenn ich die Rente wegen Schwehrbehinderung beantrage und das sich nach hinten zieht zählt auch das jeden Monat 0,3 Prozent von den 10.8 Prozent abgezogen werden?

Nein, denn die Rente für Schwerbehinderte beantragst du ja zu einem festen Datum, ab wann du die dann auch beziehen willst / wirst, das entscheidet ja NICHT die DRV (wie bei der EM-Rente).

Es erfolgt also genau der Abzug der für diesen Zeitpunkt noch berechnet wird, zieht sich da was hin mit dem Bescheid wird die Rente ja nachgezahlt, ab dem Datum wo du sie haben wolltest.

Man sollte also einplanen dass es 4 - 6 Monate dauern kann bis die DRV fertig gerechnet und den Bescheid erstellt hat.
Möchtest du jetzt noch (rückwirkend) zum 01.04. beantragen musst du eben warten bis die fertig sind und dir den Bescheid schicken werden, gezahlt werden dann ALLE Renten nach dem Stand vom 01.04.2017

Stellst du den Antrag z.B. erst zum 01.08. dann entfallen (für 4 Monate die Abschläge von 0,3 % = 4*0,3 = 1,2 % weniger Abschläge) und die Rentenzahlungen beginnen eben erst im August (egal wann der Bescheid fertig ist).
Das Datum (Monat) für diese Rente legst du (ab 1.Berechtigungs-Monat) selber fest, das hat kein Anderer für dich zu erledigen.

MfG Doppeloma
 
Oben Unten