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Wo finde ich die Vorlage (bzgl. DSGVO) um die Löschung aller nicht erforderlichen Daten Vom Jobcenter zu verlangen?

densch

Elo-User/in
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#1
Hallo,
ich würde gerne dem jobcenter die Weitergabe meiner Daten an potentielle Arbeitgeber und andere ungefragte Aktionen verbieten.
Nun habe ich im Thread
https://www.elo-forum.org/antraege-...rlagen-sortiert-/187727-dokumentenablage.html

bereits ein Muster für den "Widerspruch zur Datenweitergabe
gemäß Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)".

Gibt es hier ein entsprechhendes Muster für die DSGVO?
Oder hat sich da durch die DSGVO vielleicht dahingehend was geändert dass die nun mehr Daten als vorher rausgeben dürfen?

Achja, ich beziehe ALG 2.
Falls das relevant sein sollte.
 

Holler2008

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#2
Oder hat sich da durch die DSGVO vielleicht dahingehend was geändert dass die nun mehr Daten als vorher rausgeben dürfen?
Wenn dann eher weniger Daten.

Ich glaube nicht, dass das Schreiben mit BDSG seine Gültigkeit verloren hat. Ich würde das weiter nehmen. Zumal du als Laie auch jegliche Gesetze und §§ als Begründung weglassen darfst.
 

densch

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#3
Wenn dann eher weniger Daten.

Ich glaube nicht, dass das Schreiben mit BDSG seine Gültigkeit verloren hat. Ich würde das weiter nehmen. Zumal du als Laie auch jegliche Gesetze und §§ als Begründung weglassen darfst.
Hm, kann ich da im Jobcenter Schreiben einfach den Abshcnitt mit dem bestimmten Arbeitgeber rausmachen?

Weils mir ja nicht drum geht, dass die dem konkreten Arbeitgeber XY keine Auskunft geben sollen, sondern prinzipiell Allen!
 

Zeitkind

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#5
Gibt es hier ein entsprechhendes Muster für die DSGVO?
Die entsprechenden Muster der Widersprüche nach BDSG wurden an die DSGVO angepaßt.
In meinem ► Willkommensbeitrag habe ich unter dem Namen "Rezeption" auf den Leitfaden verlinkt.
Dieser enthält neben zahlreichen Informationen auch einen aktiven Index.
Dort unter "Datenschutz" gelangt ELO direkt zu den entsprechenden Vorlagen.
 

densch

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#6
Update:
Ich habe das beigefügte Schreiben zum Jobcenter hingefaxt.
(Blatt 1 und 2)
Ist im Prinzip das Musterschreiben von der Seite hier.

Erhalten habe ich daraufhin per Post beigefügtes Schreiben (Blatt 3 und 4),
letztlich allgemeines Blabla rund ums Thema Speicherfristen.

Mein eigentliches Anliegen, wegen dem ich das dort hin geschickt hatte (dass eben alle nicht erforderlichen Sachen wie Handynummer, Email, Foto und Co. entfernt werden) wurde wohl nicht gemacht.

Sollte ich denen nun nochmal ein selbstgefasstes Schreiben schicken, in dem ich konkret das Löschen der Handynummer, Emailadresse und der Fotos, sowie aller Lebensläufe in denen diese Sachen vorkommen, verlange?Zusammen mit einer Frist bis wann ich Rückmeldung und Bestätigung will dass die das Alles gelöscht haben?

Wenn ich da wieder so allgemein a la "alle nicht erforderlichen Sachen löschen" schreibe, kämen die mir wohl nur wieder mit allgemeinem Standardtext wie hier :-/

oder was meint ihr?
 

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

0zymandias

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#7
Die Sache mit den Fotos finde ich in Deinem Anschreiben nicht, wohl aber einen Mutterpass in Verbindung mit einer Schwangerschaft, was bei einem Herren dann doch relativ ungewöhnlich ist.

-> Schreiben in Zukunft immer anpassen. :wink:

Als Speicherfristen werden 5 Jahre, 10 Jahre, 13 Jahre und 30 Jahre angegeben, was in jedem einzelnen Fall nicht einer Löschung entspricht.

Da könnte man sich mit einem (angepassten) Schreiben an den Datenschutzbeauftragten des JCs wenden.

Nachtrag: Für das JC Kaiserslautern findet sich dessen Adresse unten auf einer Website.
 
Zuletzt bearbeitet:

usualnoel

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#8
Die Lektion lautet daher:

* Keine Kopien vom Perso durch das Jobcenter erstellen lassen.
* keine Zeugnisse oder Lebenslauf übergeben!
* Kein Foto dem Jobcenter geben!
* Keine privaten Details über Krankheit, Familie und Probleme mit dem Jobcenter besprechen - die führen eine "Psychoakte" aus der man dir dann später einen Strick dreht!
* Keine Einwilligung zu Datenfreigabe/weitergabe an Dritte oder Massnahmenträger unterschreiben!
* Keine Datenschutzeinwilligung bei Massnahmen unterschreiben, weil in Kursen oder Coachings die gesammelten Daten (auch private Probleme) per Protokoll dem Jobcenter geschickt werden!

Höflich nur den groben Umstand erklären und nix detailliertes dem Jobcenter anvertrauen!

Zeugnisse können "begutachtet" werden, aber ohne Anfassen und oder Kopien.

Meine SB vom Jobcenter nahm meinen Lebenslauf und pflegte diesen komplett in der Jobbörse in mein Profil ein - öffentlich sichtbar für alle.

Seit 3 Jahren kann ich diesen nicht mehr löschen lassen!!!!
Eine Umstellung auf "anonym intern" des Profils wird bei jeder EGV wieder auf "anonym öffentlich" umgestellt.

Laut Datenschutzbeauftragten von BaWü und anderen Bundesländern besteht kein Bedenken für die Daten - daher gilt niemals Daten, Zeugnisse, Arbeitsverträge, krankheitsdaten und psychologische Krankheiten mit dem Jobcenter besprechen!

Sobald die Daten bei der Behörde sind - wird nie gelöscht!
Das Gesetz verhindert eine Löschung und in der Datenbank wird nur eine Kopie deines Datensatz mit Feld "Telefon" & "Email" unsichtbar erstellt.

Alle Daten sind immer noch in etlichen Versionen in der Datenbank gespeichert.

Man kann ein Schreiben wie hier angemerkt schreiben und einschicken, aber Daten die Sie haben bleiben für immer dort und werden auch Weitergegeben an Finanzbehörden, Rentensversicherungen und oft auch an Krankenkassen.

Regel:
Nur das nötigste dem Jobcenter in Kopie oder Mündlich anvertrauen!

Das Jobcenter ist kein Anwalt, kein Beichtvater und kein Freund von dir. Höflich distanziert und weiter mit 100% Elan bewerben!
 

Seekuh

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#9
Datenschutz ist für mich auch sehr wichtig. Ich geh deshalb auch so vor wie usualnoel.

Allerdings muss der SB den Lebenslauf schon bekommen. Wie soll er sonst wissen, welche Jobs für dich überhaupt in Frage kommen?
 

erwerbsuchend

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#10
Allerdings muss der SB den Lebenslauf schon bekommen. Wie soll er sonst wissen, welche Jobs für dich überhaupt in Frage kommen?
Du kennst den Unterschied zwischen vorlegen (vorzeigen) und abgeben? Für das Profiling muss der Lebenslauf nicht abgegeben werden, es reicht aus, die Daten gemeinsam im Gespräch zwischen SB und Elo in Verbis zu erfassen.
 

Seekuh

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#11
Ich versteh nicht, was der Unterschied zwischen einem mündlich besprochenen Lebenslauf + einem abgegeben Lebenslauf sein soll. Die in Verbis eingegebenen Lebenslaufdaten sind identisch.
Also: JC bekommt bei einem nur vorgelegten Lebenslauf nicht weniger Daten.
 

Holler2008

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#12
Der Sachbearbeiter wird beim Vorlegen, die Daten mehr oder weniger nach seinem Gusto notieren.
Gibst du ihm den Lebenslauf, hat er Zeit die Form zu analysieren und auch gleich einen Beweis in der Hand, wenn er behauptet, du musst in ein Bewerbungstraining.

Außerdem kostet das drucken Geld. Beim Vorlegen, kannst du den für die nächste Bewerbung nehmen.
Es kostet nicht viel Geld, aber wer die Musik bestellt, bezahlt. Und es wird sicher ein riesen Aufwand, diese Kosten einzufordern, weil die sich sträuben werden.
 

densch

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#13
Mal ne dumme Frage:
Abgesehen von Vermittlungsvorschlägen kriegt man ja manchmal auch Tratsch- und Klatscheinladungen zugeschickt ( die letztlich in ner vorgegebenen EGV münden).

In der EInladung steht ja dann meist dabei:
Bspw. "Bringen Sie Lebenslauf, Anschreiben, Passbil,etc. mit"


Genau genommen müsste ich ja dafür auch Bewerbungskosten verlangen. Und eigentlich auch zwingend übernommen kiegen, oder?
 

Kerstin_K

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#14
Der Sachbearbeiter wird beim Vorlegen, die Daten mehr oder weniger nach seinem Gusto notieren.
Gibst du ihm den Lebenslauf, hat er Zeit die Form zu analysieren und auch gleich einen Beweis in der Hand, wenn er behauptet, du musst in ein Bewerbungstraining.

Außerdem kostet das drucken Geld. Beim Vorlegen, kannst du den für die nächste Bewerbung nehmen.
Es kostet nicht viel Geld, aber wer die Musik bestellt, bezahlt. Und es wird sicher ein riesen Aufwand, diese Kosten einzufordern, weil die sich sträuben werden.
Ich hab das, allerdings bei der AfA, anders gemacht. Meine SB bekam keinen Lebenslauf wie ich ihn einer Bewerbung beilege, sondern nur eine Auflistung meiner Ausbildung und bisherigen Tätigkeiten. Fuer ein Profiling reicht das.

Den Lebenslauf fuer Bewerbungen gestalte ich wie das anschreiben individuell.
[>Posted via Mobile Device<]
 

erwerbsuchend

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#15
In der EInladung steht ja dann meist dabei:
Bspw. "Bringen Sie Lebenslauf, Anschreiben, Passbil,etc. mit"
Dies ist jedoch in den meisten Fällen als Bitte formuliert. Einer Bitte kann man nachkommen, muss es aber nicht.
 

densch

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#16
Dies ist jedoch in den meisten Fällen als Bitte formuliert. Einer Bitte kann man nachkommen, muss es aber nicht.
Habe mal unten eine meiner Einladungen (geschwärzt) beigefügt.

Da drin ist selbst die Einladung zu dem Termin als Bitte verfasst.
Und doch bekäme man Sanktionen wenn man dem nicht nachkäme.

Insofern ist es für mich da etwas wage, was nun zwingend ist und was nicht.
 

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erwerbsuchend

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#17
Da drin ist selbst die Einladung zu dem Termin als Bitte verfasst.
Falsch, damit ist nur gemeint, dass du die Einladung bitte mitbringen sollst.

Insofern ist es für mich da etwas wage, was nun zwingend ist und was nicht.
Du kannst jedoch diese Unterlagen mitbringen und dem JC die Kosten für die Erstellung auferlegen. Es liegt nun bei dir, welche Variante du wählst.
 

densch

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#18
Falsch, damit ist nur gemeint, dass du die Einladung bitte mitbringen sollst.
"Bitte kommen Sie zum unten angegeben Termin...."

Die Pflicht, dem zu folgen, ergibt sich wohl schon aufgrund der EGV

Du kannst jedoch diese Unterlagen mitbringen und dem JC die Kosten für die Erstellung auferlegen. Es liegt nun bei dir, welche Variante du wählst.
Das war ja gerade im Prinzip die Frage ob ich das kann oder nicht.
Für das Schreiben von Bewerbungen (insbesondere VVs) steht es in der EGV, aber für andere Sachen stand da nix.
Müsste ich da auch die Kosten erstattet kriegen?
 

erwerbsuchend

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#19
"Bitte kommen Sie zum unten angegeben Termin...."

Die Pflicht, dem zu folgen, ergibt sich wohl schon aufgrund der EGV
Die Pflicht bezieht sich nur auf das Erscheinen zu diesem Termin. Dazu gibt es auch die RFB in der Einladung.

Das war ja gerade im Prinzip die Frage ob ich das kann oder nicht.
Für das Schreiben von Bewerbungen (insbesondere VVs) steht es in der EGV, aber für andere Sachen stand da nix.
Müsste ich da auch die Kosten erstattet kriegen?
Wenn du Geld für das Erstellen von Nachweisen für das JC vom JC erhalten willst, dann musst du dies entsprechend beim JC beantragen. Das geht formlos. Das JC hat für alles, was es vom Elo wünscht, die Kosten zu übernehmen.
 
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#20
densch sagte :
Insofern ist es für mich da etwas wage, was nun zwingend ist und was nicht.
Nicht nur der gesunde Menschenverstand, sondern auch die genannten Rechtsfolgen, sollten Klarheit schaffen:

Bitte kommen Sie ~> Wenn Sie nicht kommen, wird mit 10% sanktioniert.

Bitte bringen Sie Ihre Einladung mit ~> Wenn Sie sie vergessen, wird ... WAS? ~> Nix.

erwerbsuchend sagte :
Falsch, damit ist nur gemeint, dass du die Einladung bitte mitbringen sollst.
Ich weiß zwar wie du es gemeint hast, aber die (oben zitierte) Antwort ist falsch ... jedenfalls nicht ganz richtig:
Das Mitbringen der Einladung ist eine sanktionslose Bitte, ABER der Meldetermin ist sanktionsbewehrt!

erwerbsuchend sagte :
Du kannst jedoch diese Unterlagen mitbringen und dem JC die Kosten für die Erstellung auferlegen.
Tatsächlich? Wo habe ich überlesen, dass das JC die Kosten für die nachgekommene Bitte zugesagt hat?

In den EGVen wird die Erstattung von Bewerbungskosten geregelt ... nicht für Bitten in Meldetermineinladungen.
 
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