wo anfangen, was beachten? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Gracie

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Hallo zusammen,

nun ist das eingetreten, was wir befürchtet haben. Mein Mann ist demnächst 12 Mon. arbeitslos und trotz intensivem Bewerben keine Arbeit in Aussicht.

Also muss jetzt ALGII beantragt werden. Mir graut davor, dass wir irgendwelche Fehler machen, da einem da ja keiner hilft und auch schonmal Fehlinfos rausgehen.

Habt ihr Tipps, was wir beachten müssen?

Besonders Angst habe ich, weil wir zuviele qm haben....die Miete bekommen wir ja sicherlich nicht. Aber wir haben mittlerweile 6 Mon. Kündigungsfrist....und bei uns hängt viel dran, aber dazu gleich noch etwas

wir haben einen Bekannten, der übergangsweise hier in der Region wohnte. Angeblich werden hier gerade einmal 3 €/qm gezahlt. Das ist aber vollkomm unrealistisch. Er hat vor dem Sozialgericht geklagt und auch gewonnen. Denn es gibt für unser winziges Dorf noch nicht einmal einen Mietspiegel. ich habe Angst, dass uns das auch passiert....

Wir zahlen gerade 500 Euro kalt...heizen mit Holz...ziemlich teuer und dabei heizen wir nur das Nötigste. Umzug...wovon denn? Wir haben niemanden der hilft und die Vermieter wollen ja alle eine Kaution...die wir nicht haben. Unser jetziger Vermieter behält diese sicherlich ein....( außerdem darf er ja ein halbes Jahr damit warten) wir haben etwas Ärger mit dem Vermieter....und meine Eltern wohnen mit uns im gleichen Haus, gleicher Mietvertrag...das macht die Sache noch komplizierter. Denn der Mietvertrag läuft auf uns alle vier....meinen Mann , mich und meine Eltern. Das wird sicherlich lustig, das dem Amt zu erklären. Allerdings haben wir jeden Monat unseren Mietanteil mit passendem Betreff auf das Konto meiner Eltern überwiesen, die es dann samt ihrem Anteil an den VM überwiesen haben....

So.....wichtigste Sache für mich ist....was für Chancen haben wir überhaupt, dass das Amt die Miete übernimmt? Oder welchen Teil davon? Auf längere Sicht brauchen wir ne andere Lösung, ich weiss nur nicht, welche. Wir haben Hund und Katzen...damit hat man eh schlechte Chancen auf dem Wohnungsmarkt...nicht nur, dass kein Job, kein Geld....nun auch noch Tiere weggeben? Das kann ich nicht.... :-(

Das nächste Problem....ich arbeite im Internet bei diversen Textbörsen....verdiene so je nach Monat und Auftragslage 300 Euro. Da ich Fibromyalgie habe, die aber nicht anerkannt ist, kann ich schon lange nicht mehr in meinem Beruf arbeiten. Generell kann ich kaum sitzen/stehen für längere Zeit, weil sich alles verspannt. Ich habe große Angst, dass der Jobcenter mich jetzt auch vermitteln will. Nach 15 Jahren zuhause....zumal ich , wie gesagt, aufgrund der Krankheit seinerzeit mit meinem Mann diese Lösung beschlossen habe.

WIe läuft das mit Einkünften, die so schwanken wie bei mir? Besser ganz aufhören? Der Gnade der Arge ausliefern?

Mein Mann ist Mitte vierzig und angeblich qualifiziert. Deshalb wurde sein Antrag auf diese Hilfe zur Selbstständigkeit abgelehnt. Leider hat er in seinem Bereich (IT) keinerlei Zertifikate und Fortbildung von der ARGE gab es nicht...Jobangebote auch nicht...die Anzeigen von denen waren immer schon veraltet/somit besetzt.


Ich weiss gerade überhaupt nicht, wie es weitergehen soll. Mein Mann ist schon ganz depressiv und macht kaum noch was...
 
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Hallo zusammen,

nun ist das eingetreten, was wir befürchtet haben. Mein Mann ist demnächst 12 Mon. arbeitslos und trotz intensivem Bewerben keine Arbeit in Aussicht.

Also muss jetzt ALGII beantragt werden. Mir graut davor, dass wir irgendwelche Fehler machen, da einem da ja keiner hilft und auch schonmal Fehlinfos rausgehen.

Habt ihr Tipps, was wir beachten müssen?
1. Zu jedem Termin beim JC grundsätzlich nur mit Beistand erscheinen!

2. Unter keinen Umständen eine EGV unterschreiben sondern sich diese per Verwaltungsakt zuweisen lassen. Gegen diesen können dann Rechtsmittel eingelegt werden.

3. Den Mitwirkungs- und Mitteilungspflichten nachkommen, um Sanktionen zu vermeiden und sich rechtlich nicht "angreifbar" zu machen.

4. Wenn möglich ausschließlich postalisch mit der Behörde verkehren. Denn die "Beweispflicht" ist das "A" und "O". Wichtige Post an das JC grundsätzlich per Einschreiben oder persönlich gegen Empfangsbestätigung abgeben.

Besonders Angst habe ich, weil wir zuviele qm haben....die Miete bekommen wir ja sicherlich nicht. Aber wir haben mittlerweile 6 Mon. Kündigungsfrist....und bei uns hängt viel dran, aber dazu gleich noch etwas

wir haben einen Bekannten, der übergangsweise hier in der Region wohnte. Angeblich werden hier gerade einmal 3 €/qm gezahlt. Das ist aber vollkomm unrealistisch. Er hat vor dem Sozialgericht geklagt und auch gewonnen. Denn es gibt für unser winziges Dorf noch nicht einmal einen Mietspiegel. ich habe Angst, dass uns das auch passiert....

Wir zahlen gerade 500 Euro kalt...heizen mit Holz...ziemlich teuer und dabei heizen wir nur das Nötigste. Umzug...wovon denn? Wir haben niemanden der hilft und die Vermieter wollen ja alle eine Kaution...die wir nicht haben. Unser jetziger Vermieter behält diese sicherlich ein....( außerdem darf er ja ein halbes Jahr damit warten) wir haben etwas Ärger mit dem Vermieter....und meine Eltern wohnen mit uns im gleichen Haus, gleicher Mietvertrag...das macht die Sache noch komplizierter. Denn der Mietvertrag läuft auf uns alle vier....meinen Mann , mich und meine Eltern. Das wird sicherlich lustig, das dem Amt zu erklären. Allerdings haben wir jeden Monat unseren Mietanteil mit passendem Betreff auf das Konto meiner Eltern überwiesen, die es dann samt ihrem Anteil an den VM überwiesen haben....

So.....wichtigste Sache für mich ist....was für Chancen haben wir überhaupt, dass das Amt die Miete übernimmt? Oder welchen Teil davon? Auf längere Sicht brauchen wir ne andere Lösung, ich weiss nur nicht, welche. Wir haben Hund und Katzen...damit hat man eh schlechte Chancen auf dem Wohnungsmarkt...nicht nur, dass kein Job, kein Geld....nun auch noch Tiere weggeben? Das kann ich nicht.... :-(
Bezüglich KDU (Kosten der Unterkunft) solltet ihr euch mal mit folgender Seiten vertraut machen.

Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Suche über die Seiten von www.arbeitsagentur.de - www.arbeitsagentur.de

Das nächste Problem....ich arbeite im Internet bei diversen Textbörsen....verdiene so je nach Monat und Auftragslage 300 Euro. Da ich Fibromyalgie habe, die aber nicht anerkannt ist, kann ich schon lange nicht mehr in meinem Beruf arbeiten. Generell kann ich kaum sitzen/stehen für längere Zeit, weil sich alles verspannt. Ich habe große Angst, dass der Jobcenter mich jetzt auch vermitteln will. Nach 15 Jahren zuhause....zumal ich , wie gesagt, aufgrund der Krankheit seinerzeit mit meinem Mann diese Lösung beschlossen habe.

WIe läuft das mit Einkünften, die so schwanken wie bei mir? Besser ganz aufhören? Der Gnade der Arge ausliefern?
Was nun deine Einkünfte im Internet angeht, würde ich sagen die gehen das JC nichts an. Ich habe das auch mal gemacht und soweit ich mich erinnere bekommt man da weder einen Arbeitsvertrag noch muß man eine Lohnsteuerkarte bei denen abgeben. Du bist quasi "Freier Mitarbeiter" der nach gewissen Pauschalen und/oder nach Leistung (Auftrag) entlohnt wird. Trotz allem sollte eine gewisse "Geheimhaltung" nicht schaden. Man weiß ja nie, wer so alles mithört oder mitliest.

Bezüglich deiner gesundheitlichen Einschränkungen und der "verfestigten" Arbeitslosigkeit wäre mein Rat an dich: Antrag auf EM-Rente stellen. Es kommt zumindest auf den Versuch an und mehr als "schief" gehen kann es nicht. :icon_kinn:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/36861/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

Deutsche Rentenversicherung - Übersicht der Formulare, die mit R beginnen.

Mein Mann ist Mitte vierzig und angeblich qualifiziert. Deshalb wurde sein Antrag auf diese Hilfe zur Selbstständigkeit abgelehnt. Leider hat er in seinem Bereich (IT) keinerlei Zertifikate und Fortbildung von der ARGE gab es nicht...Jobangebote auch nicht...die Anzeigen von denen waren immer schon veraltet/somit besetzt.
Bezüglich deines Mannes würde ich ihm raten, PKH zu beantragen und sich einen Rechtsanwalt mit Spezialisierung Arbeits- und Sozialrecht zu suchen. Diese Anwälte haben ganz andere Mittel und Wege sich gegen "Behördenwillkür" durchzusetzen und Verfahren zu beschleunigen um das Bestmögliche für die Klienten rauszuholen. :icon_daumen: Alternativ kann er auch eine Mitgliedschaft bei einem der Sozialverbände (VDK oder SoVD) beantragen. Über die Mitgliedschaft ist er auch gleichzeitig rechtsschutzversichert und die vertreten die Mitglieder auch vor dem Sozialgericht. :icon_smile:

Sozialverband VdK Deutschland - Unsere VdK-Landesverbnde

SoVD -Landesverbände
 

Gracie

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Hallo Mikrobi

danke schonmal für die Antworten, werde mir das heute alles zu Gemüte führen. Was bitte ist eine EGV? Darüber bin ich schon mehrfach gestolpert.

Das Jobcenter hat leider schon Telefon und Email...mein Mann wollte wegen Jobangeboten immer schnell erreichbar sein :icon_neutral: was ich für sehr unklug hielt......

hmm, mein *Nebenjob* geht aufs Konto meines Dads.....huuust....aber der Job selbst geht auf meinen Namen....( habe den Nachnamen bei der Eheschliessung behalten...deshalb klappt das auch mit dem Konto)

genau bei unserem Ort kommt bei diesen örtlichen Richtlinien ein Seitenladefehler :eek: wie praktisch....

vor der EM Rente graut es mir...meine Ärzte hier halten mich gerne einfach für bescheuert....ich hatte Depressionen/Panikattacken, weil die Fibromyalgie lange nicht diagnostiziert wurde....nun wird es ständig so hingestellt, als sei ich nur zu faul/irre

ich habe anfangs noch ALG bekommen....dann wurden meine Krankschreibungen nicht mehr anerkannt...MDK und Co...
deshalb haben wir dann das Handtuch geschmissen...war vermutlich falsch, aber den Terror hab ich nimmer ausgehalten.
Meine Hausärztin nennt meine Beschwerden auch nur immer * ein paar Muskelschmerzen* ganz toll.....

ich seh schon *lustige* Zeiten auf uns zukommen...
 
G

gast_

Gast
Hallo Mikrobi

danke schonmal für die Antworten, werde mir das heute alles zu Gemüte führen. Was bitte ist eine EGV? Darüber bin ich schon mehrfach gestolpert.

Eine Eingliederungsvereinbarung
Bitte nicht unterschreiben- egal was die sagen.


Das Jobcenter hat leider schon Telefon und Email...mein Mann wollte wegen Jobangeboten immer schnell erreichbar sein :icon_neutral: was ich für sehr unklug hielt......

ist es auch. Stellt einen Antrag auf Datenlöschung

Er solll sich hier mal durch die Foren lesen, damit er versteht, was mit dem JC auf ihn zukommt.
Diesen Rat
Was nun deine Einkünfte im Internet angeht, würde ich sagen die gehen das JC nichts an.
besser nicht nicht befolgen...

Ein Bekannnter meine Warnungen in den Wind geschlagen, und bekam irgendwann Post von der Staatsanwaltschaft.
Ist teuer geworden...

Name......................................................
Strasse....................................................
PLZ/Ort....................................................
Kd.-Nr......................................................

An das JC .............................................
Strasse .............................................................
PLZ/Ort .............................................................


Sonntag, 12. August 2012


Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II)
Antrag auf Löschung meiner bereits erhobenen, aber nicht erforderlichen Daten (§ 84 Abs. 2 SGB X)


Sehr geehrte Damen und Herren,

der Bundesbeauftragte für Datenschutz hat beim Antrag auf Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II folgende Datenerhebungen problematisiert:

Telefon- und E-Mail Angaben sind nicht notwendig (sondern freiwillig),

Ich beantrage hiermit gemäß § 84 Abs. 2 SGB X die Löschung meiner in den beanstandeten Punkten aufgrund der Verwendung des von Ihnen zugesandten Fragebogens bereits gemachten Angaben. Die Daten sind für die Erfüllung Ihrer Aufgaben nicht erforderlich und die Erhebung verstößt gegen mein informationelles Selbstbestimmungsrecht. Um die Datenlöschung überprüfen zu können, beantrage ich einen entsprechenden Nachweis.


Mit freundlichen Grüßen
 

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