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Witwenrente, Grundsicherung, Miete

bonni

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Hallo,

ich habe mich gerade erst hier angemeldet weil ich folgende Fragen habe:

Meine Mutter ist 72 Jahre alt und bezieht eine Witwenrente von 815,00 Euro. Bisher hat sie sich durch putzen immer noch Geld (400,00 Euro Job) dazuverdient. Nun kann sie es aber nicht mehr.
Sie hat eine 58qm große "altengerechte" 2-Zimmerwohnung in der sie seit 20 Jahren wohnt, die Miete setzt sich wie folgt zusammen:

395,00 kalt
87,00 Nebenkosten
25,00 Heizkosten
----------------------------
507,00 Warmmiete. Ich weiss das die Miete zu hoch, bzw. die Wohnung zu groß für sie ist.
Sie wohnt in Düsseldorf und dort ist es schwer eine preiswertere 2 Zimmer-Wohnung zu finden. Die Wohnung dürfte nicht höher wie 1. Etage ohne Aufzug sein und sämtliche Einkaufsmöglichkeiten müssten auch in direkter Nähe sein, da ich ihr nicht helfen kann denn ich wohne in Limburg.
Nun meine Frage, gibt es bei der Beantragung der Grundsicherung irgendeine Möglichkeit wie ich dem Amt klarmachen kann, dass sie die Wohnung auch noch nach 6 Monaten behalten kann?

Ich muss noch erwähnen, das meine Mutter sehr schnell mit den Nerven am Ende ist sobald irgendein Schreiben von Ämtern kommt. Vorige Woche musste ich erst nach Düsseldorf fahren, weil ein Schreiben der Rentenversicherung kam und in dem stand nichts schlimmes drin (aber sie versteht das alles nicht)

Ich wäre wirklich sehr dankbar, wenn ihr mir Tipps geben könntet.

LG
bonni
 

Caso

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----------------------------
507,00 Warmmiete. Ich weiss das die Miete zu hoch, bzw. die Wohnung zu groß für sie ist.
Sie wohnt in Düsseldorf und dort ist es schwer eine preiswertere 2 Zimmer-Wohnung zu finden. Die Wohnung dürfte nicht höher wie 1. Etage ohne Aufzug sein und sämtliche Einkaufsmöglichkeiten müssten auch in direkter Nähe sein, da ich ihr nicht helfen kann denn ich wohne in Limburg.
Nun meine Frage, gibt es bei der Beantragung der Grundsicherung irgendeine Möglichkeit wie ich dem Amt klarmachen kann, dass sie die Wohnung auch noch nach 6 Monaten behalten kann?
Ich meine, man kann deine Mutter beruhigen. Sie wird nicht umziehen müssen.
Es sollte aber geprüft werden, ob Wohngeldanspruch eher als Grundsicherung in Frage kommt.
Nach Überschlag gäbe es ca. 65,- vom Sozialamt und ca. 50,- vom Wohnungsamt.


--------------------------
Falls meine Aussagen sachlich falsch sein sollten, bitte ich um Berichtigung. Danke.
Sie stellen immer lediglich meine persönliche Meinung dar.
 

bonni

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erst einmal danke für die Antwort. Verstehe ich das jetzt richtig, bekommt sie eventuell Wohngeld plus Grundsicherung,?
 

Caso

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erst einmal danke für die Antwort. Verstehe ich das jetzt richtig, bekommt sie eventuell Wohngeld plus Grundsicherung,?
NEIN. Beides gleichzeitig geht nicht. Ich empfahl:
Es sollte aber geprüft werden, ob Wohngeldanspruch eher als Grundsicherung in Frage kommt.
Das heißt, vielleicht bekommt sie eher Wohngeld als ergänzende Grusi.
Eher als ist nicht das+das
Man kann das prüfen lassen beim Wohngeldamt. Oder eben online selber rausfinden.
Bitte prüfe hiernach:
Ingo Turski: Wohngeld-Berechnung

http://www.harald-thome.de/media/files/kdu,-ae,-but-rilis/KdU-D-sseldorf---30.11.2012.pdf
 

Seepferdchen

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@bonni mal eine kurze Frage, du schreibst:

Meine Mutter ist 72 Jahre alt und bezieht eine Witwenrente von 815,00 Euro.
Bekommt deine Mutter selbst keine Rente oder meinst du mit deinem Satz insgesamt
eigene Rente plus Witwenrente 815€?

Ich würde dir den Wohngeldrechner empfehlen:

Wohngeldrechner - kostenlose Wohngeld Berechnung 2014

Wohngeld wäre eine vorrangige Leistung, sollte hier ein Ablehnungsbescheid kommen,
wird dieser benötigt für den Antrag der Grundsicherung.
Bitte immer in Kopie einreichen.
 

bonni

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nein, sie bekommt leider keine eigene Rente. Sie gehört zu der Generation die sich das damals haben auszahlen lassen und danach hat sie nie mehr auf Steuerkarte gearbeitet.

Das es nicht beides gibt habe ich ja schon befürchtet.
 

Seepferdchen

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Das es nicht beides gibt habe ich ja schon befürchtet.
Nur bei der Grundsicherung sind die Heizkosten dabei, was bei Wohngeld nicht der Fall ist.

Auf jeden Fall erstmal den Antrag stellen, Wohngeld weil sie den Ablehnungsbescheid braucht, das Grundsicherungsamt wird danach fragen.

Was zahlt sie den an Miete?

Bei 815€ minus Miete wird sie bestimmt unter dem Grundsicherungsbetrag liegen.
 

bonni

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Sie hat eine 58qm große "altengerechte" 2-Zimmerwohnung in der sie seit 20 Jahren wohnt, die Miete setzt sich wie folgt zusammen:

395,00 kalt
87,00 Nebenkosten
25,00 Heizkosten
----------------------------
507,00 Warmmiete
 

Seepferdchen

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Ja @bonni da wird es wie schon erwähnt beim Wohngeld einen Ablehnungsbescheid geben,hier fällt sie durch die Plausibilitätsprüfung, das heißt sie hat dann zuwenig zum leben.

Denn auch die anderen Kosten müßen ja gezahlt werden, Strom usw.
 

bonni

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Also müsste dann die Grundsicherung beantragt werden. Und da habe ich dann die Befürchtung das die von ihr verlangen sich eine günstigere Wohnung zu nehmen.
Dieses ist aber nicht so einfach,da die meisten preiswerteren Wohnungen entweder aus einem Zimmer bestehen, oder im Dachgeschoß ohne Aufzug sind.
 

Caso

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Also müsste dann die Grundsicherung beantragt werden. Und da habe ich dann die Befürchtung das die von ihr verlangen sich eine günstigere Wohnung zu nehmen.
Dieses ist aber nicht so einfach,da die meisten preiswerteren Wohnungen entweder aus einem Zimmer bestehen, oder im Dachgeschoß ohne Aufzug sind.
Ich möchte mich wiederholen und auf die Richtlinie von Düsseldorf verweisen.
http://www.harald-thome.de/media/files/kdu,-ae,-but-rilis/KdU-D-sseldorf---30.11.2012.pdf
Deine Mutter wird sicher nicht umziehen müssen. Falls das Sozialamt ihr eine Aufforderung schickt, die Kosten zu senken... bitte dann wieder hier fragen.
Meine überschlägige Rechnung nach dieser Richtlinie:
7,70€ x 50qm= 385,-€ für bruttokalt gilt als angemessen.
wegen Alter und schon lange dort wohnend: Zuschlag von 10% = 423,50 für bruttokalt. Deine Mutter zahlt bruttokalt aber 482,-€ . Also ca 58,- mehr.
Dazu kommen nur noch die sehr geringen Heizkosten von 25,-. Die werden so oder so gezahlt.
Die tatsächliche Bruttokaltmiete ist damit nur ca. 58,- teurer als das sog. Angemessene. Geprüft werden muß der Einzelfall auf jeden Fall.


Punkte 6.2 b, 6.5, 7.2 c in der Düsseldorfer Richtlinie.
Bitte keine Panik!



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Falls meine Aussagen sachlich falsch sein sollten, bitte ich um Berichtigung. Danke.
Sie stellen immer lediglich meine persönliche Meinung dar.
 

marina20101

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Ich glaube nicht, dass deine Mutter umziehen muss.
Meine Freundin musste im Mai mit 63 in Rente und zum Grundsicherungsamt,
in Düsseldorf.
Das JC hat die Miete nicht voll übernommen, 70 Euro musste sie selber zahlen.
Das Grundsicherungsamt hat die Miete voll übernommen.
Sie hat nur 44 Quadratmeter und zahlt 520,- Miete.
Viel Glück
 

bonni

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Ich glaube nicht, dass deine Mutter umziehen muss.
Meine Freundin musste im Mai mit 63 in Rente und zum Grundsicherungsamt,
in Düsseldorf.
Das JC hat die Miete nicht voll übernommen, 70 Euro musste sie selber zahlen.
Das Grundsicherungsamt hat die Miete voll übernommen.
Sie hat nur 44 Quadratmeter und zahlt 520,- Miete.
Viel Glück

Vielen Dank für diese hoffnungsvolle Nachricht, ich werde dann mal nächste Woche mein Glück bei den Ämtern versuchen.

LG
bonni
 

bonni

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Ich möchte mich wiederholen und auf die Richtlinie von Düsseldorf verweisen.
http://www.harald-thome.de/media/files/kdu,-ae,-but-rilis/KdU-D-sseldorf---30.11.2012.pdf
Deine Mutter wird sicher nicht umziehen müssen. Falls das Sozialamt ihr eine Aufforderung schickt, die Kosten zu senken... bitte dann wieder hier fragen.
Meine überschlägige Rechnung nach dieser Richtlinie:
7,70€ x 50qm= 385,-€ für bruttokalt gilt als angemessen.
wegen Alter und schon lange dort wohnend: Zuschlag von 10% = 423,50 für bruttokalt. Deine Mutter zahlt bruttokalt aber 482,-€ . Also ca 58,- mehr.
Dazu kommen nur noch die sehr geringen Heizkosten von 25,-. Die werden so oder so gezahlt.
Die tatsächliche Bruttokaltmiete ist damit nur ca. 58,- teurer als das sog. Angemessene. Geprüft werden muß der Einzelfall auf jeden Fall.


Punkte 6.2 b, 6.5, 7.2 c in der Düsseldorfer Richtlinie.
Bitte keine Panik!



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Falls meine Aussagen sachlich falsch sein sollten, bitte ich um Berichtigung. Danke.
Sie stellen immer lediglich meine persönliche Meinung dar.
vielen lieben Dank, nun habe ich das auch verstanden (bin aber nicht blond) und kann nun etwas beruhigender morgen ins Wochenende starten.

Sobald ich vom Amt irgendetwas erfahre egal ob positiv oder negativ werde ich mich wieder melden.

LG
bonni
 

Seepferdchen

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Viel Glück und keine Sorge deine Mutter muß nicht umziehen.
 

bonni

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Hallo,

es hat tatsächlich geklappt. Wir mussten allerdings auch noch zum Wohnungsamt, aber da sie da nur ca. 30,00 Euro bekommen hätte, erhält sie nun die Grundsicherung.

Ich möchte mich hier an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bedanken.

lG
bonni
 

silka

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Hallo,

es hat tatsächlich geklappt. Wir mussten allerdings auch noch zum Wohnungsamt, aber da sie da nur ca. 30,00 Euro bekommen hätte, erhält sie nun die Grundsicherung.

Ich möchte mich hier an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bedanken.

lG
bonni
Danke für die Info.
Na, das freut einen doch.
Positive Rückmeldungen fehlen hier häufig...

Alles Gute für deine Mutter!
 
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