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Witerbidung selbst in die Hand nehmen

Mausii87

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Guten Tag!

Ich hoffe ich bin hier im richtigen Unterforum gelandet, um mein Anliegen dazustellen.

ich bin seit dem Abbruch meiner Ausbildung Ende 2011 (Abbruch aus gesundheitlichen Gründen siehe unten) arbeitslos.

Ich hatte schwerwiegende Probleme in meinem Umfeld, sowie Stress in der Ausbildung da ich dort ziemlich ausgenutzt wurde, obwohl ich ja nur "Azubi" war, aber die Verantwortung für einen kompletten Bereich eigenständig ohne Hilfe hatte was auf eine etwa 50 Stunden Woche + Schulunterricht hinauslief, was sich auf meine Psyche und meinen Körper ausgewirkt hat. Als dann meine Mutter überraschend an Krebs gestorben ist, bin ich zusammengebrochen, woraufhin ich gekündigt wurde.
Beim Jobcenter war ich dann einige Wochen später, da ich vorher nicht die Kraft hatte überhaupt aus dem Haus zu gehen.
Ich wurde in eine Einstiegsoffensive gesteckt und sollte mich bewerben, was ich auch tat, dabei kam aber nix rum.
Nebenbei habe ich dafür gekämpft, endlich ausziehen zu dürfen (war damals noch 24), da ich nach dem Tod meiner Mutter Vollwaise war und nicht mit den verbleibenden Familienmitgliedern zusammenleben konnte, das war unzumutbar.
Der Auszug wurde bewilligt, mit der Voraussetzung dass ich mich in Psychologische Behandlung begebe und eine PSU mache.
Das habe ich beides gemacht, der Psychologe meinte allerdings nur, mich mit Medikamenten vollstopfen zu wollen ohne eine Diagnose zu stellen, wurde auf mehre Medikamente eingestellt, aber nichts hat wirklich geholfen, von den Nebenwirkungen mal ganz zu schweigen, weswegen ich die Behandlung abgebrochen habe.
Die PSU hab ich im Herbst 2012 absolviert.
Danach hatte ich insgesamt 4 verschiedene Fallmanager, da die Zuständigkeit immer wieder wechselte, und es war kein Vorankommen in irgendeiner Weise.
Ich hab mich weiterhin auf Ausbildungen beworben aber mit meinem nicht sehr tollen Lebenslauf und der immer größer werdenden Lücke war das nicht sehr erfolgreich.
Meine Fallmanager waren immer eher distanziert und an keiner Lösung interessiert. Ich habe mich in der Zeit mehrfach darum bemüht, vllt eine BAE-Ausbildung finanziert zu bekommen, was aber daran scheiterte, dass mir mitgeteilt wurde, man müsse erst Reha-Maßnahmen mit mir machen, da der Ausfall bei einer solchen Ausbildung bei mir sehr hoch sei und man ja nicht "umsonst" soviel Geld in die Hand nehmen wolle.
Die Reha-Maßnahmen habe ich gemacht aber die waren für mich eher ein Witz...
Das Ergebnis der PSU habe ich bis heute nicht schwarz auf weiß gesehen, mir wurde nur stellenweise daraus zitiert, daher weiß ich dass dabei wohl festgestellt wurde, dass ich in meiner jetzigen Situation nur max 3 Stunden arbeitsfähig bin.
Ich fühle mich eigentlich gut und will auch arbeiten und bin ganz bestimmt nicht so sehr labil wie das Jobcenter es nun dastellt. ich muss mich da wieder langsam rantasten aber ich weiß dass ich das schaffen kann!
Jetzt befinde ich mich allerdings seit etwa einem Jahr erneut im totalen Ruhestand und mir reicht es.
Ich hab den Entschluss gefasst, mein Abitur nachzuholen und dann zu studieren, da ich mit meiner jetzigen Qualifikation keinerlei Chancen zu haben scheine, ich sehe es ja an den Bewerbungen...
Ich möchte nicht ewig vom Jobcenter leben und auf deren Willkür abgewiesen sein...das regt mich jetzt schon total auf. Man wird behandelt wie der letzte Abschaum und geholfen wird einem auch nicht...

Mein Problem ist nun folgendes:
Ich möchte eine Abendschule besuchen, um das Abitur zu machen, die Voraussetzungen erfülle ich gerade so, und die Schule ist auch kostenlos, allerdings ist die Schule etwa 70 km entfernt. Ich habe kein Auto und würde mit den öffentlichen auch abends nach der Schule nicht mehr heimkommen, weshalb ich umziehen möchte.
Ich stehe in Kontakt mit meiner Fallmanagerin und sie meinte dass bei einer angemessenen Wohnung das alles kein Problem ist, aber es ist verdammt schwer etwas zu finden, ich suche seit etwa 3 Monaten schon intensiv, aber bekomme immer wieder Absagen, entweder wegen dem Jobcenter da die meisten doch Personen in einem Arbeitsverhältnis möchten, oder wegen meiner Katze.
Ich hätte theoretisch die Möglichkeit, bei meinem Freund zu wohnen, allerdings fällt er gerade so über die Höchstgrenze mit seinem Verdienst und dann würde mir alles gestrichen werden. ich find das eh eine Frechheit, dass das Jobcenter davon ausgeht, dass der Lebenspartner für einen aufkommt. Er hat einen Sohn und muss Unterhalt zahlen und hat eig. weniger Geld übrig als ich im Monat...
Meine Frage wäre nun, gibt es nicht andere Möglichkeiten der Finanzierung? Ich könnte neben der Abendschule einen Nebenjob machen, das traue ich mir auch zu, aber das reicht finanziell alleine niemals aus..Und ich weiß dass ich mich mit Vollzeit + Schule dann doch überfordern würde :(
Abendschule wird mit BaföG gefördert, allerdings erst ab dem dritt-letzten Semester.
Ein Kolleg wäre noch weiter weg, sowas gibt es hier einfach nicht. Dann müsste ich nach Frankfurt gehen.
Kann ich unter bestimmten Voraussetzungen nicht doch von Anbeginn BaföG bekommen? oder sowas wie Wohngeld beantragen?
Es wäre mir sehr lieb wenn ich aus dem ALG2 Bezug rauskönnte, egal wie, da die mir mehr Steine in den Weg legen wie alles andere..


Soo hoffe das war nun nicht zuviel und es ist alles genau verständlich.
Wäre sehr lieb wenn mir irgendwer hier mit seinem Fachwissen weiterhelfen könnte :D

Lieben Gruß, Mausii


PS: Das sollte "Weiterbildung" heißen oben ;P
 

Mausii87

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AW: Weiterbildung selbst in die Hand nehmen

Hat keiner hierzu eine Idee?
Lieben Gruß
 
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ExitUser

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Hallo Mausii87,

bescheidene Situation.
Schüler-Bafög gibt es nur unter ganz bestimmten engen Voraussetzungen und für ganz bestimmte förderfähige Bildungseinrichtungen. Und - Bafög ist wirklich nicht großzügig bemessen.

Was ist mit Kindergeld und Halbwaisenrente?

Was wäre alternativ zur eigenen Wohnung mit einer Wohngemeinschaft?

LG
 

Mausii87

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Hallo :)
Danke für deine Antwort.

Das Schüler-Bafög ist nicht viel und ja, es müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, aber eigentlich sind die bei mir gegeben, da ich laut Artest vom Amtsarzt "nur" 3 Stunden täglich arbeiten kann (Und die Abendschule mit 4 Stunden damit meine gesamte Leistungsfähigkeit in Anspruch nimmt) und die Schule ist auch förderungsfähig.

Bei Bafög hätte ich halt den Vorteil, dass ich abzugsfrei noch was dazuverdienen kann, das wäre ja bei SGBII nicht so..

Ich bin 26, fast 27, ich bekomme kein Kindergeld mehr.
Halb-bzw in meinen Fall Vollwaisenrente wird soweit ich weiß auch nur bis 25 gezahlt. Selbst wenn, das wird mir ja auch alles angerechnet :/

Wohngemeinschaft ist ganz klar eine Option, aber auch da muss ich ja die Miete irgendwie zahlen ;)
 

Mausii87

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Das Abitur bei der SGD oder ähnlichen Einrichtungen nachzuholen ist auch eine option, allerdings kostet dies Gebühren, die ich komplett selbst tragen muss. Da nehm ich lieber den kostenlos Weg mit der Abendschule wahr...

Ich habe nun eine Wohnung gefunden und bin eigentlich auch schon im Umzug... meine Sachbearbeiterin lässt sich zwar Zeit mit ihrer Zustimmung, allerdings ist die neue Wohnung 100% angemessen und somit garnicht ablehnbar.
 
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