Wirtschaftskrise: Größte Demonstration seit Jahrzehnten in Dublin (1 Betrachter)

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Martin Behrsing

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Republican Sinn Féin placard for the trade union-organised street protest in Dublin on Saturday 21st February 2009: 'Leinster House: The Golden Circle you can Bank on!'

Ein Mitglied von Republican Sinn Féin berichtet: Republican Sinn Féin members and supporters took part in the ICTU-organised anti-pension levy/'golden circle' protest march through Dublin city centre: we were proud to be part of the almost 200,000 people (including on-lookers , who lined the entire parade route , clapping and cheering) and were the first political organisation to 'set-up shop' in the city that day - RSF members first assembled at 11.30am at the Parnell Monument , facing the Ambassador Cinema , and held their ground there until 3pm . Incidentally , the lead banner passed us at that monument at 2.05pm and the very last banner passed us at 3.05pm!

MEHR als 100 000 Menschen sind am Samstag in der irischen Hauptstadt Dublin auf die Straße gegangen, um gegen den Umgang ihrer Regierung mit der Wirtschaftskrise zu protestieren. Der irische Gewerkschaftsbund ICTU hatte zu der Demonstration aufgerufen, die durchweg friedlich verlief. Es war die größte Antiregierungsdemonstration in Irland seit Anfang der 1980er Jahre. Sie führte in einem Marsch vom Parnell Square entlang der Hauptverkehrsstraße O’Connell Street bis zum Parlament am Merrion Square. Dort fand anschließend eine Kundgebung statt. Es kamen so viele Teilnehmer, daß der Protestzug früher als geplant begann und die Massen anderthalb Stunden brauchten, um den anderthalb Kilometer langen Weg zurückzulegen.

Republican Sinn Féin Germany & Austria
 

Rote Socke

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Deutschland hat gerade keine Zeit! Muss dringend DSDS und Bundesliga gucken...:icon_party:
und morgen ist dann erstmal Karneval. Und ob danach noch Zeit für 'ne Massendemo sein wird :confused:
Immer lustig und vergnügt, bis das der A.r.s.c.h im Sarge liegt.
:icon_kotz:
 

MrsNorris

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Ich finde es einfach nr noch peinlich, dass deutschland nicht aus dem Quark kommt.
 

eiszeit

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Bevor ihr jetzt wieder alle rumschreit wie blöd doch wir Deutschen sind,
hier der Aufruf zur Demo am 28. März in Frankfurt und Berlin.

Motto: "Wir zahlen eure Krise nicht."

https://www.28maerz.de/
 
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Und was kommt danach? Wer wird es (hin)richten?
Ist doch erstmal egal was danach kommt, solange D erst mal in die Socken kommt. Ich bin jedenfalls dabei herauszufinden wie ich nach Berlin komme, ohne im Bus tot umzufallen, weil ich unter Reisekrankheit leide.
(Da helfen keine Reisetabletten).
So, und wenn möglichst viele den Weg nach Berlin oder Frankfurt gefunden haben, und dort ordentlich Remmidemmi machten, ergeben sich daraus neue Möglichkeiten noch mehr Großdemos zu veranstalten. Vielleicht auch mal eine Gelegenheit den Gerwerkschaften einen Tritt zu verpassen, dass die sich mal in Bewegung setzen und Demos veranstalten, vielleicht in Eigenregie - habe ich noch nie gemacht, bin also der falsche Ansprechpartner!
Vielleicht auch ein anderer Weg, was weiß ich......aber die Demo in Berlin wäre doch schon mal ein Anfang................

LG
 

HartzDieter

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Republican Sinn Féin placard for the trade union-organised street protest in Dublin on Saturday 21st February 2009: 'Leinster House: The Golden Circle you can Bank on!'
...
MEHR als 100 000 Menschen sind am Samstag in der irischen Hauptstadt Dublin auf die Straße gegangen, um gegen den Umgang ihrer Regierung mit der Wirtschaftskrise zu protestieren. Der irische Gewerkschaftsbund ICTU hatte zu der Demonstration aufgerufen, die durchweg friedlich verlief. Es war die größte Antiregierungsdemonstration in Irland seit Anfang der 1980er Jahre.
...

Republican Sinn Féin Germany & Austria
Warum bekommt man in den hiesigen Medien nichts davon mit?
Wird das Geschehen in Zombieland verwchwiegen? Soll es der Souverän nicht wissen?

Ich habe davon erst hier im Forum erfahren.
 

eiszeit

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Vielleicht auch mal eine Gelegenheit den Gerwerkschaften einen Tritt zu verpassen, dass die sich mal in Bewegung setzen und Demos veranstalten, vielleicht in Eigenregie - habe ich noch nie gemacht, bin also der falsche Ansprechpartner!


Der DGB legt seinen Schwerpunkt zur Kapitalismuskrise in den Mai.

DGB-Chef Sommer: Aufarbeitung notwendig


Der DGB will die politische, wirtschaftliche und moralische Aufarbeitung der Finanz- und Wirtschaftskrise mit einem Kapitalismuskongress Mitte Mai und einer anschließenden Demo in Berlin vorantreiben.
"Es wird der Auftakt für eine breite öffentliche Diskussion, an deren Ende eine wirklich soziale Marktwirtschaft stehen muss, die in eine bessere Zukunft führt und solche auch aus Gier geborenen Krisen künftig vermeidet“, kündigte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer an. Das Ziel: eine „Marktwirtschaft für Menschen“
 
E

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Gast
Der DGB legt seinen Schwerpunkt zur Kapitalismuskrise in den Mai.
Demos gegen die Kapitalismuskrise sind schön und gut - ich dachte aber auch an Demos gegen Hartz! Jetzt, im Jahr der BuTa-Wahlen eine ideale Möglichkeit auf sich aufmerksam zu machen. Danach wird D wieder für weitere 4 Jahre in den Dornröschenschlaf fallen.....

LG
 

Mario Nette

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@Hamburgeryn
Dazu fehlt die kritische Öffentlichkeit. Anti-Hartz-Demos bzw. -teilnahmen können nur noch von den Erwerbslosen bzw. Leistungsbeziehern selbst kommen. In der aktuellen Krise interessiert es den Druchschnittsdeutschen (also Arbeitnehmer!) nicht sonderlich viel, was unter dem Boden, auf dem seine Füße stehen, abgeht, sondern es interessiert ihn, dass er den Boden unter den Füßen nicht verliert. Wenn überhaupt, wird die Hartz-Kritik nur zu passenden Momenten als schmückendes Beiwerk genutzt. Ferner würde ich es dem DGB doch auch überhaupt nicht abnehmen, stellte er sich entschieden gegen die gesamte Hartzreformschei*e.

Deswegen ist die Frage, was denn danach passiert, legitim: Warum auch immer, die meisten Durchschnittsdeutschen sind an einer Stabilisierung und Aufwertung der momentanen Gegebenheiten interessiert. Die Hartz-Kritiker aber nicht. Sie wollen nicht die Aufwertung des Hartz-Murkes, sondern dessen kompromisslose Abschaffung. Wenn die Demos nur wieder dazu führen, dass die Durchschnittsdeutschen über Vorwahlgeschenke geködert und nach der Wahl getreten werden, hat die Demo nichts bewirkt. Sie und "das danach" muss seine Wirkung aber in der Vorwahlzeit entfalten.

Mangels gutem Zugang zum kritischen irischen Journalismus werden wir vermutlich nicht einfach nachzeichnen können, welche Wirkung die Demo in Dublin noch haben wird. Ach ja, welche Wirkung haben gleich noch die Demos am 1. Mai?

Ich will nicht sagen, dass die Demos Unsinn sind - garantiert nicht. Ich will nur deutlich machen, dass es mit einer Demoteilnahme jedes Einzelnen nicht genug ist - egal ob jetzt auf der Krisen- oder DGB-Demo. Die Demos sind ein Indikator, sie selbst führen aber meist zu keinen direkten Veränderungen.

Mario Nette
 
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@Hamburgeryn
Dazu fehlt die kritische Öffentlichkeit. Anti-Hartz-Demos bzw. -teilnahmen können nur noch von den Erwerbslosen bzw. Leistungsbeziehern selbst kommen. In der aktuellen Krise interessiert es den Druchschnittsdeutschen (also Arbeitnehmer!) nicht sonderlich viel, was unter dem Boden, auf dem seine Füße stehen, abgeht, sondern es interessiert ihn, dass er den Boden unter den Füßen nicht verliert. Wenn überhaupt, wird die Hartz-Kritik nur zu passenden Momenten als schmückendes Beiwerk genutzt. Ferner würde ich es dem DGB doch auch überhaupt nicht abnehmen, stellte er sich entschieden gegen die gesamte Hartzreformschei*e.

Deswegen ist die Frage, was denn danach passiert, legitim: Warum auch immer, die meisten Durchschnittsdeutschen sind an einer Stabilisierung und Aufwertung der momentanen Gegebenheiten interessiert. Die Hartz-Kritiker aber nicht. Sie wollen nicht die Aufwertung des Hartz-Murkes, sondern dessen kompromisslose Abschaffung. Wenn die Demos nur wieder dazu führen, dass die Durchschnittsdeutschen über Vorwahlgeschenke geködert und nach der Wahl getreten werden, hat die Demo nichts bewirkt. Sie und "das danach" muss seine Wirkung aber in der Vorwahlzeit entfalten.

Mangels gutem Zugang zum kritischen irischen Journalismus werden wir vermutlich nicht einfach nachzeichnen können, welche Wirkung die Demo in Dublin noch haben wird. Ach ja, welche Wirkung haben gleich noch die Demos am 1. Mai?

Ich will nicht sagen, dass die Demos Unsinn sind - garantiert nicht. Ich will nur deutlich machen, dass es mit einer Demoteilnahme jedes Einzelnen nicht genug ist - egal ob jetzt auf der Krisen- oder DGB-Demo. Die Demos sind ein Indikator, sie selbst führen aber meist zu keinen direkten Veränderungen.

Mario Nette
Wir sind beide einer Meinung. Ich sehe das genauso wie du, deshalb kam ja auch meine Anmerkung, dass ich Anti-Hartz-Demos für so wichtig halte.
Denn ich befürche ab Herbst Schwarz-Gelb, und dann wird es sehr, sehr düster für uns Hartzer..... Und irgendwie habe ich immer noch die Hoffnung, dass wir es schaffen großflächig auf die Straße zu kommen, um dieses Hartzmurks zu beseitigen. Und zwar bevor es der neurotische Schäuble schafft am GG und Demonstrationsrecht zu drehen, und noch weitere "Antiterrorgesetze" zu installieren, die zuletzt das freie Denken unter Strafe stellen......
Ich habe den Eindruck, ich schweife ab.....man, ich bin so es so leid und es macht mich so müde........

LG
 

eiszeit

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Denn ich befürche ab Herbst Schwarz-Gelb, und dann wird es sehr, sehr düster für uns Hartzer.....

LG
Wie gestern in einer Politiksendung, weis leider nicht mehr welche, vermeldet wurde, können nur noch die Freien Wählergruppen, Schwarz-Gelb verhindern.
Davor haben die Konservativen eine höllische Angst.
Die Hoffnung stirbt zuletzt
 
N

Nustel

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Warum bekommt man in den hiesigen Medien nichts davon mit?
Wird das Geschehen in Zombieland verwchwiegen? Soll es der Souverän nicht wissen?

Ich habe davon erst hier im Forum erfahren.
Schau Dir mal den Bildschirmtext auf der Startseite vomWDR an. Z.B.
Meist von 7 Punkten drehen
sich 4 um SPORT, einmal um WETTER und dann Einmal um Boulevard.
INFO musste suchen.
 

eiszeit

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Schau Dir mal den Bildschirmtext auf der Startseite vomWDR an. Z.B.
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sich 4 um SPORT, einmal um WETTER und dann Einmal um Boulevard.
INFO musste suchen.
Auch die NachDenkSeiten - Die kritische Website berichten

Finanzkrise: Großdemo gegen irische Wirtschaftspolitik

Kundgebung gegen die Regierung: In der irischen Hauptstadt Dublin sind zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um ihren Unmut über die Wirtschaftspolitik zu zeigen. Innerhalb weniger Monate stürzte die Finanzkrise Irland vom Vorzeigeland Europas an den Rand des Staatsbankrotts.
Quelle: Spiegel Online
 

Jenie

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An Irland sieht man sehr gut wann ein Volk entgültig aufsteht. Lettland oder Ungarn dürften die nächsten sein.

Bis zu unserem Bankrott und den spürbaren Auswirkungen hat es noch zeit. Ein wenig mehr Bewegung ist schon da. Die Massenentlassungen die nun kommen werden die nächsten sein die endlich kapieren was los ist.
Dennoch wird es wie überall sein. Erst mit dem Bankrott wird der Aufstand kommen. Kleinere Austände wie Bankster mit Schuhen oder Schneebälle bewerfen erhoffe ich mir zwar eher, allerdings haben wir dann grade kein Schnee :icon_party:...

die Masse der branchen die noch verdienen hat keine Ahnung von der Krise - noch von Hartz Empfängern - noch von argen - sie sind Dumm.
Sie sehen bei mir kommt Geld und alle andren sind doof und faul und die Krise naja... die betrifft uns nicht wirklich.

Aber sie werden umso derber aufstürzen. Seht es als Vorteil, ihr wisst und könnt noch was tun um vorsorge zu betreiben,.... alle die erst dann fallen, fallen fast zusammen mit dem Bankrott und werden kaum mehr möglichkeiten der Vorsorge haben.
 

Linchen0307

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100'000 wütende Iren überrennen Dublin

Während einfachen Staatsangestellten der Lohn gekürzt wird, erhielt der frühere Premier Bertie Ahern bei seinem Rücktritt 112'000 Euro Rentengeld. Die Iren sind wütend.

Mit Video: 100'000 wütende Iren überrennen Dublin - News Ausland: Europa - bernerzeitung.ch
Alles in Allem dürften gerstern auch hier soviele auf den Strassen gewesen sein. Natürlich nicht zum demonstrieren, sondern um Jecken zu zusehen.:icon_neutral:
 

Hexe45

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Na ja solange wir heir auch nicht richtig hochkommen, dürfen wir uns nicht beklagen, das niemand aufsteht.

Denn auch wir sind die Michel, die nich hochkommen.

LG
Hexe
 
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