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Wirklich jede Arbeit zumutbar

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Sodomike

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Hallo, ich habe mal eine Frage:
Ist wirklich "grundsätzlich jede Arbeit zumutbar", wie man mir immer in diesen Beratungsgesprächen einimpft oder darf ich gewisse Stellen auch ablehnen?
Wie siehtes mit Stellenvorschläge vom Arbeitsamt aus, die als Arbeitgeber eine Zeitarbeitsfirma anzeigt?
Muss ich mich da bewerben oder nicht?
Ich hatte vor, eine Ausbildung zu suchen und dafür umzuziehen,
aber die vom Arbeitsamt sind der Meinung, dass ich vorrangig eine Arbeitsstelle in meiner Stadt finden soll.
Was ist nun wahr?
 

Martin Behrsing

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Hallo und willkommen,

grundsätzlich ist jede Arbeit zumutbar, solange sie nicht gegen die guten Sitten verstößt oder 30% unter Tarif- oder Ortsüblichen Lohn liegt. Zeitarbeit ist schon seit Jahren zumutbar.
Du hast wahrscheinlich nur dann eine Chance, dass Du in deinen Ausbildungsbemühungen unterstützt wirst, wenn du eine entsprechende Ausbildungsstelle nachweisen kannst.

Würde dir gerne etwas anderes sagen.
 

Sodomike

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Na gut, die Krötemuss ich wohl schlucken.
Aber selbst wenn ich eine Ausbildungsstelle vorweisen kann, soll ich bis Ausbildungsbeginn nach Möglichkeit eine befristete Stellensuchen, ummeinen Leistungsbezug schnellstmöglich zu beenden.
So ähnlich wurde mir das mitgeteilt.
Wie sieht es damit aus?
Ist das auch rechtens?
 

Martin Behrsing

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Sodomike schrieb:
Na gut, die Krötemuss ich wohl schlucken.
Aber selbst wenn ich eine Ausbildungsstelle vorweisen kann, soll ich bis Ausbildungsbeginn nach Möglichkeit eine befristete Stellensuchen, ummeinen Leistungsbezug schnellstmöglich zu beenden.
So ähnlich wurde mir das mitgeteilt.
Wie sieht es damit aus?
Ist das auch rechtens?
ja.

§ 2 SGB II
Grundsatz des Forderns
(1) 1Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen. 2Der erwerbsfähige Hilfebedürftige muss aktiv an allen Maßnahmen zu seiner Eingliederung in Arbeit mitwirken, insbesondere eine Eingliederungsvereinbarung abschließen. 3Wenn eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht möglich ist, hat der erwerbsfähige Hilfebedürftige eine ihm angebotene zumutbare Arbeitsgelegenheit zu übernehmen.

(2) 1Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen haben in eigener Verantwortung alle Möglichkeiten zu nutzen, ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu bestreiten. 2Erwerbsfähige Hilfebedürftige müssen ihre Arbeitskraft zur Beschaffung des Lebensunterhalts für sich und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen einsetzen.
 

RobertKS

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Hallo Sodomike,

also grundsätzlich ist Martins Aussage richtig, und dennoch würde ich etwas differenzieren, denn eine Arbeit, die man z.B. aus gesundheitlichen Gründen - ich denke da an Allergien, körperliche Einschränkungen, usw. -nicht verrichten kann, kann ich schon ablehnen, wenn ich das durch ein Attest oder höheres med. Gutachten belegen kann.Eine Arbeitsstelle kann auch dann unzumutbar sein, wenn die Kosten - z.B. Fahrkosten, Verpflegung außer Haus, bei Stellenangeboten außerhalb meines Wohnortes, die Entlohnung der Arbeit übersteigen.Dies muß man, glaube ich, nicht hinnehmen.
Bewerbungen auf Stellenangebote an Arbeitsagenturen - die für eine Leiharbeitsfirma agieren - kann man machen, doch würde ich das nur tun, wenn eine Chance besteht den Job auch zu bekommen.Wenn im Angebot die Anforderungen schon kaum zu mir passen, macht das wenig Sinn.
Wesentlich ist, das man sich bewirbt und somit Eigenbemühungen nachweisen kann.Wo man sich bewirbt spielt kaum eine Rolle.Die Anzahl an Bewerbungen spielt nur eine Rolle, wenn sie - von Amtswegen - vorgegeben wird.

Gruß Robert ;)
 

Sodomike

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Ich muss mindestens zehn Eigenbemühungen vorweisen, die vorgeschlagenen Stellen zählen nicht dazu :mued:

Ich finde es schade, dass man von der ARGE keine Unterstützung bei seiner Berufswahl bekommt, sondern nur irgendwelche Stellen um die Ohrengeballert bekommt :( :motz:
 
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Martin Behrsing schrieb:
Hallo und willkommen,

grundsätzlich ist jede Arbeit zumutbar, solange sie nicht gegen die guten Sitten verstößt oder 30% unter Tarif- oder Ortsüblichen Lohn liegt. Zeitarbeit ist schon seit Jahren zumutbar.
Du hast wahrscheinlich nur dann eine Chance, dass Du in deinen Ausbildungsbemühungen unterstützt wirst, wenn du eine entsprechende Ausbildungsstelle nachweisen kannst.

Würde dir gerne etwas anderes sagen.
Hoffentlich gehört Prostitution nicht dazu. ???
Soviel ich weiss ist sie nun nicht mehr sittenwidrig.
 
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Sodomike schrieb:
Ich muss mindestens zehn Eigenbemühungen vorweisen, die vorgeschlagenen Stellen zählen nicht dazu.

Ich finde es schade, dass man von der ARGE keine Unterstützung bei seiner Berufswahl bekommt, sondern nur irgendwelche Stellen um die Ohrengeballert bekommt.
Bekommst du von deiner ARGE dann wenigstens die Bewerbungskosten komplett erstattet?
Hast du darüber auch eine schriftliche Zusicherung??
Bei dieser Menge hat sich dein Bearbeiter ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt!!
 

lino

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zumutbare arbeit

Steht irgendwo geschrieben,was zumutbare Arbeit ist?Ich hab das SGBll dazu nicht im Kopf,aber wer sagt denn,das nicht auch eine höher qualifizierte Stelle zumutbar ist?
Gruss Lino
 

Sodomike

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Schriftliche Bewerbungen bekomme ich erstattet, dafür habe ich diesen Antrag.
Gibt immerhin 5€ pro Bewerbung.
Immerhin ein Trost, wenn meine schriftliche Bewerbungen ins Leere laufen :mued:
 
E

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Der Höchstbetrag liegt im Jahr bei 260 Euronen.

10x12x5= 600€!!

Dat soll der SB ,mal seinem Vorgesetzten erklären.
Hast du das wenigstens schriftlich mit der Übernahme bei den geforderten Bewerbungspensum??
 

Arania

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Hm, Frage:
10 Eigenbemühungen? In welchem Zeitraum oder habe ich das überlesen? In der Woche oder im Monat? Sorry falls ich es übersehen habe
 

Sodomike

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10 Stück mindestens pro Monat.
Bisher bin ich mit 10 gut gfahren, aber 10 St. in einem Monat zusammenzukriegen ist nicht einfach,
mußte mir da zwei Bewerbungen ausdenken.
Warum sind Alose so wenig wert und wrden laufend unterdrückt???
 

Bettler

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Laut Grundgesetz darf Arbeit auch abgelehnt werden. Wenns das nicht gäbe, dann hatten wir hier Zwangsarbeit. Danach müsste sich die Zumutbarkeit richten, denn zumutbar ist nur die gute Bezahlung und eine Arbeit, die in Würde durchgeführt werden kann.
Alles andere ist Käse, so wie die Arbeitsämter.
 
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Samoth schrieb:
.....weil sie sich alles gefallen lassen. Darum !!!!!
... und weil unsere Politiker und Ämter es immer wieder schaffen zu "beweisen", dass Erwerbslose zu viel Geld haben, faul und Feinde der Gesellschaft sind. Und man fällt darauf noch rein.
 

pixelfool

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@ Bettler:

Niemand verbietet Dir, Arbeit anzulehnen!
Es gibt kein Gesetz dagegen, Arbeit abzulehnen - niemand wird Dich anzeigen, verhaften oder ins Gefängnis stecken. Man wird Dir lediglich die Unterstützung zusammenstreichen...
 
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...oder einen auf Macke machen. Jagdschein ausstellen lassen sagt man umgangssprachlich dazu.

Ich arbeite z.zt. in einer Obdachlosenunterkunft als Sozialbetreuer. Also da gibts richtig arme Schweine, aber auch jene die es sich richtig gut gehen lassen weil die wissen wie man es anstellt.

PS. Ich bin auch nur in einer ABM. Aber immerhin....
 
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....und mir macht die Arbeit sogar Spaß. Was kann man denn Sinnvolleres tun als sich für Menschen einzusetzen die Total am ***** sind!?

Ich nehme es niemanden Übel wenn er mit sich abgeschlossen hat u. mit dem notwendigsten auskommen kann....will.

Menschen funktionieren nun mal nicht wie ein alter Mercedes.
 
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