Wird virtuelle Geschäftsadresse (Büroservice) als Betriebsausgabe anerkannt?

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chromoxidgruen

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Hallo,

das Problem ist wahrscheinlich vielen Gründer_innen bekannt:
Man/frau arbeitet im Home Office, will eine Internetseite einrichten, aber die eigene Privatadresse nicht im Impressum stehen haben. Wegen Impressumspflicht muss dort aber eine ladungsfähige Anschrift = echte Adresse, kein Postfach, stehen.

Als Lösung bietet sich eine sogenannte virtuelle Adresse bei einem Büroservice an, die Post wird vom Büroservice entweder eingescannt oder nachgeschickt. Jetzt ist mein Frage, hat schonmal jemand ausprobiert ob die Kosten dafür (ab 35-50 EUR, meist 70-80 EUR pro Monat) als Betriebsausgaben anerkannt werden? Ich freue mich über jeden Hinweis.

Dank+Gruß
chromoxidgruen
 

Solanus

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Ich glaube bei dem heutigen Sparwahn der SB's wird dies wohl nicht anerkannt. Rein rechtlich gesehen, ist es Deine Entscheidung, ob Du Deine Adresse, ein Postfach oder die eine Dienstleisters angibst.

Es wird sicherlich aber einen Schlaumeier geben, der dann wieder behauptet, dies wäre unangemessen und leider sind die Gerichte mittlerweile auch indoktriniert und treffen keine neutralen, sondern politische Entscheidungen. "Wo kommen wir den hin, wenn jeder macht was er will!"

Aus wirtschaftlicher Sicht, muss ich allerdings auch sagen ist es etwas ungewöhnlich, wenn man eine Firma gründet und gleich einen Bürodienstleister einbindet. Meine Firmenanschrift ist seit 21 Jahren meine Wohnanschrift und ich hatte noch nie irgendwelche Probleme. Sie steht im Internet, in Telefonbüchern, auf Visitenkarten, Flyern etc. Die Kunden, die sich zu mir verirrt haben, kann ich an zwei Händen abzählen.
 

Wutbuerger

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Ist man als Unternehmer nicht frei darin wofür man sein Geld ausgibt?
Wenn ich jetzt in der Tageszeitung Werbung schalte einmal die Woche kommt dann ein SB und sagt das lohnt nicht , einmal im Monat bringt das Gleiche und erkennt für drei Anzeigen die kosten nicht an? Fakt wäre doch eher dieser Büroservice ist privat nicht nutzbar, also Betriebsausgabe. Ob nötig oder unnötig ist mE nicht Sache eines JC.
 

bla47

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Die Firma von @ Solanus scheint eine seriöse zu sein. Seit 21 Jahren vorhanden und trotz Privatadresse im Impressum bisher keine Gesundheitsstörung durch unzufriedene Kunden. Respekt !
Zum Thema: Vielleicht erkennt das Finanzamt diese "Betriebsausgaben" steuermindernd an, wenn dieser Posten nicht bereits von JC ersetzt wurde. Versuchen kann man es ja mal.
 

chromoxidgruen

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Das Problem ist weniger dass ich mit unzufriedenen Kunden rechnen würde, sondern es geht allgemein um Datenschutz. Wer seinen Namen + Adresse in irgendeinem Impressum stehen hat, dessen Adresse erscheint auch wenn der Name gegockelt wird. Hätte ich ein externes Büro, könnte die Anschrift von mir aus in Leuchtschrift an jeder Straßenecke stehen (gute Werbung). Aber nicht bei meiner Privatadresse.

Aber, diese Begründung wird das Mopscenter nicht interessieren. Die wollen jede Ausgabe als "betrieblich notwendig" begründet haben und fragen tatsächlich, geht das nicht billiger. Muss mal überlegen, es sollte noch andere triftige Gründe geben. Verglichen mit jemandem der produziert oder Handel treibt sind meine Ausgaben als Dienstleister ohnehin exorbitant niedrig.

@bla47: was nachweislich Betriebsausgabe ist wird vom Finanzamt anerkannt, allerdings starte ich gerade erst und werde voraussichtlich dieses Jahr noch keine Steuern zahlen müssen
 

Wutbuerger

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Da würde ich ja bald ernsthaft überlegen die Firma ins Ausland zu verlegen- die haben auch Briefkästen. Die englische Ltd war ja mal sehr beliebt , denke mit Brexit wird das auch schwieriger. Auf nach Delaware, oder zu anderen offshore Briefkästen.
 

Solanus

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Die Firma von @ Solanus scheint eine seriöse zu sein. Seit 21 Jahren vorhanden und trotz Privatadresse im Impressum bisher keine Gesundheitsstörung durch unzufriedene Kunden. Respekt !
Zum Thema: Vielleicht erkennt das Finanzamt diese "Betriebsausgaben" steuermindernd an, wenn dieser Posten nicht bereits von JC ersetzt wurde. Versuchen kann man es ja mal.

Daran, dass ich immer noch hier rumkraxle und das meine Firma seit Mitte der 90iger besteht, siehst Du dass ich ehrliche Arbeit leiste und meine Kunden mir wichtiger sind, wie das schnelle Geld.

Insofern hast Du wirklich Recht. Das Einzige, was sich geändert hat, ist die Rechtsform vom EInzelunternehmer zum geschäftsführenden Gesellschafter...
 
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