Wird nach einem Vergleich mit dem Arbeitgeber die Anspruchsdauer ALG1 verlängert?

Forrest

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Hallo zusammen,

habe da eine Frage und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Am 11.07.2019 habe ich bei einer Firma angefangen zu arbeiten. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch einen Restanspruch von ca. 30 Tage bei der Agentur für Arbeit.
Am 07.06.2020 habe ich die Kündigung meines Arbeitsverhältnisses (Vollzeit, Ausserhalb Probezeit) zum 15.06.2020 erhalten. Es erfolgte eine Kündigungsschutzklage wegen nicht eingehaltener Kündigungsfrist.
Arbeitslosengeld wurde rechtszeitig beantrag und bewilligt. Dabei wurde der Restanspruch aus der Zeit vor der letzten Tätigkeit angegeben da die neue Tätigkeit weniger als 1 Jahr bestand. Kurz darauf habe ich einen weiteren Bescheid erhalten wo das ALG Coronabedingt um weitere 3 Monate verlängert wurde.
Nun ich gestern der Anspruch ausglaufen und die Leistungen wurden eingestellt.

Nun wurde das Gerichtsverfahren mit einem Vergleich abgeschlossen. Die Kündigung bei dem ehemaligen Arbeitgeber endete nun nich zum 15.06.2020 sondern zum 15.07.2020. Daraufhin habe ich dies dem Arbeitsamt mitgeteilt und um eine Neuberechnung des ALG-Anspruches gebeten, da das Arbeitsverhälniss ja nun über 1 Jahr bestanden hat (11.07.2019 - 15.07.2020).

Mir wurde nun mitgeteilt das der Anspruch sich nicht aufgrund des Vergleiches verändert und somit die Leistungen eingstellt sind.

Ist dies so richtig, dass, auch wenn das Arbeitsverhältniss nun über 1 Jahr bestand, sich am Anspruch nichts ändert? Dazu muss ich evtl. noch mitteilen das der ehemalige AG bisher weder das Restgehalt für 07/20, noch das Gehalt für 06/20 gezahlt hat. Auch den Betrag, welches das Arbeitsamt von ihn fordert (für den Zeitraum 16.06.20 - 15.07.20) hat er bisher nicht überwiesen. Daher erfolgt auch bisher keine Verlängerung des ALG1 um den einen Monat.

Was mich aber wundert. Durch den Vergleich hat das Arbeitsverhältniss doch nun über ein Jahr bestanden, so das hier doch ein erneuter Anspruch auf ALG1 entstanden ist - oder sehe ich das falsch? Laut Arbeitsagentur verändert sich der Bezugszeitraum aber nicht.

Hoffe konnte das ordenlich darstellen, wenn Fragen - bitte einfach stellen. Beantworte sie so gut ich kann.

Vg.
Forrest
 

TazD

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Moderation Themenüberschrift:

Hallo @Forrest, der es nach über zehn Jahren im Forum besser wissen müsste,

Ich möchte dir Forenregel 11 in Erinnerung bringen, immer eine aussagekräftige Überschrift für neue Themen zu erstellen.
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage, die sich auch auf den Inhalt deines Erstpostings, bzw. dein Anliegen bezieht, soviel Zeit sollte sein.
Ergänzend verlinke ich auf Forenregel #11 und den Hinweis der Administration dazu...

Um dein Thema wieder allgemein für weitere Antworten zu öffnen, kannst du rechts oben, über deinem Beitrag, in dem 3 Punkte Menü "Deine Themenüberschrift bearbeiten" wählen und selbige aussagekräftiger gestalten.
Danach informiere bitte hier im verlinkten Forum einen Moderator
dass das Thema wieder geöffnet werden kann.

Wir bitten zukünftig um Beachtung und wünschen dir weiterhin einen angenehmen und hilfreichen Aufenthalt im Forum.

Wald: "Hey du, ich brauch mal Hilfe."
Helfer: "Was gibt's denn?"
Wald: "Verlängerung Anspruchsdauer"
Helfer: "Ja, gibts. Und nu? Gibt's auch ne Frage dazu?"
 

Heil0

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Ist dies so richtig, dass, auch wenn das Arbeitsverhältniss nun über 1 Jahr bestand, sich am Anspruch nichts ändert? Dazu muss ich evtl. noch mitteilen das der ehemalige AG bisher weder das Restgehalt für 07/20, noch das Gehalt für 06/20 gezahlt hat. Auch den Betrag, welches das Arbeitsamt von ihn fordert (für den Zeitraum 16.06.20 - 15.07.20) hat er bisher nicht überwiesen. Daher erfolgt auch bisher keine Verlängerung des ALG1 um den einen Monat.

Was mich aber wundert. Durch den Vergleich hat das Arbeitsverhältniss doch nun über ein Jahr bestanden, so das hier doch ein erneuter Anspruch auf ALG1 entstanden ist - oder sehe ich das falsch? Laut Arbeitsagentur verändert sich der Bezugszeitraum aber nicht.
Das Problem ist, dass dir bereits ab dem 16.06.20 ALG1 bewilligt wurde und damit auch die Rahmenfrist festgelegt war. Und die Rahmenfrist ändert sich auch nicht mehr, wenn sich das Arbeitsverhältnis durch ein Urteil des Arbeitsgerichts verlängert.
 

BerndB

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Eine Frage an @Heil0 hätte ich zum Verständnis:
Entfällt die Neuberechnung der Rahmenfrist deshalb, weil unterstellt wird, dass @Forrest mit der Kündigung "unwiderruflich" freigestellt wurde? Und kann man gegen so eine Auslegung, unabhängig von diesem Tread, vorgehen?
 

Heil0

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@BerndB das kannst du in den fachlichen Weisungen zum § 143 SGB III - Rahmenfrist nachlesen.

Moderation:

Der von dir gepostete Text ist ein Zitat. Zitate müssen deutlich als solche mittel der Zitierfunktion (Quotierung) gekennzeichnet sein und es bedarf einer exakten Quellenangabe unter der Text direkt zu finden ist. Leider hast du weder den Text als Zitat kenntlich gemacht noch hast du die exakte verlinkte Quelle angegeben. Da dies mit nicht mit dem Urheberrecht vereinbar ist wurde der Text vollständig gelöscht. Weitere Hilfe zum richtigen zitieren kannst du hier finden: Richtiges Zitieren ! LG @HermineL

 

BerndB

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Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, warum mein nachstehender Text schon zweimal gelöscht wurde. Evtl. auch wegen eines Zitats, das ich nicht gekennzeichnet habe. Dann mache ich es jetzt natürlich:

Danke @Heil0 , habs gefunden:
Wird ein Arbeitsverhältnis durch Urteil oder Vergleich verlängert, ändert sich die Rahmenfrist nicht, wenn der Anspruch bereits entstanden war.
Auszug aus den Fachlchen Weisungen zu § 143 SGB III der Bundesagentur für Arbeit
 

HermineL

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Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, warum mein nachstehender Text schon zweimal gelöscht wurde. Evtl. auch wegen eines Zitats, das ich nicht gekennzeichnet habe. Dann mache ich es jetzt natürlich:
Sorry aber tue nicht so als wüßtest du das nicht. Es wurde dir jedesmal nachweislich mitgeteilt warum der Beitrag gelöscht wurde.
 
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