Wird man ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt?

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jonny die tulpe

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Ab dem 58igsten Lebensjahr soll man nicht mehr als Erwerbsloser gelten. Wer weiss Näheres darüber?
 

Hartzeola

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AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt

Arbeitslosengeld unter erleichterten Bedingungen
(58er-Regel)
ist seit dem 01.01.2008 beendet.
58er-Regelung

Erleichterte Bedingungen beim Bezug von Arbeitslosengeld gelten für die Jahrgänge bis 1949. Alle anderen müssen arbeitsbereit sein und manchmal auch Rentenabschläge hinnehmen. Sonderregelungen für Arbeitslose, die bereits 58 Jahre alt sind oder werden gibt es sowohl beim regulären Arbeitslosengeld als auch beim Arbeitslosengeld 2. Diese sollten ursprünglich nur bis Ende 2005 gelten. Sie sind jedoch bis Ende 2007 verlängert worden.

58er-Regel - § 428 SGB III
 

gelibeh

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AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt

§ 53a SGB II Arbeitslose
(2) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen haben, ohne dass ihnen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten worden ist, gelten nach Ablauf dieses Zeitraums für die Dauer des jeweiligen Leistungsbezugs nicht als arbeitslos.
Einen Freund von mir, jetzt Ü60, hat die SB aus der Vermittlung raus genommen, da ist das dann automatisch nach einen Jahr passiert. Du hast eben aber keinen Rechtsanspruch darauf, dass die Dich in Ruhe lassen.
 

jonny die tulpe

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AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt

Danke für die Info. Interssant wäre, wie da die rechtlichen Konsequenzen sind, wenn man ab 58ig nicht jehr als erwerbslos eingestuft wird.
 
E

ExitUser

Gast
AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt

Danke für die Info. Interssant wäre, wie da die rechtlichen Konsequenzen sind, wenn man ab 58ig nicht jehr als erwerbslos eingestuft wird.

Keine, wenn du Glück hast lässt man dich in Ruhe, haste Pech laden sie dich jedes 1/2 Jahr wieder ein. Es ist unwahrscheinlich das die dir VV geben dann bist du sofort wider in der Statistik. Machen meiste Zeit nur Bla Bla EGV's. Bedenke du hast noch bis 7 Jahre vor dir. Eine verdammt lange Zeit und wie deine SB'chen ticken das ist wie Kaffeesatz lesen.:icon_kotz::icon_kotz:
 

seekirchen

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AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt

Interessantes Thema auch für mich.

Ich bin mal gespannt, wie es mir evtl. ergehen wird.Mit 58 Jahren arbeitslos werden und dann für 2 Jahre ALG1 beziehen.Anschließend in Rente wegen Behinderung.GdB 80 %.
Ob es da auch irgendwelche VV gibt ??
 

jonny die tulpe

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AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt?

Hallo Gelibeh,
mit rechtliche Konsequenzen meine ich: laut § 53a SGB II gilt man dann ja nicht mehr als Erwerbsloser. Doch was ist man dann? Wenn ich kein Erwerbsloser mehr bin, dürften auch die Auflagen der Jobcenter zum Teil nicht mehr gelten. Doch das ist wohl kuam der Fall. Also eine extreme Grauzone.
 

gelibeh

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AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt?

Du fliegst nur aus der Statistik raus, schikanieren dürfen die weiter. Das war bei der alten Regelung eben anders.
 
R

Rounddancer

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AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt?

Ja, man fliegt aus der Statistik der Erwerbslosen, zählt aber bei der der Alg-II-Bezieher weiter, solange die Leistungsbezugsvoraussetzungen vorliegen.

Und man hat nun überhaupt keine Chance mehr, irgendeinen sinnvollen Kurs zu bekommen,- und da ja bei sinnlosen Maßnahmen nun auch gespart werden soll, dürfte deren Krug auch mit größerer Chance an uns vorbeigehen.

Das bedeutet aber auch: Wir tun gut daran, nach kostenlosen Kursen und Weiterbildungsmöglichkeiten zu suchen.
Wer bei einem herkömmlichen JobCenter "Kunde" ist, (und nicht bei einer Optionskommune), der kann immerhin über seinen regulären Zugang zur Jobbörse der BA auch das kostenlose Kursangebot von "Lernbörse exklusiv" nutzen.
Wer das nicht kann, der muß mit andern Angeboten, wie z.B. "Lernbörse aktiv" (ja, sie heißt nun anders, wird aber weitergeleitet) vorlieb nehmen.
Auch gibt es z.B. bei edudip.com | Plattform für live Online-Seminare, Webinare einen ganzen Marktplatz voller interessanter Webinare,- da sind auch viele kostenlose dabei. Ok, die kostenlosen Webinare sind oft nur Versucherle als Werbung für z.B. ein kostenpflichtiges Angebot, aber schon die kostenfreien enthalten etliches Wissen, das wir nicht selten verwenden können.

Auch bei Navendo eLearning gibt es kostenlose Lernangebote.

Das Leben geht also weiter.
 

jonny die tulpe

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AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt?

Hallo Rounddancer,

da würde ich doch sagen: ein bißchen Thema verfehlt. Ich habe nicht nach irgendwelche Kursen oder Weiterbildungsseminaren gefragt. Soll hier irgendwie Werbung betrieben werden?
Übrigens warum fliegen Leute mit 58 aus der Statistik raus? Antwort: weil man nichts mehr für Sie hat, egal ob Sie qualifiziert sind oder nicht. Also was soll dann der Hinweis auf Seminare etc.?
 

schwanenritter

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Rounddancer

Gast
AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt?

Antwort: weil man nichts mehr für Sie hat, egal ob Sie qualifiziert sind oder nicht. Also was soll dann der Hinweis auf Seminare etc.?


Ganz einfach: Etliche Menschen könnten noch Arbeit bekommen, auch 50plus, wenn sie die dafür nötigen Kenntnisse hätten. Das kann in manchen Fällen ein ordentlicher (!) Kurs im aktuellen Microsoft Office sein, in einem andern Fall der Führerschein oder wie Wiedererlangung des Führerscheins (MPU), oder was auch immer.

Diese Arbeit wird eher nicht dem Arbeitsamt angeboten, sondern übers Beziehungsnetzwerk, über Kleinanzeigen im Wochenblatt, etc.
Im Gegenteil: Gerade da hat ein Mensch 50 plus Chancen,- er kann mit Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Engagement, auch qualitativ, und Ausdauer punkten. Und wenn er dann auch noch den aktuellen Kurs hat, dann isser häufig "drin",- erst recht in Positionen, die junge Leute vergeigten, weil sie z.B. den Dienst verschliefen, mit Restalkohol ankamen, etc.

Nur, wenn man nicht mehr in der Erwerbslosenstatistik ist, dann guckt kein Vermittler mehr für einen nach einem passenden Kurs,- dann ist man auf sich selbst gestellt, da heißt es, entweder Kurs so organisieren,- die Stelle kriegt ein anderer oder sie wird ganz abgeschafft.
 

schwanenritter

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AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt?

dann guckt kein Vermittler mehr für einen nach einem passenden Kurs,- dann ist man auf sich selbst gestellt, da heißt es, entweder Kurs so organisieren,- die Stelle kriegt ein anderer oder sie wird ganz abgeschafft.
So ist es. Ich sehe, wir haben uns verstanden.
 

ethos07

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AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt?

Allerdings mögen viele Erwachsene - und ich finde zu recht - es nicht, wenn ihnen ungefragt alle mögliche mehr oder weniger sinnvollen Lebensweisheiten als wichtige Vorschläge serviert werden. Lieber Rounddancer, du predigst uns dies alles ja schon laaaaange, aber selbst damit eine Stelle ergattert hast du ja m.W. auch deinerseits nicht. Also brauchst du damit auch nicht so sehr andere immer missionieren. Denn Erwachse, zumal im fortgeschrittenen Alter, wissen meistens ganz gut, was ihnen wie Sinn ergibt. Das müssen nicht deine Weiterbidlungsvorstelllungen sein. Und ob man wirklich mit Ü58 noch wie blöd eine Lohnarbeit suchen soll, ist ebenfalls sehr indivudell nur zu beantworten.

Daher mein Tipp: am besten immer möglichst nahe an der konkreten Frage des TE bleiben.:icon_wink:
 

Tinka

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AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt?

Ganz einfach: Etliche Menschen könnten noch Arbeit bekommen, auch 50plus, wenn sie die dafür nötigen Kenntnisse hätten. Das kann in manchen Fällen ein ordentlicher (!) Kurs im aktuellen Microsoft Office sein, in einem andern Fall der Führerschein oder wie Wiedererlangung des Führerscheins (MPU), oder was auch immer.

Diese Arbeit wird eher nicht dem Arbeitsamt angeboten, sondern übers Beziehungsnetzwerk, über Kleinanzeigen im Wochenblatt, etc.
Im Gegenteil: Gerade da hat ein Mensch 50 plus Chancen,- er kann mit Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Engagement, auch qualitativ, und Ausdauer punkten. Und wenn er dann auch noch den aktuellen Kurs hat, dann isser häufig "drin",- erst recht in Positionen, die junge Leute vergeigten, weil sie z.B. den Dienst verschliefen, mit Restalkohol ankamen, etc.

Nur, wenn man nicht mehr in der Erwerbslosenstatistik ist, dann guckt kein Vermittler mehr für einen nach einem passenden Kurs,- dann ist man auf sich selbst gestellt, da heißt es, entweder Kurs so organisieren,- die Stelle kriegt ein anderer oder sie wird ganz abgeschafft.


Was für ein unerträglicher Blödsinn, wann verschonst du uns endlich mit deinem beleidigenden , realitätsfremden Quatsch, den wir hier seit Jahren von Dir ertragen müssen?

Hört sich an, wie aus einer besch***en Werbung für einen 50+Beschäftigungs-Drecks-Träger, die wir alle zum Erbrechen kennen lernen mussten. Und die sich auf unsere Nerven die Taschen vollgestopft haben.

Als ob ein Vermittler jemals für einen 50+ nach einen angemessenen Kurs geguckt hätte, das tut er nicht mal für Jüngere! Da wird nur blitzschnell in die Maßnahme entsorgt.

Oder als ob JEMALS ein 50+ einen Job bekommen hätte, weil er einen Computer-Kurs gemacht hätte! Ausgerechnet! :eek:

Lebst du hinter dem Mond in deiner Kinderwelt?

Ich ertrags wirklich nicht mehr und finde es unwürdig & frech, was du hier den älteren Erwerbslosen unterstellst, andichtest und "anrätst".

Bitte unterlasse das in Zukunft, es ist einfach nicht mehr angemessen und zeitgemäß, sondern eine große LÜGE!
 

Doppeloma

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AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt?

Hallo jonny die Tulpe,

da würde ich doch sagen: ein bißchen Thema verfehlt. Ich habe nicht nach irgendwelche Kursen oder Weiterbildungsseminaren gefragt. Soll hier irgendwie Werbung betrieben werden?

Nein, das ist das Steckenpferd von RD seit X (erwerbslosen) Jahren, leider hat ihn noch Keiner als "Motivationstrainer" entdeckt und eingestellt, die Drucker-Zertifikate von den verschiedenen E-Learning-Plattformen waren wohl doch nicht so gefragt, bei den AG ... oder so ähnlich ... :icon_wink:

Übrigens warum fliegen Leute mit 58 aus der Statistik raus? Antwort: weil man nichts mehr für Sie hat, egal ob Sie qualifiziert sind oder nicht.

Richtig und diese Statistik - Korrektur war sogar wichtig genug in einen Gesetzes-§§ gegossen zu werden, damit es nicht so auffällt und Alles streng "nach Recht und Gesetz" geht, bei der "Aussonderung" der ach so beliebten und begehrten Alten auf dem Arbeitsmarkt.

Eigentlich müßte man die Macher, unsere "Volksvertreter" :-((() wegen Altersdikriminierung vor Gericht bringen, denn wer hat das Recht Menschen nach Geburtsdatum /Erreichen einer festen Altersgrenze eiskalt aus der Arbeitsvermittlung und -Förderung auszuschließen ???

Nur weil man nicht in der Lage war und ist sie in vernünftige, angemessen bezahlte Arbeit zu vermitteln ... da stellt sich doch der Staat / die Behörde selber ein Armutszeugnis aus ...

Wir sollen (eigentlich) bis 67 ARBEITEN (jüngere "Politiker-Ergüsse" gehen sogar schon wieder bis 69) aber knapp 10 Jahre vorher werden wir schon mit Gesetzeskraft "aussortiert", wenn wir nicht tatsächlich gerade noch in Lohn und Brot sind.

Warum soll jemand zuwenig Kenntnisse haben auf seinem Gebiet, wenn er nach 30/40 Jahren auf der Straße (bei AfA und JC) landet, weil die Firma pleite geht ... hat der da direkt keine Ahnung mehr von "regelmäßiger Tagesstruktur" und dem was er Jahrzehnte lang gemacht hat ?????

Dann wäre es ja (schon) Angelegenheit der AfA (sehr schnell) ihn da fachlich aufzubauen und mit den notwendigen Schulungen zu versorgen, aber da beginnt ja bereits die Sparsamkeit an 50+ ELOs, da passiert ja schon NIX mehr, um sie wieder in Arbeit zu bringen ...

Ja richtig, die älteren Arbeitslosen, sind doch (eigentlich) durchaus in der Lage sich eigenständig um einen neuen Job zu kümmern, das sind sie tatsächlich (überwiegend, soweit sie noch gesundheitlich fitt sind :icon_daumen:), die haben das in früheren Jahren auch geschafft, OHNE EGV und "Zwangs-Maßnahmen" sind wir inzwischen automatisch ALLE direkt "senil", nur weil wir den Job verloren haben.

Also sieht es wohl doch nicht so rosig aus auf dem Arbeitsmarkt für die ältere Generation, wie es uns die liebe "Uschi" immer weißmachen will ... die Statistik besagt natürlich immer was "Positives", es gibt wieder weniger Arbeitslose, besonders bei den Langzeitarbeitslosen ab 50 /55 + "ist die Entwicklung sehr erfreulich" :icon_laber: ...

Klar, es werden ja auch jeden Monat (per Gesetz) welche über 58 "ausgemustert", einige bekommen auch nach vielen Jahren Kampf die EM-Rente endlich bewilligt (ich bin 60 :biggrin:, mein Job wird jetzt frei !!!), ja Manche scheiden leider auch einfach vorzeitig dahin ... :icon_cry:

Also was soll dann der Hinweis auf Seminare etc.?

Keine Ahnung, da werden wohl die "versteckt" die noch nicht 58 Jahre alt sind, die müssen ja auch irgendwie aus der Statistik verschwinden, die "Weiterbildung" geht dann aber eher in die Richtung, "wie bereite ich mich langfristig darauf vor, im Renten-Alter noch fitt zu sein" ... :eek:

In diesem Sinne MfG Doppeloma
 

Rwasser

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AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt?

Darf ich in diesem Zusammenhang eine Frage stellen?

Sie lautet:
Bin ich noch in der Statistik oder nicht?

Ich werde demnächst 62 und bin seit 4 Jahren arbeitslos/arbeitssuchend ohne Leistungsbezug.

(bevor man sich wundert: es ist bei mir in der Tat so, dass ich mit 63 vorgezogene Rente aufgrund von Arbeitslosigkeit bekommen kann, dabei sind die Abschläge etwas geringer als bei der Möglichkeit w/langjähriger Beschäftigung)
 
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Rounddancer

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AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt?

Bin ich noch in der Statistik oder nicht?

Nachdem 62 >58 ist, und Dir ja auch seit >1Jahr keine Arbeit mehr vermittelt werden konnte (denn sonst wärst Du ja nicht >4 Jahre erwerbslos),-

muß diese Frage mit 99,95 prozentiger Wahrscheinlichkeit mit "Nein" beantwortet werden.
 

Rwasser

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AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt?

Jaja,

Ich hatte es aber mal so verstanden, dass diese Geschichte mit "länger als 1 Jahr keine Vorschläge bekommen" explizit für H4-Empfänger gilt. Deswegen meine Unsicherheit.
 

Doppeloma

Super-Moderation
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AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt?

Hallo Rwasser,

Ich werde demnächst 62 und bin seit 4 Jahren arbeitslos/arbeitssuchend ohne Leistungsbezug.

JAAA, du "böser Bube" du BIST in der Statistik, darum werden die Nichtleistungsbezieher ja bei der AfA auch sehr oft so besonders "liebevoll" behandelt (es sei denn man hat noch die alte 58-er Regel nutzen können ???) ... :icon_twisted:

Man hofft bei den Anderen durch entsprechend häufige Einladungen und Auflagen (per EGV) dafür zu sorgen, dass die irgendwann von alleine "die Nase voll haben würden" und endlich aus der AfA-Statistik (freiwillig) verschwinden, indem sie sich abmelden, um der (eigentlich) "sinnfreien" Zwangs-Betreuung zu entgehen.

Es gibt ja nicht mehr Viele (nur bis Jahrgang 1951 Geborene), die noch einen Anspruch auf die ungekürzte Rente (direkt) nach (und wegen) Arbeitslosigkeit haben, somit ist dieses Problem auch bald durch Zeitablauf als erledigt zu betrachten ... :icon_daumen:

Ich hatte es aber mal so verstanden, dass diese Geschichte mit "länger als 1 Jahr keine Vorschläge bekommen" explizit für H4-Empfänger gilt.

Das siehst du völlig richtig, die gesetzlichen Regelungen zu "Aussonderung" ab 58+ und auch der gesetzliche Zwang zur vorzeitigen Rente mit 63 Jahren (sogar unter finanziellen Verlusten/Abzügen lebenslang) wurden ja nicht ohne Grund in das SGB II gelegt, im SGB III gibt es sowas nicht.

Im SGB III "kosten" die Leute ja auch nicht jeden Monat massiv staatliche Gelder und die berechtigten ELOs auf solche Renten reduzieren sich ja bald auf Null ...

Wer sich da nur wegen der vagen Aussicht auf eine eventuell mal notwendige EM-Rente (und die dafür vielleicht notwendigen beitragsfreien Anrechnungszeiten bei der DRV) von den AfA-SB nerven läßt, dem ist wirklich nicht zu helfen ... :icon_evil:

Als Nichtleistungsbezieher bist du ja generell dem SGB III untergeordnet, weil du (vermutlich) für (Geld-) Leistungen des SGB II keinen Anspruch hast.

Du gehörst also noch zu den "besseren" Arbeitslosen, mit dir darf man noch nicht Alles machen, nichtmal aus der Statistik bekommt man dich raus, bevor du endlich in Rente gehst. :icon_party:

MfG Doppeloma
 

ethos07

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AW: Ab 58 nicht mehr als Erwerbsloser gezählt?

@Rwasser: du hast recht, diese Sonderregelung, dass mensch aufgrund Alter durch's statistische Sieb der Arbeitslosenstatistik fällt, gilt (seit 2008) NUR für Leistungebeziehende nach SGB II (ALG II), wenn sie seit mindestens 1 Jahr keinen Vermittlungsvorschlag mehr bekommen haben. -

Diese Regelung gilt nicht im SGB II (ALG1)!

[Nach Bezug von ALG1 kannst du dich weiterhin - auch ohne Leistungsbezug - arbeitsscuhend melden, damit dir diese Zeit für die Rente noch angerechnet bzw. du ggf. auch noch Reha-Leistungen und EU-Rente erhalten kannst.
So zumindest ist m.W. die Begründung, weshalb man sich auch nach Auslaufen der ALG1-Leistung noch weiterhin bei der Agentur für arbeit arbeitssuchend melden soll.]

Allerdings klar ist seit Jahren: Es ist eine Frechheit ohnegleichen, dass eine Regierung eines demokratischen Staates eine solche Schönung der Statistik durch Altersdiskriminierung der ALGII-Beziehenden macht...:icon_dampf:

Aber da niemand Älteres mit Verstand scharf ist auf eine 'Vermittlung' durch das Jobcenter (in den bekannten Schrott aus ihrer Jobbörse ), hat halt bislang auch noch kein 'Betroffener' den Klageweg dagegen beschritten.

Ev. könnte man sich mal überlegen, ob da doch mal eine Normenkontrollklage auch ohne ganz persönliche Betroffenheit möglich und sinnvoll wäre? Ich kenne mich da juristisch nicht gut genug aus.
 
E

ExitUser

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Wer von Statistikfälschung persönlich betroffen ist?

... Ev. könnte man sich mal überlegen, ob da doch mal eine Normenkontrollklage auch ohne ganz persönliche Betroffenheit möglich und sinnvoll wäre? Ich kenne mich da juristisch nicht gut genug aus.
in der BRD ist -kurzgefaßt- die abstrakte Normenkontrolle der Exekutive und die konkrete Normenkontrolle der Judikative vorbehalten. Als Vollzugssubjekt kann man sich nur gegen Rechtsakte, die einen selber betreffen, zur Wehr setzen
Wie aus dieser Statistikfälschung (die ja nur eine unter vielen auf dem Arbeitsmarkt ist) jedoch eine persönliche Betroffenheit werden kann, erschließt sich mir einstweilen nicht.
 

hemmi

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AW: Wer von Statistikfälschung persönlich betroffen ist?

in der BRD ist -kurzgefaßt- die abstrakte Normenkontrolle der Exekutive und die konkrete Normenkontrolle der Judikative vorbehalten. Als Vollzugssubjekt kann man sich nur gegen Rechtsakte, die einen selber betreffen, zur Wehr setzen
Wie aus dieser Statistikfälschung (die ja nur eine unter vielen auf dem Arbeitsmarkt ist) jedoch eine persönliche Betroffenheit werden kann, erschließt sich mir einstweilen nicht.

C´est la politique allemande, qui doivent comprende cela.:icon_kratz:
 
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