Wird es wieder böse Enden? Arbeitsbescheinigung wird nun konkreter (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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Hallo,

da ich mich erneut arbeitssuchend melden muste zum 01.09 und jetzt auch die letzte Arbeitsbescheinigung von meinem Ehemaligen Arbeitgeber eingereicht habe, bekam ich ein Schreiben von der Agentur.

Einmal kurz zur Vorgeschichte des Ehemaligen Arbeitgeber:

Nach dem ich aus der Probezeit raus war habe ich dummerweiße mir einen Aufhebungsvertrag unterjubeln lassen mit Verzichtsklage. Ich wollte da ohnehin aufhören und der Chef kam mir zuvor. Aber fakt ist, ich hab es unterzeichnet. Im nach hinein wurde mir klar, was das für ein fehler war.

3 Monate später habe ich eine neue Beschäftigung aufgenommen und eine fristgerechte Kündigung erhalten in der Probezeit. In der Zeit habe ich mich natürlich nicht arbeitslos gemeldet, weil ich eh nicht bekommen hätte. Daher war ich Privat unterwegs.

Wird mir das jetzt zur Lasten gelegt von meinem Ehemaligen Arbeitgeber? Wenn es dem so ist, weis ich ganz genau was die Bundesagentur abzielt, die Aufhebung bzw. Kürzung/sperung des Arbeitslosen Geld.

Zum schreiben der Agentur:

zu der Arbeitsbescheinigung für Herr x benötige ich noch ergänzende Angaben:

  • zum genauen Kündigungsgrund (lag vertragswidriges Verhalten des Arbeitnehmers vor?)
  • zum Arbeitentgelt über das Ende des Beschäftigungsverhältnisses hinaus (Arbeitsbescheinigung Frage 9.2 - Höhe und Zeitraum)
  • zur Urlaubsabgeltung (Arbeitsbescheinigung Frage 9.3 -Zeitraum des ausgezahlten Urlaubs)
  • zur Abfindung (Arbeitsbescheinigung Frage 9.4 -Höhe der Abfindung, Dauer der Betriebszugehörigkeit usw.).

Nun ja, vielleicht gibt es ein paar Erfarungswerte die zu diesem Sachverhalt ein paar Aussagen treffen können.

Ich bedanke mich rehct herzlich bei den experten für Ratschläge und Tipps.

Ich bin nicht abgeneigt einen Anwalt ein zuschalten. Wäre auch nicht das erste mal
 
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Scheint wohl noch niemanden mit dem Fall vertraut zu sein. Ich kann es mir nur so vorstellen, aber habe keine Konkrete Ahnung wie es ausgehen könnte.
Würde gerne diese Anlaufzeit nutzen um mich auf eventualitäten vor zu bereiten.
 

vidar

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Moin @Interface,

Vielleicht solltest du mal versuchen deine Frage(n) besser zu konkretisieren.
 

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Ja, ich habe versucht alles nötige auf zu zeigen.

Die Frage ist doch, Kann das Amt mich jetzt immer noch speren, weil ich dem Ehemaligen Arbeitgeber den Aufhebungsvertrag Unterzeichnet habe obwohl ich Aktuell ganz Regulär gekündigt worden bin und einen Anspruch hätte?
 

avalanche

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Hallo @interface,

du hast deinen thread unter ALG II eingestellt, dazu gehört:
Arbeitsbescheinigung nach §57 SGB II. Diese Bescheinigung endet mit Ziffer 7, ist damit wohl auch nicht gemeint, glaube ich.

Also fasse ich jetzt die Arbeitsbescheinigung gemäß §312 SGB III ins Auge.
Hier gibt es auch eine Ziffer 9 und die korrespondiert auch mit deinen Punkten aus dem Eröffnungsthread.

So wie ich es verstehe, hat die (Regionaldirektion der) AfA deinen Arbeitgeber angeschrieben, weil seine Arbeitsbescheinigung unvollständig ausgefüllt war. Das könnte daran liegen, dass Euer Arbeitsverhältnis noch nicht vollständig abgerechnet wurde, vielleicht will dein Arbeitgeber dich mit der Endabrechnung auch benachteiligen. Das lässt sich nach dem bisher Gesagten kaum einschätzen.

Weitere Infos immer gern.

LG ave
 

vidar

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Entscheidend wird hier sicherlich nicht der Arbeitgeber sein, wo du den Job durch einen Aufhebungsvertrag aufgegeben hast, sondern der letzte Arbeitgeber, der dich innerhalb der Probezeit gekündigt hat.
zum genauen Kündigungsgrund (lag vertragswidriges Verhalten des Arbeitnehmers vor?
Wenn du betriebsbedingt gekündigt worden bist, und die Kündigung nicht auf Grund eines negativen Verhaltens deinerseits ausgesprochen worden ist, gibt es keine Probleme für dich. Innerhalb der Probezeit kann dich der Arbeitgeber sowie jederzeit kündigen.
zum Arbeitentgelt über das Ende des Beschäftigungsverhältnisses hinaus (Arbeitsbescheinigung Frage 9.2 - Höhe und Zeitraum
Wenn du den Lohn Taggenau zum Ende deines Beschäftigungsverhältnis bekommen hast, wird hier vom Arbeitgeber nichts eingetragen
zur Urlaubsabgeltung (Arbeitsbescheinigung Frage 9.3 -Zeitraum des ausgezahlten Urlaubs
Trifft nur zu, wenn du deinen Urlaubsanspruch hast auszahlen lassen
zur Abfindung (Arbeitsbescheinigung Frage 9.4 -Höhe der Abfindung, Dauer der Betriebszugehörigkeit usw
Wenn du keine finanzielle Abfindung erhalten hast, sind diese Fragen irrelevant

BTW.
Lade doch bitte mal die Arbeitsbescheinigung hoch. Die von dir zitierten Punkte 9 ff sind mir in dieser Nummernaufzählung nicht geläufig. Von der Thematik her aber sicherlich korrekt. Innerhalb der direkt bei der AfA bzw. dem JC downloadbaren Bescheinigungen weicht die Textaufzählung jedenfalls numerisch ab.
Hat sich dank der Info von @avalanche erledigt
 

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Ich habe die Arbeitsbescheinigung der Bundesagentur überreicht und habe daher keine Kopie.


Wenn du betriebsbedingt gekündigt worden bist, und die Kündigung nicht auf Grund eines negativen Verhaltens deinerseits ausgesprochen worden ist, gibt es keine Probleme für dich. Innerhalb der Probezeit kann dich der Arbeitgeber sowie jederzeit kündigen.
Natürlich falle da einige Punkte weg, aber ich war aus der Probezeit beim Ehemaligen Arbeitgeber raus.
 

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So wie ich es verstehe, hat die (Regionaldirektion der) AfA deinen Arbeitgeber angeschrieben, weil seine Arbeitsbescheinigung unvollständig ausgefüllt war. Das könnte daran liegen, dass Euer Arbeitsverhältnis noch nicht vollständig abgerechnet wurde, vielleicht will dein Arbeitgeber dich mit der Endabrechnung auch benachteiligen. Das lässt sich nach dem bisher Gesagten kaum einschätzen.
Genau, dass war das schreiben der Agentur für den Arbeitgeber

Oh, :sorry: für den Doppelpost
 

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Ja, wie gesagt. Beim letzten Arbeitgeber war ich in der Probezeit und wurde auf regulärem Weg mit einer Kündigungsfrist von 2 Wochen Gekündigt.

Nur warum die Agentur jetzt anfängt der Ehemaligen Arbeitgeber mit ein zu beziehen und solche Fragen wie Betriebszugehörigkeit und den Grund zur Kündigung zu erfragen, deutet darauf hin, dass sie davon ausgehen, dass ich in der Probezeit nicht hätte einfach so gekündigt werden können. Die wissen ja nicht, dass ich einen Aufhebungsvertrag Unterschrieben habe wobei nicht drinn stand, dass es sich um ein Aufhebungsvertrag handelt. Es sah wie eine Reguläre Kündigung aus. Der Arbeitgeber hat sich dabei schon was gedacht.

Ich finde auch das es 2 paar Schuhe sind, aber welche vorgehensweiße die Agentur damit anstrebt ist mir noch unbekannt.
 

vidar

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Nur warum die Agentur jetzt anfängt der Ehemaligen Arbeitgeber mit ein zu beziehen
Das ist normal, denn es werden die Arbeitgeber abgefragt bei denen du in den letzten 24 Monate beschäftigt gewesen bist. Manchmal wird sogar noch ein weiteres Jahr hinzugezogen, um einen etwaigen genauen ALG-1 Anspruch ermitteln zu können.
 

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Das verstehe ich zwar schon, aber ich habe noch Resttage übrig von dem alten ALG 2 Anspruch.
Na ja ich werde es dann sehen.

Das die Korreltheit gegeben sein muss worüber alle Arbeitsbescheinigungen Vollständig sein müssen ist soweit auch ok.

Ich habe nur den Verdacht, dass eine Andere Absicht dahinter stehen könnte, was erstens zur Verzögerung fürt und zu weiteren rechenschaften.
 

avalanche

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(...) aber welche vorgehensweiße die Agentur damit anstrebt ist mir noch unbekannt.
Um die Vorstellungen hier fest zu machen, unterstelle ich hier mal, dass der Arbeitsvertrag zum 17.08. mit 2wöchiger Kündigungsfrist (wegen Probezeit) mit Wirkung zum 31.08. gekündigt wurde.

Dann wären vom Arbeitgeber diese zwei Wochen Kündigungsfrist als Lohn abzugelten plus Urlaubs-(= 1,6 Tage/vollen Monat) und gegebenenfalls Arbeitszeitkonto-Abgeltung.

Wenn der Arbeitnehmer auf die Kündigungsfrist etwa durch Aufhebungsvertrag verzichtet, vielleicht gegen einen Abstand oder eine Abfindung, kann er diese Frist dann nicht bei der AfA geltend machen, weil diese Zeit vom Arbeitgeber zu zahlen wäre. Der Arbeitnehmer wäre dann während der Kündigungsfrist von der AfA leistungsfrei zu stellen.

Deshalb wünscht die AfA konkrete Angaben zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

LG ave
 

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OK, aber im Umkerschluss, wenn es erörtert wird, dass es sich bei der Kündigung um einen Aufhebungsvertrag gehandelt habe, würde dass heissen, dass ich eine 3 monatige sperre bekomme auch wenn es mit der letzten Kündigung nichts zu tun hat?
 
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