Wird eine Umschulung bei der DRV bei Drogenkonsum gewährt?

DerStefan_

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Hallo,
ich bin seit einem Jahr zu 60% schwerbehindert eingestuft worden, habe Depressionen und mehrere meines Erachtens erfolglose Klinikaufenthalte (ohne DROGENENZUG!). Vor einem Jahr ca. wurde ich während eines Klinikaufenthaltes mehrmals positiv auf Cannabis getestet, jedoch wurde keine Drogentherapie eingeleitet.
Nun hab ich eine Umschulung bei der DRV beantragt und muss in zwei Wochen zur ärztlichen Untersuchung. Wegen der Akteneinsicht schließe ich raus, dass ich getestet werde und ich habe noch vor ca. 4 Tagen leider konsumiert. Ich habe zugleich bei einem Facharzt in zwei Monaten einen Termin wegen der Besprechung für eine med. Cannabistherapie, weil ich trotz jahrelangem Einnehmen von Psychopharmaka immer noch Symptome hatte, das Medikament wechselte und auch weiterhin Krankheitsverläufe hatte.
Wie sieht es mit einer Umschulung in diesem Fall aus? Was könnten erfolgreiche Konsequenzen sein?
Ich bedanke mich im Vorfeld für die Antworten.
 

DerStefan_

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Ich wäre auf jeden Fall bereit dazu, um die Umschulung zu bekommen.
Ich kann leider aus Foren oder der Gesetzeslage nicht erkennen ob ich bei positivem Test überhaupt die Chance von der DRV bekomme.
 

TazD

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Hallo @DerStefan_ und herzlich willkommen im Forum,

überlege dir bitte noch eine aussagekräftigere Überschrift. Du kannst deinen Thementitel noch gut 35 Minuten bearbeiten.

Ein ganzer Satz verbunden mit einer vollständigen Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte auch sein - ergänzend führe ich die Forenregel #11 nochmal an:
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder "Rentenversicherung Umschulung Drogen" sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt![/B]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passen deutlich mehr als drei Worte rein ... und im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu auch den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:
 

abcabc

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Vor einem Jahr ca. wurde ich während eines Klinikaufenthaltes mehrmals positiv auf Cannabis getestet, jedoch wurde keine Drogentherapie eingeleitet.
Nimmst du nur Cannabis aus medizinischen Gründen und das wirkt gegen deine Symptome oder hast du ein "echtes" Drogenproblem? Also mehr als nur Cannabis oder auch negative Folgen durch den Cannabis Konsum?
Sofern du nur Cannabis konsumierst und es gut gegen die Symptome wirkt, gibts keinen Grund auch nur eine Sekunde an eine "Drogentherapie" zu denken - ganz im Gegenteil: Dann machst du alles richtig (im Gegensatz zum deutschen "Gesundheitssystem").....

Wegen der Akteneinsicht schließe ich raus, dass ich getestet werde und ich habe noch vor ca. 4 Tagen leider konsumiert.
Es kann dich niemand zwingen bei einem Drogentest mitzumachen. Ist die Frage, ob es zulässig ist dir die Umschulung nicht zu genehmigen, weil du einen Drogentest verweigerst.....
 

ZynHH

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Danke für den Hinweis. Wo kann ich denn Editieren?
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Habs gefunden
Du gehst auf deinen ersten Beitrag, dort den Button " Bearbeiten" und änderst die Überschrift, anschliessend " Speichern".
Dafür hast du jatzt noch 25 Minuten Zeit.
 

DerStefan_

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Ich konsumierte nur Cannabis um Symptome zu lindern und nahm nichts Hartes. Abhängig bin ich nicht. Kann ich denn ohne böse Folgen den Test ablehnen? Ich hab ja Angst weil ich erst in zwei Monaten das med. Cannabis bekommen soll und ein Test positiv ausfallen könnte und die Akteneinsicht gegeben ist.
Wie soll ich mich verhalten?
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Passt jetzt die Überschrift?
Moderation:

Ja, passt so. :icon_daumen: Danke für die Änderung und weiterhin einen angenehmen und hilfreichen Aufenthalt im Forum. ;) Gruß TazD



Wie soll ich mich bei äG richtig bei der Frage zu BTM richtig verhalten? Ich mach das ja nicht weil ich einen 'Partyzustand" erreichen will und ich mit dieser "Therapieform" nicht als schwarzes Schaf abgestempelt werden will.
MUSS ich dazu Stellung nehmen?
 

bondul

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MUSS ich dazu Stellung nehmen?


Hallo @DerStefan_,

ich versuche, mich in deine Lage zu versetzen…

Wenn bei der DRV-Untersuchung die Sprache auf Cannabis kommen sollte, würde ich persönlich offensiv damit umgehen:

„Ich konsumiere Cannabis nicht aus Partylaune, sondern um (Krankheits-)Symptome zu lindern, in zwei Monaten habe ich einen Termin bei einem Facharzt zur Besprechung einer Verschreibung von medizinischem Cannabis. Ein GdB (Grad der Behinderung) von 60 wurde aufgrund meiner Erkrankung(en) bereits beschieden.
Ich möchte aufgrund dieser (bislang privaten) „Therapieform“ aber nicht als „schwarzes Schaf“ abgestempelt werden, ich nutze Cannabis wie ein Medikament.“ - oder so ähnlich ...

Danach kommt es zunächst auf die Reaktion des Gutachters an, der ich - egal wie sie ausfällt – mit meinem Anliegen auf Durchführung einer geeigneten Umschulung begegnen würde. Den Kopf wird man dir dort nicht „abreißen“, es gibt genug Menschen, die sich bis zu einer möglichen Verordnung med. Cannabis' „illegal“ helfen.

lg, bondul
 

ZynHH

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und ich mit dieser "Therapieform" nicht als schwarzes Schaf abgestempelt werden will.
Das bist du aber, solange du es nicht verschrieben bekommst. Selbst wenn du nur CBD- Öl oder andere legale Hanf-Produkte einnimmst ohne dafür eine Genehmigung vom MDK zu haben, werden Tests positiv anschlagen. Und dann beweise mal das du nur legale Mittel einnimmst. Selbst eine Kontrolle durch die Polizei wird zur Beschlagnahme einer evtl vorhandenen Fahrerlaubnis führen.

Und selbst wenn du die Genehmigung vom MDK bekommst, hat sich das mit Berufen, in denen du z.B. Maschinen bedienst, erledigt.
In der Regel wird auch das führen eines KFZ eingeschränkt bzw. untersagt.
Mein Arzt weigert sich, mir ein Schreiben auszustellen, das mir Fahrtüchtigkeit bescheinigt. Nun nehme ich zusätzlich auch noch Morphium und verspüre eh keinen Drang ein KFZ zu führen. Legaler Konsum führt keineswegs dazu, das die Wirkung des THC aufgehoben wird. Versprich dir also nicht zuviel davon, die Genehmigung zu erhalten.
 

xj3Qr1nL7ys

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Hallo,

Ich kenne mich aus erster Hand bei dieser Thematik überdurchschnittlich gut aus.

Meine Erfahrunswerte sind das bei einer diagnostizierten Abhängigkeit (Stoffgebunden)und fehlemdem Nachweis einer gewissen Abstinenz gerade von der DRV keine Leistungen genehmigt werden, außer natürlich eine Entwöhnungstherapie ((Suchtreha).

Ich lasse dir mal diesen Link bezüglich der Nachweiszeiten da.


Ich würde eventuell erstmal lügen (das ist aber nicht meine Empfehlung an dich, da steht: ich würde es aufgrund meiner Erfahrung so machen) Vorausgesetzt: Der Termin ist nicht vor 4 Wochen. Bei der Untersuchung würde ich sagen, kann gerade nicht aber sie dürfen dafür gerne Blut abnehmen. Dort sind die Nachweiszeiten extrem kürzer als im Urin und die Chancen stehen dann extrem gut sauber durchzukommen, solange du Vorher durchgehalten hast und nicht konsumiert hast. Aber auch hier gibt es keine Garantien, man weiß leider nicht welche Tests die benutzen. Ich habe mal trotz permanentem Konsum einen CDT Test locker bestanden...

Die gute Nachricht zuletzt, sollte alles schief laufen und die dir eine Abhängigkeit diagnostizieren kannst du erst die Suchtreha und dann bei dadurch nachgewiesener Abstinenz die Umschulung beantragen.

Es kommt viel auf die Zeiten an, wann was bei dir abläuft.

Optimal wäre: Du bekommst erst die Erlaubnis für das medizinische THC, und musst die Fragen zu Konsum und den Test 8 Wochen später machen, nachdem du deine illegale Eigenmedikation eingestellt hast. Wenn es dir gelingt das Zeitlich so zu organisieren, kann eigentlich nichts schief gehen.

Dreckiger Tipp: gerade Corona bietet da gute Möglichkeiten gewisse Termine noch mal nach hinten zu schieben. Letztlich bleibt alles nach Abwägung aller dir zur Verfügung stehenden Informationen, Deine Entscheidung, das kann dir keiner abnehmen.

Ich wünsche Dir viel Glück und viel Erfolg.

LG xj3Qr1nL7ys
 
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xj3Qr1nL7ys

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Damit du weißt wie Stoffgebundene Abhängigkeit definiert wird schaust du bitte hier


unter dem Punkt Diagnose nach ICD 10. Diese Kriterien gelten für alle Stoffgebundenen Abhängigkeiten. Es sind 6 Punkte, wenn du 3 davon in einem Zeitraum von 1 nur Monat erfüllst, gilt's du offiziell als Abhängig von Substanz xy. Und das blöde ist: Die Diagnose behältst du dein Leben lang. Nur der Status ändert sich, zu abhängig aber zur Zeit abstinent. Also in deinem Fall von F12.2 zu F12.4.

Auch wissenswertes...


Meiner Erinnerung nach war der Zeitraum früher 6 Monate aber nun steht da einer. Bin mir trotzdem sicher dass es eigentlich 6 sind, zumindest bei Alkohol. Wollte ich nur erwähnt haben. Bei harten Dingen könnte ich mich 1 Monat anschließen, bei Alkohol und THC tue ich das nicht. Aber das ist ja das Ding, es kommt darauf an wie die das definieren und nicht auf die eigene Meinung...
 
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DerStefan_

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Jetzt hab ich Panik dass ich bei einem Test keine Umschulung bekomme.
Ist es denn üblich von der DRV bei einer durch deren definierter Abhängigkeit noch eine Chance auf Umschulung zu bekommen?
Wird einem ein Entzug angeboten oder muss man das erkämpfen?
Ich muss noch als Info dazu geben, dass die "Systeme" mich erst in eine Kriese durch eine Umschulung 2007, die ich erfolgreich mit IHK-Abschluss als "Elektronikentwickler" absolvierte, fahrlässig gebracht haben....WEIL dieser Beruf gar nicht auf der Arbeitsmarkt nachgefragt wird ohne ein STUDIUM und ich DEUTSCHLANDWEIT fast 10 Jahre lang nur über Zeitarbeit als Helfer arbeiten müsste, da die Industrie diesen Beruf gar nicht anbietet
Dies führte zur Verzweiflung, zu Depressionen, Trauer, Enttäuschung, Kriesen und gesellschaftlicher bzw. "beruflicher" Isolation.
Alles eigene Bemühen um Reklamation und Aufklärung zur Lage dieser "Scheinausbildung" wurden durch die Bildungssysteme schriftlich und telefonisch ignoriert.
Keiner nahm es ernst und ich wurde unsicherer.
Nach über 10 Jahren Stress mit Zeitarbeit, Kliniken und Ämtern, durch deren Verschulden meines Erachtens, bin ich leider dann leider völlig vertrauenslos dem System gegenüber geworden, bin geschieden (aus finanziellen Gründen.
..reine Oberflächlichkeit) und musste quer durch Deutschland ziehen, nur um über Zeitarbeit von der Hand in den Mund zu existieren, weil jede Behörde, Ämter, Bundesamter, ect. bei der ich um Erklärung und Hilfe bot, ignoriert wurde.
Jetzt hab ich erst durch Widerspruch nach Ablehnung meines bereits zweiten Versuchs NACH 2007 ein wenig Hoffnung und möchte einfach nur Gerechtigkeit.
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Hier ein weitere Beweis zu diesem "Beruf mit IHK-"Schein"":
 
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DerStefan_

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Ich finde es übrigens übelst menschenverachtend "Substanzen" wie Nikotin, Koffein (Tabletten, Energy Drinks, ect) und vieles mehr, offiziell der Masse legal zur Verfügung zu stellen und dann diese abhängig machenden Mittel dazu zu benutzen, um in die Ecke gedrängte und getäuschte Menschen noch mehr zu schädigen.
Ich mag mich aber zu so theoretisch möglich genannten Methoden nicht weiter äußern.
 

abcabc

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Vor einem Jahr ca. wurde ich während eines Klinikaufenthaltes mehrmals positiv auf Cannabis getestet, jedoch wurde keine Drogentherapie eingeleitet.
Ist dies das einzige Indiz, dass du "Drogen" nimmst oder genommen hast oder gibt es da noch irgendwas anderes, was dies beweist oder darauf hindeutet?
War das eine Reha oder woher sollte der Gutachter der DRV überhaupt Kenntnis von diesem Klinikbericht haben?
Und zu guter letzt: Was genau steht im Klinikbericht darüber? Stehen da irgendwo unkommentiert im Nebensatz die positiven Cannabis Tests? Dann ist nicht unwahrscheinlich, dass der Gutachter das einfach überliest - vor allem wenn das nicht der einzige Bericht ist. Die wenigsten Ärzte haben Zeit und Lust Unterlagen gründlich zu lesen.

Wird einem ein Entzug angeboten oder muss man das erkämpfen?
Warum Entzug? Hast du Entzugserscheinungen, wenn du für x Tage bis Wochen kein Cannabis konsumierst?

Vorab zu planen, wie es genau ablaufen wird, ist unmöglich. Ich würde mich eher auf einen Gegenangriff vorbereiten.
Ist schon absehbar, dass der Arzt in zwei Monaten dir das offiziell verschreiben wird oder ist das jetzt erster Termin und du hoffst, dass der Arzt mit viel Glück bereit ist dir Cannabis offiziell zu verschreiben? Bist du bei dem Arzt schonmal gewesen?
Von mir aus würde ich das Thema Drogen auf keinen Fall ansprechen.
Falls der Arzt von sich aus wegen dem Klinikbericht fragt, würde ich antworten: "Ich nehme Cannabis sehr erfolgreich als Medikament gegen meine Depressionen/Ängste/.... im Gegensatz zum Chemiedreck, den man mir bislang angedreht hatte, der mehr Nebenwirkungen als Wirkung hatte." Erstmal offen lassen ob offiziell oder selbst beschafft. Falls der Arzt nochmal nachfragt was sagen wie "Ich werde es demnächst auf Kassenrezept bekommen." Und dann höchstens noch auf Nachfrage die Dosierung verraten. Unbedingt vorher informieren, welche Dosierung im medizinischen Bereich üblich ist und dann als Dosis angeben (auf keinen Fall eine Dosis nennen, die kein Arzt verschreiben würde).
 

xj3Qr1nL7ys

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Jetzt hab ich Panik dass ich bei einem Test keine Umschulung bekomme.
Ist es denn üblich von der DRV bei einer durch deren definierter Abhängigkeit noch eine Chance auf Umschulung zu bekommen?

Grund zur Beunruhigung, weil nicht alles optimal ist, aber nicht zur Panik.

Natürlich, wird dir auch eine Umschulung nicht grundsätzlich verweigert. Ich kann meinen Hinweisen (für die ich mir viel Zeit und Mühe gegeben habe und bis eben noch ergänzt und verbessert habe) leider nicht mehr viel hinzufügen. Außer einer eher für dich positiven Botschaft.

Ich komme aus Frankfurt am Main. Hier gibt es noch ganz andere Leute, ganz anderen Kalibers. Selbst die bekommen Integrationsmassnahmen. Ist aber auch keine Garantie. Die schon, aber ich nicht, manchmal hat man Glück, manchmal nicht. Die Mitte kann leider kompliziert sein. Einerseits nicht normal genug, anderseits nicht kaputt genug. Kann ätzend sein, kenne ich gut.

Nichtsdestotrotz: Du kannst erstmal nur gewinnen. Versuch macht kluch. Erstmal alle Infos abwarten und dann eine Entscheidung treffen.

Bevor nicht alle Möglichkeiten und Rechtsmittel erschöpft sind, gibt es keinen Grund aufzugeben. Du stehst ganz am Anfang und hast noch alle Möglichkeiten. Was dabei raus kommt, wird man sehen. Deinen GdB sehe ich durchaus als zusätzliche Trumpfkarte, die nicht jeder hat. Ebenfalls die anscheinend wahrscheinliche Möglichkeit von THC auf Rezept.

LG xj3Qr1nL7ys

PS und OT: Habe auch schon gespottet, wenn es Zugansvoraussetzung ist ein Auto aufzuknacken und Menschen zu überfallen, müssen die das aufs Formular schreiben...

☝ Den letzten Absatz bitte eindeutig als Ironie, Sarkasmus und eigentlich eher Zynismus verstehen.
 

DerStefan_

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Ich hab keine Entzugserscheinungen und der Arzt ist noch nicht besucht worden.
In meinem Patientenbericht steht die Diagnose Suchtfolgen.
Ich trinke aber selbst unregelmäßig und wenig Alkohol.
Ich hoffe ich kann ihn überzeugen.
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Der Arzt ist aber wegen der Verschreibung nach einem gestrigem Telefonat optimistisch.
 

xj3Qr1nL7ys

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Die ersten 2 Suchrehas sind bezüglich der Genehmigung und Kostenübernahme reine Selbstläufer sofern diagnostiziert, erwünscht und beantragt. Da lernt man dann auch ganz andere Leute kennen, die zum Beispiel das 7. Mal eine Reha machen und so... Komisch dafür ist immer Geld da,aber wehe man will was draus machen. Na ja, besser als nichts, will ja nicht undankbar sein...
 
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xj3Qr1nL7ys

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Nein, du darfst, wenn überhaupt. Wenn du es gleich schaffst und dann abstinent lebst, reicht eine. Ich wollte dir nochmal Mut machen ;) Gibt Leute da ist alles viel schwieriger und trauriger. In deinem Fall 15- 16 Wochen, sofern du eine stationäre Reha machst.
 
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abcabc

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D.h. ich musste evtl. mindestens drei mal zur Klinik?
Nein, das wäre eine Misshandlung, wenn man dich in eine Entzugsklinik schicken würde. Wenn es keine Abhängigkeit gibt (also verlangen nach Cannabis, Gewöhnungseffekt, usw. usf.), sondern sich im Gegenteil deine nachgewiesenen Symptome deutlich besser mit Cannabis behandeln lassen, als mit dem Chemiedreck, dürfte man auf keinen Fall vorsätzlich dafür sorgen, dass es dir wieder schlechter geht.
Dann müsste man alles dafür tun, dass du offiziell Cannabis auf Kassenkosten bekommst und dir nicht vorsätzlich Cannabis vorenthalten...
 

ZynHH

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dass der Arzt mit viel Glück bereit ist dir Cannabis offiziell zu verschreiben?
Selbst wenn der Arzt das wollte, ist es nicht seine Entscheidung. Das entscheidet der MDK und wenn die vom vorherigen Missbrauch aufgrund von Berichten erfahren, ist das kein Pluspunkt.

Einen Langzeittherapie zum Suchtmittelentzug über die DRV wird von dir zusammen mit einer Beratungsstelle ( z.B. Diakonie) beantragt.

Ich hatte meine Therapie 2011 für Alkohol. Der reine Aufenthalt in der Langzeittherapie betrug damals 15 Wochen.

Das beste ist, du lässt dich mal in einer Beratungsstelle ausgiebig informieren.

Ich sehe allerdings Null Sinn in einer Therapie, wenn du meinst, danach mit verschriebenem THC weiter deine Probleme zu behandeln. Die Langzeittherapie ist ja keine Psychotherapie, die dir hilft die Ursachen deiner Beschwerden zu beseitigen.


Niemand wird dich zwingen, eine Sucht behandeln zu lassen.
 
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