Wird die November- und Dezemberhilfe auf das ALG2 angerechnet, das für Januar bis März beantragt wurde?

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PeterPanBerlin

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Hallo Freunde,

meine Partnerin muss seit November ihr Geschäft (Kosmetik) wegen der COVID19 Maßnahmen schließen. Anfangs hieß es das ihr 75% des Umsatzes des Vergleichsmonates 2019 gezahlt werden und zwar solange bis sie ihr Geschäft wieder öffnen darf.

Also hat sie sobald es möglich war über ihren Steuerberater die Hilfen beantragt. Ausgezahlt wurden sie allerdings erst Ende Januar... Zur Überbrückung hat sie sich ein Privatkredit genommen welcher im Dezember verbucht wurde.

Nun wurde ja bekannt gegeben das ab Januar alles anders sein wird, es werden nur noch die Fixkosten (Geschäftsmiete, Leasingwagen etc...) erstattet und das auch nur zu 90%. Das heißt sie muss nun echt ALG2 beantragen, sie hat privat enorme Ausgaben (Hausfinanzierung etc.)

Jetzt hat sie im Januar den verkürzten ALG2 Antrag (begrenzt bis zum 31.03.2021) angefordert und es beantragt. Das JobCenter möchte natürlich die Kontoauszüge der letzten 3 Monate sehen. Wir haben Ende Februar und sind noch nicht weiter....

Ich sehe jetzt folgendes Problem, ich meine mich zu erinnern das beim ALG2 das Zuflussprinzip gilt.

- Im Januar hat sie über 10.000 EUR an November und Dezemberhilfe bekommen...
- Weiter verkauft sie derzeit pro Monat ein paar Gutscheine im Wert von 400EUR bis 600 EUR, diese stellen Buchhalterisch keinen Umsatz dar, weil die Leistung ja noch nicht erbracht wurde...

Werden die ihr die November/Dezemberhilfen angerechnet obwohl sie für die Monate davor bestimmt sind? Und die Gutscheine?

Wenn ja, braucht sie dem JobCenter doch garnicht mehr antworten, oder?
 

Seepferdchen 2010

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Hallo @PeterPanBerlin :welcome:

Werden die ihr die November/Dezemberhilfen angerechnet obwohl sie für die Monate davor bestimmt sind?

Zunächst lies bitte in diesem Link Seite 7 unter ab Punkt 3.3 und natürlich die weiteren Hinweise.

Keine Anrechnung der November- und Dezemberhilfen sowie der Neustarthilfe für Selbstständige


Weiter verkauft sie derzeit pro Monat ein paar Gutscheine im Wert von 400EUR bis 600 EUR, diese stellen Buchhalterisch keinen Umsatz dar, weil die Leistung ja noch nicht erbracht wurde...

Hierzu müßte man wissen um welche Art von Gutschein es sich handelt, ist es ein Mehrzweck oder Einweck-Gutschein, dazu stelle ich dir mal diesen Link rein zum nach lesen dort findest du auch die Erklärung und Beispielbuchung.


Zur Überbrückung hat sie sich ein Privatkredit genommen welcher im Dezember verbucht wurde.
Wurde hier ein schriftlicher zweckgebunder Darlehnsvertrag mit Rückzahlungsbedingungen gemacht?

Bestimmt kommen noch einige Hinweise für dich,
 
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PeterPanBerlin

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Danke, das hat uns sehr beruhigt.... 👍🏻

Hierzu müßte man wissen um welche Art von Gutschein es sich handelt, ist es ein Mehrzweck oder Einweck-Gutschein, dazu stelle ich dir mal diesen Link rein zum nach lesen dort findest du auch die Erklärung und Beispielbuchung.
Ich will es mal so sagen... In den Überweisungen steht nur "Gutschein"
Dieser könnte natürlich für sämtliche Dienstleistungen genutzt werden die sie im Rahmen ihres Kosmetiksalons anbietet.
Bei der Angabe beim ALG2 kann man es so, oder so auslegen...

Sehe ich das richtig das Mehrzweck-Gutscheine eher schlechter sind weil sie für jede Dienstleistung, und oder jedes Produkt nutzbar sind? Ein Gutschein welcher ausschließlich z.b. für eine Augenbrauentätowierung (Permanent-Make-Up) wäre besser weil dieser nicht einlösbar wäre wenn die Kundin erfährt das sie die Farbe nicht verträgt?

Wurde hier ein schriftlicher zweckgebunder Darlehnsvertrag mit Rückzahlungsbedingungen gemacht?
Selbstverständlich mit Vertrag UND festgelegter Rückzahlung

Die Neustarthilfe bekommt sie schon mal nicht, sie ist zwar Einzelunternehmer... Sie hat aber eine Angestellte die derzeit auf 100% Kurzarbeitergeld abgestellt ist.

Vielen Dank, das hat uns bereits sehr geholfen, über mehr Tips sind wir jetzt schon dankbar...
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Wir werden die Tage einen weiteren Privatkredit nehmen müssen

Da es auch nicht zu erwarten ist das in den nächsten Tagen Geld kommt, dieser wird wieder von derselben Person (Schwiegermutter) kommen und auch wieder mit Vertrag und Rückzahlungsvereinbarung geschlossen. Wir müssen ja in den nächsten Tagen wieder das Gehalt für die Mitarbeiterin "vorschießen"... Und es wird wieder 3 Wochen dauern bis die ARGE es zurückzahlt...

Was für ein Chaos alles...
 
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