Wird die Anwartschaftszeit in § 142 SGB III durch Krankengeldbezug erfüllt ...

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

algfranz

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Februar 2018
Beiträge
226
Bewertungen
83
... die Rahmenfrist (derzeit 2 Jahre) ändert sich ja ab 2020 auf 30 Monate, innerhalb derer ein Versicherungspflichtverhältnis vorgelegen haben muss.

Wo ist geregelt, ob auch der KrG-Bezug als Verischerungspflichtverhältnis gilt ?

Wenn ich § 7 (3) SGB IV richtig verstehe zählt KrG nämlich nicht dazu.
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
6.126
Bewertungen
19.061
Das Krankengeld ist eine Lohnersatzleistung und voll sozialversicherungspflichtig. Somit entsteht auch beim Krankengeld ein Anspruch auf ALG 1. Bei z.B. 12 Monaten Krankengeldbezug entsteht ein Anspruch auf 6 Monate ALG 1.
§ 7 SGB IV hat damit überhaupt nichts zu tun. Maßgebend ist § 142 SGB II i.V.m. § 26 Abs.2 Satz 1 SGB III.
 

algfranz

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Februar 2018
Beiträge
226
Bewertungen
83
Danke, ich frage nur wegen des Anhangs unter 142.1
(4)Beschäftigungszeiten, für die kein Arbeitsentgelt gezahlt wird, dienen ab dem zweiten Monat nicht mehr zur Erfüllung der Anwartschaftszeit (§ 7 Abs. 3SGB IV). Der Unterbrechungszeitraum läuft kalendermäßig ab.

Gibt es denn irgendeine Anweisung o.ä. aus der das explizit hervorgeht, denn § 26 Abs.2 Satz 1 SGB III besagt ja nur, dass in die ALV eingezahlt wird aber nichts über eine Anerkennung bgzl. der Anwartschaftszeit ?

Wie wirkt sich denn KrG auf die Bemessung aus, d.h. wenn z.B. innert 2 Jahren 4 Monate Arbeitsentgelt gezahlt wurde und 1 Monat oder länger KrG.
 

Anhänge

  • FW-SGB-III-142_ba015149.pdf
    437,9 KB · Aufrufe: 163

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
6.126
Bewertungen
19.061
Du lässt dich verunsichern. Krankengeld ist eine Lohnersatzleitung und wird daher auch wie eine Lohnzahlung behandelt. Mit allen sozialversicherungspflichtigen Abgaben wie jeder Lohn. Aus Krankengeld entsteht daher genau wie aus Lohn ein neuer Anspruch.

Zu der für den Arbeitslosengeldanspruch erforderlichen Anwartschaftszeit werden grundsätzlich versicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse gezählt. Zeiten, in denen wegen des Bezugs von Krankengeld Beiträge zur Bundesagentur für Arbeit zu zahlen waren, werden für die Anwartschaftszeit mitgerechnet.

Folgende Zeiten werden einer Beschäftigung gleichgestellt:
- Zeiten einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ohne Entgeltzahlung (maximal 1 Monat)
- Zeiten einer freiwilligen Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung
- Wehr- oder Zivildienst
- Zeiten von Kurzarbeitergeld
- Zeiten in denen bei Mutterschaftsgeld, Krankengeld, Versorgungskrankengeld, Verletztengeld, Übergangsgeld (medizinische Rehabilitation) und Krankentagegeld Beiträge zur Arbeitslosenversicherung abgeführt wurden
- Zeiten einer Rente wegen voller Erwerbsminderung der Rentenversicherung, sofern unmittelbar vor Rentenauszahlung ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis oder Entgeltersatzleistungen nach SGB III bestanden
- Zeiten der Kindererziehung von Kindern, die das 3. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und unmittelbar vor der Kindererziehung ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis oder Entgeltersatzleistungen nach SGB III bestanden
 

algfranz

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Februar 2018
Beiträge
226
Bewertungen
83
Danke, ergänzende Frage:

wie verhält es sich mit einer "unwiderruflichen bezahlten Freistellung", gilt diese als Versicherungspflichtverhältnis ?
Dazu habe ich keine § gefunden ...
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Danke, ergänzende Frage:

wie verhält es sich mit einer "unwiderruflichen bezahlten Freistellung", gilt diese als Versicherungspflichtverhältnis ?
Dazu habe ich keine § gefunden ...
Seite 9:
§24 SGB III

Fachliche Weisungen:
24.3.3 Unterbrechung der Beschäftigung mit Entgeltzahlung


Und auch das Thema Höhe des Alg1 nach unwiderruflicher Freistellung ist inzwischen geklärt.

 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten