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Wird der Arbeitgeber über Bewerbung informiert ?

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Walter v. d. Vogelweide

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#1
Hallo liebes Forum,

kann mir jemand vielleicht Auskunft darüber geben, ob das Arbeitsamt den Arbeitgeber über die Bewerbung von Herrn/Frau XY informiert.

Also Arbeitsamt hat mir eine Stelle vorgeschlagen auf die mich mich natürlich auch beworben habe.
Nun habe ich auf einmal ein Vorstellungsgespräch, welches doch sehr überraschend kam.

Danke im voraus.

W.v.d.V.
 
E

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#2
Ja, er wird informiert. Er bekommt ein Formular, auf dem steht, dass man Herrn X für die vakante Stelle vorschlägt. Auf der Rückseite dieses Formulars muss der Arbeitgeber ankreuzen: Ob sich der Bewerber vorgestellt hat oder nicht, ob er ihn einstellt oder nicht, weswegen er ihn nicht einstellt, und dann ist noch ein Platz für Bemerkungen. Alles soweit ich es noch aus besseren Zeiten in Erinnerung habe.

Da die vorgeschlagenen Kandidaten jedoch meist alle nicht dem Anforderungsprofil entsprachen (so z.B. bestimmte Kenntnisse, die Voraussetzung waren, wie z.B. Englischkenntnsse, nicht mitbrachten), weil die Agentur für Arbeit einfach saudumm ist, sich trotz vielen Beschwerden der Arbeitgeber keine Mühe gab und die Arbeitgeber (die ja eigentlich für 0 Geld ein Person einstellen könnten) sehr viel Zeit mit einer Masse von überflüssigen Bewerbungen verschwenden mussten, endet es in seriösen Betrieben so, dass nicht mehr über die Agentur für Arbeit gesucht wird. Es wird eine teure Anzeige, eine Jobbörse oder einen Personalvermittler oder Headhunter vorgezogen, weil es unter Berücksichtigung der Zeitverschwendung billiger ist.
 
E

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Gast
#3
Hallo Walter v. d. Vogelweide,

wenn es sich um eine Stellenvorschlag der AfA/Arge handelt, erhält der Arbeitgeber davon eine Durchschrift als Zuweisung. Auf der Rückseite muss der AG dann ausfüllen, ob sich der Bewerber vorgestellt hat und ob er eingestellt, bzw. aus welchen Grund er nicht eingestellt wird.
 

Walter v. d. Vogelweide

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#4
Danke für die schnellen Antworten

Alles klar.

Aber irgendwie kommt man sich ein wenig minderbemittelt vor: "Ach bitte lieber Arbeitgeber stellen Sie doch diesen Menschen ein...."

Gruß
 
E

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Gast
#5
Alles klar.

Aber irgendwie kommt man sich ein wenig minderbemittelt vor: "Ach bitte lieber Arbeitgeber stellen Sie doch diesen Menschen ein...."

Gruß
Der AG erhält vom Arbeitsamt auf eine gemeldete freiwerdende Stelle nicht eine Zuweisung, sondern durchaus 50 - 100, je nach Anforderungsprofil des Arbeitsplatzes.
 

Walter v. d. Vogelweide

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#6
Der AG erhält vom Arbeitsamt auf eine gemeldete freiwerdende Stelle nicht eine Zuweisung, sondern durchaus 50 - 100, je nach Anforderungsprofil des Arbeitsplatzes.
Hallo Rüdiger,

mit Zuweisung ist sicherlich Vorschlag gemeint.
Trotzdem haftet diesem ganzen Verfahren irgendwie nichts objektives an. Ich werde jetzt eingeladen, weil die Behördenhengste den AG dazu verdonnert haben, oder vice versa. Sehr motivierend. Klasse.

Gruß
 
E

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#8
Musst mal erleben, wie das von Arbeitgeberseite zugeht. Kann ich dir genau sagen, denn das musste ich eine Zeit lang mal machen. Und da hat sich sicher bis heute nichts geändert.

Meldest du eine Stelle, werden dir erstmal keine Bewerber zugeschickt. Man könnte meinen, es gibt keine Arbeitslose. Beschwerst du dich bei dem SB, bekommst du auf einem Stoß plötzlich 50 Vermittlungsvorschläge, die zu 90% alle verkehrt sind (d.h., andere Berufe und Qualifikationen haben, aber so saudumm zugeteilt, dass jeder Abzubi nur noch lachen kann). Lädst du die restlichen 10% ein, melden sich die meisten nicht. Und das was davon noch übrig bleibt, ist nicht das was du suchst. Die Aktion ist fast immer überflüssig. Und beschwerst du dich bei der Agentur für Arbeit wegen deren mangelhafter ARbeitsqualität, können die das einfach nicht begreifen, wo sie dir doch 50 Vermittlungsvorschläge zugeschickt haben und das so viel Arbeit war, sie aus dem Pool rauszusuchen!
 
E

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#9
Rotkäppchen, das kann ich von Arbeitgeberseite nur bestätigen, die AfA schickt auch dann noch fleißig Zuweisungen, wenn der AG die Stelle schon als vergeben gemeldet hat.
 

Arania

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#10
die schicken doch eh wahllos alles was laufen kann und in ihrem Pool ist zu den freien Stellen, ob das passt oder nicht, die wollen doch auch Blindbewerbungen, da freuen sich die Arbeitgeber auch, sie werden jeden Monat mit unnützen Bewerbungen zugeschüttet, obwohl sie eh nicht einstellen
 

Walter v. d. Vogelweide

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#11
Musst mal erleben, wie das von Arbeitgeberseite zugeht. Kann ich dir genau sagen, denn das musste ich eine Zeit lang mal machen. Und da hat sich sicher bis heute nichts geändert.

Meldest du eine Stelle, werden dir erstmal keine Bewerber zugeschickt. Man könnte meinen, es gibt keine Arbeitslose. Beschwerst du dich bei dem SB, bekommst du auf einem Stoß plötzlich 50 Vermittlungsvorschläge, die zu 90% alle verkehrt sind (d.h., andere Berufe und Qualifikationen haben, aber so saudumm zugeteilt, dass jeder Abzubi nur noch lachen kann). Lädst du die restlichen 10% ein, melden sich die meisten nicht. Und das was davon noch übrig bleibt, ist nicht das was du suchst. Die Aktion ist fast immer überflüssig. Und beschwerst du dich bei der Agentur für Arbeit wegen deren mangelhafter ARbeitsqualität, können die das einfach nicht begreifen, wo sie dir doch 50 Vermittlungsvorschläge zugeschickt haben und das so viel Arbeit war, sie aus dem Pool rauszusuchen!
Mein reden. Völlig überflüssig und demotivierend die ganze Aktion.

Mit Arbeitsamts-Gnaden mäöchten wir Sie zu einem Vorstellungsgespräch einladen.
In der Antwort stand natürlich: Mit großem Interesse habe wir Ihre Unterlagen gelesen....

Wie im Panoptikum....
 
E

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#12
Eigentlich müsste man mal gegen dieses Prozedere anwaltlich vorgehen. Es verstößt nämlich auch gegen die Schweigepflicht. Die schicken dem Arbeitgeber ja auch den Namen des Bewerbers, ohne mit diesem vorher Rücksprache gehalten zu haben.

Nicht selten handelt es sich um einen Bewerber, der dort schon mal gearbeitet hat und für den die Stelle deswegen gar nicht in Frage kommt. Bei anderen Gelegenheiten handelt es sich um einen Bewerber, der kurz davor für eine andere Stelle interviewt wurde und nicht in Frage kam. Das ist für den Bewerber ja peinlich.
 

Arania

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#13
Nun das könnte man bei der Zuweisung ja erwähnen und die Ex-Arbeitgeber sollten ja eigentlich in der Akte vermerkt sein
 

Walter v. d. Vogelweide

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#14
Eigentlich müsste man mal gegen dieses Prozedere anwaltlich vorgehen. Es verstößt nämlich auch gegen die Schweigepflicht. Die schicken dem Arbeitgeber ja auch den Namen des Bewerbers, ohne mit diesem vorher Rücksprache gehalten zu haben.

Nicht selten handelt es sich um einen Bewerber, der dort schon mal gearbeitet hat und für den die Stelle deswegen gar nicht in Frage kommt. Bei anderen Gelegenheiten handelt es sich um einen Bewerber, der kurz davor für eine andere Stelle interviewt wurde und nicht in Frage kam. Das ist für den Bewerber ja peinlich.
Also informiert haben die mich schon. Geht ja auch nicht anders, sonst bewirbt sich die Hälfte wahrscheinlich nicht.
Die Krux ist dann nur, dass alles nicht mehr wirklich viel mit Profil, Eignung, Fähigkeit zu tun hat. AG lädt dich ein weil er muß. Man/Frau bewirbt sich weil sie muß.
Apropos, muß der AG einladen oder nicht ? (blöde Frage aber heutzutage ist wohl alles möglich)

Gruß
W.v.d.V
 
E

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#15
Der Arbeitgeber muss Dich nicht einladen, er behandelt das wie jede andere Bewerbung so, wie er will. Er teilt nur dem Arbeitsamt mit dem Vordruck mit, für was er sich entschieden hat und ob Du Dich überhaupt beworben hast.

Viele Grüße,
angle
 

Kerstin_K

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#16
Kein Zwang für Arbeitgeber

DEr Arbeitgeber muss gar nichts. Warum sollter auch, wenn er schon an der Bewerbungsmappe sieht, dass Du überhaupt nicht passt.

Aus meiner Sicht kann eine Arbeitsvermittlung durch die Arbeisargentur heute kaum noch funktionieren. Arbeitslose müssen sich dort melden, Atbeitgeber nicht, das Vermittlungsmonopol wurde abgeschafft. Da entsteht schonmal eine Schieflage, die noch dadurch verstärkt wird, dass es zu wenig Arbeitsplätze gibt. Und dadurch, dass die Arbeitargenturen so schlechte Arbeit machen, kippt das ganze dann endgültig.

Ich kenne noch Zeiten, da kannten die Arbeisvermittler die Arbeitgeber in ihrem Bezirk, da wurde zielgerichtet vermittelt und auch mal vorweg etwas abgestimmt, bevor man einen Bewerber dorthin schickte, zum Beispiel bei Schwerbehinderten, ob das überhaupt Sinn macht. Eben all das, was eine gute Arbeitsvermittlung ausmacht.

Heute haben wir so viele Arbeislose, dass dazu niemand mehr die Zeit hat. Es wir Zeit, dass es i die Köpfe hineingeht, dass Arbeitsvermittlong nicht nur Statistikbereinigung ist und dass gute Arbeitsvermittlung langfristig Geld spart. Deshalb ist es wichtig, dass man sich gegen Sinnlosmaßnahmen und sinnlose Bewerbungen wehrt. Lieber 1 zielgerichtete Bewerbung je Woche als 5 Masseneinheitsschreiben.
 
E

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#17
Nun das könnte man bei der Zuweisung ja erwähnen und die Ex-Arbeitgeber sollten ja eigentlich in der Akte vermerkt sein
Also, es hat sich noch kein einziger ex-Arbeitnehmer, den man oft mit Müh und Not losgeworden ist, trotz Zuweisung beworben. Das hat der Arbeitslose mit Sicherheit nach Erhalt der Zuweisung mit der ARGE geklärt.

Seit wann schaut denn die ARGE auf Bewerbungsunterlagen? Das können die doch gar nicht. Wenn ich so gearbeitet hätte, hätte ich eine Abmahnung bekommen.
 

Arania

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#18
wenn ich eine Zuweisung bekommen würde, mich da oder dort zu bewerben und das wäre mein Ex-Arbeitgeber, dann würde ich das meinem SB sagen und gleichzeitig darauf hinweisen, das er das in seiner Akte stehen hat, ist mir aber auch noch nicht passiert
 

Walter v. d. Vogelweide

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#19
DEr Arbeitgeber muss gar nichts. Warum sollter auch, wenn er schon an der Bewerbungsmappe sieht, dass Du überhaupt nicht passt.
Na ja, der AG muß aber dem AA mitteilen ob er den Bewerber genommen hat oder ob nicht. Und wahrscheinlich, wie ich das jetzt so sehe, wird auch noch Bericht beim AA darüber erstattet, wie der AN sich so verhalten hat - so eine Art Checkliste über AN für AA/AG.

Mich wundert gar nix mehr.

Gruß
W.v.d.V
 

Kerstin_K

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#21
Also, es hat sich noch kein einziger ex-Arbeitnehmer, den man oft mit Müh und Not losgeworden ist, trotz Zuweisung beworben. Das hat der Arbeitslose mit Sicherheit nach Erhalt der Zuweisung mit der ARGE geklärt.
eben. Und es soll ja auch schon vorgekommen sein, das auch ein EX-Arbeiteber wirklich für eine Bewerbung in Frage kommt. Mann muß sich ja nicht immer im Streit trennen. Ich kenne z, B. Leute, die habe in einer Firma gearbeitet, dannjahrelang woanders, aus verschiedenen Gründen und heute sind sie Wieder beri dem Ex-AG tätig.
 
E

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#22
eben. Und es soll ja auch schon vorgekommen sein, das auch ein EX-Arbeiteber wirklich für eine Bewerbung in Frage kommt. Mann muß sich ja nicht immer im Streit trennen. Ich kenne z, B. Leute, die habe in einer Firma gearbeitet, dannjahrelang woanders, aus verschiedenen Gründen und heute sind sie Wieder beri dem Ex-AG tätig.
Ja, Kerstin, aber nicht durch eine Zuweisung des Arbeitsamtes. Das hat sich irgendwie anders ergeben.

Eine noch viel peinlichere Situation ist, wenn du noch in Arbeit bist und in der Bewerbung angibst, du seist in ungekündigter Stellung (da bist du immer verhandlungsfähiger mit dem Gehalt), weil du freigestellt bist oder ähnliches, und findest ein passendes Angebot im Internet. Gleichzeitig wurde aber das Angebot auch der ARGE mitgeteilt und die wollen dich dorthin zuweisen, wo du dich bereits durch eine Stellenausschreibung im Internet (mit anderen Angaben) schon beworben hast. Die verpatzen dir die gesamte Chance, aber gründlich. In dieser Firma solltest du dich nicht mehr blicken lassen. Das hat man mir einmal gemacht. Ich habe mich darüber beschwert, es hat sie aber nicht sonderlich interessiert. "Das könne schon mal vorkommen", hieß es.
 

Kerstin_K

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#23
Rotkäppchen,

das ließe sich wohl nur dadurch verhindern, dass man erst den Arbeitslosen informiert und erst danach die Mitteilung ab die potentiellen Arbeitgeber rausschickt. Eine seriöse private Arbeitsvermittlung würde denke ich z. B. mit dem Bewerber absprechen, an wen die Unterlagen weitergegeben werden.

Womit mal wieder bewiesen wäre: Die Arbeitsargenturen betreiben keine professionelle Arbeitsvermittlung....

Was haltes ihr von folgendem Vorschlag: Die Arbeitsargenturen und ARGEN machen nur noch Leisungsgewährung, die Arbeitsvermittlung geht an private, die Vermittlungskosten gehören mit zu den Leistungen.
 

Heiko1961

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#24
Der Arbeitgeber muss Dich nicht einladen, er behandelt das wie jede andere Bewerbung so, wie er will. Er teilt nur dem Arbeitsamt mit dem Vordruck mit, für was er sich entschieden hat und ob Du Dich überhaupt beworben hast.

Viele Grüße,
angle
Eben, ich wäre zufrieden, wenn ich überhaupt mal so einen Vermittlungsvorschlag bekommen würde. Da ist es mir egal, ob der Arbeitgeber auch ein Schreiben bekommen hat oder nicht. Es sei denn, ich will dort erst gar nicht vorsprechen oder mich bewerben.:icon_question:
 
E

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#25
Rotkäppchen,

das ließe sich wohl nur dadurch verhindern, dass man erst den Arbeitslosen informiert und erst danach die Mitteilung ab die potentiellen Arbeitgeber rausschickt. Eine seriöse private Arbeitsvermittlung würde denke ich z. B. mit dem Bewerber absprechen, an wen die Unterlagen weitergegeben werden.
Das sagte ich bereits am Anfang. Wenn sie den Bewerber vorab nicht informieren, verstoßen sie gegen die Schweigepflicht, denn sie verraten einem AG die Namen der Arbeitslosen. Und vor allem: Sie kommen dem Bewerber bei der Arbeitssuche in die quere. Das habe ich denen schon so oft vorgeworfen. Ich stoße immer auf taube Ohren.
 
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#26
Eben, ich wäre zufrieden, wenn ich überhaupt mal so einen Vermittlungsvorschlag bekommen würde. Da ist es mir egal, ob der Arbeitgeber auch ein Schreiben bekommen hat oder nicht. Es sei denn, ich will dort erst gar nicht vorsprechen oder mich bewerben.:icon_question:
Ja dann sind wie in Hamburg wohl ein wenig fortgeschrittener: Ein untätige ARbeitsamt-Vermittlung ist besser als eine inkompetente Arbeitsvermittlung.
 

Rounddancer

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#27
Nö, AG muß gar nix

Na ja, der AG muß aber dem AA mitteilen ob er den Bewerber genommen hat oder ob nicht. Und wahrscheinlich, wie ich das jetzt so sehe, wird auch noch Bericht beim AA darüber erstattet, wie der AN sich so verhalten hat - so eine Art Checkliste über AN für AA/AG.

nein, der Arbeitgeber bekommt ja die Info, WER sich in den folgenden Tagen bei ihm vorstellen muß.
Und der AG wird GEBETEN, dann zurückzumelden, ob der jeweilige Bewerber aufgetaucht ist, bzw. sich gemeldet/beworben hat. Und wie der AG mit ihm/ihr verblieben ist. Aber der Arbeitgeber muß nicht zurückmelden,- ja er braucht noch nicht mal zu melden, wenn die Stelle besetzt wurde.
 

Sumseline

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#28
Irgendwie habe ich manchmal den Eindruck, dass viele arbeitslose grundsätzlich hinter allem was schlechtes sehen und nirgendwo was positives. In meiner letzten Position haben ich auch damit zu tun gehabt und da ist nix mit Bittsteller oder sonstwas. Wenn jemand qualifiziert ist wird er eingestellt oder eingeladen, dass hat nix mit "der verpflichtete Arbeitslose" zu tun.

Arbeitgeber meldet freie Stellen der Arbeitsagentur .... Arbeitsagentur schickt Vorschläge an Arbeitslosen und an die Firma. Bei der Firma laufen die Bewerbungen ein ... erstmal uninteressant, ob jemand vom Arbeitsamt kommt oder nicht ... Bewerber qualifiziert? wunderbar wird zum Vorstellungsgespräch eingeladen ... alles erfolgreich? Bewerber wird eingestellt ... Ergebnis .. Arbeitgeber glücklich, weil er nen qualifizierten Bewerber gefunden hat und Arbeitsloser glücklich, weil er wieder in Arbeit ist.
Am Ende des ganzen Prozederes .. egal mit welchem Ende .... geht eine Meldung ans Arbeitsamt (rückseitig auszufüllen auf dem Empfehlungszettel), ob der Bewerber genommen wurde oder nicht.

In unserem Fall war es auch nicht so, dass wir weitere Bewerbervorschläge bekamen, wenn wir gemeldet hatten, dass keine Stelle mehr zu vergeben ist.

Mir wäre es sogar lieb, wenn ich solche Jobvorschläge bekommen würde ;) aber ich darf mir alles selber suchen.

Ich denke man sollte auch Dinge von der positiven Seite beleuchten und nicht immer alles nur negativ sehen. Auch vom Arbeitsamt kommt mal was Gutes und dem Arbeitgeber ist es erstmal egal, wo sein zukünftiger Mitarbeiter hierkommt ... hauptsache er ist qualifiziert auf die zu besetzende Stelle.

Sumse
 

Fortunatus

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#29
Auch ich habe keine positive Erfahrungen mit Vermittlungsvorschlägen gemacht. Die paar, die ich bekommen habe, haben entweder überhaupt nicht zu meiner Berufserfahrung gepasst und selbst auf wirklich miese Stellen habe ich gar keine Rückmeldung bekommen. Auch musste ich mich bei einer Firma, bei der ich mich schon mehrfach beworben habe, nochmals bewerben, obwohl ich meiner FM darlegte, warum das bei denen sinnlos ist, da ich inzwischen jemand von der Personalabteilung dort kennengelernt habe. Aber was will man von einer blutjungen Vermittlerin erwarten, die nicht mal die größten Arbeitgeber im Umland kennt? Sie hat mir dann noch eine Stelle vorgeschlagen, von der ich mich hätte nicht ernähren können, als ich das anmerkte, hat sie mir natürlich gleich mit ner Sperrzeit gedroht. Habe mich natürlich darauf beworben und trotz mehrfacher Rückfrage nicht mal ne Antwort bekommen.
Wie dem auch sei, ich kenne jetzt das Prozedere mit den Vermittlungsvorschlägen aus allen drei Blickpunkten: als ehemaliger Arbeitsamtangestellter, dann musste ich einmal für einen Arbeitgeber nach geeigneten Arbeitern suchen und schließlich seit ein paar Jahren als Arbeitsloser. Ein Vermittlungsvorschlag kann ein Chance für alle Beteiligten sein, doch scheitert das meistens an mehreren Gründen. Zum ersten sind die Behörden oft ungeschickt bei der Bewerberauswahl und schlagen die falschen Bewerber vor (Hauptsache wir haben dem mal wieder nen Vermittlungsvorschlag geschickt. Dem würge ich jetzt eine rein und schicke den da hin), was auch beim Arbeitgeber zum Frust führt. Die Arbeitgeber wiederum sind aufgrund derartiger Erfahrungen negativ geprägt und entwickeln eine Phobie gegenüber Arbeitslosen (Das Amt schickt eh nur Unwillige und Unfähige), insbesondere wenn sie vom Amt geschickt werden. Dazu ist die Betreuung der Arbeitgeber durch die Ämter oft suboptimal. Auch ich musste schon mal zwei Wochen auf einen Rückruf für eine zu vergebende Stelle warten, da halt die Zuständige gerade im Urlaub war.
Die Bewerber sind oft negativ geprägt und sehen in einem Vermittlungsvorschlag meist nur eine Bedrohung (Will man mir damit nur eine Sperrzeit reindrücken? Soll ich mit einer unwürdigen Arbeit ruhig gestellt werden?) und Zeitverschwendung. Durch die jahrzehntelange Fehlpraxis bei der Arbeitsamtvermittlung ist das Vertrauen in die Stellenangebote nachhaltig beschädigt worden. Um dieses System richtig zum Laufen zu bringen, bräuchte es von allen Seiten ein besseres Mitwirken. Sei es nun von Seiten der Fallmanager, dass die Bewerber besser ausgesucht werden und auch der Arbeitgeber richtig überprüft wird. Dazu fehlt es den FM aber oft an der adäquaten Ausbildung, an Zeit und Überblick über die zu Betreuenden. Die Arbeitgeber wiederum sind oft unfähig in einer Stellenbeschreibung genau das anzugeben, was sie wirklich suchen. Sprich oft werden die falschen Einstellungskriterien genannt, da Personalabteilung und stellensuchende Abteilung sich nicht richtig austauschen.
Das Hauptproblem ist das zerstörte Vertrauen bei amtlichen Vermittlungsvorschlägen zwischen Arbeitgebern und Arbeitssuchenden.
Hauptübel für den gegenseitigen Vertrauensbruch sind meiner Meinung auch die Hartz-Gesetzgebung und natürlich unsere Horrormedien mit ihren Spargel- sowie Erdbeererntedokus und "Ich hab keinen Bock auf Arbeit"-Talkshows.
Es gibt inzwischen wohl Modellversuche, wo sich Arbeitgeber, Arbeitssuchende und Ämter austauschen, vielleicht wird das ja auf Dauer die Situation in diesem Bereich verbessern.
 
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ExitUser

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#30
Irgendwie habe ich manchmal den Eindruck, dass viele arbeitslose grundsätzlich hinter allem was schlechtes sehen und nirgendwo was positives. In meiner letzten Position haben ich auch damit zu tun gehabt und da ist nix mit Bittsteller oder sonstwas. Wenn jemand qualifiziert ist wird er eingestellt oder eingeladen, dass hat nix mit "der verpflichtete Arbeitslose" zu tun.

Arbeitgeber meldet freie Stellen der Arbeitsagentur .... Arbeitsagentur schickt Vorschläge an Arbeitslosen und an die Firma. Bei der Firma laufen die Bewerbungen ein ... erstmal uninteressant, ob jemand vom Arbeitsamt kommt oder nicht ... Bewerber qualifiziert? wunderbar wird zum Vorstellungsgespräch eingeladen ... alles erfolgreich? Bewerber wird eingestellt ... Ergebnis .. Arbeitgeber glücklich, weil er nen qualifizierten Bewerber gefunden hat und Arbeitsloser glücklich, weil er wieder in Arbeit ist.
Am Ende des ganzen Prozederes .. egal mit welchem Ende .... geht eine Meldung ans Arbeitsamt (rückseitig auszufüllen auf dem Empfehlungszettel), ob der Bewerber genommen wurde oder nicht.

In unserem Fall war es auch nicht so, dass wir weitere Bewerbervorschläge bekamen, wenn wir gemeldet hatten, dass keine Stelle mehr zu vergeben ist.

Mir wäre es sogar lieb, wenn ich solche Jobvorschläge bekommen würde ;) aber ich darf mir alles selber suchen.

Ich denke man sollte auch Dinge von der positiven Seite beleuchten und nicht immer alles nur negativ sehen. Auch vom Arbeitsamt kommt mal was Gutes und dem Arbeitgeber ist es erstmal egal, wo sein zukünftiger Mitarbeiter hierkommt ... hauptsache er ist qualifiziert auf die zu besetzende Stelle.

Sumse
Es stimmt, dass man, sobald der richtige Kandidat gefunden wurde, sich nicht mehr fragt, woher er kommt. Bei Vermittlungen vom ARbeitsamt sehe ich auch nicht etwas Schlechtes sondern grenzenlose Inkompetenz und mangelhafte Arbeitsqualität seitens der Agentur. Dafür bekommt man in einem Unternehmen eine Abmahnung, und nach der 3. Abmahnung fliegt man ohne Entschädigung. Welches Unternehmen kann sich denn solche Arbeitsqualität leisten? Nur unserer Staat. Schon allein die Bezeichnung als "Kunde" für den Arbeitslosen (anstelle des Betriebes, der sich für Einstellungen interessiert) ist Unwissenheit.

Ich muss schon sagen: Eure Agentur für Arbeit ist eine Ausnahme. Wenn das dort so läuft, würde ich mich als Arbeitgeber in Eurem Ort auch nicht mehr nach Zeitungsanzeigen, Jobbörsen, Personalvermittler oder Headhunter umschauen (die sind bei Euch sicher schon alle Pleite gegangen). Ich würde aus Kostengründen jede freie Stelle ausschließlich nur über die Agentur für Arbeit suchen. Dann bekomme ich mein Personal kostenlos. Denn jede mittelgroße Anzeige kostet zwischen 1000 und 3000 Euros in einer viel gelesenen Zeitung. Die Internetbörse ebenso. Der Personalvermittler ist noch teurer, der nimmt meist 2 Monatsgehälter. Und am teuersten ist der Headhunter: Da rechne mal mit 30.000 Euros, je nach Position.

Warum meinst du wohl, schießen diese Vermittlungen wie die Pilze aus dem Boden? Die profitieren von der Inkompetenz der Argentur für Arbeit.

Ich würde mich schwer wundern, wenn du in der Jobbörse der Agentur für Arbeit nicht bereits schon x-mal eine Stelle gefunden und dich beworben hast, die bereits schon länger besetzt war. Und dass bei einem Arbeitgeber die Bewerbungen noch lange nach der Abmeldung Bewerbungen eintrudelten, ist mir auch bekannt. Oft musste man das mehrmals abmelden, bis die das begriffen! Und dann kamen noch x Rückfragen! Sau dumm! Das hätte ich mir am Arbeitsplatz mal leisten sollen! Raus!!!!!!!!!! hätte der Chef gesagt.

Wenn man bedenkt, dass diese Leute aus Steuergeldern bezahlt werden und auch noch einen sicheren Job haben, braucht man sich nicht zu wundern, dass unser Land den Bach runter geht.
 
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