Wird Businesskleidung in der EKS als Betriebsausgabe anerkannt?

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Struwwelliese

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Hat jemand Erfahrung mit dem Angeben von Businesskleidung in der EKS?

Habe die Urteile zu Businesskleidung für Aufstocker gelesen, aber die Frage ist, wie es sich bei Selbstständigen verhält bzw. was ich in die EKS reinschreiben kann (Maximalbetrag/Monat, Art der Kleidung, z.B. auch Wäsche, oder nur z.B. Blazer, Schuhe...?).

Schönen Sonntagabend! :)
 
E

ExitUser

Gast
Pauschal "NICHTS" würde ich nicht sagen.

Das Urteil sagt,die
mit der Erzielung des Einkommens verbundenen notwendigen Aufwendungen können berücksichtigt werden.

Ich interpretiere, Der Graf von Unheilig in Hartz IV könnte seinen Anzug als notwendige Betriebsausgabe absetzen.
Die Sekretärin wiederum nicht.

Einfacher wäre es, die Kleidung hat eine
Unterscheidungsfunktion oder Schutzfunktion zu "normaler" Kleidung. Dann wären es in der Regel notwendige Aufwendungen.

Am Ende entscheidet der SB, dann die Widerspruchsstelle, dann der Richter...
Ergebnis offen!

Ich musste mal wegen einem Barhocker zum Richter. Der Spaß incl. sieben weiterer Posten kostete dem Steuerzahler allein 1300 Euro Anwaltsgebühren.


 

Koelschejong

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Auch der Graf von Unheilig wird das nicht können, der BFH ist da knallhart. Das BSG zeigt sich "weicher", aber das Urteil sagt ganz klar - nie und nimmer nicht ein "normaler" Anspruch nach SGB II, allenfalls etwas über das Vermittlungsbudget oder so nach § 16 ff SGB II - und das ist alles Ermessensentscheidung.
 

Struwwelliese

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O.K., dann mache ich jetzt mal einen Nähkurs. Vielleicht kann ich den ja als Fortbildung absetzen... ;-)

Danke für die Auskünfte!!
 
R

Rounddancer

Gast
Hm, da gibts doch die Vertriebslizenzen für Maßkleidung,-
da gehören neben den Stoffproben, etc. auch immer Muster dazu.
Ganz bewußt, damit man den Kunden vorführen kann, wie ein Maßhemd, Maßbluse, ein Maßanzug, oder Maßkostüm dann aussieht.

Damit ist man sein eigenes Vorführmodell,- und Muster sind ja schließlich Kosten, Werbungskosten,- die gemacht werden müssen, um Aufträge zu bekommen, Umsatz und Gewinn einzufahren.

Wenn man dann zum Kunden geht, um ihm/ihr ein fertiges Modell vorzuführen, Stoffproben tasten und aussuchen zu lassen, und Maß zu nehmen, dann trägt man dazu natürlich das Mustermodell.

Und wenn das dann schon da ist, dann nutzt man es auch für andere Geschäftsauftritte. So jedenfalls würde ich das machen.
 
R

Rounddancer

Gast
Klar, das geht auch mit der ersten echten Ulltraschall-Zahnbürste, mit dem EC-/Kreditkarten-Leser für kleine Gewerbetreibende, Flohmarkthändler, etc. Ob mit dem Doktortitel auch so geht (49€), weiß ich nicht,- das wäre noch zu beweisen.
 
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