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Wird ausgez. Urlaub auf ALG1 angerechnet?

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Rote Socke

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#1
Wie ich schon mal schrieb endet mein Arbeitsverhältnis nach über 9 Jahren am30.06.07 wegen finanzieller Probleme der Fa. :icon_cry: :icon_cry:

Nun ist es aber so, das ich noch einen Anspruch auf Resturlaub habe.
35 Tg. inkl. ein paar Tg. aus dem Vorjahr. Kam daher, das ich immer vergessen hatte Urlaub zu nehmen und schwupps war das Jahr um.
Da die Geschäftsleitung wirklich um Seine Mitarbeiter besorgt ist (gibt es snst nirgenswo) Haben wir jetzt das Problem mit dem Urlaub.
Spontan kam von mir der Vorschlag: Auszahlen.
Cheffe meinte das das nichts bringen würde, da das AA Dann dieses vom ALG1 abhalten würde.
Frage:
Hat er Recht?
Wo steht das?
Ich dachte immer ALG1 ist eine Vericherungsleistun.

Mit solidarischem Gruß
Rote Socke
 

Haubold

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#2
Wie ich schon mal schrieb endet mein Arbeitsverhältnis nach über 9 Jahren am30.06.07 wegen finanzieller Probleme der Fa. :icon_cry: :icon_cry:

Nun ist es aber so, das ich noch einen Anspruch auf Resturlaub habe.
35 Tg. inkl. ein paar Tg. aus dem Vorjahr. Kam daher, das ich immer vergessen hatte Urlaub zu nehmen und schwupps war das Jahr um.
Da die Geschäftsleitung wirklich um Seine Mitarbeiter besorgt ist (gibt es snst nirgenswo) Haben wir jetzt das Problem mit dem Urlaub.
Spontan kam von mir der Vorschlag: Auszahlen.
Cheffe meinte das das nichts bringen würde, da das AA Dann dieses vom ALG1 abhalten würde.
Frage:
Hat er Recht?
Wo steht das?
Ich dachte immer ALG1 ist eine Vericherungsleistun.

Mit solidarischem Gruß
Rote Socke
Wenn Du Anspruch auf ALG I hast, hat dein Chef nicht Recht!
Du wirst sehr viel Abzüge auf deinem Lohnzettel sehen.

Hat aber auch einen Vorteil, wenn jedoch nur ein kleiner, je höher dein Einkommen desto höher dein ALG I.

Gruß Haubold
 

lopo

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#4
@ Rote Socke.

2) 1Hat der Arbeitslose wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Urlaubsabgeltung erhalten oder zu beanspruchen, so ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld für die Zeit des abgegoltenen Urlaubs. 2Der Ruhenszeitraum beginnt mit dem Ende des die Urlaubsabgeltung begründenden Arbeitsverhältnisses.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__143.html
 

Rote Socke

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#5
Ja da ist ja was.
Verstehe ich noch nicht ganz. Aber Ich werde es morgen mit meinen Kollegen besprechen.
 

lopo

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#6
Hallo.

Der Arbeitgeber muss ja die Leistungen, die im Zusammenhang mit der Beendigung des Arbeits-/Beschäftigungsverhältnisses fliessen, anhand der auszufüllenden Arbeitsbescheinigung bestätigen.

Wenn der Urlaubsanspruch ausgezahlt wird, muss der AG dies in der Arbeitsbescheinigung unter Punkt 7.3 Urlaubsabgeltung eintragen.

Die Arbeitsbescheinigung ist hier :
http://www.arbeitsagentur.de/zentra...ng/Publikation/V-Alg-Arbeitsbescheinigung.pdf

Der Text dort lautet :

Wäre der noch zustehende Urlaub im Anschluss an das Arbeits-/ Beschäftigungsverhältnis genommen worden, hätte er nach den gesetzlichen/
(tarif-)vertraglichen Bestimmungen gedauert bis einschließlich ..............

Hier muss der Arbeitgeber das genaue Datum eintragen ( ab 01.07 + Ende der Urlaubstage ). In der Zeit der Urlaubsabgeltung ruht der Anspruch auf ALG I gem. § 143 SGB III.
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__143.html
 

Lilian

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#7
Hallo,

ich bin hier neu und habe zu dem Thema eine Frage.

Nach Ablauf eines befristeten Vertrages wurde ich arbeitslos mit Anspruch auf ALG. Leider ergab es sich, dass die Zahlungsmodalitäten meines AG und des Amtes nicht so gut korrespondieren. D.h. der AG zahlte den Lohn immer schon im laufenden Monat am 15. für den betreffenden Monat (sprich: ich begann am 1. und erhielt am 15. zum ersten Mal Lohn). Nach Ablauf des Vertrages musste ich somit 6 Wochen mit einem Lohn auskommen, weil das Amt immer am Monatsende zahlt, beginnend mit dem Ende des 1. Monats der Arbeitslosigkeit.

Ich nahm am Schluss meines Vertrages die letzten 2 Urlaubswochen und liess mich krankschreiben. Der AG musste den Urlaub nachträglich auszahlen. Die Arbeitsbescheinigung lag aber bereits Wochen vorher dem Amt vor und ich reichte keine korrigierte Fassung nach, was der AG ebenfalls nicht tat.

Das ALG traf wie erwartet pünktlich ein und bis jetzt ist dem Amt noch nichts aufgefallen. Kann ich das auf sich beruhen lassen, oder kommt das dicke Ende irgendwann unter Garantie? Immerhin zahlt der AG einen Anteil AV für den ausgezahlten Urlaub.

Danke und schönen Gruss,
Lilian
 
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ExitUser

Gast
#8
Hallo,

ich bin hier neu und habe zu dem Thema eine Frage.

Nach Ablauf eines befristeten Vertrages wurde ich arbeitslos mit Anspruch auf ALG. Leider ergab es sich, dass die Zahlungsmodalitäten meines AG und des Amtes nicht so gut korrespondieren. D.h. der AG zahlte den Lohn immer schon im laufenden Monat am 15. für den betreffenden Monat (sprich: ich begann am 1. und erhielt am 15. zum ersten Mal Lohn). Nach Ablauf des Vertrages musste ich somit 6 Wochen mit einem Lohn auskommen, weil das Amt immer am Monatsende zahlt, beginnend mit dem Ende des 1. Monats der Arbeitslosigkeit.

Ich nahm am Schluss meines Vertrages die letzten 2 Urlaubswochen und liess mich krankschreiben. Der AG musste den Urlaub nachträglich auszahlen. Die Arbeitsbescheinigung lag aber bereits Wochen vorher dem Amt vor und ich reichte keine korrigierte Fassung nach, was der AG ebenfalls nicht tat.

Das ALG traf wie erwartet pünktlich ein und bis jetzt ist dem Amt noch nichts aufgefallen. Kann ich das auf sich beruhen lassen, oder kommt das dicke Ende irgendwann unter Garantie? Immerhin zahlt der AG einen Anteil AV für den ausgezahlten Urlaub.

Danke und schönen Gruss,
Lilian
Auf jedem Fall melden. Die nachträgliche Auszahlung des Urlaubsentgelds hat Einfluss auf das ALG I.
 

Musterfrau

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#9
Die Anrechnung von Resturlaub auf das ALG I ist mir auch zugestoßen. Allerdings hatte mein AG den Anspruch bejaht, ohne ihn erfüllen zu wollen, während das Arbeitsamt die Leistung für diese Zeit verweigerte.
Mußte also den AG, um dieses Loch zu stopfen, gerichtlich in Anspruch nehmen. Das Arbeitsamt dazu: "Sie bekommen doch sowieso Prozeßkostenhilfe!" (insoweit falsch: Die ist bei Verbesserung des Einkommens in den nächsten vier Jahren zurückzuzahlen).

Was für mich nur überhaupt nicht nachvollziehbar ist, ist die Verfahrensweise hinsichtlich der Wochenenden: Habe ich also einen Anspruch auf drei Tage Urlaubsabgeltung und der erste Tag nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist ein Freitag, verteilt sich der Anspruch von drei Tagen offenbar auf FREITAG, MONTAG und DIENSTAG. Für Samstag und Sonntag geht man komplett leer aus (zumindest bei 5 Tage-Woche).

Meinen Widerspruch muß ich allmählich ´mal begründen. Sollte jemand hierzu noch eine Idee haben (einen neuen Thread wollte ich nicht eröffnen, da es hierzu paßt), wäre ich dankbar.
 
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