Wird abgerechnet bei getrennter Haushaltsführung?

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DTS1999

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Guten Morgen, ich kenne mich nicht genau aus aber wie verhält es sich wenn (Er) ALG2 bezieht und (Sie) Vollzeit arbeiten geht und ca 1200 Eur Netto verdient? Folgendes sie wohnt allein und er hat auch seine eigene Wohnung die vom Jobcenter bezahlt wird. Aufgrund einer Krankheit sollte er eigentlich nicht allein leben (Epilepsie) Duschen oder auf Leitern steigen eigentlich nur wenn jemand in der Wohnung ist! Sie ist nicht gewillt für ihn einzustehen in finanzieller sicht, sprich einkaufen oder wenn es mal eng wird, auch sind keine gemeinsamen Konten geplant! Nur würden sie gerne zusammen wohnen, bedeutet er würde gerne zu ihr ziehen! Ist das aus dieser sicht möglich? Sie möchte wie gesagt nicht für ihn einstehen. Sie sind aber beide ein paar. Ich habe gesagt aufgrund das sie 1200 Eur verdient, würde im normalen falk angerechnet werden. Allerdings weiss ich nicht wie es ist wenn sie sich weigert für ihn einzustehen und das wohlmöglich sogar schriftlich festhält und unterschreibt! Wie gesagt geht hier eigentlich erstmal darum das er nicht mehr allein wohnt! Danke wenn es dazu Infos gibt
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Er behält seine Wohnung. Wo er sich mal aufhält und sie sich mal aufhält ist eine andere Frage.
Ich hatte mal einen Freund in ähnlicher Situation. Und prompt wurde es, trotz vorheriger Beratung eine Bedarfsgemeinschaft mit allen Folgen. Die Klage verlor er gegen das JC.
 

DTS1999

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Ok so kenne ich es eigentlich auch, nur habe ich vorhin auch was gelesen das wenn kein wechselseitiger wille besteht füreinander einzustehen es auch keine BG wird. Alles etwas verwirrend
 

romeo1222

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Ok so kenne ich es eigentlich auch, nur habe ich vorhin auch was gelesen das wenn kein wechselseitiger wille besteht füreinander einzustehen es auch keine BG wird. Alles etwas verwirrend

So ist es eigentlich auch, aber die JC und Sozialgerichte sind sehr kreativ um sich Gründe auszudenken, mit man doch als BG gilt. Hattet dieses auch mit meiner Freundin, Versicherung an Eides statt, getrennte Versicherungen vorgelegt usw. und vor dem SG wurde dann das Handeln des JC als für richtig empfunden, dass man in eine BG gesteckt wurde.
 

erwerbsuchend

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In der Konstellation, dass sich 2 ALG 2-Empfänger meistens nur in einer der 2 Wohnungen aufhalten, sollte man immer bedenken, dass man keine verräterischen Spuren für das JC legt. Es wäre schon etwas auffällig, wenn in einer der 2 Wohnungen der Wasserverbrauch drastisch sinkt, während er in der anderen der 2 Wohnungen drastisch steigt. Dies gilt auch für alle anderen verbrauchsabhängigen Nebenkosten. Zudem sollte man bedenken, dass ab einer gewissen Anzahl an Übernachtungen dies nicht mehr als Besuch, sondern als Einzug als Mitbewohner zählt, sofern diese Regelung noch gelten sollte.
 

RoxyMusic

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"Wenn der Besucher allerdings länger als 6 Wochen am Stück in der Mieterwohnung lebt, hat der Vermieter durchaus das Recht nachzufragen, ob der „Besucher“ nicht tatsächlich schon Mitbewohner oder Untermieter geworden ist. In diesen Fällen müsste der Vermieter informiert und um Erlaubnis gefragt werden, der „Besucher“ müsste unter Umständen in die Betriebskostenumlage mit einbezogen werden."

(Sorry, manchmal klappt das nicht mit dem Zitieren auf dem Handy.) :geek:
 

bLum

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So bitter das ist .... ich würde auch davon abraten zusammen zu ziehen. Ihr, und damit beiden gemeinsam (weniger Geld), entstehen dadurch nur Nachteile.
Der Zweck dieser BG-Regelung mit all ihren Folgen ist m.E. die weitere soziale Separierung des Hilfeempfängers und nur in zweiter Linie den möglichen Einsparungen dadurch geschuldet.
Also: wenn man sich nicht separieren lassen will, eben die Sippenhaft(ung).

Als ich damals das Studium abgebrochen hatte, und eigentlich noch bei meinem Freund in der winzigen Studentenbude hauste, habe ich mich extra obdachlos gemeldet, damit der sich auf dem JC nicht auch noch völlig ausziehen muss.
Der hätte alles angeben müssen. Was er an Unterhalt vom Vater bekommt, und wenn es nach JC nicht ausreichend gewesen wäre, wäre seine Familie da noch mit reingezogen worden, mit Unterhaltsfestsetzung, gerichtlich und so.
Seinen Diabetes I hätte er angeben müssen, denn dadurch entstehen immense Kosten. Wohlmöglich hätten sie ihn aufgefordert sein Studium abzubrechen und sich auch eine Arbeit zu suchen, usw. Das wollte ich ihm nicht zumuten.
Die greifen da so dermaßen tief in die Lebensgestaltungen ein und verwehren Möglichkeiten, dass ist zum Kotzen!

Eine BVG-Klage deswegen steht m.E. auch noch aus. Sowas greift dermaßen tief in die Grundrechte des Einzelnen ein!
Und nicht nur das: es entbindet den Staat von seiner Fürsorgepflicht, die er auf den Rücken von entfernten Angehörigen abwälzt.

Die Tage habe ich nen Vorschlag der FDP gehört, dass sie die "Ehe für alle" ausweiten wollen.
Im Grunde eine interessante Idee. Patchworkfamilien könnten mehr Rechte erhalten (Erbzeugs, Auskünfte im Krankheitsfall und sowas).
Gleichzeitig baut sich gedanklich bei mir ein Szenario auf, beim dem es mich richtig gruselt, wenn ich die aktuelle JC-Praxis bei den sogenannten "eheähnlichen Gemeinschaften" anschaue.
Vorher einigermaßen unabhängige Menschen geraten in die Abhängigkeit des JC, mit allen widerlichen Konsequenzen von Bevormundung und Existenzmittelreduzierung. :icon_kotz2:

Als Epileptiker ...kann der Mann da nicht nen Lebensfunktionen-Überwachungsgerät (keine Ahnung wie die Dinger richtig heißen) als med. Hilfsmittel beantragen , sodass er im Notfall gleich Hilfe erhält, wenn er alleine ist?
 
E

ExUser 2606

Gast
Als Epileptiker ...kann der Mann da nicht nen Lebensfunktionen-Überwachungsgerät (keine Ahnung wie die Dinger richtig heißen) als med. Hilfsmittel beantragen , sodass er im Notfall gleich Hilfe erhält, wenn er alleine ist?
Ein Hausnotruf nutzt Dir bei einem Epileptiker gar nichts. Der ist im Falle eines Anfalles inicht mehr in der Lage, den Taster zu betätigen.
 

bLum

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Nee, ich meine so ein Funktdingen, was bei gemessenen Abweichungen automatisch anruft. Oder so. Kenne mich da nicht aus. Mhm.
Echt beschissen, so ne soziale Isolierung. Fuck H4. 😢
 

erwerbsuchend

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Es gibt zwar Totmannschalter, die man betätigen muss, damit kein Notruf gesendet wird, ob diese allerdings in diesem Fall passen würden, würde ich bezweifeln, da man diesen für die Schlafenszeit irgendwie ausschalten müsste.
 
E

ExUser 2606

Gast
Ich kenn das in dem Bereich nur so, dass man sich maximal einemal in 24 Stunden melden muss. Dass reicht aber nicht. Ein Epileptiker braucht bei Anfall sofort Hilfe.
 
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