Wir wollen, dass die Waffen schweigen! Frieden und Demokratie in der Türkei

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Martin Behrsing

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Wir wollen, dass die Waffen schweigen!
Damit Frieden und Demokratie in der Türkei gewährleistet werden kann

Auch wir, Menschen in Deutschland, sind bestürzt über die Opfer des bewaffneten Konfliktes in der Türkei. Aber eine hetzerische Politik, welche die Todesopfer instrumentalisiert und die weitere Opfer und Gewalt erzeugen wird, beängstigt uns noch mehr.

Es ist mehrfach bewiesen worden, dass die Lösung des seit Jahren andauernden kurdischen Problems nicht mit Gewalt erreicht werden kann. Der Versuch, „Blut mit Blut zu waschen“ hat bis heute niemanden etwas gebracht. Gerade heute, in der die türkischen und kurdischen Völker Leid und Schmerz erfahren, braucht die Türkei mehr denn je gesunden Menschenverstand und Schritte für die echte Lösung des Problems.

Wir verfolgen mit Besorgnis, wie staatliche Stellen, Parteizentralen und Medien in der Türkei die Eskalation zündeln. Dieses Zündeln ist gefährlich und hat das Potential, das Land in den Abgrund zu stürzen.

Das Kurdenproblem kann weder durch Ableugnung noch mit einem »Terrorbekämpfungsverständnis« gelöst werden.

Den Preis für die Weigerung, einen demokratischen Lösungsweg zu suchen, bezahlen die Menschen der Türkei, die türkische wie kurdische Bevölkerung. Wie man auch diesen Konflikt bezeichnet, Tatsache bleibt, dass das Leid und die Schmerzen der Hinterbliebenen der türkischen und kurdischen Opfer kaum zu ertragen ist.

Jetzt ist mehr denn je notwendig, die gesellschaftliche Stimmung, die bei weiteren Hetzkampagnen noch größeres Leid verursachen wird, zu beruhigen. Es muss ein Klima geschaffen werden, in der das Kurdenproblem sachlich und im Dialog diskutiert und eine, den Interessen der türkischen und kurdischen Völkern entsprechende, auf Gleichberechtigung, Demokratie und Frieden zielende Lösung gesucht werden kann.

Wir, die in Europa lebenden InitiatorInnen wünschen uns eine Türkei, in der die türkischen und kurdischen Völker gleichberechtigt und geschwisterlich leben können. Wir sind uns bewusst, dass das möglich ist. Daher rufen wir alle Verantwortlichen auf, für den Frieden die Waffen schweigen zu lassen. Wir mahnen diejenigen Kräfte, die mit aller Macht den Konflikt nach Europa tragen und Zwist zwischen den Menschen legen wollen. Es gilt, auch in Europa unsere Gemeinsamkeit zu stärken und den Stimmen der Vernunft Gehör zu verschaffen.

Hüseyin Avgan (DIDF - Bundesvorsitzender)
Turgut Öker (Vorsitzender der Föderation Alewitischer Gemeinden in Europa- AABF)
Murat Cakir
 
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