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Will v.d.Leyen uns, oder das System missbrauchen?

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Archibald

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#1
Hallo Zusammen,

in einem Spiegelbericht wird die neue Arbeitsministerin mit folgenden Worten zitiert:
Personalprobleme: Bundesagentur bessert knapp 280.000 Hartz-Bescheide nach - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
"Gleichzeitig gilt: Wer Geld von der Gemeinschaft bekommt, muss auch was dafür tun."
Nun, Frau v.d.L. verkennt hier offensichtlich die Neuerung, die mit HartzIV eingeführt wurde!
So bekommt heute nicht mehr - wie das früher der Fall war - der, der nie gearbeitet hat Sozialhilfe und der, der gearbeitet hat - und somit die oben von v.d.L angemerkte "Gemeinschaft" darstellt - Arbeitslosenhilfe, sondern alle die gleiche minimalistische "Hilfe"

Der Unterschied, den viele Richter und Politiker nicht sehen (wollen) besteht nun ganz einfach darin, dass ich man nicht jene, die bisher gearbeitet und damit Steuern und Sozialbeiträge in nicht unerheblichem Maße abgeführt haben, im Bedarfsfall nicht mehr mit Hinweiß auf "die Gemeinschaft" in den Staub treten kann - denn: Solange ich arbeite bezahle ich mit die Hilfen, bin also Teil der Gemeinschaft, auf die sich Frau v.D.Leyen bezieht, was ihren Satz völlig ad Absurdum führt. Denn warum soll ich 2 mal Bluten!? Warum soll ich mich in Form von eigener Erniedrigung und Ausgrenzung in Verbindung mit extremem Mangelhaushalten noch einmal einbringen müssen, wo ich mich doch bereits zuvor, als Teil der Gemeinschaft, auch finanziell in die bezügliche "Gemeinschaft" eingebracht habe!?

Wenn schon im Grundgesetz steht "Artikel 20 - (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.", dann heißt das doch im Klartext, dass sich die Gemeinschaft um in Not geratene kümmert, was aber in Verbindung mit der Menschenwürde nicht bedeuten kann, dass ich mich als Mitglied in eine Gemeinschaft auch finanziell einbringe, dann aber noch einmal "hinhalten" muss, wenn ich die Hilfe meiner Gemeinschaft benötige. Das auch insbesondere darauf bezogen, wenn ich als der Hilfe Bedürftiger in ein "Leben" gestoßen werden soll, das mit einem Leben in dieser Gesellschaft nur noch das "gerade so am Leben erhalten" gemeinsam hat, das auch dann, wenn im SGB eine ganze Reihe Alibipauschalen verankert wurden, die das Gegenteil suggerieren sollen.

Meinungen und heftige (friedfertige) Debatten sind hoch erwünscht. Vielleicht können wir ja das Sichtfenster einiger Richter und fast aller Politiker mit einer solchen Debatte wieder wenigstens ein wenig gerade richten.

Wer missbraucht hier nun wen?

LG; Archibald
 

Tamina

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#2
Ich denke, das System mißbrauchen diejenigen, die aus dem Staat aus dem ganzen Gefüge und den Möglichkeiten massenhaft Gelder rausziehen und für eigene oder sonstige Zwecke "legal" aber trotzdem mißbräuchlich verwenden. Das sind nicht wir "Kleinen" sondern Banken, Großkonzerne, Immobilienhaie ect.

Anstatt dort anzusetzen und dem Ganzen Einhalt zu bieten bzw. eine "Richtungsänderung" herbeizuführen, schaut man auf Führungsebene tatenlos zu, stellt sich taub und blind und sucht die Sündenböcke für die desolate Finanzlage bei uns, bei Alten, Kranken, Schwachen, Arbeitslosen.
Gleichzeitig aber wird an und mit uns verdient: wir brauchen ja Nahrung, Kleidung, Wohnung, med. Versorgung und Pflege.
Gäbe es uns nicht (mehr), würde das gesamte System weiter zusammenbrechen, denn wer soll das entstandene Konsumdefizit füllen?

Halten wir mal fest: So wie die Wirtschaft und das gesamte System sich jetzt darstellt, können sie weder mit uns noch ohne uns.
Darum muß ein Umdenken her:
Eine gleiche Basis für alle (Grundeinkommen), losgelöst von der Vorstellung, daß jeder der essen will auch arbeiten muß.
Man muß dem Umstand Rechnung tragen, daß viele Arbeiten heute automatisiert erledigt werden können.

Mein Fazit: beide, System und wir selbst werden mißbraucht. Nicht immer vorsätzlich, aber immer mehr aus Dummheit, Bequemlichkeit und natürlich aus Angst vor Machtverlust.
 

Kikaka

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#3
Der Unterschied, den viele Richter und Politiker nicht sehen (wollen) besteht nun ganz einfach darin, dass ich man nicht jene, die bisher gearbeitet und damit Steuern und Sozialbeiträge in nicht unerheblichem Maße abgeführt haben, im Bedarfsfall nicht mehr mit Hinweiß auf "die Gemeinschaft" in den Staub treten kann - denn: Solange ich arbeite bezahle ich mit die Hilfen, bin also Teil der Gemeinschaft, auf die sich Frau v.D.Leyen bezieht, was ihren Satz völlig ad Absurdum führt. Denn warum soll ich 2 mal Bluten!? Warum soll ich mich in Form von eigener Erniedrigung und Ausgrenzung in Verbindung mit extremem Mangelhaushalten noch einmal einbringen müssen, wo ich mich doch bereits zuvor, als Teil der Gemeinschaft, auch finanziell in die bezügliche "Gemeinschaft" eingebracht habe!?
- Die guten ins Töpfchen die schlechten ins Kröpfchen ?
- Dieser Ansatz bringt doch nichts. Im Gegenteil fördert er die Neo-Bestrebungen der weiteren Ausgrenzung der "Langzeitschmarotzer"

-
 

Archibald

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#4
- Die guten ins Töpfchen die schlechten ins Kröpfchen ?
- Dieser Ansatz bringt doch nichts. Im Gegenteil fördert er die Neo-Bestrebungen der weiteren Ausgrenzung der "Langzeitschmarotzer"

-
Nun, auch Langzeitarbeitslos bedeutet dass der/diejenige bereits am System mitwirkte und mit Steuern bezahlte, somit also Anspruch auf das positiv erwähnte hat. Allerdings kann ich von keinem Staat und seinen Mitgliedern erwarten dass er "Hotel Mama" finanziert - deshalb meine Abgrenzung und Hinweis zur damaligen Sozialhilfe vs. heutigem ALGII.

So gesehen ist dein "die Guten ins Töpfchen die Schlechten ins Kröpfchen" ein Totschlagargument mit dem du alles fordern kannst - allerdings niemals einen Erfolg erzielen wirst.

Mir hingegen würde es schon einmal ausreichen, dass in Deutschland "die Guten", damit auch die "Langzeitguten", nicht das auszulöffeln haben, was uns unfähige Politiker und gierige Arbeitgeber(verbände) einzuschöpfen versuchen.

Wer arbeitet soll davon auch leben können ohne Sozialleistungen in Anspruch nehmen zu müssen - insbesondere dann nicht, wenn diese Sozialleistungen in der Art wie HartzIV gestaltet sind.

Jemanden zu zwingen für "Löhne" auf Sozialhilfeniveau Arbeiten zu gehen ist pervers und führt unser System insgesamt ad Absurdum! Genau darauf aber läuft aber das Gerede von Hundt, v.d.Leyen und Konsorten letztlich hinaus. Ich kann den Unsinn dabei aber nur für diese "Bürger" verständlich, anhand des alten Systems erklären... bessere Vorschläge?

LG, Archibald
 
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#5
Also "Hotel Mama" kann unmöglich die stigmatisiernde Sozialhilfe meinen. Nachdem die Menschen aus der Arbeitslosenhilfe rausgepresst wurden (ja auch damals gab es da schon so etwas, die AloHi war schließlich teurer) landeten sie in diesem unwürdigen System und wurden geschliffen und zwar überall da wo sie noch Selbstbewusstsein hatten.

Danach geht es nicht mehr so einfach in den "Arbeitsmarkt", da kann wohl auch eine psychologische Sicht der Dinge weiterhelfen. Doch dieser Effekt war auch damals schon Systemimmanent nützlich(...)

Es gab immer schon nur sehr wenige die direkt von der Schule in der Sozialhilfe landeten. Und wenn das der Fall war, dann wurde nie geprüft (von der Öffentlichkeit (!) nicht alleine von den scheinbar öffentlich arbeitenden Ämtern) ob es nicht auch im Background des Betroffenen liegen konnte. Wer nicht dabei war, war auch aus dieser "Hilfe" raus. Straße, Obdachlos um genau zu sein.

Besser wäre es gewesen hätten die Sozialhilfebezieher schon damals eine Möglichkeit gehabt auf diese Missstände hinzuweisen. (aber alleine?) Doch da gab es ja noch die "Besseren" die einzahlten. Die entstanden durch die "Schlechteren". "Die die noch nie eingezahlt haben", wie es immer so schön heißt und dadurch entstand dann ein ziemlich rücksichtsloser Umgang.

Den ich persönlich nicht will. Ich könnte jetzt sagen: ich habe eingezahlt und es würde der Wahrheit entsprechen, aber ich würde mich nicht von denen abheben wollen, die noch nie eingezahlt haben. Ich will deren Gründe wissen. Es gibt sie, man muss sich aber dafür interessieren, auch dafür was die Behörden interessiert.

Hartz hat nur eine einzige Sache richtig gemacht. Unsere Schlagkraft vergrößert. Eigentlich ist der Kampf den wir hier kämpfen älter. Viel älter. Nur sind es jetzt mehr Menschen die zu leiden haben. Wie es im System vorgesehen ist. Die Zahl wird noch weiter vergrößert werden.

Aber die Veränderung zum Besseren (nicht die hier im Eingangsposting zitierte von Frau workfare:icon_evil:)muss für alle geschaffen werden, sonst sind wir da wo wir schon einmal waren.
 

Archibald

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#6
Also "Hotel Mama" kann unmöglich die stigmatisiernde Sozialhilfe meinen. Nachdem die Menschen aus der Arbeitslosenhilfe rausgepresst wurden (ja auch damals gab es da schon so etwas, die AloHi war schließlich teurer) landeten sie in diesem unwürdigen System und wurden geschliffen und zwar überall da wo sie noch Selbstbewusstsein hatten.
Dann ist mir der Spagat geglückt, denn ich wollte mit meinen sicher auch missverständlichen Worten keinesfalls alle ehemaligen Sozialhilfeabhängigen pauschal als "Arbeitsunwillig" bezeichnen.
Mir ging es darum den Unterschied, warum "damals" als Politiker die Würde der Menschen noch ernst nahmen, ein Unterschied zwischen jenen, die bereits am der Erzeugung des BIPs beteiligt waren und jenen, die dabei ausen vor blieben, gemacht wurde.

Wir sollten im Thread auch weniger meine Worte auf die Goldwage legen, sondern den Tenor selbiger zumindest versuchen zu verstehen und diesen mit dem Threadthema in Verbindung bringen und nachfolgend möglichst treffende Widerreden ersinnen, die so manche Aussage unserer Politiker und deren Befehlshaber ins richtige Licht rücken.

Ist es nicht so, dass seit HartzIV rund 8 Millionen Menschen unter der Prämisse gegeiselt werden, dass "sich Arbeit lohnen muss", man also unter Suggestion des nicht Wollens und unter Hinweis auf die frühere Sozialhilfe alle möglichen unverschämten Entrechtungen und Verknappungen rechtfertigt?

Imho kann man die von HartzIV Betroffenen überhaupt nicht unter der Knute der früheren Sozialhilfe Subsummieren - was aber aktuell bei Gericht und Politik schon fast Standard ist.

Was also v.d.Leyen da aufgeschnappt hat und durch die Welt posaunt hätte ich unter der Prämisse der früheren Sozialhilfe noch akzeptieren können, heute aber sind solche Ansagen völlig unzutreffend. Damit werden nicht "nur" Erwerbslose diffamiert, damit wird zudem auch ein "Hohlraum" unter den Rechten der gesamten Gesellschaft noch Erwerbstätiger geschaffen. "Fröhliches Nachrutschen" an diese Leser!

Dagegen muss man sich wehren, sowohl auf Seiten betroffener Hilfsbedürftiger, wie auch auf Seiten noch Erwerbstätiger!

LG, Archibald
 
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#7
der bessere Weg wäre gewesen das Niveau aller Sozialhilfebezieher zu heben. Leider, nicht das miese Niveau der Sozialhilfe war den Politikern ein Dorn im Auge, sondern das etwas Bessere der Arbeitslosenhilfe. Ich denke ich verstehe schon was du meinst mir war es nur wichtig einer gefühlten Spaltung vorzubeugen. Denn die ist von dir ja auch gar nicht angestrebt worden.

Und jetzt nachdem wir eine richtig große Menge an erwerbslsosen Menschen(Kostenfaktoren.. so genannt von derzeitigen Politikern) darstellen würde das erneute Senken deutlichen "Einsparungen" bringen. Die dann nach oben verteilt werden und dort eingelagert.

Mit workfare ist die Würde des Menschen in Gefahr. Es ist ein dehumanisiertes System was da angepriesen wird.
 

Archibald

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#8
Mit workfare ist die Würde des Menschen in Gefahr. Es ist ein dehumanisiertes System was da angepriesen wird.
Nicht nur in Gefahr, sondern hierbei imho mit Füssen getreten! Der letzte der Einfluss auf das zustandekommen von Arbeitsplätzen hat ist der Erwerbslose, im Gegenteil, kürzt man dessen Bezüge stehen weitere Arbeitsplätze auf den Spiel. Hierbei macht der Staat den Bock zum Gärtner indem er den Profiteueren der Arbeitslosigkeit Gesetze schenkt, Gesetze die es erlauben Erwerbslose noch weiter auszubeuten, ja er setzt damit sogar eine Spirale in Gang, die den Kapitalhai geradezu auffordern, normale Arbeitsplätze in Billiglohnjobs umzuwandeln. Das ist seit HartzIV in der Dienstleistungsbranche (Sicherheit/Reinigung...) Usus der Dinge und greift nun auf weitere Branchen (Nahrungsmittel... Schlecker/Zeitarbeit) über.

Die Folge wird ein immer schnelleres Abstürzen der "unteren" Gesellschaftsschicht sein - ein Absturz über dessen Vakuum dann auch "höhere" Bereiche der Gesellschaft nach unten gesogen werden. Nein, nicht der wirklich Vermögende, der entflieht dem unangenehmen Jammern und Stechen auf sein Chalet das man sich von den üppigen Steuergeschenken seit Schröder anschaffen konnte.

Wir müssen uns für die öffentliche Diskussion mit Argumenten "bewaffnen" um dem Krieg der "INSM.Berater", gegen die Opfer dieser asozialen Politik wenigstens etwas Paroli bieten zu können. Das aber gelingt nur wenn wir deren Argumente als das outen was sie real sind, Schaumschlägerei geschickt verpackt und die Unwissenheit des "normalen" Bürgers ausnutzend um darüber mit Meinungsmache die selbst Göbbels "Volksaufklärung" nicht besser beherrschte, Erwerbslose mit Segen der "normalen Bürger" immer weiter für Kommunen und Wirtschaft günstigst dienstbar zu machen - und zu halten.

Wenn es der Menschenwürde entspricht Arbeit zu haben (<-O-Ton Gesetzgebungsverfahren zu HartzIV), dann impliziert dies auch eine repressionsfreie und ausreichende Entlohnung um ohne das Sozialsystem existieren zu können!

Workfare und HartzIV ist moderne Versklavung!

LG, Archibald
 

Kikaka

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#9
Das aber gelingt nur wenn wir deren Argumente als das outen was sie real sind, Schaumschlägerei geschickt verpackt und die Unwissenheit des "normalen" Bürgers ausnutzend um darüber mit Meinungsmache die selbst Göbbels "Volksaufklärung" nicht besser beherrschte, Erwerbslose mit Segen der "normalen Bürger" immer weiter für Kommunen und Wirtschaft günstigst dienstbar zu machen - und zu halten.

Wenn es der Menschenwürde entspricht Arbeit zu haben (<-O-Ton Gesetzgebungsverfahren zu HartzIV), dann impliziert dies auch eine repressionsfreie und ausreichende Entlohnung um ohne das Sozialsystem existieren zu können!

Workfare und HartzIV ist moderne Versklavung!
-Workfare endet in Bürger(zwangs)arbeit.
Zitat:
"Gleichzeitig gilt: Wer Geld von der Gemeinschaft bekommt, muss auch was dafür tun."
v. d. L.

- Schäüble fordert mehr gemeinnützige Arbeit
- Franz der Wirtschaftsweise fordert Absenken der Regelsätze , Differenz ist durch Arbeitsleistung auszugleichen.
- schon Müntefering wollte die BürgerZwangsarbeit gesellschaftsfähig machen.

Der einzige Grund, warum sie es ( noch ) nicht umsetzen ist :
Sie haben ( noch ) Angst davor sich mit dem Vorwurf der Zwangsarbeit konfrontiert zu sehen. Es werden immer neue Testballons angefahren um die Stimmung auszuloten.

Unser Problem ist aber, hier keine geschlossene und einheitliche Strategie dagegen auf die Reihe zu kriegen, selbst für viele Forianer ist Bürgerarbeit zum Nulltarif eben keine Zwangsarbeit.
 
E

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Gast
#10
wird das mal wieder eine "Panik, Panik, uns kann nur eine Partei helfen" Debatte oder "wie kann ich möchlichst viel meckern, ohne irgendetwas konkretes schreiben zu müssen" Diskussion?

Argukmente gibt es genug, man muss nur lesen und verstehen können.

:cool:
 

wolliohne

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#11

Kikaka

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#12
?" Arbeit müsse sich lohnen."
- Wassn` jetzt los ?

"Es muss der Anreiz da sein zu sagen: Ich verdiene so gut ich es kann, und wenn es nicht reicht, dann zahlt die Gemeinschaft - die Steuerzahler zusammen - was dazu, dass es für den Lebensunterhalt reicht."
- Ach so...Ulla hat wiedergekäut...
 

Atlantis

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#13
In der Union mehren sich die Stimmen für eine grundsätzliche Korrektur der Hartz-IV-Gesetze. An der Reform sei vieles "hastig" gemacht worden und müsse gerechter werden, sagte Arbeitsministerin von der Leyen. CSU-Chef Seehofer verlangt eine generelle Neuordnung.

Ps. Überbietungswettbewerb oder Wachstumsbeschleunigung bei H4-schliesslich war nicht alles schlecht.

Arbeitsmarktreform: Von der Leyen will Hartz IV komplett überarbeiten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
ja zuerst führen wir doch mal den mindestlohn ein und danach können wir die zeitarbeit abschaffen.
dann die korrektur wie wir uns das vorstellen.
sonst geht die korrektur noch weiter in die falsche richtung so wie sich das die wirtschaft vorstellt.
eine korrektur sagt ja noch nicht aus in welcher richtung unsere falschen füfziger in berlin korrigieren wollen.
 
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