Will Nürnberg sich verarmte Behinderte sparen?

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Martin Behrsing

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von Hans-Jürgen Graf
Nüürnberg - Die Redaktion des „Prekariers“ hat heute nachvollziehbare Informationen erhalten, dass das Sozialamt hier in Nürnberg einem schwerbehinderten und schwer chronisch erkranktem Menschen die Leistung ab 01. Oktober vollständig einstellen möchte. Das Amt begründet dies in seinem Anhörungsschreiben mit angeblich fehlender Mitwirkung nach § 60 SGB I.

weiterlesen auf: PR-SOZIAL, das Presseportal...
 
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Auch auf die Gefahr hin, daß es gelöscht wird.

Hier muß man fragen, wann denn die Gaskammern wieder eingeführt werden.
 
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Nicht mehr so viel, denn auch dieser Vorfall, kann wie viele vorher schon mit dem Tod des Betroffenen enden. Das menschenverachtende Denken und die Skrupellosigkeit sind schon vorhanden. Das blinde Befolgen von Befehlen ebenfalls.

2007 berichte Radio Z Nürnberg:


Am 10.10.2007 wurde der Erste Alternative Menschenrechtsbericht für die Stadt Nürnberg vorgestellt. Ergebnis: Die selbsternannte Stadt der Menschenrechte schneidet diesbezüglich nicht besonders ab!

Daran hat sich auch danach nichts geändert.
 
D

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Der Artikel sollte sehr weit gestreut werden, damit ausreichend Druck auf die Stadt Nürnberg ausgeübt werden kann, um dieses Trauerspiel um die ständigen Quälereien zu beenden.
 
D

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Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit Gesundheitsämtern und Sozialämtern gemacht?
 
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Hier heute ein Artikel in den Nürnberger Nachrichten zu dieser Angelegenheit:

Streit des Sozialamts mit einem Schwerkranken

und ein Kommentar:

Ein Ämter-Kreislauf

Was ich allerdings vermisse, wie bei so vielen Medien sonst auch, der Hinweis dass eine vollständige Einstellung von Leistungen gegen die Menschenrechte verstößt, in diesem Fall auch gegen die EU-Sozialcharta und die UN-Behindertenrechtskonvention. Es ist gesellschaftsfähig geworden, dass einem Menschen der sich behördlicher Willkür und diesem Diktat nicht beugen will, die Lebensgrundlage genommen wird.
 
D

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Es gibt einen neuen Artikel der Nürnberger Nachrichten zur aktuellen Lage. Heute erschienen:

Sozialamt zahlt doch für den Behinderten

Behörde hatte gedroht, die Hilfe komplett zu streichen - Eilverfahren vor Gericht Sozialamt zahlt doch für den Behinderten

NÜRNBERG - Die Ankündigung des Sozialamtes, dem behinderten und schwerkranken Thomas M. Müller die finanzielle Hilfe komplett zu streichen, weil er sich vom Gesundheitsamt nicht begutachten ließ, ist vom Tisch. Der Mann darf vorerst auch in seiner Wohnung bleiben, obwohl die Miete die amtliche Obergrenze übersteigt.

Wie unsere Zeitung berichtete, hatte das Sozialamt dem 45-Jährigen gedroht, die Hilfe zum Lebensunterhalt Ende des Monats ganz einzustellen. Die anerkannte Erwerbsminderung Müllers liegt bei einhundert Prozent, der offizielle Grad seiner Behinderung bei 50 Prozent.

Sozialamt zahlt doch für den Behinderten

Ich bedanke mich besonders bei Hans-Jürgen Graf für seine intensive Hilfe in dieser Angelegenheit.
 
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Noch etwas, das möglicherweise vielleicht hiermit zusammen hängt?

Sozialamt kappt Zahlungen für Haushaltshilfe

Nürnberg, 16.09.09
Hans-Jürgen Graf

Seit 2007 erhalte ich, aufgrund meiner Erkrankungen und Behinderungen (GdB 80, MZ G), eine Haushaltshilfe. Diese musste ich mir vor dem Sozialgericht erzwingen. Die damals zuständige ARGE hier in Nürnberg verweigerte eine Übernahme und so beantragte ich diese beim Sozialamt...


...Nun sind mittlerweile etwa zwei Jahre vergangen, in denen das Sozialamt mit Nachprüfung bisher die Haushaltshilfe zwar zahlte, sie jedoch von anfangs 2,5 Stunden auf nun 1,5 Stunden pro Woche kürzte. Heute informierte mich der Dienst, der diese Haushaltshilfe ausführt, dass das Sozialamt die Zahlung eingestellt habe. Da ich weder ein Schreiben noch einen Bescheid erhalten habe, kann ich nur raten um welche Gründe es sich handeln könnte. Sehr naheliegend erscheint mir, da ich ja Bevollmächtigter in der Sache des Thomas M. Müller bin, über den in den Nürnberger Nachrichten bereits mehrfach berichtet wurde, und ihn damit unterstütze, dass möglicherweise hierüber Druck auf mich ausgeübt werden soll damit ich die Hilfe für diesen Mann einstelle?
Der gesamte Bericht ist hier zu finden:

Der Prekarier – Blog | unabhängig – gesellschaftskritisch aus Franken
 
D

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Und wieder beginnt alles von Vorne:

Erneut eine Aufforderung zur Untersuchung beim Gesundheitsamt wegen Umzugstauglichkeit.

Als wären die ganzen Briefe nie geschrieben worden. Als wären keine Zeitungsartikel erschienen. Als hätte es keine Zusage des stellvertretenden Amtsleiter gegeben, die Angelegenheit würde nun für ein halbes Jahr erst einmal Ruhen...
 
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Gast
Und wieder beginnt alles von Vorne:

Erneut eine Aufforderung zur Untersuchung beim Gesundheitsamt wegen Umzugstauglichkeit.

Als wären die ganzen Briefe nie geschrieben worden. Als wären keine Zeitungsartikel erschienen. Als hätte es keine Zusage des stellvertretenden Amtsleiter gegeben, die Angelegenheit würde nun für ein halbes Jahr erst einmal Ruhen...

sieht nach Verzögerungstaktik aus, wann war die letzte Untersuchung?
 
D

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Ich denke eher hier soll jemand mürbe gemacht werden, damit der Widerstand gegen den Umzug nicht mehr stattfindet.

Kurz vorher wurden massenhaft alle möglichen längst vorliegenden Unterlagen noch einmal angefordert.

Beispiele:

Heizungsabrechnungen von 2007, 2008 (Hätte man die damals nicht bekommen, man hätte wohl nicht bis jetzt gewartet um sie anzufragen)

Rentenerhöhung von diesem Jahr (Hatten sie vorliegen, ist im letzten Bescheid des Amts auch berücksichtigt)

Dazu ein neues Formular mit allen möglichen Fragen, die eindeutig in dieser Form und in diesem Zusammenhang rechtswidrig sind.

Beispiele:

Frage nach den früheren Arbeitgebern und der Dauer der Arbeit dort.
Frage nach früheren Ausbildungen und falls abgebrochen Grund des Abbruchs usw.
Frage nach früherer Selbständigkeit und wenn ja von wann bis wann.

Wozu bitte muß man so etwas im Zusammenhang mit einer Ergänzenden Sozialhilfe wegen zu niedriger Erwerbsminderungsrente (100%) wissen?

Wer nicht weiß, woher die vielen Schikanen der ARGEn kommen, die Sozialämter haben sie bereits jahrzehntelang erprobt.

Da die SozAs aber inzwischen in der Mehrzahl kranke Menschen, Behinderte und alte Menschen betreuen, ist dieses Vorgehen noch um einiges verwerflicher.
 
E

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Gast
Der betroffene Thomas Müller wurde gestern nachmittag durch den Notarzt ins Klinikum der Stadt eingeliefert, nachdem er bei einem Telefonat mit seinem Bevollmächtigten plötzlich vollständige Artikulationsstörungen hatte und sich nicht mehr verständlich machen konnte.

Es war ihm nicht mehr möglich verständliche Sätze zu bilden. Seit geraumer Zeit (seit erneutem Beginn dieser Schikanen durch das Sozialamt der Stadt Nürnberg) verlor Thomas Müller immer mehr Kraft. Was nun mit ihm los ist, weiß der Bevollmächtigte noch nicht. Vielleicht ist es möglich mehr im Laufe des Tages heraus zu finden.

Sollte dies mit diesen unaufhörlichen Schikanen des Sozialamtes zusammenhängen (was eigentlich sehr nahe liegt), werden die Verantwortlichen dort zur Rechenschaft gezogen.
 

isabel

VIP Nutzer*in
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Hallo, TheShyGuy,

wenn es Dir möglich ist, hält uns auf laufenden.

An Thomas Müller:
schnelle und gute Besserung, alles Liebe, viel Kraft, Durchaltevermögen und, nach Möglichkeiten - viel Hoffnung auf bessere Zeiten.

Liebe Grüße
Isabell

PS: ich hoffe, dass die Verantwortliche endlich zu Rechenschaft gezogen werden. Mir fehlen die Worte!
 
G

gast_

Gast
Hallo, TheShyGuy,

wenn es Dir möglich ist, hält uns auf laufenden.

An Thomas Müller:
schnelle und gute Besserung, alles Liebe, viel Kraft, Durchaltevermögen und, nach Möglichkeiten - viel Hoffnung auf bessere Zeiten.

Liebe Grüße
Isabell

PS: ich hoffe, dass die Verantwortliche endlich zu Rechenschaft gezogen werden. Mir fehlen die Worte!

Dem möchte ich mich anschließen... richte Tom bitte liebe Grüße aus!
 
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Gast
hallole,

bitte richte auch von mir liebe grüße aus an tom, und kopf hoch.

ach das ganze wird auch immer krasser in nürnberg.

lioebe grüße von barbara
 
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Gast
Vielen Dank für die Grüße, werde ich weiter geben. Bisher ist noch nichts weiter bekannt.
 
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