Wikileaks veröffentlicht beunruhigende Daten über Hacker bei der CIA (2 Betrachter)

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wolliohne

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und niemanden interessiert es
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Bislang wurden Nerds, die die Kameralinse an ihrem Laptop mit einem Klebestreifen zukleistern, ja oft noch mitleidig belächelt … immer diese Paranoiker. Zumindest das sollte sich eigentlich spätestens seit heute ändern. Wie die jüngsten Enthüllungen von Wikileaks belegen, verfügt die CIA über zahlreiche Hacker-Techniken, mit denen sie nicht nur traditionelle Software auf Computern infizieren und für ihre Zwecke nutzen kann. Das besondere Interesse der CIA scheint vor allem darin zu bestehen, sogenannte „smarte“ Elektronikgeräte in Wanzen und Überwachungskameras umzuwandeln. Dies ist eine neue Eskalationsstufe im Krieg um unsere Privatsphäre. Von Jens Berger.
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Wikileaks veröffentlicht beunruhigende Daten über Hacker bei der CIA und niemanden interessiert es - Jens Berger [ 11:35 ] Player verbergen | Play in Popup | Download

In Zeiten von Skype, iPhone, Alexa, Siri, Bordcomputern im Auto und internetfähigen Fernsehgeräten, Waschmaschinen und Mikrowellen sind wir von Geräten umgeben, die man mit einem kleinen Hack zu Überwachungstechnik umfunktionieren kann, mit der jeder unserer Schritte, jede unserer Gesten und jedes unserer Worte protokolliert werden kann. Ach ja – nebenbei hat Wikileaks auch veröffentlicht, dass das US-Konsulat in Frankfurt am Main offenbar eine verdeckte Hacker-Basis betreibt. Und wo bleibt der Aufschrei? Keine 12 Stunden nach der Veröffentlichung auf Wikileaks haben die Medien schon wieder auf Alltag umgeschaltet. SPON berichtet von russischen Verschwörungstheorien, die Süddeutsche echauffiert sich über das Frauenbild der „Populisten“ und die WELT lobt Ungarns Umgang mit den Flüchtlingen. Anders die NZZ, die sich mächtig aufregt … und zwar über das böse Wikileaks, das sich „erneut in russische Pläne hat einspannen lassen“ und „die USA und ihre Verbündeten“ attackiert. Nicht die Verantwortlichen, sondern die Überbringer der schlechten Nachrichten stehen mal wieder im Fokus des medialen Zorns. Wahnsinn.
Das Smartphone, das gerade eben neben ihnen liegt, könnte theoretisch auch eine sehr smarte Wanze sein. Es hat ein Mikrofon, eine Kamera, einen GPS-Empfänger, es kann ihre Mails und ihre Chatnachrichten lesen, ihre Schritte tracken und ein lückenloses Bewegungsprofil von ihnen erstellen. Über Funk und WLan lassen sich diese Daten auch mühelos auslesen, wenn man denn Zugriff auf die Technik hat. Und Hand aufs Herz – würden sie einen größeren Betrag darauf wetten, dass die US-Dienste keinen Zugriff auf diese Informationen und keinen Zugriff auf die Hardware in ihrem Smartphone haben? Wenn ja, dann schauen Sie sich doch bitte vorher noch einmal die Dokumente von Wikileaks an. Das Apple-Smartphone- und –Tablett-Betriebssystem iOS steht bei der CIA mit zahlreichen Schwachstellen auf der Geräteliste und der große Konkurrent Android sieht mit seinen zahlreichen Zero-Days , Exploits und weiteren Schwachstellen kaum besser aus. Laut Wikileaks setzt sich das Hacker-Arsenal der CIA dabei sowohl aus Eigenentwicklungen als auch aus Zukäufen und Zulieferungen vom GCHQ, von der NSA, vom FBI oder von privaten Entwicklern von Hacking-Tools zusammen.NachDenkSeiten ? Die kritische Website

Bei dieser Gelegenheit eine Buchempfehlung: "Sie wissen ALLES" Yvonne Hofstetter
 

flandry

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Naja, man muss ein paar böse Terroristen, Steuerhinterzieher und Sozialbetrüger fangen.
Da darf man ohne Rücksicht auf Verluste das Recht auf persönliche Freiheit verletzen.

Das Problem ist noch nicht einmal die Menge der anfallenden Daten.
Das erste Problem ist der Missbrauch zum persönlichen Vorteil. Auch bei CIA, Behörden usw. arbeiten nur Menschen, die um keinen Deut moralisch besser sind als die überwachten.
Das zweite Problem ist die Unfähigkeit. Wenn schon mal einer unter Bewachung steht, dann darf er auch ungehindert mit dem LKW auf den Weihnachtsmarkt fahren.
Das dritte Problem ist, dass irgendein SB ohne richterliche Anordnung darüber entscheidet, ob jemand als kriminell gilt oder nicht. Und die richterliche Anordnung ist in einem Rechtsstaat ein MUSS.
 

Solanus

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Ich sage nur BundesPressKonferenz von Vorgestern.

Sinngemäß:

Die Bundesregierung weiß von nichts, sie kann es nicht nachvollziehen und solange die Dokumente nicht auf Echtheit geprüft sind, wird man sich an Spekulationen nicht beteiligen.

Wessen Nachrichten verbreiten die Medien? Die der Bundesregierung bzw. der Herrschenden die dahinter stehen.

Wer zieht sich die Medien rein? Das Volk oder das was sich dafür hält.

Noch Fragen?
 
E

ExitUser

Gast
Wirklich überraschend sind die Wikileaks eigentlich nicht -sie bestätigen nur, was seit der Einführung von Mobiltel+Internet schon in einschlägigen Fach-Büchern veröffentlicht wurde.


Jeder hat es auch in seiner Hand - Smartphone(Deppenbalken), Facebook etc braucht keiner..(und die 'Aufregung' über Facebooks Fakes ist einfach nur grotesk!)
 

Madcrestron

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Wegen Facebook fake, bin auch mal einem aufgesessen, aber eher ein lustiger. Was relevantes lese ich mich immer ein und zwar beide Seiten, online und offline.
 

Punker

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Also ich denke, bei diesen Thema "WikiLeaks deckt NSA-Vorgehen auf" gibt es zwei Sachen, die ich diskutieren möchte:

1. Wikileaks von Geheimdiensten kanalisiert

Sicher mischen mindestens in der zweit- und dritthöchsten Ebene von Wikileaks auch Geheimdienste mit. Daneben haben aber Geheimdienste auch die Möglichkeit Informationen zu kanalisieren. D.h. sie können beeinflussen wann bestimmte Informationen erlangt und (medial) aufgedeckt werden. Den russischen Geheimdiensten wird ja vorgeworfen, dass sie WikiLeaks gegen den US-amerikanischen Staat instumentalisiert haben. Für mich stellt sich da die Frage: Wie kann man dann die aufgedeckten Informationen in diesem Licht betrachten - ohne einem noch grösseren Übel auf dem Leim zu gehen?

2. Überwachung über die Stromnutzung ist möglich

Man braucht keine Bundestrojaner oder irgendwelche in Apps eingebaute Software oder Hintertüren. Das hat mich schon immer an die Debatte über den Bundestrojaner und ähnliche Debatten gestört! Wie bei Telefon- und Internetanbietern ist es auch möglich über die Stromanbieter Computernutzer auszuspionieren. Sogar einzelne Keyboardeingaben lassen sich ohne in der Wohnung eingesetzter Software über die Stromleitungen auslesen! Die Technik dazu heisst "Simple power analyses"!

Schon in den 1980er Jahren konnte man damit z.B. Tastatureingaben in elektronischen Schreibmaschinen auslesen.

Rein theoretisch geht das noch weiter. Man könnte z.B. über die Bildschirmabstrahlung von Licht und das Vorhandensein bestimmter Haushaltsgeräte (am Stromnetz) über das Stromnetz optische Aufnahmen von Personen in der Wohnung auslesen. Aber solche Sachen wären sehr kostenintensiv - und würden eher bei Leuten im Kaliber führender IS-Köpfe eingesetzt.
 
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Paolo_Pinkel NSA und andere Abhördienste 0
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