Wieviele Umschulungen muss man akzeptieren?

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TumadieMoerchen

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Moin,

Ich mache mir grade Gedanken wie es beruflich weitergehen kann. Nach der Umschulung durch die DRV von 2010-2012 wurde jetzt klar das ich den Beruf nun auch nicht mehr machen darf.
Ich habe mit 48 umgeschult und bin nun 52. Kann man diese Umschulung nun eigentlich als gescheitert ansehen?
Wieviele Umschulungen kann man mir zumuten?
Macht es überhaupt Sinn einen LTA zu beantragen oder sollte man doch eher gleich EU-Rentenantrag nochmal versuchen?
Im Entlassungsberiucht wird vermutlich stehen alter Job Nein ansonsten leicht bis mittelschwere Tätigkeit ohne über Kopf und so Dinge.


Gruss Micha
 

stefanj22

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Aber um ganz ehrlich zu sein, ich glaube nicht das du noch eine chance hast auf eine zweite Umschulung.

Warum darfst du den deinen Beruf des Elektronikers nicht mehr ausüben?
 

TumadieMoerchen

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Hallo,

Also ich hab mal den VDK kontaktiert. Die schrieben mir:

[FONT=&quot]zunächst sind hier die Berater des Rentenversicherungsträgers am Zug um mit IHnen zu besprechen, wie es für Sie beruflich weitergehen kann.[/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Entweder es werden Ihnen Angebote unterbreitet für eine berufliche Umorientierung (Teilhabe-Maßnahmen) oder aber der REha-Antrag wird als Rentenantrag betrachtet und es wird geprüft, ob Ihnen möglicherweise eine Rente auf Zeit zu gewähren ist.
[/FONT]

[FONT=&quot]
[/FONT]

[FONT=&quot]Ist das so richtig? Trifft der Rentenberater mit mir dann diese Entscheidung?
[/FONT]


[FONT=&quot][/FONT]

[FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]Gruss Micha[/FONT][FONT=&quot][/FONT]
 

Doppeloma

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Hallo TumadieMoerchen,

Ist das so richtig? Trifft der Rentenberater mit mir dann diese Entscheidung?

Wenn ich das richtig behalten habe wurde doch bei dir gerade eine med. Reha-Maßnahme (DRV) abgeschlossen, was wurde dir denn dort so zum (wahrscheinlichen) Ergebnis mitgeteilt, du solltest erst mal den schriftlichen Bericht abwarten ehe du in irgendeinen neuen "Antrags-Aktionismus" verfällst ...

Eine Entscheidung zu einem Antrag kann auch ein Renten-Berater dann nur mit dir besprechen, wenn DU einen solchen Antrag gestellt hast und der dem "Grunde nach" als bewilligt von der DRV zu dir zurück kommt.

Du musst überhaupt keine Umschulung akzeptieren, wenn du keine mehr machen möchtest weil es für dich keinen Sinn mehr ergibt, man wird dir aber (als LTA) auch keine Umschulung mehr anbieten mit inzwischen 52 Jahren ...
Wenn du die letzte Umschulung "erfolgreich" abgeschlossen hast mit dem angestrebten Berufsziel, dann ist die ja nicht als "gescheitert" anzusehen ... :icon_evil:

Dass du damit gesundheitlich und am Arbeitsmarkt auch nicht voran gekommen bist ist dafür unerheblich, es gibt auch nach DRV-Umschulungen keine Arbeitsplatz-Garantie, obwohl ich selbst genau das für sinnvoll halten würde, denn vielen Umschülern geht es wie dir ...

Sie finden einfach keine Arbeit in dem neuen "tollen" Job, weil kein AG sie einstellen "muss" ... und gerade wenn man schon älter ist fehlt einfach die Berufserfahrung, die einen AG da noch "reizen könnte", so stellt er lieber einen Jüngeren (und Gesünderen) ein, mit der gleichen Ausbildung und ohne Berufserfahrung ...

Aktuell würde man dir wohl nur noch einen AG-Zuschuss als LTA-Leistung bewilligen, den AG der das dann haben will musst du dir aber auch selber suchen ... dabei wird dir auch weiterhin Niemand wirklich helfen können ... :icon_evil:

Freiwillig würde ich in dem Alter keine LTA mehr beantragen und zwingen kann dich dazu Keiner ... falls es in deinem letzten Klinikbericht Andeutungen dazu geben sollte wird die DRV auch bei einem Antrag auf EM-Rente darauf hinweisen einen solchen Antrag zu stellen ...

Du steckst in der "typischen" DRV-Falle ... für die Arbeit zu krank, für sinnvolle Fortbildung zu alt (zudem muss das ja gesundheitlich auch möglich sein) und für die Rente zu jung ...

Es gibt keinen "Königsweg" um aus dieser Misere herauszukommen, der VDK "labert" auch nur rum und "schwört" auf Reha-Maßnahmen in allen Schattierungen, die Entscheidungen fallen aber letztlich bei der DRV und nicht beim VDK ...
In einem allgemeinen Beratungsgespräch mit einem "Rentenberater" werden auch keine wirklichen Entscheidungen getroffen, das machen ganz andere Stellen, wenn du dann einen schriftlichen Antrag gestellt hast ...

Nach Allem was ich bisher von dir gelesen habe solltest du EM-Rente beantragen und dann wirst du wohl den Kampf notfalls bis an das Sozialgericht führen müssen, auf irgendeine "gescheiterte Reha" kannst du dich dabei allerdings nicht berufen ...

MfG Doppeloma
 

TumadieMoerchen

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Hallo,

Also ich wurde AU entlassen mit einer weiteren zusätzlichen Baustelle an den Nieren.
Der Arzt hat gesagt mein Job kann ich nicht mehr machen ich könnte schon den LTA Antrag stellen.

Na super dann geh ich den Weg AU bis Aussteuerung dann ALG1 Nahtlos und dann stell ich Rentenantrag und klag bis zum Nimmerleinstag. Die kotzen mich an langsam diese Kackämter. Überall in der Welt wird meine Kohle grosszügig verteilt und selber kriegt man garnix mehr.
Ich werde nicht auf Knien auf die Arbeit bei einer ZAF kriechen bis ich ganz platt bin.
Bevor ich nochmal in den Kreislauf ALG1 und ALG2 komme und mein Lebensunterhalt nicht mehr vernünftig bestreiten kann werd ich kurzen Prozess machen und mich
verabschieden von dieser Kackwelt.

Kann man eigentlich Prozesskostenhilfe kriegen wenn man das einem Anwalt übergibt? Wieviel Krankengeld oder ALG1 ist da denn das Maximum?





lg Micha
 
E

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Gast
Micha, bleibe ruhig.
Du bist nicht allein mit dem Mist.

Ich selber bin gerade 45 geworden, habe einen GdB von 60, und erhebliche Einschränkungen.
Ich bin gerade in einer Umschulung von der DRV aus, die ich im Januar beenden werde.

Ehrlich, ich glaube nicht an einer Festanstellung danach, und ehrlich gesagt, geht es sowieso nur noch halbtags.
ZAF können mich auch mal gerne haben, die würden keine Freude an mir haben.

Dann ist da noch meine Lebensgefährtin, hat auch einen GdB, ist etwas älter als ich.
Sie bekam nur noch die Möglichkeit von der DRV einen Kurs zur Alltagsbetreuerin zu machen. In dieser Maßnahme wurde sie übelst gemobbt, weil sie es wagte, die Art und Weise der Maßnahme in Frage zu stellen.
Folge daraus, die Maßnahme wurde abgebrochen, und sie wurde von der DRV zum Integrationsdienst geschickt.
Der wiederum legt ihr Stellenangebote aus der Jobbörse vor, toll,hätten wir auch selber raussuchen können.
Keins der Angebote passt zu ihren Einschränkungen.
Und zur Krönung soll sie auch noch ihren GdB verschweigen.
Und das vom Integrationsdienst, der dafür da ist, Menschen mit Behinderung in Arbeit einzugliedern.

Du siehst, es gibt etliche Menschen, die sich mit diesen Problemen rumschlagen müssen, auch viele hier im Forum.

Dies ist aber noch lange kein Grund zum kapitulieren.

Wen ich im Januar meine Umschulung beendet habe, dann steht für uns auch wieder der Gang zum Jobcenter an.

Dann geht der Kampf mit de Behörde weiter.
Das alles geht auch an unsere Psyche.
Aber aufgeben werden wir nicht, denn dann hätte der Staat gewonnen.
Und dies kann man nicht wollen.
 

TumadieMoerchen

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Ich hab 4 tolle Wochen hinter mir und hatte wieder etwas Mut gefasst, ok dann halt nochmal ein neuen Job aber ich seh immer irgendwie kein Ende.
Ist wie der Film "Und täglich grüsst das Murmeltier".

Jetzt war ich grad beim Hausarzt wegen der neuen Krankmeldung sagt die Tussi ich soll morgen früh kommen oder 3Std warten.
Naja jetzt dackel ich morgen nochmal dahin. Sie datiert die Krankmeldung zurück auf heute obwohl das ja eigentlich auch nicht ganz richtig ist

Das Problem ist ganz einfach das ich ja was arbeiten will aber ich muss mein Lebensunterhalt auch damit verdienen. Geht das eben nicht aus gesundheitlichen Gründen hat verdammt nochmal der Staat mir eine Rente zu bezahlen. Ich will niemandem auf der Tasche liegen und eigentlich muss ich das auch nicht, Meine EU-Rente würde völlig ausreichen.

Gruss Micha
 

TumadieMoerchen

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Und dann? Krieg ich die antwort abgelehnt stellen sie einen LTA Antrag. Die verarschen uns doch alle nur.

Wen wundert es noch das z.B.Arno Dübel so denkt wie er denkt? Der wusste das schon lange und hat sich drauf eingestellt. Der ist momentan sicher glücklicher als ich und denkt sich mensch seid ihr alle doof.
Ich verschenke meine Lebenszeit und meine Gesundheit an die DRV.

Gruss Micha
 

Doppeloma

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Hallo Micha,

Also ich wurde AU entlassen mit einer weiteren zusätzlichen Baustelle an den Nieren.
Der Arzt hat gesagt mein Job kann ich nicht mehr machen ich könnte schon den LTA Antrag stellen.

Wenn du da den Reha-Arzt meinst, dann kannst du das direkt vergessen, die erzählen viel wenn der Tag lang ist, besonders zu LTA, dafür werden sie schließlich von der DRV bezahlt.
Eine AU-Entlassung bedeutet zunächst nur, dass du weiterhin Arbeits-Unfähig bist und sonst nichts ... du solltest wirklich erst mal den schriftlichen Reha-Bericht abwarten und selber lesen und mit deinem Arzt besprechen.

Du hast hoffentlich keine Freigabe (in der Klinik) für deine KK unterschrieben, dass die den Bericht direkt bekommen sollen ???

Na super dann geh ich den Weg AU bis Aussteuerung dann ALG1 Nahtlos und dann stell ich Rentenantrag und klag bis zum Nimmerleinstag. Die kotzen mich an langsam diese Kackämter. Überall in der Welt wird meine Kohle grosszügig verteilt und selber kriegt man garnix mehr.

Auch wenn es schwer ist bringt dich dein Frust nicht weiter, ja du wirst (vermutlich) kämpfen müssen um die EM-Rente zu erreichen, besonders wenn man lt. Reha-Bericht dein weiteres "Heil" lieber in einer erneuten LTA sehen möchte aber was man dir da "Gutes" anbieten wird habe ich dir ja oben schon beschrieben.

Meinem Männe hat man das auch bewilligt (er war etwa so alt wie du gerade), sogar mit "Verlängerung" für insgesamt 4 Jahre ... so konnte die DRV immer darauf verweisen, dass er sich ja nur den "passenden" AG suchen muss, dann bekäme er doch die nötige Unterstützung ...
Kann mich meinem Vorschreiber nur anschließen, die ganzen "Hilfsangebote" sind eigentlich nur "heiße Luft" ... zum Integrationsamt wurde er geschickt weil die AfA nicht weiter wusste und dort hat man auch nur gemeint "man könne keine Arbeitsplätze backen" ... dann bekam er für die AfA-SB eine Bestätigung "dass er da gewesen ist" ...

Immerhin hat die DRV dann bei Männe noch diese 4 Jahre EM-Rente gespart und wir mussten noch Hartz 4 beantragen weil die EM-Renten abgelehnt wurden ... Männe musste sogar die erste Klage deswegen zurück nehmen und noch einen 2. Antrag auf EM-Rente stellen ...

Ich werde nicht auf Knien auf die Arbeit bei einer ZAF kriechen bis ich ganz platt bin.

Das glaube ich nicht, selbst ZAF sind nicht an Mitarbeitern Ü 50 interessiert, schon gar nicht mit Schwebi-Ausweis und gesundheitlichen Einschränkungen und falls dich die DRV mal zum Antrag auf LTA "überzeugen" würde (im Rahmen eines EM-Renten-Antrages könnte das als "Mitwirkung" verlangt werden) ... dann ist das ohnehin "vom Tisch", denn der AG - Zuschuss wird nur für "leidensgerechte, versicherungspflichtige" Tätigkeiten bei einem festen AG gezahlt ... ZAF erfüllen diese Anforderungen nicht ... :icon_evil:

Bevor ich nochmal in den Kreislauf ALG1 und ALG2 komme und mein Lebensunterhalt nicht mehr vernünftig bestreiten kann werd ich kurzen Prozess machen und mich
verabschieden von dieser Kackwelt.

Warum willst du denen noch einen "Gefallen" tun, damit sie deine Rentengelder komplett einsparen können ... :icon_neutral:

Kann man eigentlich Prozesskostenhilfe kriegen wenn man das einem Anwalt übergibt? Wieviel Krankengeld oder ALG1 ist da denn das Maximum?

PKH brauchst du erst für einen Prozess am SG (jedenfalls für eine anwaltliche Vertretung), bei Widerspruch brauchst du einen Beratungshilfeschein, wenn du einen Anwalt damit beauftragen willst ... bist du im VDK musste du (bei der Antragstellung am Gericht) entscheiden wer dir da helfen soll, denn die haben ja auch Rechtsvertreter ...

Ich selber hatte kein Vertrauen mehr zum VDK als es in meinen Widerspruch ging wegen Ablehnung der EM-Rente, die haben sich dabei schon angestellt "wie die Zicke am Strick" , darum habe ich mir lieber einen Anwalt gesucht.

Es geht nicht konkret darum, welche Lohnersatzleistung gezahlt wird, sondern nur um die Einkommens-Höhe an sich und natürlich auch um eventuelle "Vermögenswerte", dabei werden wohl die Grenzen des SGB X II zu Grunde gelegt

Habe damals 10 Euro für den Beratungshilfeschein beim Anwalt bezahlt, inzwischen sind es 15 Euro, die Einkommensfragen muss man ja im Antrag beantworten und nachweisen.

Das gleiche gilt dann für den Antrag auf PKH, wenn man Klage einreichen muss, mir hat dabei dann mein Anwalt geholfen und nach knapp 3 Jahren (ab Antragstellung) waren wir am Gericht auch erfolgreich, trotzdem solltest du nicht aufgeben ... :icon_evil:

Ich dachte auch zeitweise, dass es sich nicht mehr lohnt weiter zu kämpfen, aber ich bin jetzt sehr froh das durchgestanden zu haben, das Leben kann wieder sehr schön sein wenn man das hinter sich gebracht und die EM-Rente bekommen hat, dann kann man mit den gesundheitlichen Einschränkungen irgendwann auch viel besser umgehen.

Gib nicht auf, wir drücken die Daumen ...

MfG Doppeloma
 

TumadieMoerchen

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Hallo TumadieMoerchen,


Aktuell würde man dir wohl nur noch einen AG-Zuschuss als LTA-Leistung bewilligen, den AG der das dann haben will musst du dir aber auch selber suchen ... dabei wird dir auch weiterhin Niemand wirklich helfen können ... :icon_evil:

Nach Allem was ich bisher von dir gelesen habe solltest du EM-Rente beantragen und dann wirst du wohl den Kampf notfalls bis an das Sozialgericht führen müssen, auf irgendeine "gescheiterte Reha" kannst du dich dabei allerdings nicht berufen ...

MfG Doppeloma


Wie lange würde denn die DRV einen Arbeitgeberzuschuss gewähren?
Ich hab bisher nur einen Arztkurzbrief und Nachsogeunterlagen erhalten.
Denke der ausführliche Rehabericht kommt in 2Wochen, so der Arzt.
Ich denke auch ich hab mich nun lange genug hin und herschieben lassen. Ich denke mittlerweile die EU-Rente ist das Beste. Alles andere ist Zeitverschwendung.


Gruss Micha
 

Doppeloma

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Hallo Micha,

Wie lange würde denn die DRV einen Arbeitgeberzuschuss gewähren?

Der Bescheid dazu "dem Grunde nach" war jeweils für 2 Jahre gültig und wurde dann bei Gericht (1. Rentenantrag von meinem Partner) vom Vertreter der DRV "großzügig" verlängert um weitere 2 Jahre, dazu kam dann der Bescheid kurz nach der Verhandlung.

Mein Männe war damals fix und fertig, konnte (wie du) die Welt nicht mehr verstehen aber er hatte damals auch einen "Idio*en" (reiner Orthopäde bei chronischer Schmerzkrankheit und weiteren anderen Gesundheitsproblemen die ein Orthopäde gar nicht beurteilen dürfte) als Gutachter vom Gericht ...

Seine Schmerztherapeutin ist fast "vom Glauben abgefallen" als er nach diesem Termin wieder zu ihr kam und hat ihn schnellstmöglich in eine spezielle Schmerzklinik eingewiesen, dort war er schon vorher mal gewesen aber der gerichtliche Gutachter meinte dieser Bericht sei für das Verfahren "irrelevant" ...

Ja sicher, da stand ja auch klar drin, dass eine Berentung für Notwendig angesehen wird, von 5 verschiedenen Fachrichtungen bestätigt übrigens ... :icon_dampf:

Wie lange ein AG dann solche Zuschüsse von der DRV bekommen hätte weiß ich nicht, mein Partner hat ja nie eine solche Stelle finden können, anfangs hat er es wirklich noch versucht, denn die DRV-Reha - Beratung hatte ihm ja (nach der Bewilligung) vorgeschwärmt wie "wild" die AG angeblich darauf sind, sie wüßten nur nicht, dass es so was überhaupt gibt ...

Nach meiner Kenntnis ist aber auch dieser Zuschuss zeitlich begrenzt und danach kann der AG den Betroffenen auch problemlos wieder entlassen ... ohne dass die DRV was zurückfordern könnte von den Zuschüssen ... das ist doch alles was für den ARS**, selbst wenn man einen AG dafür finden würde ... wird es wohl auch NIX bis zur Altersrente ...

Man steht älter und auch nicht gesünder irgendwann wieder auf der Straße ... aber es hatte auch gar kein AG erst Interesse daran, alle meinten nur freundlich er solle wieder kommen, wenn er auch richtig arbeiten könne ... :icon_neutral:

So haben wir dann nach dem Klinikaufenthalt (mit dem fast gleichen Bericht) erneut den Antrag auf EM-Rente für ihn gestellt ... nach fast 6 Monaten Schweigen wurde er dann zum Psychiatrischen Gutachten bei der DRV eingeladen, obwohl das Fachgebiet nicht wirklich Anlass für den Antrag gewesen ist ... :icon_kinn:

Wir mussten dann noch ein wenig "den Aufstand proben" bei der DRV, denn Männe wollte keine Gutachten mehr, schon gar nicht beim Psychiater ... wir konnten uns dann mit der DRV "einigen" und nach dieser Begutachtung bekam er dann recht fix die EM-Rente bewilligt direkt bis zur Altersrente ... schon merkwürdig, wo er doch knapp ein Jahr zuvor noch Vollzeit "Erwerbsfähig" war lt. Richter und DRV ...

Es macht mich immer noch verdammt wütend wenn ich an diese Odyssee zurück denke, denn man hatte meinen Partner wirklich bis dahin auch fast in den "Wahnsinn" getrieben ... er war bis dahin fast 5 Jahre AU geschrieben und hatte immer noch seinen letzten Arbeitsplatz ... als "Pförtner" übrigens ...

Ich hab bisher nur einen Arztkurzbrief und Nachsogeunterlagen erhalten.
Denke der ausführliche Rehabericht kommt in 2Wochen, so der Arzt.

Das ist so üblich, wichtig ist der ausführliche Bericht und die Prognosen die darin gemacht werden, aber auch ohne "Aussicht" auf EM-Rente (6 und mehr Stunden am allgemeinen Arbeitsmarkt lt. Reha-Bericht) solltest du "frontal angreifen", du hast doch sonst nichts mehr zu verlieren als noch mehr von deiner "Restgesundheit" ...

Ich denke auch ich hab mich nun lange genug hin und herschieben lassen. Ich denke mittlerweile die EU-Rente ist das Beste. Alles andere ist Zeitverschwendung.

Völlig richtig und je länger du damit zögerst umso länger kann es dann noch dauern bis die richtige Entscheidung getroffen wird ...

Die Gutachten am Gericht sind (zum Glück) nur selten so daneben wie bei meinem Partner, bei mir waren sie völlig OK und haben dann dafür gesorgt, dass die DRV einlenken musste ... bei der ersten Verlängerung meiner Zeitrente bekam ich dann erstaunlicher Weise auch die EM-Rente ohne erneute Befristung bewilligt.

So ganz ohne Theater, seit dem können wir wieder "aufatmen" und unser gemeinsames EM-Rentnerleben nach unseren Möglichkeiten frei gestalten, wir kommen gerade so hin mit unseren Renten aber wir sind froh von keinem Amt mehr abhängig zu sein.

MfG Doppeloma
 

TumadieMoerchen

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Hallo,

Eigentlich bin ich so erzogen worden das man arbeitet auch wenn es einem mal nicht so gut geht. Aber ich bin weder dazu bereit ausgenutzt zu werden nur Drecksarbeit zu machen oder meine Gesundheit weiter grundlos aufs Spiel zu setzen.
Ich habe 2Berufe gelernt, als völliger Quereinsteiger in beinahe allen Berufszweigen schon gearbeitet. Ich war bis zu meinem 45. Lebensjahr topfit und war nie krank.
Dann kam der BSV und ich wurde zunächst fast 4Jahre falsch behandelt, hab trotzdem weiter gearbeitet. Hab dann den Arzt gewechselt. Der neue Arzt meinte dann wenn ich nicht im Rollstuhl landen will sollte ich nicht mehr ins Fitnessstudio gehn.
Kurz danach kam der Zusammenbruch Krankenhaus un BS-OP.
"Sie werden nach der OP wie ein junger Gott wieder laufen" so der Arzt.
Erstes halbe Jahr danach liefs ganz gut und dann hatte ich nur noch Schmerzen, Ausfälle im linken Bein, Schmerzattacken auf der Arbeit so das das Werkzeug (Hilti-Bohrmaschine) aus 6m Höhe fiel. Kollegen die mich aus dem Schaltschrank ziehen mussten weil ich allein nicht mehr rauskam usw.
Das Knie reagiert sofort auf Belastung, die Bakerzyste wird dick, aber ein MRT wurde bis heute nicht gemacht (Der Rehaarzt hat das aber jetzt mal angeraten)
Dann hatte ich in der Reha eine Kolik, Ultraschall ergab nun alles voller Nierensteine.
und bei anstrengenden Übungen lief mir das Blut aus der Nase.
Also gesund sieht irgendwie anders aus.

Ich bin eigentlich ein Kämpfer aber ich glaube hier komm ich allein und ohne Hilfe nicht mehr raus.

Gruss micha
 
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