Wieviele Kilometer für Zeitarbeit fahren?

Headi

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Mahlzeit,

die Frage oben ist Programm.

Ich habe heute ein Gespräch mit einem Herren eines Zeitarbeitsunternehmen gehabt. Dieser war heute Gast in der Lehrstätte, wo ich meine Schweißerprüfugen abgelegt habe.

Dieser hat mir einen Job in Aussicht gestellt. Anfangslohn 12 Euro als Schweißer, was mir eigentlich noch zu wenig ist, um mit 2 Kindern überleben zu können.

Nun der Knackpunkt: Ich wurde gefragt, wieviele KM ich fahren würde. Ich sagte maximal 20 KM einfache Strecke, sonst fressen mich die Spritkosten auf.

Mir wurde nahegelegt, dass ich bei ihm mit gut 40 KM Einfache Strecke rechnen müsste. Seine Kunden sind überwiegend so weit von mir weg.
Von Fahrgeld wurde nichts erwähnt!

Nun zum Hauptproblem:
Durch diese Firma bin ich erst in den Genuss gekommen, meine Papiere erneuern zu können. Er hatte mir vor 4 Monaten eine Einstellungszusage zukommen lassen. Das Jobcenter geht natürlich davon aus, dass ich dort unterschreiben werde!

Jedenfalls habe ich ausgerechnet, dass ich bei einer 40 Stundenwoche auf einen Nettolohn von knapp 1250 Euro kommen werde. (20 Stunden werden Monatlich aufs Zeitkonto gebucht) Die Spritkosten werden bei ca 150 ,- Euro liegen, mit allem drum und dran wird es wohl eher Richtung 200 Euro gehen.

Damit liegen wir so eben auf Hartz IV Niveau, wo wir wenn schon ganz raus möchten.

Mein Auto ist auch nicht mehr das neuste. Es ist ein Opel Corsa B, Bj 1996 mit 190.000 Km aufem Tacho. Wer weiß wie lange der noch fährt. Vorallem bei gut 1400 KM im Monat!

Wir wollen eh Kindergeldzuschuss beantragen. Das Geld wäre eh schon knapp genug. Da möchte man es nicht noch ins teure Benzin stecken.
Man möchte sich ja auch mal etwas gönnen können, und nicht noch fürs Arbeiten draufzahlen!

Was würdet ihr mir raten?
 

Strolchenmann

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20km als maximale einfache Strecke ist zu wenig, 40km können schon zuviel sein

Ich wohne in einer Ecke wo 50km in die eine Richtung innerhalb von 30 Minuten geschafft werden, aber für 35km in die andere Richtung über eine Stunde benötigt wird

Ich würde sagen das es auf den Arbeitsort an kommt und die Strecke dort hin, aber unterm Strich kommt auf das an was vom Gesetzgeber her zumutbar ist
 

Chrisman

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Wieso bezieht ihr noch kein Kindergeld?
In was für einem Verhältnis bist Du?
 
E

ExitUser

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@Headi:

Bist du dir sicher, dass "nur" 20 Stunden auf dieses unsägliche Zeitkonto pro Monat gehen?

Die Regel ist nämlich: Alle Stunden über den tarifvertraglich zugesicherten 151,67 Vollzeitstunden gehen auf das Zeitkonto, bis sich dort 150 Stunden angesammelt haben.
Erst danach wird alles ausbezahlt.
 

Headi

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Wieso bezieht ihr noch kein Kindergeld?
In was für einem Verhältnis bist Du?
Wir beziehen Kindergeld, es ist die Rede vom Kindergeldzuschlag. Ich bin mit meiner Freundin zusammen, aber nicht verheiratet.

Die Zumutbarkeit ist wohl das Problem. Es interessiert ja niemanden, ob du weniger als Hartz IV raus bekommst. Man kann ja aufstocken. Das ist ja der größte Schwachsinn an der Sache.

Sollte es zum Vertragsabschluss kommen, werde ich versuchen auf Maximal 10 Stunden pro Monat fürs Zeitkonto zu kommen.
 

Frank71

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@Headi...

Hast du denn was Schriftliches von der Sklavenbude bekommen,eine schriftliche Einstellungszusage ab... ?

Wenn nein,dann mache jetzt nichts Unüberlegtes.

Solche aussagen von den Sklavenbuden sind nichts als Schall und Rauch.

Und noch eins,es wünschen sich viele HE aus dem Leistungsbezug herauszukommen.
 

Texter50

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Und noch eins,es wünschen sich viele HE aus dem Leistungsbezug herauszukommen.
Das hast Du sehr treffend formuliert, Danke! :icon_knutsch:
Es gibt sicher kaum was bescheuerteres, als Vollzeit zu malochen und dann in reglemäßigen Abständen dem JC ausgeliefert zu sein. :icon_motz:
Wer den ganzen Tag arbeitet, möchte mit der Zwangsverfolgung nix mehr zu schaffen haben. Der möchte sein Leben wieder führen, wie er es sich vorstellt und nicht son Hempel vom JC.
Ich denke: genau das ist es, was der TE anstrebt... :biggrin:
 

Lilastern

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@Headi

Für die ersten 6 Monate könntest du Fahrtkosten aus dem Vermittlungsbudget beantragen.

Nur sind diese Fahrtkosten auf maximal 6 Monate begrenzt. Du musst unbedingt den Antrag vor dem Arbeitsbeginn stellen.

Es handelt sich hierbei um Kann-Leistungen.

Aber ob sich das lohnt, musst du selber entscheiden.

Macht ja keinen Sinn wenn du mit deinem Verdienst deine Familie nicht verhalten kannst.
 

Bananenbieger

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Ich nehme an, Du bist noch jung und gesund?

Wenn ja, es gibt soviele reguläre Firmen, die einen Schweißer benötigen.

Auf ZAFs mache einen sehr großen Bogen!
 

franky0815

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da es sich um eine zaf handelt würde ich wenn überhaupt nur gegen fahrkosten irgendwo hin fahren, heute sind es 40 km in ein paar wochen dann mal eben 50 oder gar 60 km, natürlich nur ausnahmsweise, dann ein andermal bist du zwar näher dran, dafür lassen dich die " kollegen " püren das du sklave bist.

für mich is das nur noch kacke mit etwas verziehrung drumherum, nie mehr zaf!

is natürlich die frage wie du aus der nummer wieder rauss kommst ohne nachteile, am einfachsten geht das mit einer au, musst du aber letzten endes du selbst wissen was du machst.
 

dagobert1

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Nun der Knackpunkt: Ich wurde gefragt, wieviele KM ich fahren würde. Ich sagte maximal 20 KM einfache Strecke, sonst fressen mich die Spritkosten auf.
Deine Argumentation ist zwar nachvollziehbar, könnte aber Probleme mit dem JC bringen wenn deswegen kein Arbeitsvertrag zustande kommt.

Von Fahrgeld wurde nichts erwähnt!
Sprechen die Leihbuden selten von sich aus an ... :icon_mrgreen:

Mein Auto ist auch nicht mehr das neuste. Es ist ein Opel Corsa B, Bj 1996 mit 190.000 Km aufem Tacho. Wer weiß wie lange der noch fährt. Vorallem bei gut 1400 KM im Monat!
... und wer weiß was bei so nem alten Auto mal eben kaputtgeht. Da muss dann ggf. auch Geld da sein.

Man möchte sich ja auch mal etwas gönnen können, und nicht noch fürs Arbeiten draufzahlen!
Stimmt, so sollte es sein.
Du könntest evtl. versuchen eine höhere Vertragsarbeitszeit (= bezahlte Arbeitszeit) auszuhandeln. Ob die Leihbude sich drauf einlässt kann ich dir aber auch nicht garantieren.

Die Regel ist nämlich: Alle Stunden über den tarifvertraglich zugesicherten 151,67 Vollzeitstunden gehen auf das Zeitkonto, bis sich dort 150 Stunden angesammelt haben.
Ab 105 Stunden kann man die Auszahlung verlangen (Tarifänderung seit Oktober letzten Jahres). :wink:
 

Neudenkender

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Auto sofort abstoßen. Zur Not für den symbolischen Euro. Andere (geschickte) Lösung finden. Ggü. Amt und Sklavenbuden definitiv über kein Auto verfügen.
 

Strolchenmann

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Auto sofort abstoßen. Zur Not für den symbolischen Euro. Andere (geschickte) Lösung finden. Ggü. Amt und Sklavenbuden definitiv über kein Auto verfügen.

Es gibt Leute die brauchen ein Auto um zum einkaufen, Behörde oder Kinderarzt zu kommen, nicht jeder wohnt in einer großen Stadt wo man per ÖPNV alles erreichen kann, noch immer wohnen viele auf dem Land

Deine Aussage ist also komplett sinnfrei!
 

Headi

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Der Ablauf mit der Zeitbude war wie folgt:

Die feste Einstellungszusage gilt für den folgenden Fall:

1. Muss ich dazu alle Prüfungen die verlangt werden, erfolgreich abschließen. Das habe ich schon mal erfüllt.

2. Muss ich ein Probeschweißen bei einem Kunden machen. Dabei könnte ich mich natürlich auch doof anstellen.

Wenn ich das nicht erfülle, kommt es nicht zur Einstellung. Somit dürfte mir das Jobcenter auch nichts anhaben können.


Die Entfernung zur Zeitbude beträgt knappe 30 km.
Die Kunden sind nicht in der nähe der Zeitbude.
Wie werden die Fahrtkosten dabei berechnet?
 

franky0815

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dann hast du es ja selbst in der hand, was du machst, oder auch nich.

Es gibt Leute die brauchen ein Auto um zum einkaufen, Behörde oder Kinderarzt zu kommen, nicht jeder wohnt in einer großen Stadt wo man per ÖPNV alles erreichen kann, noch immer wohnen viele auf dem Land

Deine Aussage ist also komplett sinnfrei!
man muss den text nur richtig interpretieren, er meint du musst das auto so loswerden das das amt weiss du hast keins mehr, was du wirklich machst weisst nur du
 
E

ExitUser

Gast
Es gibt Leute die brauchen ein Auto um zum einkaufen, Behörde oder Kinderarzt zu kommen, nicht jeder wohnt in einer großen Stadt wo man per ÖPNV alles erreichen kann, noch immer wohnen viele auf dem Land

Deine Aussage ist also komplett sinnfrei!
Ist sie nicht.
Man kann ein Auto haben und gleichzeitig auch keins haben. Man muss nur wissen, wie.

Für JC und Leihratten habe ich kein Auto. Für eine normale Firma/Job kann ich eins haben.
Anmelden auf Mutter/Vater/sonstige Verwandte außerhalb der JC-Stasi.

Muss da immer an den Satz meines alten Herrn denken: Dumm darf man sein, man muss sich nur zu helfen wissen.
 

Strolchenmann

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Dir ist bekannt das die JC quartalsmäßig Datenabgleiche mit den Zulassungsstellen machen?

Die sehen auf einen Klick ob und was auf dich angemeldet ist

Und anmelden auf Dritte kann deutlich höhere Kosten bei der Versicherung bedeuten, bei mir würde sich der Beitrag verdreifachen

Ich muss da an den Spruch meines Vaters denken: Erst alles zu Ende denken, und dann handeln
 

Neudenkender

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Deine Aussage ist also komplett sinnfrei!
Sinnfrei sind Leute, die nicht lesen und verstehen können. Kein Auto zu besitzen bedeutet nicht, über keines zu verfügen. Und so ist das da auch angedeutet. Ich persönlich kann den ganzen Tag ein Auto nutzen, wenn ich möchte. Hole es aus der Garge und cruise sinnlos rum. Aber ich habe offiziell keines.

Capito? Nö? Auch ok! ZAFs brauchen schließlich geeignetes Material ...
 

wolfmuc

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.. ich bin als 50+ für meinen Job täglich 120km / ca. 2 Stunden unterwegs
nur Spritkosten ca. 380.- ..

dafür unbefristet und ohne ZAF,
das ist natürlich belastend aber immerhin besser als H4...

Fazid: Job machen oder lassen ...

lg
wolfmuc
 
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