Wieviele Bewerbungen im Monat angemessen?

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Ich meine jetzt unabhängig von einer EGV oder so, was haltet ihr für angemessen, was man so an Bewerbungen abschickt im Monat, auch im Bezug auf die Höhe des Regelsatzes(bei mir 281 €)?
 

Kleeblatt

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Meiner Ansicht nach sollte man die Frage anders stellen, grundsätzlicher.

Wieviele Bewerbungen sollte man in der Rezession, in einem bestimmten Alter, bei einer bestimmten Qualifikation und der entsprechenden Nachfrage an diesen Mitarbeiter pro Monat als angemessen und vor allem sinnvoll erachten ?
Pauschale Handhabungen sind destruktiv und zeigen nur die Unfähigkeit und Gleichgültigkeit egegnüber den jeweiligen Arbeitssuchenden.
Für die Arbeitssuchenden ist es oftmals nicht mehr und nicht weniger als blanke Willkür und Schikane.
Stellen, die ein riesiges Amt nicht bundesweit mit all ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten anbieten kann, soll ein einzelner Arbneitssuchender massenhaft finden. An Zynismus kaum noch zu überbieten.
Aber so gewollt.
 

JohannaM.

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Ich finde auch, dass man darauf pauschal nicht antworten kann.

Als ich arbeitssuchend war, habe ich viele Bewerbungen unter die Leute gebracht, allerdings nur um meinen SB zufriedenzustellen.

Gezielt bewerben, das war nur selten so, weil es einfach nichts gezieltes gab.
Dann kam eine wirklich gezielte und es klappte.

Insgesamt habe ich 10 ernsthafte Bewerbungen in 3 Monaten verschickt.
 

Mario Nette

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Und es ist ja ein Unterschied zwischen Bewerbung und Bewerbungsbemühung. Mal ein Unternehmen anzuklingeln und zu fragen, ob sie einen Job haben, ist kein großes Ding. Aber ein vollständige und gute Bewerbung spielt da schon in einer anderen Liga. Und dafür ist im Regelsatz einfach nichts vorgesehen.

Mario Nette
 

nightmare

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Sehe ich auch so, zwischen ernstgemeinter Bewerbung und einer Bewerbungsbemühung ist ein himmelweiter Unterschied....schliesslich kann man nicht immer was aus dem Ärmel zaubern....nur was um den Sadismus des FM befriedigen.
 
E

ExitUser

Gast
Und es ist ja ein Unterschied zwischen Bewerbung und Bewerbungsbemühung. Mal ein Unternehmen anzuklingeln und zu fragen, ob sie einen Job haben, ist kein großes Ding. Aber ein vollständige und gute Bewerbung spielt da schon in einer anderen Liga. Und dafür ist im Regelsatz einfach nichts vorgesehen.
So ist es. Wenn man keine EGV hat, worin die Anzahl der Bewerbungen festgelegt ist und somit meistens die Kostenübernahme geregelt wäre, dann habe ich einfach 2-4 Kurzbewerbungen pro Monat geschrieben. Mehr gibt der Regelsatz nicht her.

Bewerben um des Bewerbungswillen halt und um meiner Mitwirkungspflicht nachzukommen und den SB zufrieden zu stellen. Aktuell schreibe ich gar keine Bewerbungen trotz gültiger EGV, da für längere Zeit AU...
 
E

ExitUser

Gast
[FONT=&quot]Nachstehendes zur Höhe der geforderten Eigenbemühungen, Bewerbungen:[/FONT]

[FONT=&quot]Spellbrink in Eicher/Spellbrink, SGB II, § 15, RdNr 25:[/FONT]

[FONT=&quot]Die Festlegung der Eigenbemühungen insbesondere hinsichtlich der Zahl monatlich zu tätigender Bewerbungen muss auch die dem jeweiligen erwerbsfähigen Hilfebedürftigen [/FONT][FONT=&quot]erträgliche finanzielle Belastung [/FONT][FONT=&quot]durch Bewerbungen berücksichtigen. Bewerbungskosten entstehen für Büromaterial (insb Mappen, Klarsichthüllen,[/FONT][FONT=&quot] Papier, Briefumschläge), Schreibkosten, Fotos, Fotokopien sowie Porto.[/FONT]
[FONT=&quot]Während § 46 Abs 1 SGB III iVm § 16 Abs 1 S 1 SGB II I einen Zuschuss zur den Bewerbungskosten iHv 260 Euro jährlich kennt (was nach den Berechnungen von Behrens info also 2001, 78, 79, maximal sechs[/FONT][FONT=&quot] Bewerbungen pro Monat erlaubt), müssen darüber hinausgehende Bewerbungskosten im Rahmen der[/FONT][FONT=&quot] Grundsicherung gem SGB II, ansonsten aus den Mitteln der Regelleistung (§ 20 Abs 1 S 1) finanziert werden[/FONT][FONT=&quot] (vgl - zum früheren BSHG - beispielsweise VG Braunschweig info also 1998, 142, 144). Das ergibt sich zum[/FONT][FONT=&quot] einen daraus, dass das SGB II nur abschließend aufgeführte Mehrbedarfe kennt, zu denen Bewerbungskosten nicht gehören (§ 21 Abs 1 iVm Abs 2-4), und zum anderen im Hinblick darauf, dass die Bestimmung über die Regelleistung (§ 20 Abs 1 S 1) die gemeinten Bedarfe nicht abschließend benennt („insbesondere"), so dass im Grundsatz jeder Bedarf, der kein Mehrbedarf ist, von der Regelleistung erfasst wird. Hieraus ist zu folgern, dass in einer Eingliederungsvereinbarung, die dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in erheblichem Umfang Bewerbungen abfordert, zumindest eine Zusicherung (§ 34 SGB X) der Bewerbungskosten in Höhe der gesetzlichen Pauschale des § 46 Abs 1 SGB III enthalten sein muss. Eine Sanktion gem § 31 Abs 1 Nr 1 b wird dann im Regelfall auszuscheiden haben (wichtiger Grund), wenn die Kosten für in der Eigliederungsvereinbarung geforderte Bewerbungen die Pauschalen des § 46 Abs 1 SGB III deutlich übersteigen.[/FONT]

[FONT=&quot]Vgl auch Berlit in LPK-SGB II (Münder), § 15 Rz. 25, 26, 27:[/FONT]

[FONT=&quot]25[/FONT]
[FONT=&quot]Die [/FONT][FONT=&quot]Konkretisierung der abzuverlangenden aktiven Eigenbemühungen [/FONT][FONT=&quot]des Hilfebedürftigen verbietet den Rückgriff direkt auf § 2 Abs. 1, 2 jedenfalls insoweit, als sie die prinzipiell unbegrenzt abverlangten[/FONT][FONT=&quot] Eigenbemühungen auf ein überschaubares, rechtssicher bestimmtes Maß reduziert. In der Vereinbarung dürfen nur solche Eigenbemühungen vorgesehen sein, die nach Art und Umfang dem Hilfebedürftigen rechtmäßig auch durch einseitige Festsetzung durch Verwaltungsakt nach Abs. 1 Satz 6 auferlegt werden dürften. Abverlangt werden dürfen nach Art und Umfang nur Eigenbemühungen, die auf nach § 10 zumutbare Tätigkeiten gerichtet sind, die dem Hilfebedürftigen auch sonst abverlangt werden können und einen hinreichenden Bezug zum Eingliederungsziel aufweisen (Verzicht auf nach der Arbeitsmarktlage erkennbar sinnlose, ritualisierte Eigenbemühungen durch Festlegung einer bestimmten Mindestzahl).[/FONT]

[FONT=&quot]26[/FONT]
[FONT=&quot]Die in Betracht kommenden Eigenbemühungen richten sich nach den [/FONT][FONT=&quot]Umständen des Einzelfalles [/FONT][FONT=&quot](s.a. GKSGB III § 35 Rz. 100; Spindler ASR 2003, 47, 54f.). Sie müssen die intellektuelle Einsichtsfähigkeit und das erkennbare Handlungsvermögen des Hilfebedürftigen beachten (BVerwG 17.5.1995 - 5 C 20.93 - E 98, 203) und dabei in entsprechender Anwendung der Leistungsgrundsätze des § 3 Abs. 1 bei Festlegung von Art und Zahl der Eigenbemühungen alle Umstände des Einzelfalles berücksichtigen, z. B. die Vor- und Ausbildung des erwerbsfähigen Hilfesuchenden, seine beruflichen Erfahrungen oder sonstige individuelle Kenntnisse und Fähigkeiten, seine Bewerbungserfahrungen, die persönliche und familiäre Situation und die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt (s. OVG NI 3.7.2000 - 4L 1967/00 - info also 2001, 33; VG Hannover 18.1.1999 - 15 B 8500/98 - info also 1999, 86; SG Berlin 15.1.2002 - S 51 AL 1491/00 - info also 2003, 109 [zu § 119 Abs. 5 SGB III]); hiermit unvereinbar wäre eine schematische Festlegung einer Mindestzahl monatlich vorzulegender Bewerbungen (SG Berlin 12.5.2006 - S 37 AS 11713/05 -; s. a. Rixen in Eicher/Spellbrink SGB II § 15 Rz. 8).[/FONT]
[FONT=&quot]Die abverlangten Eigenbemühungen müssen nach Art und Umfang auch wenigstens eine gewisse[/FONT][FONT=&quot] Mindestaussicht auf Erfolg haben. [/FONT][FONT=&quot]Beispiele zu erwartender Eigenbemühungen [/FONT][FONT=&quot]sind: Nutzung des Stellen-[/FONT][FONT=&quot]Informations-Service (SIS), Auswertung von Stellenanzeigen in Zeitungen, Fachzeitschriften und anderen[/FONT][FONT=&quot] Medien (z.B. Regionalsendern, Internet), gezielte Initiativbewerbungen und -vorsprachen bei Arbeitgebern,[/FONT][FONT=&quot] Arbeitsplatzsuche per Anzeige in Zeitungen und Fachzeitschriften, Besuch von Arbeitsmarktbörsen,[/FONT][FONT=&quot] Kontaktaufnahme zu privaten Vermittlern, Eintragungen in Absolventenhandbücher, Auswertung „Schwarzer[/FONT][FONT=&quot] Bretter" an Werkstoren, in Bildungseinrichtungen oder in Supermärkten.[/FONT]

[FONT=&quot]27[/FONT]
[FONT=&quot]Die Eigenbemühungen sind nach Art, Umfang und Nachweis so [/FONT][FONT=&quot]bestimmt aufzuführen[/FONT][FONT=&quot], dass sie nach[/FONT][FONT=&quot] Maßgabe des Verständnisvermögens des Hilfebedürftigen für diesen klar erkennbar sind und auch sonst ohne zusätzliche Akte wertender Erkenntnis festgestellt werden kann, ob der Hilfebedürftige seiner Obliegenheit zu ausreichenden Eigensuchebemühungen nachgekommen ist. Die festzulegenden Modalitäten des Nachweises der Eingliederungsbemühungen (dazu Stascheit info also 1997, 145) dürfen das Leistungsvermögen des Hilfesuchenden nicht übersteigen und müssen berücksichtigen, dass bei Initiativbewerbungen oftmals keine Eingangsbestätigungen oder formellen Absagen ergehen; regelmäßig ausreichend sind Angaben, die im Bedarfsfall eine gezielte Überprüfung der Angaben des Hilfebedürftigen ermöglichen (Rixen in Eicher/Spellbrink SGB II § 15 Rz. 11). Erfordern die bestimmten Bemühungen zusätzliche finanzielle Aufwendungen (etwa für Bewerbungsunterlagen oder Fahrtkosten), ist in der Eingliederungsvereinbarung auch deren Finanzierung zu regeln. Kostenträchtige Eingliederungsbemühungen, deren Aufwendungen der Hilfebedürftige zumutbar nicht mehr aus den Regelleistungen bestreiten kann (dazu Behrens info also 2001, 78), sind ohne Finanzierungsregelung unzumutbar (s. a. § 2 Rz. 19; Rixen in Eicher/Spellbrink SGB II § 15 Rz. 9).[/FONT]

[FONT=&quot]Udo Geiger[/FONT]
[FONT=&quot]Leitfaden zum Arbeitslosengeld II[/FONT]
[FONT=&quot]Der Rechtsratgeber zum SGB II 5. Auflage, Stand: 1.5.2008 unter Mitarbeit von: Ulrich Stascheit, Ute[/FONT][FONT=&quot] Winkler[/FONT]
[FONT=&quot]© 2008 Fachhochschulverlag ISBN: 978-3-940087-20-1:[/FONT]

[FONT=&quot]2.1 Zahl der Bewerbungen[/FONT]

[FONT=&quot]In der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung zum BSHG war umstritten, wie viele Bewerbungen von[/FONT][FONT=&quot] Arbeitslosen verlangt werden dürfen und auch, ob diese Zahl der Bewerbungen für alle Arbeitslosen gleich[/FONT][FONT=&quot] sein soll. So hat das VG Hannover drei Bewerbungen im Monat ausreichen lassen (VG Hannover vom[/FONT][FONT=&quot] 12.2.1998 - 3 B 146/98.HJ, info also 1998, S. 80 und vom 30.3.2000 - 15 A 1254/99). Das VG Braunschweig[/FONT][FONT=&quot] hat dagegen zehn Bewerbungen monatlich gefordert (VG Braunschweig vom 16.10.1997 - 4 B 4280/97, info[/FONT][FONT=&quot] also 1998, S. 142 und vom 15.12.1997 - 4 A 427/97).[/FONT]
[FONT=&quot]Einzelfallentscheidung[/FONT]
[FONT=&quot]Das OVG Lüneburg hat eine zahlenmäßige Festlegung abgelehnt. Es hat vielmehr den Umfang der[/FONT][FONT=&quot] Eigenbemühungen von den konkreten Umständen des Einzelfalls abhängig gemacht, insbesondere von den[/FONT][FONT=&quot] individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten des Hilfebedürftigen, seiner Vor- und Ausbildung und seinen[/FONT][FONT=&quot] bisherigen beruflichen Erfahrungen, seinen persönlichen und familiären Verhältnissen, dem Grad seiner[/FONT][FONT=&quot] Flexibilität sowie von der Lage auf dem regionalen und örtlichen Arbeitsmarkt (OVG Lüneburg vom 3.7.2000 [/FONT][FONT=&quot]- 4L 1967/00, info also 2001, S. 33). Das VG Hannover hat sich für eine schrittweise Erhöhung der[/FONT][FONT=&quot] Anforderungen an den Umfang der Bewerbungen mit der Dauer des Leistungsbezugs ausgesprochen (VG[/FONT][FONT=&quot] Hannover vom 26.6.2000 - 7 B 2588/00).[/FONT]
[FONT=&quot]Keine Richtgrößen[/FONT]
[FONT=&quot]Das BVerwG machte die Zumutbarkeit von den persönlichen und wirtschaftlichen Kräften des Hilfebedürftigen und von der konkreten Erfolgsaussicht auf dem für ihn maßgeblichen Arbeitsmarkt abhängig[/FONT][FONT=&quot] (BVerwG vom 17.5.1995 - 5 C 20/93, NJW 1995, S. 3200).[/FONT]
[FONT=&quot]In der sozialgerichtlichen Rechtsprechung haben sich bisher keine konkreten Richtgrößen für die Zahl der im[/FONT][FONT=&quot] Rahmen der Eigenbemü-hungen zumutbaren Bewerbungen herausgebildet. In einem Einzelfall hat das[/FONT][FONT=&quot] HessLSG zehn Bewerbungen im Monat für zumutbar gehalten (HessLSG vom 29.9.2006 - L 9 AS 179/06[/FONT][FONT=&quot] ER; ebenso SG Schleswig vom 24.1.2007 - S 3 AS 1203/06 ER). Das SG Berlin hat dagegen eine starre[/FONT][FONT=&quot] Mindestzahl pro Monat als rechtswidrig bezeichnet (SG Berlin vom 12.5.2006 - S 37 AS 11713/05). Es wird[/FONT][FONT=&quot] der Ansicht des BVerwG und des OVG Lüneburg zu folgen sein, dass sich keine für alle Arbeitslosen gültige[/FONT][FONT=&quot] Zahl festlegen lässt, sondern diese unter Berücksichtigung des Einzelfalles zu bestimmen ist.[/FONT]

[FONT=&quot]2.2 Kosten der Bewerbungen[/FONT]

[FONT=&quot]In der EV muss klargestellt werden, wer die Kosten für die Erwerbsbemühungen trägt. Nach § 16 Abs. 1 Satz[/FONT][FONT=&quot] 2 SGB II i.V.m. § 46 Abs. 1 SGB III kann als Bewerbungskosten im Jahr ein Betrag von 260 € übernommen[/FONT][FONT=&quot] werden. Streitig ist, ob damit das Kalenderjahr oder ein Jahreszeitraum gemeint ist (für Jahreszeitraum:[/FONT]
[FONT=&quot]Stark, in: Wissing, SGB III, § 46 RandNr. 6; ebenso Stratmann, in: Niesel, SGB III, 3. Aufl., § 46 RandNr. 3).[/FONT]
[FONT=&quot]Nicht aus der Regelleistung[/FONT]
[FONT=&quot]Nur soweit die Kosten erstattet werden, können Bewerbungen verlangt werden. Die in der[/FONT][FONT=&quot] Eingliederungsvereinbarung aufgegebene Zahl der Bewerbungen muss mit dem Höchstbetrag der[/FONT][FONT=&quot] Bewerbungskostenerstattung nach § 46 Abs. 1 SGB III (derzeit 260 €) übereinstimmen (DA 16 zu § 15).[/FONT]
[FONT=&quot]Soweit schriftliche Bewerbungen in dem maßgeblichen Arbeitsbereich üblich oder aus anderen Gründen im[/FONT][FONT=&quot] Einzelfall notwendig sind, können nur 4,33 Bewerbungen im Monat (260 : 12) verlangt werden. In der[/FONT][FONT=&quot] Regelleistung sind nach § 20 Abs. 1 Satz 1 SGB II Bewerbungskosten nicht enthalten.[/FONT]
[FONT=&quot]Ist die Regelleistung wegen einer Sanktion gekürzt oder der ganze Anspruch wegen eines wiederholten[/FONT][FONT=&quot] Pflichtenverstoßes versagt oder entzogen worden, können Kosten verursachende Erwerbsbemühungen[/FONT][FONT=&quot] keinesfalls verlangt werden. Für fehlende Bewerbungen usw. hat der Hilfebedürftige in diesen Fällen einen[/FONT][FONT=&quot] wichtigen Grund.[/FONT]

[FONT=&quot]Bundessozialgericht, Urteil vom 2.9.2004, AZ.: B 7 AL 62/03 R[/FONT]:

[FONT=&quot]juris.bundessozialgericht.de[/FONT]

[FONT=&quot]Zu Internetkosten.

Aber auch:

Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Az.: L 20 B 298/06 AS ER B.v. 20.12.2006, rechtskräftig:

[/FONT]
[FONT=&quot]Dem Hauptsacheverfahren wird sodann auch die Überprüfung der inhaltlichen Vorgaben der dem Antragsteller vorgelegten Eingliederungsvereinbarung vorbehalten bleiben. Ob einem Hilfebedürftigen mittels Eingliederungsvereinbarung aufgegeben werden kann, monatlich 10 Bewerbungen zu fertigen, dürfte auch aus Sicht der Beteiligten nicht zu problematisieren sein. Der Senat jedenfalls hat nach summarischer Prüfung keine Bedenken, dass im Regelfall auch eine solche Anzahl von Bewerbungen gefordert werden kann. Fraglich könnte allerdings sein, ob es zumutbar erscheint, 10 schriftliche Bewerbungen zu fordern angesichts der damit - vollständige und ansprechend gestaltete Bewerbungsunterlagen vorausgesetzt - zweifelsfrei einhergehenden Kosten. Insoweit spricht Einiges für die Auffassung des Sozialgerichts, dass bezogen auf den Zeitraum von einem halben Jahr, der durch die Eingliederungsvereinbarung erfasst werden sollte, eine unverhältnismäßige Auferlegung von Mitwirkungsobliegenheiten mit Blick auf die Vorschrift des § 46 Abs. 1 SGB III i.V.m. § 16 Abs. 1 Satz 1 SGB II sich nicht ohne weiteres aufdrängt. Dem Hilfebedürftigen dürfte es durchaus zumutbar sein, Bewerbungskosten zunächst aus der Regelleistung vorzustrecken und die durch den Höchstsatz von 260 EUR nicht gedeckten Kosten endgültig zu tragen. Der Senat weist auch darauf hin, dass die Eingliederungsvereinbarung ausdrücklich darauf hinweist, dass weitere mündliche Bemühungen vorausgesetzt werden.[/FONT]
[FONT=&quot]Urteil: www.sozialgerichtsbarkeit.de

[/FONT]
 

jockel

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[FONT=&quot]Nachstehendes zur Höhe der geforderten Eigenbemühungen, Bewerbungen:[/FONT]

[FONT=&quot]Spellbrink in Eicher/Spellbrink, SGB II, § 15, RdNr 25:[/FONT]

[FONT=&quot]Die Festlegung der Eigenbemühungen insbesondere hinsichtlich der Zahl monatlich zu tätigender Bewerbungen muss auch die dem jeweiligen erwerbsfähigen Hilfebedürftigen [/FONT][FONT=&quot]erträgliche finanzielle Belastung [/FONT][FONT=&quot]durch Bewerbungen berücksichtigen. Bewerbungskosten entstehen für Büromaterial (insb Mappen, Klarsichthüllen,[/FONT][FONT=&quot] Papier, Briefumschläge), Schreibkosten, Fotos, Fotokopien sowie Porto.[/FONT]
[FONT=&quot]Während § 46 Abs 1 SGB III iVm § 16 Abs 1 S 1 SGB II I einen Zuschuss zur den Bewerbungskosten iHv 260 Euro jährlich kennt (was nach den Berechnungen von Behrens info also 2001, 78, 79, maximal sechs[/FONT][FONT=&quot] Bewerbungen pro Monat erlaubt), müssen darüber hinausgehende Bewerbungskosten im Rahmen der[/FONT][FONT=&quot] Grundsicherung gem SGB II, ansonsten aus den Mitteln der Regelleistung (§ 20 Abs 1 S 1) finanziert werden[/FONT][FONT=&quot] (vgl - zum früheren BSHG - beispielsweise VG Braunschweig info also 1998, 142, 144). Das ergibt sich zum[/FONT][FONT=&quot] einen daraus, dass das SGB II nur abschließend aufgeführte Mehrbedarfe kennt, zu denen Bewerbungskosten nicht gehören (§ 21 Abs 1 iVm Abs 2-4), und zum anderen im Hinblick darauf, dass die Bestimmung über die Regelleistung (§ 20 Abs 1 S 1) die gemeinten Bedarfe nicht abschließend benennt („insbesondere"), so dass im Grundsatz jeder Bedarf, der kein Mehrbedarf ist, von der Regelleistung erfasst wird. Hieraus ist zu folgern, dass in einer Eingliederungsvereinbarung, die dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in erheblichem Umfang Bewerbungen abfordert, zumindest eine Zusicherung (§ 34 SGB X) der Bewerbungskosten in Höhe der gesetzlichen Pauschale des § 46 Abs 1 SGB III enthalten sein muss. Eine Sanktion gem § 31 Abs 1 Nr 1 b wird dann im Regelfall auszuscheiden haben (wichtiger Grund), wenn die Kosten für in der Eigliederungsvereinbarung geforderte Bewerbungen die Pauschalen des § 46 Abs 1 SGB III deutlich übersteigen.[/FONT]

[FONT=&quot]Vgl auch Berlit in LPK-SGB II (Münder), § 15 Rz. 25, 26, 27:[/FONT]

[FONT=&quot]25[/FONT]
[FONT=&quot]Die [/FONT][FONT=&quot]Konkretisierung der abzuverlangenden aktiven Eigenbemühungen [/FONT][FONT=&quot]des Hilfebedürftigen verbietet den Rückgriff direkt auf § 2 Abs. 1, 2 jedenfalls insoweit, als sie die prinzipiell unbegrenzt abverlangten[/FONT][FONT=&quot] Eigenbemühungen auf ein überschaubares, rechtssicher bestimmtes Maß reduziert. In der Vereinbarung dürfen nur solche Eigenbemühungen vorgesehen sein, die nach Art und Umfang dem Hilfebedürftigen rechtmäßig auch durch einseitige Festsetzung durch Verwaltungsakt nach Abs. 1 Satz 6 auferlegt werden dürften. Abverlangt werden dürfen nach Art und Umfang nur Eigenbemühungen, die auf nach § 10 zumutbare Tätigkeiten gerichtet sind, die dem Hilfebedürftigen auch sonst abverlangt werden können und einen hinreichenden Bezug zum Eingliederungsziel aufweisen (Verzicht auf nach der Arbeitsmarktlage erkennbar sinnlose, ritualisierte Eigenbemühungen durch Festlegung einer bestimmten Mindestzahl).[/FONT]

[FONT=&quot]26[/FONT]
[FONT=&quot]Die in Betracht kommenden Eigenbemühungen richten sich nach den [/FONT][FONT=&quot]Umständen des Einzelfalles [/FONT][FONT=&quot](s.a. GKSGB III § 35 Rz. 100; Spindler ASR 2003, 47, 54f.). Sie müssen die intellektuelle Einsichtsfähigkeit und das erkennbare Handlungsvermögen des Hilfebedürftigen beachten (BVerwG 17.5.1995 - 5 C 20.93 - E 98, 203) und dabei in entsprechender Anwendung der Leistungsgrundsätze des § 3 Abs. 1 bei Festlegung von Art und Zahl der Eigenbemühungen alle Umstände des Einzelfalles berücksichtigen, z. B. die Vor- und Ausbildung des erwerbsfähigen Hilfesuchenden, seine beruflichen Erfahrungen oder sonstige individuelle Kenntnisse und Fähigkeiten, seine Bewerbungserfahrungen, die persönliche und familiäre Situation und die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt (s. OVG NI 3.7.2000 - 4L 1967/00 - info also 2001, 33; VG Hannover 18.1.1999 - 15 B 8500/98 - info also 1999, 86; SG Berlin 15.1.2002 - S 51 AL 1491/00 - info also 2003, 109 [zu § 119 Abs. 5 SGB III]); hiermit unvereinbar wäre eine schematische Festlegung einer Mindestzahl monatlich vorzulegender Bewerbungen (SG Berlin 12.5.2006 - S 37 AS 11713/05 -; s. a. Rixen in Eicher/Spellbrink SGB II § 15 Rz. 8).[/FONT]
[FONT=&quot]Die abverlangten Eigenbemühungen müssen nach Art und Umfang auch wenigstens eine gewisse[/FONT][FONT=&quot] Mindestaussicht auf Erfolg haben. [/FONT][FONT=&quot]Beispiele zu erwartender Eigenbemühungen [/FONT][FONT=&quot]sind: Nutzung des Stellen-[/FONT][FONT=&quot]Informations-Service (SIS), Auswertung von Stellenanzeigen in Zeitungen, Fachzeitschriften und anderen[/FONT][FONT=&quot] Medien (z.B. Regionalsendern, Internet), gezielte Initiativbewerbungen und -vorsprachen bei Arbeitgebern,[/FONT][FONT=&quot] Arbeitsplatzsuche per Anzeige in Zeitungen und Fachzeitschriften, Besuch von Arbeitsmarktbörsen,[/FONT][FONT=&quot] Kontaktaufnahme zu privaten Vermittlern, Eintragungen in Absolventenhandbücher, Auswertung „Schwarzer[/FONT][FONT=&quot] Bretter" an Werkstoren, in Bildungseinrichtungen oder in Supermärkten.[/FONT]

[FONT=&quot]27[/FONT]
[FONT=&quot]Die Eigenbemühungen sind nach Art, Umfang und Nachweis so [/FONT][FONT=&quot]bestimmt aufzuführen[/FONT][FONT=&quot], dass sie nach[/FONT][FONT=&quot] Maßgabe des Verständnisvermögens des Hilfebedürftigen für diesen klar erkennbar sind und auch sonst ohne zusätzliche Akte wertender Erkenntnis festgestellt werden kann, ob der Hilfebedürftige seiner Obliegenheit zu ausreichenden Eigensuchebemühungen nachgekommen ist. Die festzulegenden Modalitäten des Nachweises der Eingliederungsbemühungen (dazu Stascheit info also 1997, 145) dürfen das Leistungsvermögen des Hilfesuchenden nicht übersteigen und müssen berücksichtigen, dass bei Initiativbewerbungen oftmals keine Eingangsbestätigungen oder formellen Absagen ergehen; regelmäßig ausreichend sind Angaben, die im Bedarfsfall eine gezielte Überprüfung der Angaben des Hilfebedürftigen ermöglichen (Rixen in Eicher/Spellbrink SGB II § 15 Rz. 11). Erfordern die bestimmten Bemühungen zusätzliche finanzielle Aufwendungen (etwa für Bewerbungsunterlagen oder Fahrtkosten), ist in der Eingliederungsvereinbarung auch deren Finanzierung zu regeln. Kostenträchtige Eingliederungsbemühungen, deren Aufwendungen der Hilfebedürftige zumutbar nicht mehr aus den Regelleistungen bestreiten kann (dazu Behrens info also 2001, 78), sind ohne Finanzierungsregelung unzumutbar (s. a. § 2 Rz. 19; Rixen in Eicher/Spellbrink SGB II § 15 Rz. 9).[/FONT]

[FONT=&quot]Udo Geiger[/FONT]
[FONT=&quot]Leitfaden zum Arbeitslosengeld II[/FONT]
[FONT=&quot]Der Rechtsratgeber zum SGB II 5. Auflage, Stand: 1.5.2008 unter Mitarbeit von: Ulrich Stascheit, Ute[/FONT][FONT=&quot] Winkler[/FONT]
[FONT=&quot]© 2008 Fachhochschulverlag ISBN: 978-3-940087-20-1:[/FONT]

[FONT=&quot]2.1 Zahl der Bewerbungen[/FONT]

[FONT=&quot]In der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung zum BSHG war umstritten, wie viele Bewerbungen von[/FONT][FONT=&quot] Arbeitslosen verlangt werden dürfen und auch, ob diese Zahl der Bewerbungen für alle Arbeitslosen gleich[/FONT][FONT=&quot] sein soll. So hat das VG Hannover drei Bewerbungen im Monat ausreichen lassen (VG Hannover vom[/FONT][FONT=&quot] 12.2.1998 - 3 B 146/98.HJ, info also 1998, S. 80 und vom 30.3.2000 - 15 A 1254/99). Das VG Braunschweig[/FONT][FONT=&quot] hat dagegen zehn Bewerbungen monatlich gefordert (VG Braunschweig vom 16.10.1997 - 4 B 4280/97, info[/FONT][FONT=&quot] also 1998, S. 142 und vom 15.12.1997 - 4 A 427/97).[/FONT]
[FONT=&quot]Einzelfallentscheidung[/FONT]
[FONT=&quot]Das OVG Lüneburg hat eine zahlenmäßige Festlegung abgelehnt. Es hat vielmehr den Umfang der[/FONT][FONT=&quot] Eigenbemühungen von den konkreten Umständen des Einzelfalls abhängig gemacht, insbesondere von den[/FONT][FONT=&quot] individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten des Hilfebedürftigen, seiner Vor- und Ausbildung und seinen[/FONT][FONT=&quot] bisherigen beruflichen Erfahrungen, seinen persönlichen und familiären Verhältnissen, dem Grad seiner[/FONT][FONT=&quot] Flexibilität sowie von der Lage auf dem regionalen und örtlichen Arbeitsmarkt (OVG Lüneburg vom 3.7.2000 [/FONT][FONT=&quot]- 4L 1967/00, info also 2001, S. 33). Das VG Hannover hat sich für eine schrittweise Erhöhung der[/FONT][FONT=&quot] Anforderungen an den Umfang der Bewerbungen mit der Dauer des Leistungsbezugs ausgesprochen (VG[/FONT][FONT=&quot] Hannover vom 26.6.2000 - 7 B 2588/00).[/FONT]
[FONT=&quot]Keine Richtgrößen[/FONT]
[FONT=&quot]Das BVerwG machte die Zumutbarkeit von den persönlichen und wirtschaftlichen Kräften des Hilfebedürftigen und von der konkreten Erfolgsaussicht auf dem für ihn maßgeblichen Arbeitsmarkt abhängig[/FONT][FONT=&quot] (BVerwG vom 17.5.1995 - 5 C 20/93, NJW 1995, S. 3200).[/FONT]
[FONT=&quot]In der sozialgerichtlichen Rechtsprechung haben sich bisher keine konkreten Richtgrößen für die Zahl der im[/FONT][FONT=&quot] Rahmen der Eigenbemü-hungen zumutbaren Bewerbungen herausgebildet. In einem Einzelfall hat das[/FONT][FONT=&quot] HessLSG zehn Bewerbungen im Monat für zumutbar gehalten (HessLSG vom 29.9.2006 - L 9 AS 179/06[/FONT][FONT=&quot] ER; ebenso SG Schleswig vom 24.1.2007 - S 3 AS 1203/06 ER). Das SG Berlin hat dagegen eine starre[/FONT][FONT=&quot] Mindestzahl pro Monat als rechtswidrig bezeichnet (SG Berlin vom 12.5.2006 - S 37 AS 11713/05). Es wird[/FONT][FONT=&quot] der Ansicht des BVerwG und des OVG Lüneburg zu folgen sein, dass sich keine für alle Arbeitslosen gültige[/FONT][FONT=&quot] Zahl festlegen lässt, sondern diese unter Berücksichtigung des Einzelfalles zu bestimmen ist.[/FONT]

[FONT=&quot]2.2 Kosten der Bewerbungen[/FONT]

[FONT=&quot]In der EV muss klargestellt werden, wer die Kosten für die Erwerbsbemühungen trägt. Nach § 16 Abs. 1 Satz[/FONT][FONT=&quot] 2 SGB II i.V.m. § 46 Abs. 1 SGB III kann als Bewerbungskosten im Jahr ein Betrag von 260 € übernommen[/FONT][FONT=&quot] werden. Streitig ist, ob damit das Kalenderjahr oder ein Jahreszeitraum gemeint ist (für Jahreszeitraum:[/FONT]
[FONT=&quot]Stark, in: Wissing, SGB III, § 46 RandNr. 6; ebenso Stratmann, in: Niesel, SGB III, 3. Aufl., § 46 RandNr. 3).[/FONT]
[FONT=&quot]Nicht aus der Regelleistung[/FONT]
[FONT=&quot]Nur soweit die Kosten erstattet werden, können Bewerbungen verlangt werden. Die in der[/FONT][FONT=&quot] Eingliederungsvereinbarung aufgegebene Zahl der Bewerbungen muss mit dem Höchstbetrag der[/FONT][FONT=&quot] Bewerbungskostenerstattung nach § 46 Abs. 1 SGB III (derzeit 260 €) übereinstimmen (DA 16 zu § 15).[/FONT]
[FONT=&quot]Soweit schriftliche Bewerbungen in dem maßgeblichen Arbeitsbereich üblich oder aus anderen Gründen im[/FONT][FONT=&quot] Einzelfall notwendig sind, können nur 4,33 Bewerbungen im Monat (260 : 12) verlangt werden. In der[/FONT][FONT=&quot] Regelleistung sind nach § 20 Abs. 1 Satz 1 SGB II Bewerbungskosten nicht enthalten.[/FONT]
[FONT=&quot]Ist die Regelleistung wegen einer Sanktion gekürzt oder der ganze Anspruch wegen eines wiederholten[/FONT][FONT=&quot] Pflichtenverstoßes versagt oder entzogen worden, können Kosten verursachende Erwerbsbemühungen[/FONT][FONT=&quot] keinesfalls verlangt werden. Für fehlende Bewerbungen usw. hat der Hilfebedürftige in diesen Fällen einen[/FONT][FONT=&quot] wichtigen Grund.[/FONT]

[FONT=&quot]Bundessozialgericht, Urteil vom 2.9.2004, AZ.: B 7 AL 62/03 R[/FONT]:

[FONT=&quot]juris.bundessozialgericht.de[/FONT]

[FONT=&quot]Zu Internetkosten.[/FONT]

[FONT=&quot]Aber auch: [/FONT]

[FONT=&quot]Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Az.: L 20 B 298/06 AS ER B.v. 20.12.2006, rechtskräftig:[/FONT]

[FONT=&quot]Urteil: www.sozialgerichtsbarkeit.de[/FONT]

Was sagen uns diese Quellenangaben aus der Rechtsliteratur?

Da es keine bundeseinheitliche Regelung gibt, ist kleinstaatlicher Amtswillkür in dieser Mittelalter-Bundesrepublik Deutschland Tür und Tor geöffnet und man kann mit Arbeitslosen beliebig Schindluder treiben. Das eine Amtsnest mach diese Auflage, das andere Amtsnest jene. Da spreche mir noch einer von sozialer Gleichbehandlung.

Was besonders auffällig ist:

Diese Auflagen entbehren jedem realistischem Bezug in der sich ständig räumlich und zeitlich, berufs- und branchenbezogenen, ändernden Lage der Jobangebots- und Nachfrage und der personellen, gesundheitlichen und familiären Situation.

Maßgebend ist der im Vermittlungsbudget vorgesehene Jahreserstattungsbetrag oder anteilige Jahresbetrag für Bewerbungs- und Vorstellungskosten, in zwölf Einzelraten untersetzt, da wir zwölf Kalendermonate haben oder eben nur für die Jahresanteile. Und dieser Betrag ist mit einem Erstattungsbeitrag pro Bewerbung noch zu untersetzen.

Die Bewerbungspflicht des Arbeitslosen erledigt sich für den Rest des Kalenderjahres, wenn der Jahreserstattungsbetrag oder Jahresanteilsbetrag für Bewerbungs- und Vorstellungskosten erreicht wurde. Keinem Arbeitslosen ist es zuzumuten, weitere Bewerbungs- und Vorstellungskosten aus seinem Alg-Regelsatz zu finanzieren, denn dort sind dafür keine Bewerbungs- und Vorstellungskosten einkalkuliert, sondern nur die laufenden Kosten zu einem mickrigen, menschenunwürdigen Lebensunterhalt.




Die Bewerbungen sollen doch erfolgsorientiert erfolgen im Sinne der freien Berufswahl (Artikel 12 GG) auf dem 01. Arbeitsmarkt zu annehmbaren und zu keinen prekären Arbeitsvertragsbedingungen durch den Arbeitslosen (§ 10 des SGB II ist eindeutig grundgesetzwidrig - jeden beliebigen Job anzunehmen). Also wenn nur Sudeljobs im Angebot der Jobbörsen anzutreffen sind oder die amtlichen Bestechungs- und Korruptionsmittel für die Wirtschaft nicht einsetzbar sind, weil man darauf keinen Anspruch hat (z.B. weil man nicht die Zugangsvoraussetzungen zu Alg II erfüllt und damit die Korruptionsmittel
  • Vermittlungsgutschein,
  • Lohn-, Gehalts- und Eingliederungszuschüsse
nicht anwendbar sind, schränkt das auch nochmals den zu realisierenden Bewerbungsumfang ein.

Es soll doch eine Einheit des Förderns und Forderns werden?

Warum dann so unverbindlich in einer "Eingliederungsvereinbarung" nur einseitig an eine Erfüllungsseite unter existenzvernichtenden Bedingungen verordnen und nicht in einem mehrseitig rechtsverbindlichem Vertrag, wo die Pflichten und Rechte aller vertragsschließenden Seiten für jeden der Beteiligten einsehbar, mit Auflagenerteilung, Konventionalsstrafen, Schadenersatzregelungen durchsetzbar sind. In so einem mehrseitigen Vertrag hätten Amt, Bildungsträger, private Arbeitsvermittler, Leih- und Zeitarbeitsbuden und Arbeitgeber ihrerseits verbindliche, sanktionierbare Pflichten zu erfüllen.

Solange aber sich Amt, Bildungsträger, private Arbeitsvermittler, Leih- und Zeitarbeitsbuden, Arbeitgeber nur an einer freiwilligen, jederzeit widerrufbaren, zuschauenden Selbstverpflichtung ausgesetzt sehen und nicht gewillt sind, verbindlich ihren gesellschaftspolitischen Pflichten nach Artikel 14 GG nachzukommen, sollte sich ein jobsuchender Erwerbsloser auch nicht verpflichtet fühlen, seinerseits gesellschaftliche Pflichten der Jobsuche zu erfüllen. Es muß ein gegenseitiges Geben und Nehmen sein. Ich sehe nur ein amtliches und unternehmerisches Nehmen ohne zu erbringende Gegenleistung.

Oh je, jetzt ist die Katze aus dem Sack und für jedermann erkennbar, wer sich als Leuteschinder gebährdet - Amt, Bildungsträger, ... und vor allem die große Gruppe der Arbeitgeber. Die alle fehlen als Vertragspartner in der Eingliederungsvereinbarung.

Wozu eine Eingliederungsvereinbarung, wenn man nicht mal verbindlich das Ziel erreichen kann und weiß wer, wann, wo und wie auf der Gegenseite das Ziel von der anzunehmenden Seite zu erfüllen hat?

So werden die Bewerbungen wie zu einer sinnlosen Fahrt ins Blaue.

Hier sehen wir am konkreten Beispiel wie verlogen und hinterhältig kapitalistische Privatwirtschaft ist und keine Fürsorgepflicht für seine Bürger erfüllen will. Aber der Bürger soll mit seinen Abgaben, Steuern und Beiträgen immer schön die Funktionsfähigkeit der staatlichen Infrastruktur auch für die Ämter und Unternehmer mitfinanzieren.

Ich frage wovon, wenn Bürger nur prekär arbeiten dürfen oder dauerhaft in Arbeitslosigkeit und Armut verrotten sollen?

Es ist eine höchst einseitige, sozial diskriminierende Art wie man mit Menschen umgeht.
 
E

ExitUser

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Von mir wird gar nichts mehr verlangt,-
da ich anscheint dem JOBECENTER noch zu jung für Bwerbungen bin:biggrin:(IST KEIN SCHERZ-SONDERN SCHIAKNE SEITENS DES PSYCHOLOGISCHEM DIENSTES DES JOBCENTERS)!Hab über E-BAYKLEINANZEIGEN.DE eine gezielte Such-Anzeige geschaltet,leider umsonst da ich am Sonntag ganz spontan mich in Köln beworben habe und direkt am Montag auch schon eine indirekte Zusage,-
auch voraussichtlich für eine AZUBI-STELLE zur Altenpflegerin in der Tasxhe habe!

Die Verantwortliche für die Bewerberauswahl ist bis heute im Urlaub und wird sich morgen bei mir melden!:biggrin::biggrin::biggrin:

So wie es für mich aussieht,-
werde ich von Dortmund nach Köln abwandern!:biggrin:

Was ich damit sagen wollte ,-man sollte schlafende Hunde da nicht wekken und selbtbestimmend seinen WEG weitergehen,den den man auch gehen möchte!:biggrin:
 

tanjawe

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Das kann man doch nie so pauschal sagen. Mein Betreuer meinte, das so um die 5 Bewerbungen ok wären. Wenns aber weniger oder im besten Fall mehr werden, dann ist doch auch in Ordnung. Aber klar, man muss schon etwas Glück mit seinem Betreuer haben.
 

koloss

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Meine Antwort auf die Frage :

Eine Bewerbung ,da man schliesslich auch nur Einen Arbeitgeber sucht :biggrin:

den konnte ich mir nicht verkneifen ,sorry :icon_party:
 

jockel

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Meine Antwort auf die Frage :

Eine Bewerbung ,da man schliesslich auch nur Einen Arbeitgeber sucht :biggrin:

den konnte ich mir nicht verkneifen ,sorry :icon_party:

Das wäre eigentlich die einzig richtige Antwort, weil man ja den Arbeitgeber sucht, zu dem man in alle Ewigkeit Vertrauen haben soll und der einem gut und nicht wie ein Nummerngirl behandelt (menschliche Handelsware mit versehenem Verfallsdatum).

Der in Eingliederungsvereinbarungen verlangte Hang zu Massenbewerbungen nach der Tonnenideologie - also die Masse und nicht die Qualität in der Auswahl der Arbeitgeber soll's richten, nutzt nur der Post und der Schreibwarenindustrie, aber nie dem jobsuchendem Arbeitslosen. Die Auflagenerteilung in den Eingliederungsvereinbarungen ist sowieso idiotisch, betrachtet man die Jobangebote auf den Jobbörsen näher und genauer. Meist Sudel- und Schundjobs, schlecht bezahlt und befristet, mit Schmiergeldsponsoring an private Vermittlerschmarotzer versehen. Nach 6 Monaten soll man wieder bei denen mit dem nächsten Vermittlungsvertrag auf der Matte stehen, den sie wieder melken können. Da ist nichts von Dauer und Stabilität zu finden.

Auch der Bewerbungsmarathon ist bekloppt, wenn sich z.B. 500 Leute auf 1 freie Stelle bewerben sollen. Eigentlich hat da die Bewerbung nur für 1 Kandidaten Sinn. 499 könnten sich die Bewerbungen von vornherein schenken, weils rausgeschmissenes Geld ist.

Was Unternehmer wollen, sind Geiz-ist-geil-Geschäftsverhältnisse gegenüber Lieferanten, Betriebsbelegschaft und Kunden. B e s c h e i ß e n ist das Geschäftsprinzip bis auf die Ausnahme der grenzenlosen Profitmaximierung für den privatwirtschaftenden Unternehmer selbst.

Geiz-ist-geil-Geschäftsverhältnisse:

Erinnerung an die Flyer- und Plakataktion der Industriepaarer von Recklinghausen - Es hat sich nichts geändert am Irrsinn des arbeitsamtlich verordneten Menschenhandels im Auftrag der Clements, Hundts und Henkels, für die Arbeitslose nur sozialschmarotzende Parasiten sind.

"Wir brauchen mehr soziale Ungleichheit, um zu mehr Beschäftigung zu kommen.
Wolfgang Wiegand, Vorsitzender der "Fünf Weisen" --> Wolfgang Wiegand, Arbitration & Consulting
arm_ist_geil

Das Ende der sozialen Marktwirtschaft wurde 1989 eingeläutet und us-amerikanischer Marktradikalismus und Sozialrassismus ist heute in Old Europe/ Old Germany der Unternehmergangster gängige Praxis.
 

koloss

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So siehts aus ,sinnlose massnahmen ,damit die Leute ihr letztes Geld verplempern und schön in Bewegung bleibeben .. nachdem Motto : Auch das blindeste Huhn wird schn ein körnchen zum Futtern finden...gibt genug varianten ,mir fiel das gerade ein :biggrin:

@jockel gut gebrüllt Löwe :icon_klatsch::icon_daumen:
 

Schnuckelche

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Ich habe in den ganzen Jahren als ALGII Bezieher nur eine einzige Papier-Bewerbung geschrieben, und das nur weil das Unternehmen darauf bestand, das war bei Porsche in Stuttgart :)

Alle anderen sind per Mail oder online rausgegangen, und damit ohne Mehrkosten.
Auch diese Bewerbungen werden ja als Bemühungen anerkannt.

Meiner Meinung nach kann man eine ernsthafte Bewerbung pro "Arbeitstag" schon hinbekommen. Zieht man noch ein paar Tage zur Stellensuche ab, bleiben immer noch 15 ernsthafte Bewerbungen, die man schreiben könnte.
Ich hatte aber auch Phasen, da habe ich keine Bewerbungen geschrieben - das gibt es eben auch. Dann hatte ich Phasen, wie meine Letzte, da hab ich in 3 Wochen knapp 50 Bewerbungen geschrieben, und die waren alle "ernsthaft" und am Ende hat es eben auch geklappt.
 

jockel

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Ich habe in den ganzen Jahren als ALGII Bezieher nur eine einzige Papier-Bewerbung geschrieben, und das nur weil das Unternehmen darauf bestand, das war bei Porsche in Stuttgart :)

Alle anderen sind per Mail oder online rausgegangen, und damit ohne Mehrkosten.
Auch diese Bewerbungen werden ja als Bemühungen anerkannt.

Meiner Meinung nach kann man eine ernsthafte Bewerbung pro "Arbeitstag" schon hinbekommen. Zieht man noch ein paar Tage zur Stellensuche ab, bleiben immer noch 15 ernsthafte Bewerbungen, die man schreiben könnte.
Ich hatte aber auch Phasen, da habe ich keine Bewerbungen geschrieben - das gibt es eben auch. Dann hatte ich Phasen, wie meine Letzte, da hab ich in 3 Wochen knapp 50 Bewerbungen geschrieben, und die waren alle "ernsthaft" und am Ende hat es eben auch geklappt.

In der Kapitalisten-BRD prahlt man doch immer, daß nur der was taugt, der sich in einem angemessenen Kosten-Nutzen-Verhältnis effizient bewegt.

Was ist denn nun ein angemessener Bewerbungsaufwand, der von der Arbeitslosenverwahrlosungsanstalt nicht sanktioniert wird?

50 Bewerbungen in bester Schönschrift und Woche an 50 Unternehmen zu 50 offen bleibenden Antworten bzw. 50 Absagen?

oder

50 Bewerbungen in bester Schönschrift und Woche an 50 Unternehmen und 1 Antwort mit befristeten Hungerlohnjobangebot, gekoppelt mit einem halbjährigem Kostenlospraktikum, amtliches Aufstockerschmiergeld an Mafiosi-AG?

-----------------------------------------------------

Warum soll man lt. § 10 SGB jedes Jobangebot eines Unternehmergauners annehmen?

Verbesserungsvorschlage an alle Jobbörsen, die gefälligst unsere Frau Bundesmininisterin für Arbeitslosenverwahelosung von der Leyer flächendeckend und bundesweit im Interesse der jobsuchenden Erwerbslosen durchsetzen sollte, wenn ihr was an der grundgesetzlich verbrieften Menschenwürde liegt:

Warum sanktioniert die Arbeitslosenverwahrlosungsanstalt nicht jobanbietende AG, die lohn- und sozialdumpinganbietenden Jobs in Jobbörsen feilbieten und überstellt sie nach § 138 BGB bzw. § 291 StGB zur weiteren Betreuung der Staatsanwaltschaft?

Ärbeitgebeber müssen doch mit Betriebsnummern bei Arbeitslosenverwahrlosungsanstalten und Sozialversicherungsträgern erfasst werden. Warum wird in diesen Jobangeboten, zur eindeutigen Identifizierung und Ausschließung von Unternehmergaunern in Jobbörsen diese Betriebsnummer nicht mit ausgewiesen?

Unternehmer sollten unter Angabe ihrer Betriebsnummer von der Arbeitslosenverwahrlosungsanstalt gezwungen werden, nur Jobs mit nachzuweisender ortsüblicher oder tariflicher Arbeitsvergütung in Jobbörsen zu stellen, andernfalls sollten sie eine Grußbotschaft von der Staatsanwaltschaft und der nächsten Justizvollzugsanstalt erhalten.

Sind solche Firmen bereits mit Hungerleiderjobangeboten und ausstehenden AG-Anteilen zur KV, PV, RV, AV, UV in Jobbörsen aufgefallen, so ist ihr Eintragungsversuch in den Jobbörsen technisch zu unterbinden bzw. wenn sich jemand dennoch auf solche Angebote einlässt, sollte eine Warnmeldung beim Jobbewerber aufpoppen:

Der Warntext in etwa so:

Zu Risiken und Nebenwirkungen dieses Jobangebots lesen Sie bitte die Tarifvertragsbedingungen und Eingruppierungsunterlagen zur Arbeitsaufgabe der DGB-Gewerkschaftsbranche "sowieso".
Leute, die bereits einen Hauptberuf ausüben, kann es egal sein, ob sie einen existenzgefährdenden Zusatz- oder Nebenjob noch zusätzlich ausüben wollen. Sie wollen doch nur ein Sahnhäubchen zu ihren guten Lebensbedingungen oben drauf.

Anders sieht es bei jobsuchenden Leuten aus, die auf einen Vollerwerbsjob zu existenzsichernden Bedingungen zwingend angewiesen sind, um überleben zu können. Bei denen sollte auf jeden Fall diese vorgeschlagene Warnmeldung aufspringen und zum eigenem Existenzenzschutz weitere auslösende Aktionen unterbinden.

Jeder jobsuchende Erwerbslose sollte einer Jahr um Jahr dynamisierbaren Kategorie eines soziokulturellem Existenzminimums zugeordneten werden,

z.B.

  • Single - 1 * 1.008 Euro/Monat plus Lohnabstandsgebot von 1 * 500 Euro/Monat
  • Verheiratete oder Lebensgemeinschaften - 2 * 1.008 Euro/Monat plus Lohnabstandsgebot von 2 * 500 Euro/Monat
  • Verheiratete oder Lebensgemeinschaften
    • je 1 Kind bis 7 Jahren
      2 * 1.008 Euro/Monat plus Lohnabstandsgebot von 2 * 500 Euro/Monat
      plus 500 Euro/Monat fürs Kind
    • je 1 Kind bis 14 Jahren
      2 * 1.008 Euro/Monat plus Lohnabstandsgebot von 2 * 500 Euro/Monat
      plus 800 Euro/Monat fürs Kind
    • je 1 Kind bis 21 Jahren
      2 * 1.008 Euro/Monat plus Lohnabstandsgebot von 2 * 500 Euro/Monat
      plus 1.008 Euro/Monat fürs Kind
Warum 1.008 Euro/Monat?

Nun, daß ist der unterste, aktuelle Satz eines pfändungsfreien Existenzminimums für einen Singlehaushalt.

Jeder jobsuchende Erwerbslose sollte mit diesen Kategoriemerkmalen zentral mit eigener ID-Nummer in einer Datenbank erfasst werden, die koppelbar ist mit allen Jobbörsen, bei denen die jobsuchenden Erwerbslosen automatisch registriert und anmeldet werden.

Wenn jetzt Jobangebote mit Bruttomonatsverdiensten unterhalb dieser Kategorien von AG in den Jobbörsen angeboten werden und man darauf eingehen will, dann kommt beim Jobsuchenden zum Selbstschutz die Warnmeldung hoch. Umgekehrt erfährt der Arbeitgeber nichts vom sozialem Status der jobsuchenden Erwerbslosen.

In Jobbörsen sollte die AG-Floskel auf
Lohn nach Vereinbahrung
grundsätzlich verboten werden, denn man muß bei jobsuchenden Erwerbslosen regelmäßig von der Unkenntnis aktuell tariflicher Vertragsbedingungen ausgehen. Die so vorhandene schwächere Verhandlungsposition des Erwerbslosen wäre ausgeglichen. Es sollten eben in den Jobbörsen nur Jobs zu ortsüblicher oder tariflicher Bedingung angeboten werden und nicht Jobs beliebiger Art nach § 10 SGB II. Der § 10 SGB ist erwerbslosendiskriminierend und trägt grundgesetzwidrigen Lohndumpingcharakter.

AG müssten in einer Einarbeitungszeit von 3 bis 6 Monaten garantieren, daß der jobsuchende Bewerber die für den Job eingruppierte Lohn- oder Gehaltsgruppe mindestens erreicht und oberhalb der Kategorien des dynamisierten soziokulturellem Existenzminimums plus Lohnabstandsgebots liegt. Andernfalls muß der AG triftige Ablehnungsgründe vorweisen.

Ich denke, daß man so das leidige, sozialausgrenzende Problem der Prekärbeschäftigungen vom Tisch schaffen könnte. Aus und vorbei für 1-Euro-, Minijobs, gerinfügige Beschäftigungen, Endlos-Kostenlos-Firmenpraktikas, Bürgerarbeit, Leih- und Zeitarbeit, Aufstockerjobs.

Es wäre ein Anfang, von der neoliberalen Schiene der Sozialausgrenzung wegzukommen und das gute alte Sozialstaatsprinzip zu festigen.

Allerdings wäre das das Ende besonders auf die Systemerhaltung spekulativer Banken- und Finanzmarktpolitik Wert zu legen.

Heute vormittag gebährdete sich Ackermann wieder als Moralapostel in den Medien und schrieb den EU-Mitgliedsländern vor wie sie denn nach seinen Vorstellungen die Staatsverschuldung bekämpfen und die Staatshaushalte sanieren könnten. Daß seine Unternehmergauner diese Finanz-, Wirtschafts- und Staatskrisen erst auslösten, die Staats- und Kommunalhaushalte inklusive einer Steuergeschenkspolitik an ihre Klientel ins Schleudern brachten, erwähnte er mit keiner Silbe.

Generalabrechnung: Ackermann zerpflückt europäische Krisenpolitik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

Ackermann über die Schuldenkrise: „Exzessive Staatsverschuldung“ höhlt die Demokratie aus - Weitere Meldungen - FOCUS Online - Nachrichten

Die Warentermingeschäfte deutscher Privatbanken auf den internationalen Warenterminbörsen, allen voran Deutsche Ackermann-Bank, Commerzbank, Landeszentralbanken (z.B. LBBW), Sparkassen, Volksbanken.

Josef Ackermann und Co. - Spekulationen mit Lebensmitteln - YouTube

Die Floskel Sparen kommt ihm leicht über die Lippen. Sparen am Sozialen in den Staats- und Kommunalhaushalten, Sparen an Löhnen und Gehältern ohne stabilisierende Maßnahmen.

Sparen an Profittreiberei, an Waffen- und Kriegsgeschäften, an Börsenspekulationen, Sparen an Steuerverschwendungen wie z.B. die Geschichte mit der Vernichtung der überlagerten Schweinegrippenimpfstoffe, die man unnötigerweise von der Pharmaindustrie in Massen abkaufte, ohne sie nach tatsächlichen Bedarf zu bestellen - bloß nicht.

Ackermann - der Cheffinanzberater der Merkel - der Bock, den man zum Gärtner macht. Ein echter Gegner des Sozialstaats.

Wird die Finanzkrise künstlich hinausgezogen um einen ZWECK in Satans ZEITPLAN zu erfüllen ? - YouTube

DasErste.de - Monitor - Deutsche Bank und Allianz: Gewinne auf Kosten der Steuerzahler?

DasErste.de - Monitor - Zu lasch, zu spät, zu harmlos: Europas gefährlicher Weg der Bankenrettung

Helmut Schmidt kritisiert Euro-Kurs der Kanzlerin: "Merkel hat Deutschland isoliert" | RP ONLINE

DasErste.de - Monitor - Mogelpackung: Der Hebel des Euro-Rettungsfonds

Wenn das so weitergeht, landen wir wie aktuell Großbritannien

Großbritannien: Proteste und schlechte Aussichten - YouTube

Großbritannien: Nur raus aus der EU | Europa Aktuell - YouTube
 

The_Vulcan

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Gibt es überhaupt eine Grundlage?

Ich habe die Pflicht nach Vereinbarung... mindestens 5 Bewerbungsbemühungen vorzunehmen... (dazu dürften auch Vermittlungsvorschläge zählen oder ?!... meine Zuständige wollte nämlich das ich selbige nicht in die Eigenbemühungsliste aufnehme...)

Abgesehen davon das ich diesen Monat schon fast 10 allein an Vermittlungsvorschlägen habe....

Es gibt wohl auch Urteile die sagen das z.B. 10 kein Problem seien.. sogar 22 nicht...

LSG Bayern: freie beweiswürdigung, verfahrensmangel, arbeitsmarkt, koch, auszug, beweisantrag, beschränkung, form, beschwerdeschrift, minderung
 
E

ExitUser

Gast
Vulcan, steht denn in Ihrer EGV, dass die Bewerbungsnachweise ZUSÄTZLICH zu den Bewerbungen auf die VVs sein müssen? :biggrin:

Also ich sag eigentlich immer, 4 pro Monat kann jeder, Erwerbsfähigkeit natürlich vorausgesetzt. Elternteile mit fehlender Kinderbetreuung und pflegende Angehörige dabei natürlich ausgeschlossen.
Wie die dann gemacht werden, darüber kann man ja reden. Wer nicht so gut schreiben kann und eh nur einen Putzjob sucht, muss ja nicht zwingend dolle Bewerbungsmappen machen...
 

The_Vulcan

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Wortlaut_meine_EGV meinte:
- jeweils mindestens 5 Bewerbungsbemühungen um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse

Ja 4 sind ok, 5 Klappt ggf. auch... aber ich bin gelegentlich mal Krank da wird es schwerer.
Ich bin leider auch Wählerisch... eigentlich würde ich nicht mal 5 schaffen wenn ich keine Abstriche machen würde...

Mich interessiert das mit der Menge aber auch weil manche 8 oder sogar 10 müssen die ich kenne...

Ich schicke meistens eine Mail. Post wollen wenige, ist auch Finanziell besser.. habe nicht so viele Bewerbungsmappen zum rum senden, manche Arbeitgeber behalten die Mappen auch gerne... andere schicken sie Freundlicherweise 1A zurück.

Dummerweise ist die Kostenerstattung ja Freiwillig und sie wollen dann meist auch das Anschreiben, das will ich aus Datenschutzgründen nicht rausrücken. Geht keinem was an was ich wie schreibe. Auszugsweise zeig ich gerne mal was vor... aber nicht alles Mitlesen... da verzichte ich eher auf das Geld.

Aber zur eigentlichen Frage... eine Regelung gibt es da ja nun scheinbar nicht oder?

PS: Diesen Monat habe ich nur 2 geschafft und 11 Vermittlungsvorschläge noch... eigentlich 13 ... aber nicht 5 Eigene.. das wurmt mich.
 
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